Lovecrafter #3

  • Aus der Vereinsredaktion erreicht uns folgende frohe Botschaft: Der neue Lovecrafter steht in den Startlöchern und wird im Juni erscheinen! Auch an H. P. Lovecraft sind die 68er nicht spurlos vorbeigegangen. So legen wir mit Ausgabe Nr. 3 den Schwerpunkt auf: „1968 – 2018. 50 Jahre H. P. Lovecraft in Deutschland“. Dazu gibt es folgende Beiträge:


    – Zwischen Protest und Wahn. Eine Spielhilfe zum cthuloiden Rollenspiel im Jahr 1968


    - Lovecraft: Die ersten 50 Jahre. XXL-Interview mit den Herausgebern und Verlegern Franz Rottensteiner, Frank Festa, Joachim Körber, Michael Görden und Erik Simon


    Der Verein freut sich außerdem mit „Der treibende Holländer“ ein prämiertes Szenario für das FHTAGN-Regelwerk vorlegen zu können. Ebenfalls aufs Vereinskonto geht der Erwerb eines äußerst raren Fanzine-Komplettsatzes aus den 1970er Jahren … dazu veröffentlichen wir an dieser Stelle schon einmal einige Bilder - hüllen uns aber sonst noch in Schweigen :) Wir freuen uns jedenfalls auf den Lovecrafter Nr. 3 – und Ihr hoffentlich auch!


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    50 JAHRE H. P. LOVECRAFT IN DEUTSCHLAND


    So das Thema der dritten Ausgabe unseres Vereinsmagazins LOVECRAFTER, die nun unter Dach und Fach ist! Das Heft wird diese Woche an alle Mitglieder versendet; und wer unseren Reihen noch nicht beigetreten sein sollte, kann es im Cthulhu Webshop erwerben.


    Vor rund 50 Jahren begann sich Lovecrafts kosmisches Grauen literarisch bei uns auszubreiten. Wir zeichnen diese Entwicklung nach und geben Einblicke in die kreativen Prozesse der Vergangenheit, wobei wir auch spielerische Brücken schlagen:


    - „Ganymed Horror und Weird Fiction Times“


    Hierbei handelt es sich um frühe Fanzines, die sich bereits in den ‘70er Jahren mit HPL und dem Mythos befassten. Die dLG hatte das Glück, einen Satz dieser Schätze bergen zu können. Die Hefte wurden digitalisiert und ausgewertet, das Ergebnis dieser Arbeit liegt nun vor. Ergänzt wird der Bericht durch Informationen des damaligen Herausgebers. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als den heute durch seine Arbeit für Perry Rhodan bekannten Autor Uwe Anton!


    - „Lovecraft in Deutschland – Die ersten 50 Jahre“


    In diesem Großinterview kommen mehrere wichtige Protagonisten der deutschen Verlagslandschaft ausführlich zu Wort. Der in der Lovecraftszene vor allem durch seine Arbeit an der „Phantastischen Bibliothek“ (Suhrkamp Verlag) bekannte Franz Rottensteiner erzählt, wie es seinerzeit zur Aufnahme Lovecrafts durch deutsche Phantastik-Liebhaber im Verlagswesen kam. Michael Görden (heute Golkonda Verlag) berichtet von seiner cthuloiden Arbeit bei Bastei Lübbe und Joachim Körber gibt Auskunft über die lovecraftigen Anfänge seiner Edition Phantasia, die weiterhin eine kommentierte Werkausgabe veröffentlicht. Frank Festa (Festa Verlag) erklärt, warum ihm Lovecraft bis heute sehr wichtig ist und von dem Dresdener Autor und Lovecraft-Herausgeber Erik Simon werden exklusive Einblicke in die phantastische Verlagsszene der DDR gegeben.


    - „Zwischen Protest und Wahn“


    Auch im Play-Teil gehen wir 50 Jahre zurück. Marc Thorbrügge (Teilzeithelden) bringt die politische Dimension des Jahres 1968 ins cthuloide Rollenspiel.


    Aber auch abseits des Schwerpunktes gibt es viel zu entdecken! Der vielseitige Theaterkünstler Levin Handschuh spürt in „Fear of the Known“ der Relevanz des lovecraft’schen Mythos im digitalen Zeitalter nach und erschließt damit ein brisant-aktuelles Thema. Der Play-Teil hat gleichfalls mehr zu bieten: Das FHTAGN-Szenario „Der treibende Holländer“ führt die Spieler ins Malaga des Jahres 1947, das Tabletop-RPG Cthulhu Dark wird vorgestellt und „Das große Erbe des Mythos“ widmet sich lovecraftigen Brett- und Kartenspielen. Daneben werdet ihr natürlich auch über die Arbeit des Vereins auf den neuesten Stand gebracht.

  • Heute erhalten und wieder mal eine tolle Ausgabe mit Schwerpunkt Literatur. Muss erst noch alles lesen aber wie immer super schön und toll gemacht, viel Recherche und Arbeit der Beteiligten drin! Danke. :)

  • Meine Ausgabe ist auch angekommen. Zuerst habe ich die Rezension zu Cthulhu Dark gelesen, weil die Kickstarter-Variante inzwischen bei mir im Regel steht und auf einen Einsatz wartet.


    Wieder ein sehr interessantes Heft. … Danke für euren unermüdlichen Einsatz!

  • Hallo zusammen! Ich bin Marius und noch ganz frisch im Verein. Und ja, auch ich habe seit ein paar Tagen den Lovecrafter Nr. 3 da. Vielen Dank dafür. Und auch für die schöne Aufmachung. Gefällt mir sehr gut. Vor allem der Titel macht viel her. 👍


    Alles gelesen habe ich aktuell noch nicht. Z. B. das Rollenspiel-Material habe ich noch nicht komplett gesichtet. Aber das Meiste habe ich bereits gelesen.


    Beispielsweise den Artikel über Lovecraft in der digitalen Welt finde ich ansatzweise ganz informativ. Für meinen Geschmack lässt sich das Eine oder Andere ein wenig zu sperrig lesen. Doch Levin Handschuhs Deutung von Pickmans Modell und insbesondere von Cthulhus Ruf finde ich sehr interessant. Top!


    Ihr habt auch nicht zu viel versprochen, als ihr hier im Vorfeld von den Fanzine-Schätzen geschwärmt habt. Es ist wirklich spannend, zu sehen, wie das deutsche Lovecraft-Fandom seine Anfänge nahm. Das Interview mit den Verlegern/Lektoren hat auch noch mal gezeigt, wie die deutsche Literatur-Welt rund um Lovecraft einst tickte. Mein Lieblingszitat aus dem Interview, gesagt von Joachim Körber: "1976 habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben, die auch sofort gekauft wurde. Gott sei Dank hat die Zeitschrift Pleite gemacht, bevor sie erscheinen konnte." :lol:


    Toll fand ich, dass sowohl im "Ganymed / Weird Fiction Times"-Artikel als auch im großen Interview Lovecrafts Rassismus angesprochen bzw. besprochen wurde. Gerne mehr zu dem Thema. Meine Meinung: Ein Verein, der sich nach dem Namen Lovecrafts benennt, muss zu diesem Thema Stellung beziehen. Das muss/soll/darf natürlich nicht tot diskutiert werden; auch aufbauschen sollte man das Thema nicht. Aber eine Stellungnahme über Lovecrafts rassistische Ansichten sollte die Deutsche Lovecraft Gesellschaft schon abgeben können (sollte dieses Thema von außen angesprochen werden). Ich für meinen Teil verehre die Person Lovecraft nicht, aber sein Werk. Und das, was sein Werk auslöst. All die Unterhaltung und Inspiration. Und ich glaube, das ist es auch, was uns alle verbindet.


  • Weise gesprochen 👏

  • Hiho mvdf,


    zum Thema Rassismus und HPL findest du HIER einen Topic dieses Forums.
    Soweit ich mich erinnere, haben wir uns bisher noch nicht zu einer "offiziellen Stellungnahme" entschieden, weil erstens die Anlässe es nicht hergaben und zweitens eine solche Betrachtung nicht mit drei oder vier Sätzen abgetan ist. Axel hat in besagtem Topic ein paar sehr gute Worte dazu gefunden.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris

  • Hiho mvdf,


    zum Thema Rassismus und HPL findest du HIER einen Topic dieses Forums.
    Soweit ich mich erinnere, haben wir uns bisher noch nicht zu einer "offiziellen Stellungnahme" entschieden, weil erstens die Anlässe es nicht hergaben und zweitens eine solche Betrachtung nicht mit drei oder vier Sätzen abgetan ist. Axel hat in besagtem Topic ein paar sehr gute Worte dazu gefunden.


    Hi derTräumer,


    vielen Dank für die Infos und den Link. Ich werde mir das mal zu Gemüte führen. Eine "offizielle Stellungnahme" ist ja auch nicht notwendig, solange von außen nicht bewusst gefragt wird. Nichtdestotrotz finde ich es gut, wenn wir das Thema hier behandeln und darüber sprechen.

  • Man muss das auch im Kontext seiner Zeit sehen. Lovecraft ist denselben zeittypischen rassistischen Grundeinstellung gefolgt wie in dieser Zeit vermutlich ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung (und woanders ja leider auch... :roll: ). Es hat ja auch nach Lovecrafts Lebensende noch viele Jahre gedauert bis die Rassentrennung in den USA Geschichte war und sie wirkt leider sogar heute noch nach, wie wir häufig den Nachrichten entnehmen können. :(
    Letztlich manifestiert sich für ihn ja häufig die "Angst vor dem Unbekannten" in "unbekannten Menschen". Insofern lassen sich bestimmte Motive seiner Geschichten von seinem Rassismus nicht trennen. Ich sehe das ganz ähnlich wie mvdf und chris+ : Ich finde wichtig, es zu wissen und es richtig einordnen zu können, aber man sollte das Thema auch nicht überstrapazieren.

  • Meiner Meinung nach relativiert der Hinweis auf viele andere Rassisten zu Lebzeiten von Lovecraft das Problem zu sehr, aber das wurde in dem verlinkten Thread schon ausführlich behandelt.

  • Liebe Redaktion,
    nachdem ich nun die ersten 4 Ausgaben des Lovecrafter gelesen habe, wollte ich mich kurz bedanken: Sehr schöne Hefte, ansprechend und aufwändig gestaltet, abwechslungsreich, informativ, inhaltlich tief und breit zugleich. Der Spagat zwischen Literatur, Historie und Rollenspiel ist gelungen. Und immer wieder etwas Überraschendes dabei – Hut ab und weiter so :)
    Viele Grüße
    Dennis

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