Festa / Edition Phantasia - Was sind die Quellen?

  • Die vollumfänglichsten Übersetzungen in Deutschland sind ja bekanntermaßen die Festa und die Edition Phantasia Sammlungen, doch aus welchen Quellen wurde hier übersetzt?


    Wenn man sich die "A Variorum Edition" von S. T. Joshi anschaut merkt man als deutscher erst wie viele unterschiedliche Versionen der selben Geschichten es gibt.

    Persönliche Meinung: Ich würde mich sehr freuen wenn jemand mal die 4 Bücher der "A Variorum Edition" von S. T. Joshi ins deutsche Übersetzen könnte...wäre sicherlich sehr interessant.

  • Ein kleines Update, daher Entschuldigung für den Doppelpost.

    Ich habe mittlerweile bei Festa selber angefragt und Antwort von Frank Festa erhalten.

    Wie vereinbart weise ich darauf hin das es sich hierbei um O-Ton aus einer Email handelt:


    Am 24.07.2020 um 16:03 schrieb ich:

    Zitat

    "Sehr geehrte Damen und Herren,

    da sie ja in ihrem Shop offensiv mit der Neuübersetzung Lovecrafts werben, würde mich einmal die für die Übersetzung verwendete Quelle interessieren. Wie S.T. Joshi in den Fussnoten seiner Bearbeitungen in "Collected Fiction: A Variorum Edition" aufzeigt ist selbst die englische Textgeschichte sehr durchwachsen.

    mit freundlichem Gruß XXX"


    Frank Festa antwortete dazu gegen 19:00:

    Zitat

    "Hallo XXX (anonymisiert, da ja nicht jeder meinen Namen wissen muss), wir nutzen die Standard-Texte von Arkam House usw. was Joshi so alles behauptet und bearbeitet veröffentlicht, macht mich doch skeptisch. Auch, dass er sehr aggressiv auf Leute draufhaut, die etwas zu Lovecraft und Umfeld veröffentlichen, weckt in mir ein Unbehagen.

    Viele Grüße, Frank"

  • Hallo meo,


    zu diesem Thema gibt es eine kleine Einführung auf der Webseite:


    https://www.deutschelovecraftg….de/lovecraft/bibliothek/ (dankenswerterweise angefertigt von derTräumer )


    Daneben wurden Übersetzungen im Forum immer mal wieder in verschiedenen Threads diskutiert - ich meine, u. a. im Thread zu Klingers Buch, das bei Fischer Tor erschienen ist. Wenn du das bestehende Forum also durchstöberst, stößt du sicherlich noch auf interessante Aspekte dazu.


    Grüße!

  • Ja, so eine Anfrage habe ich damals auch bei meiner Recherche gemacht, die Mail damals könnte copy and Paste sein... Fakt ist, dass Festa in der Tat die (damals) Standard-Version der Texte nutze. Das diese gemeinfrei ist und daher die Kosten für die Rechte wegfallen dürfte natürlich auch ein Thema sein. Aber natürlich wird ein kleiner Verlag seine Reihe nicht neu übersetzen und mit den Joshi Copyrights auflegen, wenn bereits eine Reihe vorliegt und der Markt quasi gesättigt ist. Ich würde eine Übersetzung der varorium-ausgabe kaufen, aber da bin ich auch einer von vielleicht ein paar Dutzend in Deutschland. Kaufmännisch macht Fest natürlich alles richtig. Und die, die aus "wissenschaftlichem Interesse" die varorium-ausgabe lesen möchten, haben zumeist ja auch keine allzu großen Probleme mit der englischen Sprache.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • An Übersetzungen mit den von Joshi kommentierten Versionen (wie bei Golkonda) wäre ich durchaus interessiert. Ob die aus der angesprochenen Version weiß ich aber nicht.


    Zum Joshi scheint Frank generell ein zwiespältiges Verhältnis zu haben:


    https://www.horrorundthriller.…g/&postID=26333#post26333


    Andererseits hat er "The Modern Weird Tale" und kürzlich "Gegen die Religion" veröffentlicht und stand wohl auch mit ihm in Kontakt, als daran dachte, den Briefwechsel zwischen Lovecraft und C. A. Smith zu bringen.

  • Aus wissenschaftlicher Sicht ist Joshis Arbeitsweise tatsächlich sehr schwierig: Zum einen hat er eine sehr feste Sicht auf Lovecraft und passt alles, was er in die Finger bekommt, in dieses Bild rein; zum anderen hat er es geschafft, die Lovecraft-Rezeption vollkommen zu monopolisieren (bei der Fleißarbeit durchaus zurecht; schade ist es trotzdem...). Ich bin auf Konferenzen in einigen Diskussion bereits mit ihm aneinander geraten, weil er auch überhaupt nicht von seiner Interpretationsweise abrücken kann.

    Gut sind seine Ausgaben immer noch, weil er einfach "seine Hausaufgaben gemacht hat". Aber einen kritischen Blick sollte man auf seine Anmerkungen schon werfen, weil eben stark voreingenommen.

  • Aus akademischer Sicht arbeitet Joshi nicht wissenschaftlich, verkauft sich aber so. Dazu gehört beispielsweise auch seine Glorifizierung Lovecrafts in allen Bereichen (und ja, dazu zählt auch die alte Leier der Xenophobie, mit der Joshi meines Erachtens nach grottenschlecht umgeht) und seine Verachtung vielen anderen Schriftstellern (bspw. Derleth, aber insbesondere alles, was im 21. Jahrhundert veröffentlicht wird) gegenüber. Ich nenne das bewusst "Verachtung", weil Joshi sich teilweise unmöglich äußert - sowohl schriftlich als auch mündlich. Das ist unprofessionell und hat mit Literaturwissenschaft nichts zu tun, wird aber so verkafut. Das ist insbesondere deswegen schade, weil Joshi meiner Meinung nach durchaus ordentlich arbeiten könne. Er tut es nur nicht. Ich würde mir wünschen, Joshi würde seine Einstellung als Fan und seine Einstellung als Literaturwissenschaftler etwas besser voneinander trennen.

    Hier mal ein konkretes Beispiel, dass leider allerdings aus einem Konferenzbesuch stammt und ich daher nicht schön mit Zitaten untermalen kann: Ich erinnere mich an eine Tagung 2017, bei der Joshi Panelmitglied in einer Diskussion zu "New Weird" war. Seine Haltung war, dass es New Weird schlicht nicht gibt, dass das alles überflüssiger Abklatsch sei und besser unterlassen werden sollte, und dass insbesondere "neue Medien" wie Comics (nicht grade neu...) doch bestenfalls Schund sind. Wirklich erklärt hat er diese Position jedoch nicht. Joshi hat hier sehr gerne die anderen Panelisten nicht aussprechen lassen und ist auch überhaupt nicht auf deren Punkte eingegangen. Dem Begriff "New Weird" kritisch gegenüber zu stehen = voll okay. Dieser Umgang mit den Panelisten und Ansichten ohne Begründungen in den Raum zu stellen = nicht okay.


    Wie gesagt: Joshi hat seine Hausaufgaben gemacht. Er hat sich viel mit Lovecraft beschäftigt und ist noch ins letzte Archiv herabgestiegen. Das will ich überhaupt nicht anzweifeln oder in seiner Wichtigkeit herabsetzen. Mich stört die Glorifizierung Lovecrafts unter dem Gewand der Wissenschaft, und eben diese elitäre Abfälligkeit über alle, die nicht gut genug für Lovecraft sind.

  • Deine Aussagen bleiben weiterhin recht allgemein und bedürften einer genaueren Ausführung mit entsprechenden Belegen, wobei ich rein methodisches Interesse am Werk habe. Joshis Verhalten als Person interessiert mich nicht. Dass man vom Werk potentiell zur Person gelangen kann, versteht sich natürlich von selbst.

  • Ja, das verstehe ich. Da können wir auch gerne weiter drüber diskutieren, ich will allerdings auch hier nicht den Thread hijacken - hab mich eigentlich ja eher mit einer Randnotiz gemeldet. Hier aber vielleicht noch etwas, womit ich meine Sicht exemplarisch etwas greifbarer machen kann, weil es meiner Ansicht nach ein recht krasses Beispiel ist:


    In The Weird Tale (1990) versucht Joshi, eine Typologie der Weird Fiction zu skizzieren, indem er sechs Schriftsteller, bzw. deren Weltanschauung diskutiert. Das ist ein spannender Ansatz, allerdings verbeißt Joshi sich darin, eine grundlegende Philosophie und Weltanschauung für diese Autoren zu finden. Laut Joshi ist die stringente Philosophie dieser Schriftsteller, die ihre Erzählungen zu den Weird Tales machen, die sie sind. Konkretes Beispiel hierfür ist, dass Joshi bekannterweise Lovecrafts Briefe für dessen wichtigste Texte hält (in The Weird Tale schreibt er gar: "I maintain that his letters may ultimately be his greatest accomplishment", 170). Dem entsprechend reduziert Joshi hier auch Lovecraft (und dieses Kapitel ist mit Abstand das beste des Buchs, abgesehen vielleicht von der Introduction) auf seine mechanistisch-materialistische Epistemologie, was schade ist. Das implizite Argument ist also: Die Erzählungen von Arthur Machen, Lord Dunsany, Algernon Blackwood, M.R. James, Ambrose Bierce und eben H.P. Lovecraft sind blumige, fiktionale Ausdrücke ihrer Weltanschauung, und es ist eben das, was diese Literatur überhaupt zu "echter" (sprich: wertvoller) Literatur macht. Das sind Methoden, die hat die Literaturwissenschaft spätestens in den 1960ern mit Roland Barthes abgelegt. Da wird Fiktion auf einen herbeigezwungenen Bezug zur Person des Autors reduziert.

    Auch schwierig sind beispielsweise solche Aussagen, dass Ambrose Bierce auf einzigartige Weise Horror und Satire zusammengebracht hätte: "he simultaneously founded and closed a genre; he has no successors" (167). Bierce war sicherlich einzigartig - aber nicht ohne Grund gilt er als Schriftsteller, der mit seinem Werk das Horrorgenre nachhaltig geprägt und inspiriert hat.

    Ganz klar: The Weird Tale ist von 1990. Ob Joshi das heute noch so herausgeben würde, weiß ich nicht. Als Einleitung zur Thematik dennoch wertvoll, natürlich. Aber es war schon damals nicht der aktuelle Stand der Forschung, und die Arbeitsweise hat Joshi meines Erachtens nach bis heute nicht abgelegt.
    Plus, wie gesagt: Er ist mir oft zu respektlos. Das ist aber, wie Du richtig schreibst, ein Problem mit der Person.

  • Danke für deine Ausführungen. Und es stimmt, dieser Thread ist eigentlich der falsche Ort dafür. Besser wären wir im Joshi-Thread aufgehoben.


    Ich sehe nun deinen Kritikansatz und hätte meinerseits wohl einiges an Gegenrede zu bringen. Aber dies sprengt ggf. sogar den Rahmen eines Forumsgesprächs auf lange Sicht. Was meinst du?

  • Na dann - gerne weiter per PN oder auch mal Discord :) Zumindest, wenn Du weiterdiskutieren möchtest? Ich find die Unterhaltung ganz spannend. Vielleicht von meiner Seite als Abschluss für die Diskussion in diesem Thread:

    Joshi ist ein formidabler Lovecraft-Forscher. Mit seiner Methode und seinen Schlüssen stimme ich oft nicht überein. Daher (und das war meine eigentlich Inspiration, mich hier zu Wort zu melden) würde ich mir wünschen, dass Joshi nicht so stark glorifiziert wird, wie Joshi im Gegenzug Lovecraft glorifiziert. Also meine Hoffnung: eine heterogenere Lovecraft-Rezeption.

  • Danke für deine Ausführungen. Und es stimmt, dieser Thread ist eigentlich der falsche Ort dafür. Besser wären wir im Joshi-Thread aufgehoben.


    Ich sehe nun deinen Kritikansatz und hätte meinerseits wohl einiges an Gegenrede zu bringen. Aber dies sprengt ggf. sogar den Rahmen eines Forumsgesprächs auf lange Sicht. Was meinst du?

    Na ja, in einem Thread über Joshi sollte das doch möglich sein.

  • Rahel

    Deine Ansicht zum Moopol finde ich richtig. Irgendwo im Forum habe ich einst ja auch schon bemängelt, dass Joshis "Umgang" mit anderen Autoren überaus fragwürdig ist... Ich denke da an die "Beleidugung" gegen Wilum Pugmire, der in einem Vorwort zu irgendeinem Buch schrieb, dass er Derleths Geschichten schätzt, wonach Joshi (der mit WP eigentlich seit Jahrzehnten befreundet war) ihm absprach eine fundierte Meinung haben zu können...

    Ich sag mal so: Wir legen hier einfach den Grundstein für eine neue Lovecraft-Forschung in Deutschland, dass ist doch schon ein guter Schritt.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • Ich würde mir wünschen, Joshi würde seine Einstellung als Fan und seine Einstellung als Literaturwissenschaftler etwas besser voneinander trennen.

    Das ist wohl angesichts seiner langjährigen Arbeit zu Lovecraft und der Weird Fiction, in der er einen persönlichen Stil entwickelt hat, nicht mehr zu erwarten.

    Joshis Verhalten als Person interessiert mich nicht.

    Auf der anderen Seite: Wer eins von Joshis Büchern liest, wird immer auch etwas über Joshi erfahren … fast so viel wie über seinen Gegenstand (etwas übertrieben formuliert). Ich kann die Kritik an seinem persönlichen Stil (ich denke da namentlich an die Auseinandersetzung mit Brian Keene) nachvollziehen, ohne dass ich sie mir jedoch zu Herzen nehme.


    Joshis literaturwissenschaftliche Relevanz kann ich nicht beurteilen, ich weiß auch nicht, wie zeitgemäß oder eben nicht seine Methoden sind. Fakt ist jedoch, dass seine Publikationen in (dem Fandom nahe stehenden) Genre-Verlagen (Hippocampus Press, Necronomicon Press) mehr in die Breite gewirkt haben als die rein akademischen Arbeiten zu Lovecraft. Das gilt auch für die deutschen Übersetzungen bei Suhrkamp, Festa und Golkonda. So hat sich naturgemäß ein Monopol ergeben. Joshi selbst aber räumt Positionen und Untersuchungen anderer ForscherInnen z. Bsp. im Lovecraft Annual Raum ein – wobei sich dort tw. recht mittelmäßige Arbeiten tummeln.

    Aber dies sprengt ggf. sogar den Rahmen eines Forumsgesprächs auf lange Sicht.

    Ich dächte doch, dass ein Forum dafür der richtige Ort ist und den Rückzug ins stille Kämmerlein würde ich sehr bedauern. Auf Wunsch wäre unser admin gewiss bereit, die Beiträge in den richtigen Thread zu migrieren.

  • Okay, Disclaimer ganz oben: Gerne können wir weiterdiskutieren, gerne im angemessenen Thread - über's Migrieren würde ich mich also freuen. Nils und ich haben uns ein paar Nachrichten geschrieben, aber ich denke, wir hätten beide Interesse an einer größeren Unterhaltung.


    Jetzt etwas im Detail:

    Zitat

    die Auseinandersetzung mit Brian Keene

    Oh mein Gott ja. Das war einfach ein ganz, ganz schlimmer Moment. Huiuiuiui. Genau wie derTräumer 's Verweis auf Wilum Pugmire...


    Ich persönlich bedauere sehr den Elitismus, mit dem Joshi sowohl bestimmten Kulturschaffenden (ob's jetzt in der Literatur, Film, etc. ist, spielt da keine Rolle) als auch bestimmten Kulturformen (bspw. Comics) gegenübersteht.


    Zitat

    Fakt ist jedoch, dass seine Publikationen in (dem Fandom nahe stehenden) Genre-Verlagen (Hippocampus Press, Necronomicon Press) mehr in die Breite gewirkt haben als die rein akademischen Arbeiten zu Lovecraft.

    Das stimmt absolut. Aber es gibt auch durchaus andere Publikationen, die nicht reinwissenschafltich sind, die leider weniger Aufmerksamkeit erhalten haben. Das liegt nicht immer nur an der Qualität, sondern eben auch daran, dass es mit wachsender Joshi-Publikationsliste schwierig wird, noch ein Plätzchen auf der Bühne zu finden. Wobei ich davon ausgehe, dass irgendwann eine Übersättigung stattfindet, und es dann auch wieder etwas vielstimmiger wird.

  • Interessant ist ja auch der Punkt, das Joshi immer wieder kritisierte, dass Derleth in den 60ern und 70ern die Deutungshoheit über Hpls Werk für sich beanspruchte. Nun könnte man dies Joshi unterstellen... wie es ja auch noch einige andere Parallelen gibt. Also keine Frage Derleths Lovecraft-auslegung war katastrophal daneben, aber Joshis ist mMn auch oft nicht ganz sauber.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • Aber es gibt auch durchaus andere Publikationen, die nicht reinwissenschafltich sind, die leider weniger Aufmerksamkeit erhalten haben.

    Ich bin immer bereit, einen Blick auf lohnenswerte Arbeiten zu werfen; Empfehlungen sind also gerne gesehen.


    Wer sich intensiv mit der Lovecraft-Forschung auseinandersetzt, wird früher oder später auch auf die nicht-Joshi-Literatur stoßen. Ich selbst lese gerne – um der Unterhaltung willen – die Sachen von L. Sprague de Camp und M. Houellebecq. Als biografische Grundlage würde ich sie nicht benutzen.


    Die Frage des Monopols und der Wahrnehmung hat vor allem etwas mit dem Thema Veröffentlichungspolitik zu tun. Wobei ich nur für die deutschen Beiträge sprechen kann. Letztere setzen sich eben tatsächlich aus einzelnen, verstreuten Aufsätzen zusammen (während Joshi Buch nach Buch veröffentlicht). Dass 1997 ein hiesiges Werk wie Von Monstren und Mythen das Licht der Welt erblickte, ist schon eine Leistung gewesen. Von hohem Niveau sind die Erläuterungen von Marco Frenschkowski, der als Religionswissenschaftler besonders kirchliche oder mythologische Aspekte bei HPL beleuchtet, auf eine umfängliche Art, wie Joshi es nicht tut. Frenschkowskis Texte führen aber meist eine Art Schattendasein als Vorworte zu den Geschichten in den Festa-Bänden.


    Es gab eine obskure deutsche, durchgängig kommentierte Version von Gegen die Religion. War nur leider eine unautorisierte Übersetzung und musste wieder vom Markt genommen werden. Festa brachte den Titel dann (autorisiert) heraus – in streng limitierter Auflage, die selbstverständlich im Nu vergriffen war.


    Was den Lovecrafter betrifft, so hoffe ich, dass er hin und wieder überlegenswerte Gedanken enthält. Nur fürchte ich, wird unser Magazin kaum als Beitrag zur Forschung wahrgenommen, da es mit dem PLAY-Teil natürlich auch eine ganz andere Seite des Vereinsgeschehens abbildet.


    Es bleibt daher weiterhin zu hoffen, dass das dLG-eigene Team um derTräumer & Co. uns in Zukunft einige interessante monografische Arbeiten oder Essay-Sammlungen rund um Lovecraft vorlegen wird.

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