Lovecrafter #1


  • “Truly, Dunsany has influenced me more than anyone else except Poe – his rich language, his cosmic point of view, his remote dream-world, & his exquisite sense of the fantastic, all appeal to me more than anything else in modern literature.”


    So schrieb es H.P. Lovecraft am 30.07.1923 an Clark Ashton Smith. Grund genug sich genauer mit dem 18. Lord Dunsany zu beschäftigen. Niels-Gerrit Horz hat Dunsany Castle besucht und dort exklusive Eindrücke von den Lebensumständen, den Werken und Taten des Lords erhalten. Nils Gamperts gewährt uns in einer Biografie von Dunsany einen tiefen Einblick in die facettenreiche Geschichte des irisch-englischen Originals.


    Mirko Stauch beschäftigt sich dann mit der Beziehung zwischen Lovecraft und Dunsany, sowohl in stilistischer als auch in inhaltlicher Hinsicht und zeigt die engen Verflechtungen beider Schriftsteller auf.


    Steffen Waschul rezensiert als Dunsany-Neuling zwei der populärsten deutschen Veröffentlichungen des irischen Schriftstellers und wird ebenfalls von dessen fantastischen Welten gefangen genommen. Nils Gampert liefert dann noch eine deutschsprachige Bibliografie um den Einstieg in Dunsanys Werk zu erleichtern.


    Neben dem Dunsany Schwerpunkt finden sich aber auch weitere spannende Themen in der Ausgabe 1 des Lovecrafters, wie etwa ein Gespräch mit Filmemacher Huan Vu, geführt von Clemens Williges, bei dem es natürlich um die cineastische Umsetzung der „Traumlande“ geht. Christian Heißler blickt zurück auf das Live Action Role Playing Event „Das Flüstern aus den Sphären“ und hat auch mit den Organisatoren Nadia Quaranta, Carsten Pohl und Arne Handt ein Interview geführt.


    Die Rollenspieler dürfen sich auf das Debüt-Szenario von Jan Kock „Ein paar Tage im Februar“ freuen, ein Cthulhu-Now Abenteuer welches im Jahr 2017 spielt und die Spieler in die Ukraine führt. Wer hier an Tschernobyl denkt liegt nicht falsch …


    Marcus Rosenfeld stellt dann das System „Achtung! Cthulhu“ vor, welches den Cthulhu-Mythos in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts ansiedelt, genauer gesagt auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkriegs.


    Volker Rattel liefert spielbare Charaktere für das Abenteuer „Inmitten uralter Bäume“ und blickt zudem auf das dLG Jahr 2016 und besonders die Veranstaltung „Das Ritual“ zurück.


    Inhaltlich kann sich das sehen lassen – und dank Tina Wessel (Bildredaktion) und Marc Meiburg (Satz, Grafik, Druck) ist der Lovecrafter 1 auch wieder ein absoluter Augenschmaus, wie das Cover der Ausgabe schon zeigt.


    Die Ausgabe erscheint am 08.04.2017 zum Weekend of Hell. Danach erfolgt der Versand an unsere Mitglieder welche die Kosten für die Ausgabe bereits über ihren Vereinsbeitrag abgedeckt haben. Nichtmitglieder können die Ausgabe dann über den Cthulhu Webshop beziehen: https://www.cthulhu-webshop.de/

  • Mein Lovecrafter war heute in der Post - Eindruck nach ersten Durchblättern: großartig! (Und überraschend dick, 74 Seiten sind es diesmal)
    Ich freu mich schon sehr auf die Lektüre, ihr hört dann ausführlicher von mir, wenn ich durch bin :)

  • Erster Eindruck. Sehr schön!!!


    Die Dunsanykapitel sind echt toll. Dickes Danke an Nils für den Reisebericht.
    LARP und die RPG Teile kommen am Wochenende dran.

    “It is good to be a cynic — it is better to be a contented cat — and it is best not to exist at all.” :kohleziege:

  • Die Belegexemplare sind heute angekommen! Ich bin wirklich begeistert und möchte nochmal allen Beteiligten danke sagen!
    Das "Endprodukt" ist wirklich klasse geworden, Layout (Marc) und Bebilderung (Tina) sind absolut passend!


    Und noch einmal zwei Daumen hoch für die Zusammenarbeit mit André! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

  • Ja es dauert dann wohl wieder etwas.


    Auch das RPG Material gefällt mir sehr gut. Hoffe die kommenden Monate mal etwas aus dem Lovecrafter an den Tisch zu bekommen.

    “It is good to be a cynic — it is better to be a contented cat — and it is best not to exist at all.” :kohleziege:

  • Ich habe den ersten Lovecrafter mit Vergnügen durchgelesen und möchte wie immer ein paar Worte loswerden.


    *Gestaltung*


    Die Gestaltung der ersten Ausgabe knüpft an die der 0. an: schick, hochwertig, farbig. Das Layout sowie die Bebilderung sind top. Das Cover ist meiner Meinung nach angemessen und die Inhaltsangabe macht einiges her. Das zieht sich bis zu der letzten Seite. Großartig!


    Ich wäre mit weniger zufrieden gewesen, aber in diesem Heft merkt man, wie das Geld für eine ästhetische Publikation genutzt wird. Der Preis ist gerechtfertigt.


    Den Stil der Überschriften und der Autorenkennzeichnungen finde ich manchmal gewagt und gleichzeitig anregend, ein anderer Stil als in Cthulhus Ruf - ein eigener Stil eben.


    Mit Ausnahme vereinzelter Fehler(chen) hat das Lektorat gute Arbeit geleistet.


    *Der Inhalt*


    Mir hat das gesamte Spektrum gefallen: von den warmen Eingangsworten bis hin zu den vorgefertigten Charakteren. Höhepunkte waren für mich: das Interview mit Huan Vu (das ausgezeichnet geführt worden ist), der Artikel "Hinter den Toren Elfenlands" und das Abenteuer "Ein paar Tage im Februar". Ich wünsche mir, dass die Bandbreite sich weiterhin von Film zur Literatur zum Rollenspiels usw. erstrecken wird, denn eben das hat die Ausgabe durchweg interessant gehalten.


    Die Einführung zu Dunsany gefiel mir natürlich ebenso, allerdings kannte ich einiges bereits aus dem gelungenen Arkham Insiders Podcast. Sinnvoll empfinde ich die dt. Bibliographie, die ich persönlich zwar nicht benötige, die jedoch von einem Anspruch an Vollständigkeit oder zumindest einen guten Überblick zeugt.


    Ich hätte mich gefreut, wenn die Dunsany Rezension mehr unter die Oberfläche gedrungen und generell länger gewesen wäre. Ich hatte nicht unbedingt das Gefühl, einen tiefergehenden Eindruck oder Einschätzung der Erählungen geboten zu kriegen. Selbstverständlich muss dafür nicht gespoilt werden.


    Das Now-Abenteuer "Ein paar Tage im Feburar" hat mir sehr gut gefallen. Ich empfinde es als atmosphärisch, unverbraucht und überschaubar - gute Vorrausetzungen für ein Conabenteuer! Die zusätzliche Regelmechanik präsentiert sich als einen spannenden Zusatz für einen Oneshot. Das Ziel des Szenarios ist zwar klischisiert; der Weg dahin allerdings durchaus innovativ und relativ frei in seiner Gestaltung. Schade finde ich, dass die Handouts lediglich als bloße Texte abgedruckt sind und nicht gestaltet wurden. In meinen Augen macht das liebevolle Design der Handouts viel des Charms von dem Rollenspiel aus. Besonders nett wäre, das Hearout zu inszenieren, was allerdings eine Herausforderung sein könnte.


    Die Systemvorstellung zu "Achtung!Cthulhu" war beißend, knackig, präzise. Schön, schön! Als Ergänzung hätte mir gefallen, dass mehr auf konkrete Abenteuerinhalte oder Ähnliches eingegangen worden wäre. Auch in diesem Artikel hätte ich gerne mehr zu lesen gehabt, weil mir es mir vorliegende Resultat angetan hat.


    Insgesamt ein toller Mix, der zum Ende hin meiner Ansicht nach ein wenig versiegt. Ich hätte vielleicht das Abenteuer an das Ende, die kleineren Rollenspielbeiträge davor gesetzt. So macht es auf mich den Eindruck, als sei kurz vor Schluss das Seitenpensum nähergerückt und man hätte noch jedweden Rest untergebracht. Ein ungünstiger Umstand, der das ordentliche Gesamtbild jedoch mitnichten trübt.


    *Fazit*


    Ein fulminanter Start auf den Schultern von Riesen! Die Länge einzelner Beiträge ließe sich noch ausbauen und im Abenteuer fehlte mir die Ausgestaltung der Handouts, ansonsten bin ich außerordentlich zufrieden mit der ersten richtigen Ausgabe.


    Alle Beteiligten haben ihre Talente zusammengelegt und ein wirklich qualitativ hochwertiges Ergebnis abgeliefert, das sich vor anderweitigen Magazinen nicht zu verstecken braucht. Ich möchte hiermit an die Euphorie der anderen Stimmen anschließen und mir weiterhin ein dermaßen tolles Vereinsmagazin erhoffen! :)

    "Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."


    - Diablo 2


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    "Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."


    Cthulhuwiki :tooloo:

  • Zitat

    Das Now-Abenteuer "Ein paar Tage im Feburar" hat mir sehr gut gefallen. Ich empfinde es als atmosphärisch, unverbraucht und überschaubar - gute Vorrausetzungen für ein Conabenteuer! Die zusätzliche Regelmechanik präsentiert sich als einen spannenden Zusatz für einen Oneshot. Das Ziel des Szenarios ist zwar klischisiert; der Weg dahin allerdings durchaus innovativ und relativ frei in seiner Gestaltung. Schade finde ich, dass die Handouts lediglich als bloße Texte abgedruckt sind und nicht gestaltet wurden. In meinen Augen macht das liebevolle Design der Handouts viel des Charms von dem Rollenspiel aus. Besonders nett wäre, das Hearout zu inszenieren, was allerdings eine Herausforderung sein könnte.


    Hey Black,


    vielen dank für diese sehr positive Mini-Rezension! Gestaltung und Hearout standen mal kurz im Raum, aber ich glaube das war dann zuviel des Guten. Vielleicht werden die irgendwann mal als Download verfügbar sein!? Die Handouts sind ja eigentlich, DAS Markenzeichen für Cthulhu :tulu:

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