1. Flüstertüte
  2. Lovecraft
    1. Leseliste
    2. Bibliothek
    3. Rassismus
  3. Themen
    1. anRUFung
    2. Book Club
    3. Conventions
    4. Cthulhus Ruf
    5. FHTAGN
    6. Förderprojekte & Kooperationen
    7. Lovecrafter
    8. Lovecrafter Online
    9. Podcasts
    10. Rollenspiel
  4. Wiki
    1. Letzte Änderungen
  5. Verein
    1. Mitgliedschaft
    2. Aktiv werden!
    3. Formulare
    4. Stammtische
    5. Merchandise
    6. Spenden
    7. Presse
    8. Kontakt
    9. Newsletter
    10. About us
  6. Forum
    1. Dashboard
  7. Kalender
    1. Termine
  8. Shop
    1. Versandkosten
    2. Hilfe
    3. Mein Konto
      1. Bestellungen
      2. Lizenzen
      3. Downloads
    4. Vertrag kündigen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Lovecrafter Online
  • Alles
  • Lovecrafter Online
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Produkte
  • Tickets
  • Erweiterte Suche
  1. Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Flüstertüte
  3. Lovecrafter Online

Lovecrafter Online – 060 – LOVECRAFT

  • Seanchui
  • 5. April 2021 um 13:00
  • 2.678 Mal gelesen
  • 0 Antworten
Lovecraft-Biographien gibt es einige. Aber selten begegnet einem ein Buch wie LOVECRAFT.

In der 47. Ausgabe des Lovecrafter Online berichteten wir über He who wrote in the Darkness, einen Versuch, Lovecrafts Biographie in eine Graphic Novel zu übertragen. Während dieser Besprechung schwärmte ich von den Möglichkeiten, die das Medium Graphic Novel für die Charakterzeichnung eines Menschen mit sich brachte. Umso neugieriger erwartete ich also LOVECRAFT aus der Feder von Roland Hueve und Reinhard Kleist, obwohl das chronologisch betrachtet natürlich Unsinn ist: Das Comic LOVECRAFT stammt immerhin aus dem Jahre 1995! Dennoch dauert es manchmal eben etwas länger bis auch ich auf Bände aufmerksam werde, und so darf ich euch heute die Besprechung eines 25 Jahre alten Bandes anbieten.

LOVECRAFT ist durchaus interessant gemacht. Eröffnet wird der Band mit einem Dialog zwischen Texter und Zeichner, die sich über Lovecraft unterhalten. Schlussendlich fallen hier in einzelnen Stichpunkten die wesentlichen Informationen aus Lovecrafts Lebenslauf. Der Comicband selbst geht dann völlig andere Wege. Er zeigt ein Telefonat zwischen Autor Hueve und Lovecraft, der sich jedoch nicht als Lovecraft sondern als Randolph Carter ausgibt. Statt des Lebenslaufs Lovecrafts wird nun also Die Aussage des Randolph Carter nacherzählt, aber immer wieder unterbrochen mit plötzlichen Eindrücken aus Lovecrafts wirklichem Leben. Das Telefonat zwischen den Autoren endet unversehens wie das Telefonat zwischen Carter und dem dem Tode geweihten Warren, der nie wieder aus der Gruft emporsteigen wird.

LOVECRAFT kommt dabei durchaus bildgewaltig daher. Die großformatigen, vollfarbigen Panels sind durchsetzt mit unterschiedlichen Zeichenstilen, über den Hintergrund verteilten Arrangements, verschiedenen Schriftarten. Das Bild wird dadurch unruhig, aber nie schlecht lesbar. Künstlerisch ist das großes Kino, wenn man denn eine eher experimentelle Herangehensweise mag. Leider wird LOVECRAFT auf der anderen Seite seiner Zielsetzung, eine Biographie Lovecrafts zu sein, überhaupt nicht gerecht. Daran hat die Einbettung von Lovecrafts Leben in die Kurzgeschichte um Randolph Carter natürlich ihren Anteil; doch selbst die Schlaglichter, die der Band auf Lovecrafts Leben wirft, sind zu oberflächlich und zu sensationsheischend. Dort eine Szene des lesenden Jungen, dort ein Streit zwischen Mutter und Tanten, dort eine Beerdigung. Schlussendlich zieht der Band wenig Inspiration aus Lovecrafts Leben sondern viel mehr aus seinem Werk um Lovecraft wiederum als Teil seines Werkes zu präsentieren. Dass dabei etliche Facetten der Person und seines Werdegangs auf der Strecke bleiben, versteht sich von selbst.

Abgerundet wird der Band allerdings mit Reinhard Kleists zeichnerischer Interpretation von Die Musik des Erich Zann. Die wiederum weiß vollauf zu gefallen. Kleist arbeitet mit unruhigen, surrealistischen Bildern und überzeichneten Charakteren, um die Handlung von Lovecrafts Geschichte auf wenigen, vor Bewegung und Energie strotzenden Seiten zu interpretieren. Bis auf die Farbe „Rot“ ist der Comic komplett in schwarz-weiß gehalten und ist tatsächlich – dank mangelnder Texte – in wenigen Minuten durchgeblättert. Das nimmt aber nichts von der Wucht der Bilder – eine wirklich gelungene Version.

LOVECRAFT

FEEST Comics 1995

ISBN: 978-3893431311

Bei amazon.de bestellen: https://www.amazon.de/gp/product/3893431314

  • lovecraft
  • lovecrafter online
  • lovecrafter

Vorheriger Artikel Lovecrafter Online – 059 – Der Lovecraft-Zirkel: Kenneth Sterling

Nächster Artikel Lovecrafter Online – 061 – Mit Lovecraft in der Schule

Verwandte Artikel

Lovecrafter Online – Vorschau: Lovecrafter 15 (die Zweite)

Endlich ist es wieder so weit: die kommende Ausgabe unseres Vereinsmagazins "Lovecrafter" steht in den Startlöchern. Bereits vor zwei Wochen durfte ich einige Inhalte spoilern, nun widmen wir uns dem zweiten Thema des Heftes. Viel Spaß!
Seanchui
31. August 2026 um 12:00
Gefällt mir 3
0

Lovecrafter Online – Vorschau: Lovecrafter 14 (die Erste)

Endlich ist es wieder so weit: die kommende Ausgabe unseres Vereinsmagazins "Lovecrafter" nähert sich der Fertigstellung. Damit ist es an der Zeit, Euch über die ersten Inhalte zu informieren und ein paar erste Appetithäppchen zu verteilen. Viel Spaß!
Seanchui
27. Oktober 2025 um 12:00
Gefällt mir 2
0

Lovecrafter Online – Rezension: Necronomicon

Andreas Giesbert kehrt auf die Seiten des Lovecrafter onlines zurück. Abermals hat er eine Rezension zu einem Stück moderner Lovecraft-Adaption im Gepäck.
AndreasGiesbert
23. Juni 2025 um 12:00
Danke 1
0
Es wurden keine Einträge gefunden.

Kategorien

  1. Neues aus dem Verein 109
  2. Lovecrafter Online 376
  3. FHTAGN 160
  4. anRUFung 17
  5. CthulhuWiki 8
  6. dLG-Radio 40
  7. Filter zurücksetzen
Über den Artikel diskutieren 0 Antworten
  1. © 2015 Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Datenschutzerklärung
  3. Kontakt
  4. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™