Beiträge von Rahel

    Ich hab mir gestern die ersten drei Folgen in den Kopf gestellt. Meine Meinung ist...geteilt.


    Einige Pros meinerseits:

    • Vielsprachigkeit
    • Ein Schiff, ein Schiff!!!! (Ich liebe luxuriöse Schiff-Settings, aber fast keine Produktion schafft das gut und authentisch)
    • Keine Ahnung, wo der Plot hinwill!!!


    Einige Cons meinerseits:

    • Soundtrack ertränkt zu viele Szenen; Unheilschwangere, laute Musik kann man pro Folge mal unter 1-2 Szenen setzen. Hier sind es aber teils 5-6 Szenen pro Folge, was mir dann zu viel ist. Das ist irgendwie eine Krankheit deutscher Produktionen.
    • Bei just diesen Szenen bewegen sich die Charaktere dann auch einfach nicht mehr schlüssig. Jeder einzelne Handgriff wird dann plötzlich als höchst bedeutsam dargestellt (Sprich: Köpfe werden sehr langsam gedreht; Gegenstände sehr langsam gehoben) - das ist derart unnatürlich, dass es mich ein Stück weit aus der Immersion reißt. Ich glaube aber, dass das für mich auch wieder eher ein Problem der zu häufigen Anwendung dieses Stilmittels ist. Ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass die Serie nicht so richtig möchte, dass ich mir meine eigenen Gedanken mache, sondern dass die Serie mir immer ganz unbedingt sagen will, welche Szene wirklich, wirklich wichtig ist


    Einige Augenrollen-Punkte meinerseits, die ich aber weder als Pro noch Con einordnen würde, bevor ich die Serie nicht ganz kenne:

    • Erzähltempo: Der Luxus von Netflix und Co. ist, dass Serien sich inzwischen ein langsames Erzähltempo mit viel Liebe zum Detail leisten können. Gleichzeitig nimmt das für mich aber ein wenig Überhand. Zu oft werden da acht Folgen ausgekostet, obwohl auch sechs gereicht hätten. Dieses Potenzial der Langatmigkeit sehe ich grade auch bei 1899; gleichzeitig kann es aber auch sein, dass das alles doch noch seinen Sinn haben wird
    • Lustige Charakterentscheidungen: Ich bin stets gut unterhalten von absolut unsinnigen Charakterentscheidungen, was aber nicht unbedingt für eine Serie/einen Film spricht. So beispielsweise, wenn ein Bruder verzweifelt nach seiner seit Stunden verschollenen kleinen Schwester sucht - und dann spontan aber doch noch Zeit für einen schnellen Handjob in einer absolut unbequemen Lage hat. Ich hab jedenfalls herzlich gelacht.

    Rahel hat einen neuen Termin erstellt:

    Zitat

    Zum Anlass des 70. Geburtstags von Clive Barker zeigt das Metropolis Kino Hamburg am 27. November den Film Hellraiser (OV). dLG-Kultist Stefan Preis, der auch bei der Kriminologischen Filmreihe federführend agiert, wird eine Einführung zum Film geben und dabei auch auf literarische Einflüsse Barkers eingehen.

    Rahel hat einen neuen Termin erstellt:

    Rahel hat einen neuen Termin erstellt:

    Zitat

    Gemeinsam geben dLG-Kultist Stefan Preis und Matthias J. Lange am 31. Oktober ein kostenloses Online-Seminar zum Thema "Halloween - Brauchtum oder Kommerz?" Dabei sollen die Ursprünge des Fests beleuchtet werden und auch popkulturelle, insbesondere filmische Auseinandersetzungen mit dem Thema diskutiert werden.


    Mehr Informationen über den Seminarinhalt und die Möglichkeiten zur Anmeldung finden sich hier.

    Hier ein kleines Update von Sascha:


    Dazu schickte er mir auch ein paar neue Filmbilder. Der Film befindet sich weiterhin in der Crowdfunding-Phase und kann noch unterstützt werden!

    Hallo zusammen,


    Sven Ohlendorf arbeitet derzeit an einem Lovecraft'schen Filmprojekt. Hier seine Projektbeschreibung:



    Du wachst auf und hast alles vergessen.

    Du musst dich erinnern! Dein Schicksal hängt davon ab.

    Doch in deinem Kopf herrscht nichts als gähnende Leere…


    John erwacht in einer alten Kirche. Er hat keine Erinnerung daran, was ihn hierher geführt hat. Die Tür ist verschlossen und aus dem Kirchenschiff hört er Geräusche. Geräusche, die nicht menschlich sind…

    Gemeinsam mit John machst Du dich auf die Suche nach der Wahrheit und stößt dabei auf das Potential. Eine verführerische Macht, die große Gefahren in sich birgt. John muss eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die Konsequenzen für die ganze Welt haben wird…


    "Das Potential" ist keine Nacherzählung einer Geschichte von H. P. Lovecraft, doch unser geplanter Kurzfilm ist stark von dessen Werk inspiriert.


    Hast Du Lust auf diese Portion Grusel? Sehr gut! Mit ein paar Münzen kannst du uns bereits unterstützen. Damit trägst du dazu bei, dass wir unserem Ziel ein Stückchen näher kommen. Hier geht's zum Crowdfunding.

    Falls du noch nicht überzeugt bist, lass mich Dir noch mehr erzählen! Da das Drehbuch das Fundament jedes Films darstellt, stelle ich Dir das Projekt persönlich vor. Ich bin Sven Ohlendorf, der Drehbuchautor und Regisseur. Was als Skript für ein Live-Rollenspiel begann, entwickelte sich zu einer Serie an Kurzgeschichten, die nun filmisch umgesetzt werden sollen. Das Potential ist das zentrale Motiv, das die Kurzgeschichten (lose) miteinander verbindet. In unserem ersten Kurzfilm erfährst Du, was es damit auf sich hat! Die schrecklichen Konsequenzen folgen später.

    Doch was wäre ein Drehbuch ohne die tollen Leute, die das ganze umsetzen? Genau! Nichts. Das Team besteht aus 18 Personen, die bereits Erfahrungen an verschiedenen Sets gesammelt haben. Über die kommenden Monate wollen wir nach und nach alle auf Instagram vorstellen.


    Die großartige Ines Rehberger wird für uns zwei Songs einsingen: "After you've gone" (1918) & "St. James Infirmary Blues" (1928). Klingt zuerst wild, doch da kommen zwei tolle Cover auf Dich zu! Hör Dir gern ein paar ihrer Lieder an: https://www.youtube.com/user/RosieDeerMountain

    Um Dir bereits jetzt etwas in die Ohren zu legen, haben wir die Vorgeschichte zum Kurzfilm als Hörspiel entwickelt! "Die Experimente des Dr. Kohlschütter" entführt Dich 17 Minuten in Ereignisse, die dich etwas besser verstehen lassen, was im Kurzfilm passiert.

    Das Potential - Finale Version.wav
    Shared with Dropbox
    www.dropbox.com

    https://youtu.be/Zzc91JrRgzE

    Wenn ich Dich überzeugen konnte und Du gespannt auf den Kurzfilm bist, würde ich mich freuen, wenn Du das Projekt mit ein paar Münzen unterstützt. Crowdfunding: https://www.startnext.com/das-potential-ein-cthulhu-kurz

    In jedem Fall freut sich das Team sehr über jede Form der Unterstützung und wir hoffen, im März 2023 loslegen zu können! Folg uns auch gern auf Instagram: @das_potential_kurzfilm


    Mit wahnsinnig guten Grüßen,

    Sven Ohlendorf

    Hi Teldra,


    Hier kurz und knapp nach bestem Wissen und Gewissen die Antworten:

    1. Ja, sogar die Kollaborationen und Ghostwriter-Texte sind enthalten. Nicht enthalten sind dagegen Gedichte und Essays.

    2. Ausschließlich ungekürzte Texte sind enthalten.

    3. Die Übersetzungen stammen fast ausschließlich von Frank Festa und sind somit wenige Jahre alt oder wurden teilweise für die Gesamtausgabe angefertigt

    4. Die Texte sind nicht politisch korrekt (wobei ich nicht ganz verstehe, was genau du mit "Opfer" meinst, aber das ist ein anderes Thema)

    5. Die Übersetzungen sind einfaches Deutsch; es werden bspw ausschließlich metrische Größeneinheiten genutzt.

    6. Hier bin ich mir unsicher; aber da hilft eventuell die Schwarmintelligenz des Forums weiter? Ich habe selbst leider sonst nur englischsprachige Ausgaben hier...


    Liebe Grüße,

    Rahel

    Es gibt Updates zum Filmprojekt! Im Januar soll im Rahmen des 49. Internationalen Filmwochenende Würzburg die Premiere stattfinden. Dafür gilt es jetzt also, die Werbetrommel kräftig zu rühren, denn der Film braucht im Crowdsourcing noch dringend Unterstützung.


    Hier gibt es den aktuellen Teaser-Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-Vw70N98kXM

    Und hier gibt es das Crowdfunding sowie weitere spannende Infos zum Film: https://www.indiegogo.com/projects/haunter-from-beyond#/


    Schauspieler und Synchronsprecher Thorsten Kavur konnte bereits für eine wichtige Voice-Over-Rolle engagiert werden!

    Sähe von meiner Seite ungefähr so aus:


    Hi XYZ,


    vielen Dank für Deine berechtigte und wichtige Frage. Tatsächlich gibt es für die Benennung des Vereins gute Gründe:


    Wir benennen uns explizit wegen dieser von Dir angesprochenen Thematik so - denn auch die kritische Aufarbeitung der Person ist eine unserer Aufgaben. Wir sind eben nicht nur für den kosmischen Horror und Cthulhu da, und wir sind auch kein religiös-fanatischer Kult, der wenig hinterfragt (um den Namensvorschlag "Kult des Cthulhus" einmal zu überspitzen, so wie Du auch schon Deine Frage überspitzt hast). Vielmehr widmen wir uns Lovecrafts Werk und auch der Person Lovecrafts selber, genauso wie wir uns den Themen widmen, die daraus entspringen. Hierzu zählen natürlich auch die Autor*innen und Kulturschaffenden, die den Kosmsichen Horror vorangetrieben haben und ihn auch heute noch formen.


    Wichtig ist außerdem, dass wir nicht ausschließlich eine akademische Gesellschaft sind. Daher wäre eine Bezeichnung im Sinne der von Dir vorgeschlagenen "Gesellschaft zur Erforschung" stark irreführend. Ja, wir sind auch in der Forschung tätig; aber wir sind ebenso tatkräftig auch in kulturellen Projekten unterwegs. Wir wollen uns bewusst dem breiten Publikum stellen um hier kritische Rezeption voranzutreiben. Dazu zählt aber auch, dass man sich dem Namen stellen muss, der aktuell Verkaufszahlen in die Höhe treibt - und das ist "Lovecraft". "Cthulhu" und "kosmischer Horror" spielen da erst einmal eine untergeordnete Rolle; das sind die Themen, die bei der Auseinandersetzung mit Lovecraft zum Vorschein kommen.


    Um zum Schluss noch etwas ganz wichtiges zu sagen, das für die allgemeine Gesprächskultur insbesondere im Internet wichtig ist: Bloß, weil etwas nach einer Person benannt ist, heißt es nicht, dass man sich mit dieser Person identifiziert. Diesen Anspruch erheben wir nicht bei der Luther-Gesellschaft, der Wagner-Gesellschaft oder der Picasso-Gesellschaft. Aber ja, all diese Namen werden immer Nachfragen und Reibungen provozieren. Und das ist nicht nur in Ordnung, sondern - wie oben ausgeführt - in unseren Augen sogar sehr wichtig.


    Liebe Grüße,

    XYZ

    Klar, ist eine berechtigte Frage. Meine Antwort würde ungefähr in diese Richtung gehen:


    Wir benennen uns explizit wegen dieser Thematik so - denn auch die kritische Aufarbeitung der Person ist eine unserer Aufgaben. Wir sind eben nicht nur für den kosmischen Horror und Cthulhu da, und wir sind auch kein religiös-fanatischer Kult, der wenig hinterfragt (um den Namensvorschlag "Kult des Cthulhus" einmal zu überspitzen). Vielmehr widmen wir uns Lovecrafts Werk und auch der Person Lovecrafts selber, genauso wie wir uns den Themen widmen, die daraus entspringen. Hierzu zählen natürlich auch die Autor*innen und Kulturschaffenden, die den Kosmsichen Horror vorangetrieben haben und ihn auch heute noch formen.

    Schreib doch einen Text, z. B. für den Lovecrafter Online. Die Stellungnahme zum Rassismus ruft ja explizit zur weiteren Klärung der Sachlage auf, da ließe sich gut ein Verweis auf den Blog machen. Klingt ja so, als ob du ganz gut im Thema wärst u starkes Interesse daran hast.

    Das coole an einem Lovecrafter Online ist, dass das offensichtlich ein aktuelles Thema aus gegebenem Anlass ist. Passt meiner Meinung nach einfach hervorragend zu diesem Format und lädt gleichzeitig zur anschließenden Diskussion ein.


    Auf jeden Fall schon einmal vielen Dank, Nils für die spannenden Lektüretipps!

    Lektüretipps dazu fände ich auch grundsätzlich spannend! Ich persönlich habe mich kaum damit auseinandergesetzt; lediglich mit der Lovecraft-Spengler-Verbindung habe ich mich tiefergehend befasst.


    Insbesondere bei dem Begriff "Unbehagen an der Moderne" (und ähnlichen Phrasen) fällt natürlich auf, dass das salonfähige Begriffe sind. Phrasen, die nicht unbedingt von allen sofort als rechts identifiziert werden und die somit ein Stück weit unter dem Radar fliegen können.

    Hier direkt noch ein kleiner Hinweis hinterher: Der raptor-Verlag sucht nun auch Mitarbeitende auf freiberuflicher Basis. Gesucht wird insbesondere, aber nicht ausschließlich, für das Horror-Magazin VIRUS und in der Sparte Film-/Serien-Rezension.


    Andere Magazine des Verlags befassen sich mit Videospielen (EXP) und mit der Popkultur aus Japan (koneko), Südkoreo (K*Bang) und China (Dynasty).

    Genau solche Diskussionsräume soll das Statement eröffnen, ohne dabei selbst auf den Umfang eines kleines Romans zu kommen. Ich denke, was du hier verdeutlichst, ist, dass dieses Thema viele Facetten hat und es immer noch etwas hinzuzufügen gibt.