Beiträge von Kain

    Vielleicht wenn Du mehrere auf einen Schlag orderst? Wobei das bei der Erscheinungsweise natürlich ziemlich langwierig sein könnte ... Hm. Ich bin ja allgemein kein Freund dieses Modells. Am liebsten kaufe ich bei meinem Händler.

    Die Ankündigungen für H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens - Limited sind da. Wie erwartet ist das nun eine Reihe, die nur direkt beim Verlag zu bekommen ist. Limitierung liegt bei 999 Stück. Wichtig: Die Abos der alten Reihe werden fortgeführt! Wer dies nicht wünscht, muss sich mit dem Verlag in Verbindung setzen.


    In Edward Lees "Die Romanze von Dunwich" ist außerdem Lovecrafts "Das Grauen von Dunwich" enthalten. Weil Lee all die Lücken schließt, die Lovecraft nicht anzusprechen wagte ... Ich befürchte ja Schlimmstes ... Die deutsche Verson von Wandreis "Dead Titans, Waken" stammt von Andreas Fliedner - einem der Lovecraft-Übersetzer der großen Ausgabe von Fischer Tor. Er steuert auch ein Nachwort bei.

    Sachbücher bzw. Fachliteratur ist oft teuer. Insofern kann man sicherlich darüber streiten, ob der Preis angemessen ist. In seinem Forum schließt Frank Festa aus, erneut Sachbücher zu veröffentlichen. Es ist wohl auch nicht anzunehmen, dass jedes weitere Buch mit dieser Limitierung so schnell über den Tisch ginge.

    Na ja, nicht jeder kann oder will Bücher auf englisch lesen.


    Von dem Buch gab es aber zuvor noch eine andere deutsche VÖ. Hat wohl für etwas Aufregung im Hause F gesorgt.

    Zwei neue Ankündigungen von Festa zum Cthulhu-Mythos. Zumindest dem Titel nach. Über den Inhalt kann zumindest z. T. streiten.


    Der Mythos des Cthulhu: Robert E. Howard und Der Mythos des Cthulhu: Clark Ashton Smith. Als Alternative für Leute, sie sich - womöglich um die Autoren kennenzulernen - die Hardcover aus der BdS nicht leisten können oder wollen sicher eine nette Sache. Das Design passt zum oben verlinkten "Lovecrafts Monster". Bei beiden ist jeweils ein Nachwort von Bobby Deri (Bobby Derie nehme ich an) enthalten.

    Ich weiß, ich bin jetzt der Spielverderber, aber das Festa nur noch bebilderte Aufgüsse bereits bestehender Übersetzungen herausgibt und sich davon verabschiedet hat die Reihe sinnvoll fort zu führen, verärgert mich etwas.

    In dem Band sind ja zudem auch nur Bilder drinnen. Bei den anderen gab es zumindest noch einen kurzen Artikel dazu. Die waren dann zwar eher so ... geht so. Aber immerhin. Ich hoffe ja, dass Golkonda noch einige mit den Anmerkungen von Joshi bringt. Das wäre dann schon ein Kaufanreiz für mich.

    Lovecrafts Monster


    Lt. Forum ohne Illustrationen die es wohl im Original gibt. Einige Geschichten sind schon woanders erschienen. Einige sind (zumindest mir) neu. Einige Namen kenne ich gar nicht. Die Beiträge von Barron, Wagner und Hodge wecken mein Interesse. Ich denke, dass ich mir das mal ansehen werde.

    Dann bin ich mal gespannt.


    Auch auf den Rest der Reihe.

    Ach so. Ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen. "The Lost Club" wurde hier nicht das erste mal auf deutsch präsentiert. Die Geschichte ist auch in einer Anthologie vom Blitz Verlag enthalten.

    Nun ja, es gibt Teile, die mir sehr gut gefallen haben. Das sind dann auch die Teile, die desöfteren als einzelne Kurzgeschichten ausgekoppelt wurden. Den Rest fand ich nicht unbedingt schlecht. Aber mitunter etwas langatmig und zäh. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob das als Horrorgeschichte durchgeht. Das könnte man durchaus auch irgendwo im Bereich der Kriminalgeschichte verorten. Die übernatürlichen Elemente entstammen ja allesamt den Erzählungen der titelgebenden Häscher. Insofern ist fraglich, ob sie selbst innerhalt der Welt des Romans eine tatsächliche Grundlage haben. Ich habe das Gefühl, dass Machen hier nicht so ganz wusste, wo er wirklich hinwill.


    Ich habe mir dann noch mal Lovecrafts Worte darüber durchgelesen. Die sind ja durchaus positiv. Er stellt allerdings auch Teilaspekte besonders heraus. "Black Seal" und "White Powder" werden im Anhang als einige seiner fünf liebsten Kurzgeschichten herausgestellt.

    Dabei sollte man auch nicht den Kontext seiner Zeit vergessen, der wahrscheinlich doch in diesem Zusammenhang der prägendste Einfluss ist? I

    Natürlich. Das gehört dann zu den Sozialisationsbedingungen. Am prägendsten ist jedoch das direkte Umfeld. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass Mama Lovecraft und die Tanten im besten Fall konservativ waren. Wäre er in einem eher liberalen Haushalt aufgewachsen, hätte er viele dieser Ansichten sehr wahrscheinlich nicht gehabt.

    Darüber diskutieren kann man sicherlich. Man sollte - muss - dann halt klarstellen, dass man spekuliert und eine möglichst fundierte Begründung liefern. Zumindest als Psychologe. Bei einem Laien muss es natürlich nicht so fundiert sein. Aber auch dann muss man klarstellen, dass man nur vermutet und spekuliert.

    Die entwicklungspsychologische Perspektive hat es da leichter, da es nicht um eine Diagnose geht. Oder zumindest nicht gehen muss. Hier steht die Erklärung eines Verhaltens im Vordergrund. Die stützt sich dann auf die Informationen, die man z. B. aus Lovecrafts Briefen herauslesen kann. Da gibt es dann verschiedene Ansätze (z. B. tiefenpsychologisch, behavioristisch etc.). Zusätzliche Informationen zu seiner Mutter und den Tanten wären dabei wiederum hilfreich. Allen voran welche politischen Auffassungen sie vertraten. Dann kommt man der Sache u. U. schon mit der sozial-kognitiven Lerntheorie nahe. Allerdings wird man eingedenk des ambivalenten Verhaltens der Mutter wohl nicht um eine tiefenpsychologische Betrachtung herumkommen. Aber es spricht natürlich auch nichts dagegen, mehrere Ansätze auszuarbeiten.

    Reine Neugier meinerseits, da ich seit einiger Zeit nebenher ein Fernstudium in Psychologie mache.

    Letztlich ist es natürlich möglich, aus den Indizien eine Psychose herzuleiten. Aber eine Diagnose aufgrund von Briefen und Erinnerungen dritter, die womöglich unzuverlässig sind, ist eher schwer. Gerade wenn man bedenkt, dass Sonia als Jüdin Antisemitismus u. U. auch persönlich genommen hat (was verständlich ist), muss man auch die Möglichkeit einbeziehen, dass sie die Äußerungen schlimmer wahrgenommen hat, als sie eigentlich waren. Nicht, dass ich das in Lovecrafts speziellen Fall zwangsläufig glaube. Aber das ist so ein Fallstrick, der eine Diagnose erschwert.


    Ich glaube, dass man der Sache von der entwicklungspsychologischen Warte tatsächlich näher kommt. Weiter oben hat das ja bereits jemand erwähnt. Hier wäre dann z. B. interessant, welche politischen Ansichten Lovecrafts Mutter und seine Tanten vertraten.

    Ich habe mir vier Ausgaben der Reihe gekauft. Ausschlaggebend war der Pugmire-Band. Meikle war dabei. Mir hat das durchaus gefallen. Dazu gleich. Pugmire war der Höhepunkt. "Götter des Grauens" und "Xulhu" fand ich bestenfalls dürftig. Ich muss auch gestehen, dass es mich nicht sonderlich treibt, mir die anderen Bände der Reihe zu holen.


    Meikles Roman fand ich jedenfalls unterhaltsam. Seine Hauptfigur ist vielleicht nicht unbedingt als sympathischer Zeitgenosse einzustufen, aber eben durchaus Sympathien weckend. Daher hätte ich mir auch die weiteren Bände mit ihm geholt, wenn sie denn gekommen wären. Allein, sie haben keine Bezüge zum Cthulhu-Mythos. "Lovecrafts Schriften des Grauens" ist also nicht der richtige Platz dafür. Was mich auch daran zweifeln lässt, dass es die richtige Serie für "Das Amulett" war. Aber gut, das sind Kleinigkeiten.