Beiträge von anouphagos

    Ah, ich dachte auf der Webseite des Cons, damit wären Unterkunftstipps gemeint. Mein Fehler. Wie gesagt: Das Biltmore ist großartig, als Tagungsort bestimmt sehr atmosphärisch. Auf jeden Fall mal mit dem altertümlichen Fahrstuhl ins oberste Stockwerk fahren und den Blick über die Stadt schweifen lassen.

    Soweit ich das sehe finden da oben Spielrunden statt! Hab mich allerdings noch nicht zu einer Anmeldung durchringen können, zu viele interessante Panels ... aber ich gucke auf jeden Fall mal ein paar Minuten rauf und bei einem Boardgame zu oder so.

    Alles auf eigene Faust. Ob es geführte Lovecraft-Touren regulär gibt, weiß ich nicht. Mir ist kein Flyer o. ä. dafür untergekommen.

    Ich hab mich mal zu einer geführten Tour im Rahmen der NC angemeldet: https://necronomicon-providence.com/walking-tours/ - aber ich bin sicher, dass wir einige Stationen auch nochmal alleine angucken werden.

    In Boston bist du auch? Da habe ich auch einige Tage verbracht und auf jeden Fall gibt es dort auch Lovecraft-Orte. Stichwort: North End. Marblehead ist wunderschön und definitiv einen Trip wert. Von Boston aus erreicht man auch Salem gut, das ist ebenfalls einen Besuch wert.

    Marblehead macht mir gerade die größten Probleme, das in den Reiseplan einzupflegen ... bislang klappt die Planung wunderbar ohne Auto, nur Marblehead erschwert das etwas. Von Boston mit der Fähre nach Salem und dann noch nach Marblehead ist irgendwie zu viel für einen Tag ...

    Hi Nils, super, vielen Dank für die ausführliche Schilderung!

    Zur Necronomicon kann ich leider keine Tipps geben. Ich war 2024 ganz kurz nach der Con in Providence. Wo genau finden die Panels und Runden statt? Der Website konnte ich das ad hoc nicht wirklich entnehmen.

    Das meiste ist "Providence Biltmore, Omni Hotel, and Surrounding Venues" - meine Unterkunft ist ca. 2km entfernt im nordöstlichen Federal Hill.

    Lovecraftige Sites in Providence selbst konzentrieren sich maßgeblich auf den College Hill, also den östlichen Teil der Stadt, wo die Brown University ihren Sitz hat. Das Viertel um die Uni ist recht dicht bepackt mit Orten. Mir hat damals die Walking Map von hplovecraft.com sehr geholfen, mich zurecht zu finden und die jeweiligen Orte einzuordnen: https://www.hplovecraft.com/creation/sites/walktour.pdf

    Hast du damals guided walking tours o.ä. gemacht oder alles auf eigene Faust erkundet?

    Ich persönlich fand auch den gegenüberliegenden Federal Hill sehr schön. Dieses Viertel ist fast immer gemeint, wenn Lovecraft sich über zu viele Einwanderer in der Stadt beschwert. Da kenne ich keine konkreten Anlaufpunkte, aber man kann dort auch gut anhand bspw. der gastronomischen Angebote durch das Viertel streifen.

    Das Viertel erkunde ich dann glaube ich in den ersten Tagen per pedes, ich bin schon gespannt wie viel "alte" Architektur sich da noch findet. Mein AirBnb sieht schonmal viktorianisch aus.

    Surroundings: Welchen Radius meinst du? Wenn man über ein Auto verfügt, kann man auf jeden Fall sehr gut mal nach Newport fahren. Da fährt man meiner Erinnerung nach etwa eine Stunde. Ein schönes Hafenstädtchen, wo Lovecraft häufig ausspannte. Die alte Train Station, wo er immer ankam, ist zwar stillgelegt, steht aber noch. Von Newport aus kann man auch gewissermaßen von unten einen guten Blick werfen auf die beeindruckende Narragansett Bay. Es lohnt sich durchaus, mit dem Auto die Bucht zu überqueren mittels der ausladenden Brücke, um dann auf der anderen Seite der Bay nach Providence zurückzufahren.

    Das wäre erstmal so das, was mir noch einfällt von meiner Reise.

    Vielen Dank :) Ich vermute, Auto holen wir uns keines, aber mal sehen. Zugverbindungen sind ganz gut ausgebaut; ich überlege nur, ob ich einen Trip nach Marblehead unterbringe, aber vielleicht eher von der Station Boston aus als von Providence ... Ich werde hinterher auf jeden Fall berichten!

    Iä! Ich habe dieses Jahr einen Trip zur Necronomicon in Providence vor (Aufenthalt dort voraussichtlich 10.-17.8.). Daher die Frage: Ist sonst noch jemand dort? Und: Wer hat Tipps für Providence, Surroundings und auch für die Wahl von Panels/Spielrunden/Tours auf der Con?
    Natürlich stehen eine Walking Tour, L. arts&sciences, ein Grabbesuch usw. bereits auf dem Programm, aber ich bin trotzdem auf alle Erfahrungswerte gespannt :)
    Schönen Dank!

    Hm ... ich möchte nicht mäkeln (und war ja selbst einer der glücklichen "früheren" Empfänger), aber 2 Monate zwischen den ersten und den letzten (?) Empfängen scheint mir schon sehr lang. Wäre es da beim Lovecrafter, dessen Inhalt ja nicht zeitkritisch ist, nicht besser, ihr würdet alle fertig machen und dann auf einmal versenden/abholen lassen?

    Ist es eigentlich zutreffend, dass gerade „Kult der Spinnenkönigin“ nicht in einer der beiden Novellen-Sammlungen enthalten ist?

    Ja, aber die Novellas (und deren Sammelbände) sind ja auch eine andere Produktkategorie als die Romane. "Kult der Spinnenkönigin" zählt zu den Romanen; die Novellas waren vor allem wegen der beiligenden alternativen Ermittlerkarten nachgefragt und dann irgendwann vergriffen, weshalb diese Sammelbände aufgelegt wurden.

    Eine kategorisierte Übersicht gibt's hier: https://www.fantasyflightgames.com/en/products/arkham-fiction/

    Wenn du Brettspiele magst: Es gibt Romane zu Arkham Horror, die ziemlich gut sind. Ich kann von S.A. SIdor, Der Kult der Spinnenköniging und Das letzte Ritual empfehlen.

    Auch auf die Gefahr hin, sehr off topic zu werden und das falsche Franchise hier zu bewerben: Zu AH gibt es bald (2 Wochen?) auch ein "choose your own adventure"-Buch. Mal gucken, wie das wird - kann aber sein, dass es das dauerhaft nur englisch gibt.

    Vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber ich muss nicht überall krampfhaft einen Sinn bzw. die eine Erklärung suchen, auch wenn man das so im Deutschunterricht gelernt hat. Ich kann das "Gebabbel", wenn man das so bezeichnen will, einfach als Kunst sehen und genießen, und es in meinem Kopf so für mich interpretieren, wie ich selbst es für richtig halte. Insofern gefällt mir das Buch mega gut. :)

    Mir gefällt das Buch auch, ich hoffe, das kam raus :D Und die Meinung ist glaube ich gar nicht unpopulär ...

    Aber: Gerade dieses Buch fordert ja heraus, nach "einem Sinn" und "der Wahrheit" zu fahnden - auch, wenn man als geübte Rezipientin postmoderner Literatur oder Connaisseur der König-in-Gelb-Fiction vermutlich weiß, dass das vergebens sein wird ^^

    Ich muss ehrlich sagen, ich stehe davor wie die Kuh vorm neuen Tore. Man weiß leider nicht wirklich was man damit anfangen soll oder kann. Und welche Bastelanleitung? Aktuell klingt alles ein wenig nach Pseudo-Gebabbel.

    Mein Leseeindruck weicht ein bisschen ab: Man kann das Buch ja erstmal bis Seite 55 ganz normal linear lesen und alle Linien ignorieren; die Fußnoten und "Paratexte" erzählen dabei offenbar eine Story hinter der Story des Dramas, die Geschichte von dessen Inszenierung(sversuch). Das fand ich eigentlich ganz stimmig. Danach folgt ein "choose your own adventure"-Part durchs Drama (und die Inszenierungsstory), was finde ich ganz passend gemacht ist.

    Den "Gebabbel"-Vorwurf kann ich aber bislang auch verstehen (auch wenn ich ihn freundlicher formuliert hätte :D) - mir scheint der Bezug zur Kabbala z.B. ein bisschen konstruiert und ich kann ihn nicht ganz einordnen: Ist das einfach nur eine pseudo-hermetische Referenz, um [Regie] als okkult belesen darzustellen? Oder ist das ein "Code"? Ich finde, die Orientierung eines Textes an den Sefirot ist von Umberto Eco und Shea/Wilsons "Illuminatus!" halt literarisch sehr hochkarätig besetzt, und ich fürchte auch, dass der Text diese Messlatte nicht reißen wird. Aber ich bin selber auch noch nicht durch.

    Was ich, btw, cool fände, wäre ein MIDI-File der Partituren, damit man damit ein bisschen rumspielen kann ...

    Ich habe das nun endlich auch mal gespielt. Mein Fazit: Coole Stories, wenn auch mythosseitig etwas überladen (Yellow King, Innsmouthers, Dagon, Shub-Niggurath, Hirnzylinder, H. West, …). Viele Entscheidungen fühlen sich nicht sonderlich wichtig an, man muss das eher ein bisschen wie einen narrativen Walking-Simulator sehen. Die Entscheidungen im Spiel trifft man für sich, und man kann tatsächlich mit einem Savegame alle 3 möglichen Enden angucken (muss dann aber jeweils die Credits ertragen). Mechanisch ist das Spiel etwas redundant, aber für die Dauer (knapp 25h mit einigen Nebenquests) kann man damit leben. Die Atmosphäre ist Geschmackssache, hat mir aber gut gefallen. Für Mythos-Fans auf jeden Fall einen Versuch wert, aber bitte nicht zum Vollpreis (um Halloween gab's das für 5,99, was ich mehr als fair finde). Ich hab das alles mit ein paar Screenshots und ausführlicheren Gedanken auch hier verbloggt.

    Heyho,

    bisher hab ich noch gar nichts davon gesehen. Sieht aber super aus! Ich find es nur nicht bei gängigen Streaming-Anbietern... wo hast du es denn gesehen?

    Leider habe ich auch keine "einwandfreie" Quelle dafür gefunden und daher auf eine "nicht-einwandfreie" zurückgegriffen ...

    Hat jemand die zweite Staffel 30 Coins schon geguckt? Ich schaue das gerade zur kognitiven Entlastung während des Masterarbeitschreibens.

    Außer sehr sprechenden Episodentiteln wir "Dreamlands" und "The Black Book of the Mad Arab" finden sich noch viele weitere Mythos-Bezüge und -Motive, inklusive Elder-Sign-Shirts. Zusammengehalten von einer mehr oder minder kohärenten Vatikan-Industriemagnaten-Apokalypse-Verschwörung.

    Die Atmosphäre der ersten Staffel fand ich besser (besonders ganz am Anfang), aber auch die zweite ist sehr unterhaltsam. (Man sollte auf Pulp Lust haben und sich an ein paar eher unlogischen Entwicklungen nicht stören.)

    Vielleicht ist dieses schmale Bändchen für einige hier interessant. Hartmut Rosa, der "Entschleunigungspapst" und vielgeliebte Talkshow-Gast, hat über seine Beziehung zum Heavy Metal geschrieben: Traditionslinien aus der Schwarzen Romantik, Transzendenzerfahrungen auf Konzerten, ein paar Statistiken (bei denen Metalheads gut wegkommen ^^) usw. Ich würde es nicht wirklich als "soziologisch" bezeichnen, das könnte man besser unter dem Etikett "Philosophie" einsortieren, aber das gilt ja für einige seiner letzten Veröffentlichungen.

    Wer jedenfalls eine Mischung lesen möchte aus

    • persönlichem Bekenntnisbuch "zum Metal" sowie
    • einer philosophischen Reflexion, wieso gerade Hard & Heavy geeignet ist, Menschen zu einer guten Weltbeziehung zu führen,

    sollte sich das mal angucken. Leider werden die cthuloiden Einflüsse auf einige Bands und Stücke nicht explizit angesprochen (Rages "The Crawling Chaos" wäre dafür sogar eine Gelegenheit gewesen -- bei 150 Seiten Text muss aber natürlich vieles unter den Tisch fallen). Es geht eher um die Ursprünge des Motiv-Kanons in der Romantik; statt kosmischem Grauen wird eher auf romantische Ironie ("man meint, was man sagt, und meint es gleichzeitig nicht") abgestellt.

    Ich bin ja nicht so metal-affin, daher würde mich sehr interessieren, wie das eingefleischte Metalheads hier lesen und bewerten.

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    Hartmut Rosa: "When Monsters Roar and Angels Sing. Eine kleine Soziologie des Heavy Metal"

    Kohlhammer 2023, 187 S., 20 Euro (print)

    anouphagos hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Zitat
    2006 schrieb Gary Hill das Buch „The Strange Sound of Cthulhu“, in dem er sich umfassend mit cthuloider und Lovecraft-inspirierter Musik befasste. Mitkultist Dennis fragte Gary über dessen Buchprojekt und verwandte Themen aus.

    Da ich gerade darin herumlese: Daniel Harms geht in einem Kapitel von "The Necronomicon Files" auf arabische Bezüge ein, "A Thousand and One Arabian Nightmares". Vielleicht bringen dich einige der dort erwähnten Quellen und Texte weiter, ein Beispiel:

    Zitat

    Lovecraft's fascination with The Arabian Nights definitely carried into his adult life, leading him to do further research into Islamic history and folklore, as indicated by books in his library: The Calif Haroun Alraschid and Saracen Civilization by Edward Henry Palmer, and Tales of the Genii by Sir William Charles Morrell (pseudonym).

    Oder suchst du nach etwas Bestimmtem?