H.P. Lovecraft gegen Religion

  • Zitat

    Lovecraft war aber nicht nur Schriftsteller sondern auch Atheist und sehr kritisch gegenüber den Religionen und hat in vielen Briefen und anderen Schriftwerken zu dieser Weltanschauung Stellung genommen, die bisher jedoch nicht auf Deutsch erschienen waren.


    Das hat Sebastian Bartoschek zum Anlaß genommen, eine Gruppe von Übersetzern, darunter yours truly, zu versammeln und eine Sammlung von H.P.L.s Texten zum Atheismus und gegen Religion ins Deutsche übertragen herauszugeben. Und dieses, unser Buch ist gerade im jmb-Verlag erschienen. So gehet denn hin und kaufet, denn Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn!


    Von dLG Kultist Sebastian Bartoschek und einem Vorwort von Kollege Axel Weiß.


    http://scienceblogs.de/bloodna…nser-buch-ist-erschienen/


    [Blockierte Grafik: http://scienceblogs.de/bloodnacid/files/2017/03/51YB66w75-L._SX351_BO1204203200_.jpg]

  • Bartoschek ist auch in der dLG? Wusste ich noch garnicht. Höre immer mal wieder was bei Hoaxilla von Ihm.

    “It is good to be a cynic — it is better to be a contented cat — and it is best not to exist at all.” :kohleziege:

  • Hatte ich heute auch in der Post und musste mich gleich über einen Fehler im ersten gelesenen Satz ärgern (Klappentext). Ansonsten habe ich bisher nur die Vorworte gelesen und wie mir scheint, wird nirgends erwähnt - Axels Vorwort ausgenommen -, dass es sich bei dem Text eigentlich um eine Übersetzung von Joshis Against Religion handelt. Kein feiner Zug...

  • Hier die angekündigte Stellungnahme der dLG zu „Gegen die Religion“



    Zu dem von Sebastian Bartoschek und Fabian Dombrowski im Herbst 2017 herausgegebenen Buch „Gegen die Religion“ (jmb Verlag) hat Axel Weiß im Namen der deutschen Lovecraft Gesellschaft e. V. (dLG) ein Vorwort beigesteuert. Bei dem Titel handelt es sich um eine deutsche Übersetzung von „Against Religion“, im amerikanischen Original ediert von S. T. Joshi und mit einem Vorwort versehen von Christopher Hitchens (Sporting Gentlemen, 2010).


    Wie sich kurz nach Erscheinen des Buches herausstellte, hatte der Festa Verlag gleichfalls eine Übersetzung des Titels für 2018 geplant und war bereits mit S. T. Joshi eine vertragliche Bindung eingegangen. Eben dies hatten die vorherigen Herausgeber versäumt. Zudem erfolgten Übersetzung, Auswahl und inhaltliche Aufbereitung der Lovecraft-Texte ohne Wissen oder Einverständnis von S. T. Joshi.


    Weder Axel Weiß noch die dLG waren über den Editionsplan der deutschen Ausgabe informiert. Weiß – dem die amerikanische Ausgabe bekannt ist (und der diese auch namentlich erwähnt) – hat auf Wunsch der Herausgeber das Vorwort verfasst. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Text, der einen Schwerpunkt auf die themenbezogene Lovecraft-Rezeption im deutschen Sprachraum legt.


    Die dLG versteht sich als Bindeglied der vielfältigen Lovecraft-Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gleichwohl legt der Verein größten Wert auf internationale Beziehungen, der Stellenwert von S. T. Joshis ergiebiger Forschung ist ihm bewusst. Die dLG distanziert sich von der unautorisierten Ausgabe von „Gegen die Religion“ und bedauert das Vorgehen der Herausgeber.


    Wir hoffen, dass die beteiligten Verlage, Herausgeber und Autoren in dieser Angelegenheit zu einer gütlichen Einigung finden werden. Darüber hinaus freuen wir uns auf weitere – autorisierte – Übersetzungen von Joshis Werken auf Deutsch und werden diese mit großem Interesse begleiten.


    Deutsche Lovecraft Gesellschaft e. V., Dezember 2017

  • Da stellt sich mir die Frage, wie man auf die Idee kommt ein Buch zu übersetzen und zu veröffentlichen, ohne vorher mit dem Rechteinhaber gesprochen zu haben. Komische Situation...

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris

  • Vielleicht dachten sie, es sei gemeinfrei, da HPL schon viele Jahre tot ist?


    Grundsätzlich wahrscheinlich. War auch das erste, was mir durch den Kopf ging, doch dann: Wenn ich ein von einem Herausgeber editiertes Werk 1:1 übersetze, trifft ja nicht nur HPLs gemeinfreiheit zu, sondern auch Joshis editorische Leistung.


    Anders wäre es sicher, hätten die deutschen Herausgeber eigenständig die Texte zusammengestellt (und ggf. dezente Unterschiede eingebaut) und auf das im Original enthaltene Vorwort verzichtet.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris

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