1. Flüstertüte
  2. Lovecraft
    1. Leseliste
    2. Bibliothek
    3. Rassismus
  3. Themen
    1. anRUFung
    2. Book Club
    3. Conventions
    4. Cthulhus Ruf
    5. FHTAGN
    6. Förderprojekte & Kooperationen
    7. Lovecrafter
    8. Lovecrafter Online
    9. Podcasts
    10. Rollenspiel
  4. Wiki
    1. Letzte Änderungen
  5. Verein
    1. Mitgliedschaft
    2. Aktiv werden!
    3. Formulare
    4. Stammtische
    5. Merchandise
    6. Spenden
    7. Presse
    8. Kontakt
    9. Newsletter
    10. About us
  6. Forum
    1. Dashboard
  7. Kalender
    1. Termine
  8. Shop
    1. Versandkosten
    2. Hilfe
    3. Mein Konto
      1. Bestellungen
      2. Lizenzen
      3. Downloads
    4. Vertrag kündigen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Lovecrafter Online
  • Alles
  • Lovecrafter Online
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Produkte
  • Tickets
  • Erweiterte Suche
  1. Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Flüstertüte
  3. Lovecrafter Online

Lovecrafter Online – 047 – Arkham Noir

  • Seanchui
  • 15. Februar 2021 um 12:00
  • 1.866 Mal gelesen
  • 0 Antworten
Ein Solospiel, inspiriert von den zusammenhängenden Erzählungen von H. P. Lovecraft und anderen Autoren? Klingt interessant, wenn auch ungewöhnlich. Riskieren wir doch einmal einen Blick.

Arkham Noir ist ein Kartenspiel für einen Spieler, dass auf den Motiven von H. P. Lovecraft und seinen Epigonen basiert. Zahlreiche Motive aus seinen bekannteren Lovecraft Country-Geschichten werden verarbeitet und adaptiert, um als Crime-Noir-Geschichte neu erzählt zu werden. Bislang liegen zwei Spiele aus der Reihe vor. Der erste Teil, Die Hexenkult-Morde, basiert thematisch auf den Geschichten Träume im Hexenhaus (1933), Das Ding auf der Schwelle (1933) und Das Unnennbare (1923). Der zweite Teil, Vom Donner gerufen, widmet sich den Geschichten Die lauernde Furcht (1923) und Das Tagebuch des Alonzo Typer (1938).

So, wie funktioniert nun aber das Ganze? Zunächst einmal gilt es die mitgelieferten Karten zu sortieren. Diese sind unterteilt in Hinweiskarten, Fallkarten, einige Übersichtskarten sowie eine Kontaktpersonkarte. Diese Karten werden dann in einer bestimmten Reihenfolge ausgelegt, um einen flüssigen und übersichtlichen Spielablauf zu ermöglichen. Die Fallkarten präsentieren jeweils ein Mordopfer, dessen Verschwinden es aufzuklären gilt. Im Laufe des Spiels zieht man Hinweiskarten, die verschiedene Symbole aufweisen. Zum einen gibt es verschiedene Hinweisarten – wie Personen, Indizien oder Orte – zum anderen weist jede Hinweiskarte am Kartenrand Symbole auf. Diese Hinweiskarten werden an das jeweilige Mordopfer angelegt, jedoch nur, wenn die Symbole am Kartenrand zueinander passen. Ziel ist es, Reihen aus mindestens fünf verschiedenen Hinweisen auszulegen, um einen Fall abzuschließen. Dabei legt das Spiel dem findigen Privatdetektiv immer wieder Steine in den Weg. Das Ausspielen einiger Karten erfordert sogenannte Stabilitätstests, die – zu oft misslungen – ein Spiel vorzeitig beenden können. Einige Karten bringen darüber hinaus besondere Voraussetzungen mit, um überhaupt gespielt werden zu können. Der zweite Teil wartet darüber hinaus mit sogenannten Sturmkarten auf. Die Sturmkarten erweitern das vom ersten Fall bekannte Spielprinzip intelligent, ohne den Mechanismus zu überfrachten. Und über alledem schwebt der Zeitdruck, denn ist ein Fall zu lange geöffnet, erkaltet die Spur und führt zu weiteren Stabilitätsverlusten.

Das Spiel weist dabei einen angenehmen Komplexitätsgrad auf. Es erwartet vorausschauendes Spiel, eine gute Kartenwahl und belohnt gutes Timing. Dabei ist es nicht zu einfach, und es hat mir einige Testrunden abgenötigt, bevor ich es zum ersten Mal gewinnen konnte. Über einfache Regelmechanismen lässt sich der Schwierigkeitsgrad für Vielspieler noch erhöhen. Damit spricht es Taktiker mit einem Hang zum Glücksmoment an.

Zugegeben: Das Spielprinzip, passende Symbole aneinander zu legen, klingt erst einmal wenig lovecraftesk. Das hätte mit verschiedenen Obstsorten und glitzernden Einhörnern als Motivwahl (um ein besonders konträres Beispiel zu wählen) genauso funktioniert. Doch durch die beklemmenden Motive, den ständigen Druck durch die sinkende Stabilität und die düstere Aufmachung der Karten entsteht tatsächlich ein Druck beim Spieler, der durchaus an Lovecrafts Werk anknüpfen kann. Leider lassen sich aus den oft wahllos aneinandergereihten Hinweiskarten allerdings kaum lovecrafteske Geschichten ableiten. Die verwendeten Grafiken sind zwar mit einfachen Strichen gezeichnet, doch sehr gut gelungen. Die Qualität der Karten ist hochwertig und sie wirken sehr stabil. Und auch der Karton ist durchaus auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Verarbeitung des Spiels ist damit absolut gut gelungen.

Fazit: Arkham Noir weiß zu gefallen. Das Spielprinzip spricht den Taktiker an – auch, wenn Glücksmomente durchaus zum Spielprinzip gehören – während die Motive dem Lovecraft-Fan zu gefallen wissen. Wer sich zu einer der beiden Gruppen zählt, darf hier durchaus einen Blick riskieren. Die Unterschiede zwischen beiden Fällen halten sich jedoch – abseits der Motivwahl – in Grenzen, so dass dem Spieler wahrscheinlich eine Ausgabe genügt, während der Sammler ob der grausigen Motive mehrfach zuschlagen dürfte.

Arkham Noir Fall 1 + 2

Asmodee

Beim Cthulhu-Webshop bestellen: https://www.cthulhu-webshop.de/arkham-noir.html

  • lovecraft
  • lovecrafter online
  • lovecrafter
  • arkham noir

Vorheriger Artikel Lovecrafter Online – 046 – Der Lovecraft-Zirkel: Robert Hayward Barlow

Nächster Artikel Lovecrafter Online – 048 – Der Lovecraft-Zirkel: Donald Albert Wandrei

Verwandte Artikel

Lovecrafter Online – Kurzgeschichte: Cthulhus Rückkehr

Kurzgeschichtenvielschreiber Michael Maniuara beehrt die Seiten des "Lovecrafter online" ein weiters Mal mit seiner Anwesenheit. Im Gepäck: Eine Geschichte zu Ehren des 100jährigen Jubiläums der Schöpfung Lovecrafts wohl bekanntester Geschichte: "Der Ruf des Cthulhu". Michael schwebte eine Neuinterpretation vor, die auf Lovecrafts euklidischen Ungereimtheiten aufbaut. Falsche Winkel und ein Seemann der in eine Spalte fällt, die es nicht geben dürfte sind die Fäden aus Lovecrafts Geschichte, die Michael aufnimmt und versucht, auf seine Art weiterzuspinnen.
Seanchui
21. September 2026 um 12:00
Gefällt mir 1
0

Lovecrafter Online – Vorschau: Lovecrafter 13 (die Zweite)

Endlich ist es wieder so weit: die kommende Doppelausgabe unseres Vereinsmagazins "Lovecrafter" nähert sich der Fertigstellung. Damit ist es an der Zeit, Euch nun endlich über die kommenden Inhalte zu informieren!
Seanchui
2. September 2024 um 12:00
Gefällt mir 1
0

Lovecrafter Online – Vorschau: Lovecrafter 13

Endlich ist es wieder so weit: die kommende Ausgabe unseres Vereinsmagazins "Lovecrafter" nähert sich der Fertigstellung. Damit ist es an der Zeit, Euch über die ersten Inhalte zu informieren und ein paar erste Appetithäppchen zu verteilen. Viel Spaß!
Seanchui
26. August 2024 um 12:00
Gefällt mir 2
0
Es wurden keine Einträge gefunden.

Kategorien

  1. Neues aus dem Verein 109
  2. Lovecrafter Online 376
  3. FHTAGN 160
  4. anRUFung 17
  5. CthulhuWiki 8
  6. dLG-Radio 40
  7. Filter zurücksetzen
Über den Artikel diskutieren 0 Antworten
  1. © 2015 Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Datenschutzerklärung
  3. Kontakt
  4. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™