Beiträge von derTräumer

    Wie meinst du das? Einfach nur die Geschichte oder eine bestimmte Version/Hörspiel?


    Ich persönlich empfinde die Geschichte als recht mittelmäßig. Für mich sind die drei stärksten Geschichten Colour out of space , rats in the Walls und haunter of the dark. In dieser Reihenfolge.

    Das ist Extra Credits. Die beschäftigen sich in der Regel mit Videospiel-Theorie, haben mittlerweile aber auch Kanäle zu Mythologie, Literatur (Horror, Sci-Fi und Fantasy) und Geschichte.


    Wenn man sich auf die Darstellungsform einlässt, ist es wirklich gut.

    Wann gründen wir die Deutsche Clark Ashton Smith Gesellschaft?

    Ich weiß, dass du das mit einem Augenzwinkern meinst.

    Aber in der Tat ist so eine Gründung leider wohl fruchtlos.

    CAS Werk ist bei weitem weniger populär und nicht popkulturell erschlossen.

    Außerdem gibt es keine Marke (wie das CoC-RPG), welche zusätzlich Aufmerksamkeit erzeugt.


    Auch wenn es nicht explizit in unserer Vereinssatzung steht, denke ich, dass in unseren Aufgabenbereich neben HPL auch sein Zirkel (CAS, REH usw.)

    fällt und - in meinen Augen - auch die ganze Literatur-Szene drumherum (von Robert W. Chambers über Arthur Machen bis hin zu Ramsey Campel).


    Wenn du also etwas zu Smith machen möchtest such hier nach Gleichgesinnten. Ich wäre zB da für einiges zu haben!

    Hi Peter,

    klasse. Danke für die Mühe und deine Einschätzung. Deckt sich mit meiner, dass die Festa-Version "bekömmlicher" ist.

    In der Tat wäre eine eine konkrete gegenüberstellung der beiden geläufigsten Übersetzungen an einer der "mittellangen" Geschichten mal ein spannendes Projekt um da konkrete Diskussionspunkte zu haben.

    Die Hippocampus Bände (Varorium Edition) sind die "Weiterführung" der Penguin-Bücher. In der Hippocampus-Reihe haben die Fußnoten an den Worten den Sinn anzuzeigen, in welcher Edition der Text an besagter Stelle abgeändert wurde.


    Beispiel:


    Joshi nimmt als Haupt-Text seine Penguin-Version und gibt Fußnoten an, wenn da nun eine Fußnote ist, so gibt diese etwa an, dass in der Ausgabe Arkham House/Outsider and Others dieses Verb gegen ein anderes ersetzt wurde, in Weird Tales Nr. XY hingegen wieder ein anderes Verb genutzt wurde oder das Verb ganz fehlte. etc. ich hoffe, du verstehst, was ich meine... Es ist quasi eine Text-Geschichte.

    Hi Peter,


    die Übersetzungen von Insel/Suhrkamp sind älter. Zum Teil sind diese betont altertümlich übersetzt und zum Teil wurden kleinere Passagen ausgelassen.


    Zum "Reinkommen" sind die toll. Wenn du irgendwann mal das Bedürfnis hast, dich wirklich intensiv mit HPL zu beschäftigen, würde ich eher zu Festa raten, oder (noch besser) den vier Bänden "H.P. Lovecraft: Varorium Edition" vom Hippocampus Verlag auf Englisch. Dort sind die Texte so bearbeitet, dass sie quasi den "reinen Lovecraft" zeigen, ohne Auslassungen und Änderungen durch Lektoren, Verlage und so weiter.


    In den nächsten Tagen wird hier auf der Vereinsseite ein Text veröffentlicht, der "Basisbibliothek H.P. Lovecraft" heißt, wo ich eine große Marktübersicht mache und detailliert auf Bücher etc eingehe.

    Christopher

    Bei einer Entweder-oder-Frage, würde ich trotzdem immer zu der Joshi-Biografie tendieren.


    Aber du hast natürlich recht, wenn man neben einer Biografie auch eine Art historischen Verlauf betrachten möchte, dann sollte man eine kleine Leseliste (in chronologischer Reihenfolge der ersten Veröffentlichung) anfertigen:



    Derleth, August: H.P. Lovecraft, Outsider. In: Johi, S.T./ Schultz, David E. (Hg.): Essential Solitude: The Letters of H.P. Lovecraft and August Derleth. Hippocampus Press. 2008

    -> Ein kurzer Essay Derleths zu Lovecraft, welcher im legendären "The Outsider and Others" von Arkham House 1939 erschien. Es war der erste Text zu Lovecraft von nennenswerter Verbreitung. In Ihm werden viele Fehlkonzepte zu HPL zum ersten mal in die Welt entlassen.


    De Camp, Lyon Sprague: H.P. Lovecraft. Eine Biografie. Aus dem Amerikanischen von

    Andreas Diesel. Festa 2012

    -> Diese 1975 erschienene Biografie genießt heute einen schlechten Ruf. Sie ist voreingenommen, basiert auf (relativ) wenigen Quellen und erfüllt keine wissenschaftlichen Standards.


    Long, Frank Belknap: Mein Freund Lovecraft. Dreamer on the Nightside. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Michael Siefener. Festa 2016.

    -> Ebenfalls 1975 erschien dieses Buch als Antwort von Lovecrafts Freund und Protege auf das Buch von Sague de Camp. Es ist persönlicher und episodenhafter, aber definitiv ein wichtiger Teil der Lovecraft-Forschung.


    Joshi, S.T.: I am Providence. The Life and Times of H.P. Lovecraft. In zwei Bänden. Hippocampus 2013.

    -> Die definitive Biografie. Sie fußt auf einem imensen Quellencorpus, entspricht wissenschaftlichen Ansprüchen und ist beeindruckend detailliert.

    Die Bände sind wunderschön. Wenn man die Piper-Bände aus den 90ern hat muss man zwar überlegen ob die je eine Zusatzgeschichte die Anschaffungskosten rechtfertigen, aber ich hab beides und schätze die Neuauflage sehr.

    Definitiv Joshi. Ersten basiert die Biografie von de camp auf wesentlich weniger Quellmaterial, dann ist de Camp voreingenommen. Joshi hat eine Menge an Briefen, Dokumenten, Artikeln und und und verarbeitet, die sich sehen lassen. VIEL seiner Arbeit basiert darauf, das durch de Camp verfälschte Bild Hpls wieder grade zu rücken.