Lovecrafter Online – Ausschreibung Kurzgeschichten zum Thema Zeit
2
Liebe Kinder, es ist mal wieder soweit!
Es ist wieder Oktoberfest in Innsmouth!
Das ist was Besonderes, weil es nämlich nur alle hundert Jahre ist!
Und deshalb erzähle ich euch heute die Geschichte vom Schoggothen-Schorsch auf seinem Streifzug über die Innsmouth-Wiesn!
xxx
Der Schoggothen-Schorsch ist ein kerniger, junger Bursch.
Der Schoggothen-Schorsch hat sich schon seit 99 Jahren auf die Wiesn gefreut.
Ganz schwarz ist er, und ölig glänzend.
Soo glänzend!
Das mögen die Maderln so an ihm.
Er ist voller Blasen die blubbern, wenn er lacht.
Und das tut Schoggothen-Schorsch gerne und oft, denn er ist ein lustiger Bursche.
Aber auch ein wenig schüchtern und zartbesaitet.
Aber, zurück zur Wiesn.
Der Schoggothen-Schorsch schleimt und gleitet munter über das Festgelände.
Er sieht einen Stand, wo man Shantak-Reiten kann.
„Mei, Shantak-Reiten wärs jetzt“, denkt sich der Schoggothen-Schorsch und geht hin, denn er mag Shantak-Reiten für sein Leben gern.
Dort wird er aber abgewiesen
„Mei, do sans a wengerl z` oid dafür.“ meint der an der Kassa sitzende Leichenfresser und fügt hinzu: „Und a z`dick!
Schoggothen-Schorsch geht hinter ein Zelt und weint blubbernd.
„Mog aber ned zu dick sein“, jammert der Schoggothen-Schorsch.
Er zieht traurig blubbernd weiter, in der Hoffnung etwas zu finden wofür er nicht zu alt oder zu dick ist.
„Werd`scho wos finden“ blubbert er vor sich hin und gleitet weiter.
Da entdeckt er einen Stand, wo man Tind`losi-Lose ziehen kann
„Mei, so a Tind`losi-Los wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und kauft sich 5 Stück, die er alle gleich aufreißt.
Doch er wird bitter enttäuscht.
Auf jedem der Lose steht nur: „Iääh, leider nicht!“
Er geht wieder hinter ein Zelt und weint abermals blubbernd.
„Mei, des duad weh“ jammert er. „Z`oid, z´dick und nix g´wonna!!!“
Er zieht dennoch weiter.
Da entdeckt er einen Stand, wo man unnennbar schnattern kann.
„Mei, unnennbar schnattern wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und eilt voller Vorfreude blubbernd und blasen werfend dorthin und sagt: „Einmal unnennbar schnattern, bitte“. Der Kassierer, der Yuggoth-Luggi, schaut ihn streng an und der Schoggothen-Schorsch bekommt Angst, wieder weggejagt zu werden.
Dann aber sagt der Yuggoth-Luggi ganz sanft: „8 Mark“.
Der Schoggothen-Schorsch freut sich, zahlt und geht in das Zelt.
Zusammen mit den anderen Besuchern schnattert er dort 10 Minuten unnennbar.
Das macht Spaß.
Der Schoggothen-Schorsch lacht blubbernd und schnattert aus vollem Herzen.
Endlich ist der Schoggothen-Schorsch glücklich, das merkt man daran, dass seine Blasen ölig glänzen.
Er schlurft weiter seines Wegs.
Überall duftet es nach Leckereien.
Da gibt es einen Stand mit würzig-saftigem Menschen-Leberkäse.
„Mei, so a Menschen-Leberkas wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und geht hin.
„I hätt gern a Semme mit Menschen-Leberkas, bitte“ sagt er zum Verkäufer, einem Wiedererweckten, der sie ihm auch gleich macht.
„Mid Senf oder ohne?“ meint dieser mit Grabesstimme, in seiner Tätigkeit kurz innehaltend.
„Mid am siassn“, antwortet der Schoggothen-Schorsch. „Weil, scharf bi i selber!“
„Haha“ gurgelt der Verkäufer düster.
„Haha“ blubbert der Schoggothen-Schorsch
Der Schoggothen-Schorsch frisst die Semmel mit Menschen-Leberkas.
„Mei, war die guad“ blubbert er danach und geht munter weiter.
Er entdeckt einen Stand mit gebrannten Manderln.
„Mei, so a Düdn mit gebrannten Manderln wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und geht hin.
Er verlangt eine Tüte und sagt: „Siass, weil, scharf bin i selber!“
„Haha“ macht der Verkäufer, ein Ghast, höflich.
„Haha“ blubbert der Schoggothen-Schorsch.
Die gebrannten Manderln sind noch heiss, und der Schoggothen-Schorsch frisst sie gleich.
„Mei, warn die guad“ blubbert er danach, geht aber hinter ein Zelt und weint.
„Die warn zwar guad, aber so hoaß, dass i mi a wenge vabrennt hob“.
Er blubbert weiter und entdeckt einen Stand mit feinsten Dunwich-Brezen.
Liebe Kinder, wisst Ihr, was sich der Schoggothen-Schorsch jetzt denkt?
Richtig!
„Mei, so a Dunwich-Brezn wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und geht hin.
„A Brezn, bitte“ sagt er zum Verkäufer, einem unsichtbaren Koloss mit einem halben Gesicht auf dem Rücken.
„Siass, weil`s selber scharf san?“ fragt dieser augenzwinkernd mit seinem halben Gesicht auf dem Rücken.
„Naa, scho a normale mid Soiz“ antwortet der Schoggothen-Schorsch kleinlaut.
Er frisst die Breze, geht danach aber schnell hinter ein Zelt zum Weinen.
„Der hod mi wia an Deppen behandelt“ schluchzt er blubbernd.
„Aber guad wars, de Dunwich-Brezn“
Er gleitet weiter.
„Servus, Schoggothen-Schorsch!“ reißt ihn da eine bekannte Stimme aus seinen Gedanken.
Er dreht sich blubbernd um und erkennt seinen alten Spezi, den Zuagroastn aus dem Jenseits.
Der lupft den Hut mit dem Gamsbart.
„Ja, Habe die Ehre“ gurgelt der Schoggothen-Schorsch und lupft ebenfalls seinen Hut mit Gamsbart.
„Lang nimma g`seng“.
Der Zuagroaste aus dem Jenseitslacht und meint: “Jaja, aber glei wiedakennt“.
Dann lachen sie beide zusammen über diesen uralten Witz.
Der Zuagroaste aus dem Jenseits etwas zischelnd.
Der Schoggothen-Schorsch blubbernd.
Dann zieht jeder wieder seines Weges.
Der Zuagroaste aus dem Jenseitsetwas verwehend.
Der Schoggothen-Schorsch blasenwerfend.
„Guad, dass des blos der oide Schmarrn mit dem `Lang nimma g`seng, aber glei wiedakennt`war, und nix mid Siass und Scharf“ denkt er sich.
Da ist ihm jetzt nämlich irgendwie die Lust drauf vergangen
Er schlottert weiter.
Am Wegesrand sitzt ein Obdachloser Musiker, der sich ein wenig Geld verdienen möchte.
Er spielt Violine, aber so komisch und grausig, dass es einem ganz anders wird.
Dem Schoggothen-Schorsch wird es schwindlig.
„Mei, is mir jetzt schwindlig“ meint er zu sich selbst. „Ois draht se, und i moan, mi ziagts irgendwo hi, irgendwo umme!“.
Er gleitet ganz schnell weiter.
Er kommt am Steckerlfischmensch-Stand vorbei.
Mei, wie das duftet!
„Mei, so a Zeig vom Steckerlfischmenschen wärs jetzt“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und eilt hin.
„Grias di“, sagt der Steckerlfischmensch und grinst mit seinem breiten Fischmaul. „Wos hätt ma denn gern?“
Der Schoggothen-Schorsch kann sich so gar nicht entscheiden.
Alles sieht so verlockend aus.
Alles riecht so verlockend.
Alles wird auch bestimmt so verlockend schmecken.
„Mei, wos nimm i denn blos?“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und beginnt fast zu weinen.
„I glaub, i nimm dann zwoa von dene brodnan G´schlechtsorgane“
„Kemma macha“ meinet der Steckerlfischmensch, einen strengen Geruch ausströmend.
Er packt mit seinen Händen, zwischen deren Fingern sich Schwimmhäute befinden, zwei gebratene Geschlechtsorgane.
„Macht dann 8 Mark“.
Der Schoggothen-Schorsch sucht das Geld.
„Wo hob i blos de 8 mark, Wo hob i blos de 8 Mark“ denkt er sich.
„Ah, do sans ja!“.
Er gibt dem Steckerlfischmensch die 8 Mark, der gibt ihm die gebratenen geschlechtsorgane und reicht dem Schoggothen-Schorsch die Hand, zwischen deren Fingern sich Schwimmhäute befinden.
Doch dem Schoggothen-Schorsch grausts, denn er mag keine Hände, zwischen deren Fingern sich Schwimmhäute befinden.
Er blubbert noch schleunig. „Pfiadt di“ und saust davon.
„Naa, i mog des ned, wenn jemand Händ` hod, zwischen deran Finga Schwimmheitt san!“ meint er und beginnt damit, seine brodnan G´schlechtsorgane zu essen.
Als nix mehr da ist, schleckt er sich seine … Ja, Finger sind es ja gar keine, also… Blasen ab.
Sie sind sehr gut.
„Mei, san de aba guad!“, meint er zufrieden und ölig glänzend.
Sie waren auch nicht so heiß wie die gebrannten Manderln.
„Guad, dass de ned so hoaß wia den gebrannten Manderln warn!“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch und rollt schleunigst hinter ein Zelt, um blubbernd zu weinen.
Wißt ihr, liebe Kinder, warum er das wohl macht?
Richtig!
Er erinnert sich daran, wie er sich an den Gebrannten Manderln verbrannt hat.
Liebe Kinder, wißt ihr, nach was es dem Schoggothen-Schrosch jetzt ist?
Richtig! Der Schoggothen-Schorsch hat jetzt Durst.
„Mei, hob i jetzt an Durschd!“, meint er.
Bierzelte gibt es ja genug.
Ein zünftiges vom Kadath-Bräu.
Ein uriges vom Kloster Zoth-Ommog.
Eins geselliges vom R`lyeh-er Hofbräuhaus.
Ein blasphemisches vom Sternstein-Keller.
Und viele mehr.
„Mei, in welches geh i blos?“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch.
Seine Blasen zittern vor Durst.
Er entscheidet sich für das Zelt des R`lyeh-er Hofbräuhaus.
Das Zelt ist schon gut voll, denn es ist dort gesellig.
„Mei, is des Voi!“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch. „Des hätt i ned g`gaubt“
Er bahnt sich blubbernd und eine Schleimspur hinterlassend einen Weg durch die Menge und schaut sich um.
Da sind einige Mi-Go, die miasmatisch riechende einsam in einer Ecke hocken und trinken.
Und Ach! Ganz hinten im Eck sitzt einsam ein nickendes Ding, das aber völlig fehl am Platz ist.
Da sind auch Gugs, große, wilde Burschen, die in jeder ihrer 4 Hände einen Maßkrug haben und ganz arg laut sind.
„Mei, san de laut“, denkt sich der Schoggothen-Schorsch.
Bald findet er einen Platz an einem Tisch, an dem eine bunt gemischte Gesellschaft hockt und ausgelassen johlend feiert..
Ein augenloser Pinguin, ein Tier aus der Höhle, ein Leichenzuzler und ein schrecklicher alter Mann in einer Krachledernen aus Menschenhaut sitzen da und lassen es sich gut gehen.
Hier gefällt es dem Schoggothen-Schorsch, und so lässt er sich nieder.
„Und koana hod Händ`, zwischen deran Finga Schwimmheitt san“, denkt er sich zufrieden.
Die Bedienung kommt, eine üppige und temperamentvolle, nicht mehr ganz junge Schoggothin.
Der Schoggothen-Schorsch schaut in ihr Dekolette, in dem es üppig und drall blubbert.
„Mei, wo hamma denn unsere Aung?“, raunzt ihn die Bedienung an.
„Mei, Tschuidigung. I wollt nur nachschaung, ob da drin Händ`, zwischen deran Finga Schwimmheitt san“ stammelt er, weil ihm nichts Besseres einfällt.
„Eanane Aung kennasn lossn, wos meng, aber ned bei meine Blosn!“ meint die Schoggothin vorwurfsvoll.
Der Schoggothen-Schorsch duckt sich und bestellt eilig eine Azathoth-Maß.
Die schlecht eingeschenkte Maß kommt, die Bedienung knallt sie ihm auf den Tisch.
„Eana schlecht ei`gschenkte Maß“ meint sie missgelaunt.
Der Schoggothen-Schorsch duckt sich erneut und bedankt sich.
„Meina Seeln, hod de a Saulaune“ denkt er sich und nimmt blubbernd einen Schluck.
Die Azathoth-Maß ist gut.
„Mei, is de Azathot-Maß guad“ meint der Schoggothen-Schorsch und leckt sich die … Ja, Lippen sind es ja gar keine, also… Blasen ab.
Er schaut sich um.
Auf der Bühne sind die Musiker zu sehen und zu hören.
Es sind die formlosen G`harne-Buam.
Sie singen:
„In Arkheim steht ein Hexenhaus – oans, zwoa, g`suffa!
Wer do moi drin is, kommt nimma naus - oans, zwoa, g`suffa!“
Alle singen mit.
Auch der Schoggothen-Schorsch.
Und auch der Augenlose Pinguin, das Tier aus der Höhle, der Leichenzuzler und der schreckliche alte Mann in seiner Krachledernen aus Menschenhaut.
Haha, des is a Gaudi!
„Mei, is des a Gaudi“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch.
Bald ist die Maß leer.
Was denkt ihr, liebe Kinder, bestellt sich der Schoggothen-Schrosch eine neue?
Richtig!
Der Schoggothen-Schorsch bestellt sich eine neue.
Die ist noch schlechter eingeschenkt als die vorige.
Aber das ist dem Schoggothen-Schorsch wurscht.
Er trinkt seine Maß
Inzwischen sind Stimmung und Alkoholpegel so hoch, dass alle gute Freunde geworden sind.
Der Schoggothen-Schorsch, der Augenlose Pinguin, das Tier aus der Höhle, der Leichenzuzler und sogar der schreckliche alte Mann in seiner Krachledernen aus Menschenhaut.
Alle prosten sich zu
„Prost, aunglosa Pinguin - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Tier aus der Höhle - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Leichenzuzler - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, grausiga oida Mo - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Schoggothen-Schorsch - oans, zwoa, g`suffa!“
Die Stimmung kocht über, als die G`harne-Buam auf der Bühne ihren berühmt-berüchtigten „Tekeli-li-Jodler“ anstimmen.
„Mei, da Tekeli-li-Jodler!“ schwärmt der augenlose Pinguin.
„Mei, da Tekeli-li-Jodler!“ stöhnt das Tier aus der Höhle kaum verständlich.
„Mei, da Tekeli-li-Jodler!“ gurgelt der Leichenzuzler.
„Mei, da Tekeli-li-Jodler!“ der der schreckliche alte Mann in seiner Krachledernen aus Menschenhautreibt sich die faltigen Hände.
„Mei, da Tekeli-li-Jodler!“ blubbert auch der Schoggothen-Schorsch, obwohl er den Tekeli-li-Jodler gar nicht kennt.
Liebe Kinder, was denkt ihr? Hat der Schoggothen-Schorsch die zweite Maß gut vertragen?
Richtig!
Dem Schoggothen-Schorsch ist schon ein wenig dammisch zumute.
Ganz ähnlich, wie bei dem komischen Musiker draussen.
Alles dreht sich um ihn herum und auch in ihm.
Er bestellt aber noch eine Maß.
Da haut ihm von hinten jemand auf die blasige Schulter und meint: „Ja, wen hamma denn da?“
Der Schoggothen-Schorsch dreht sich um und erblickt einen alten Schulkameraden.
Es ist der Nyarlathotep-Sepp.
Fesch ist er, in seiner Ziegen-Lederhose.
Er lupft den Hut mit dem Gamsbart.
„Ja, Habe die Ehre“ gurgelt der Schoggothen-Schorsch und lupft ebenfalls seinen Hut mit Gamsbart. „Lang nimma g`seng“
Der Nyarlathotep-Sepp lacht und meint: “Jaja, aber glei wiedakennt“.
Dann lachen sie beide zusammen über diesen uralten Witz.
Der Nyarlathotep-Sepp meckernd.
Der Schoggothen-Schorsch blubbernd.
„Sei ned zwieda, setz di nieda“ meint der Schoggothen-Schorsch nicht mehr ganz nüchtern blubbernd.
„Freile“ meint der Nyarlathotep-Sepp.
„Dring ma a Maß, wos moanst?“ fragt er.
Der Schoggothen-Schorsch möchte eigentlich lieber keine Maß mehr, denn er ist das Trinken nicht gewöhnt.
„Vielleicht an Spezi?“ fragt er zaghaft blubbernd.
Da wird er Nyarlathotep-Sepp aber grantig, schnaubt schwarzen Rauch aus seinen Nüstern und stampft mit seinem Ziegenbein auf.
„An Spezi?“ meint er. „Spezi is wos für Katzn-Leut. Mia dringan a Bier. Host mi?“.
Da kann der Schoggothen-Schorsch wohl nicht nein sagen
Und so bestellen sie noch eine Azathot-Maß.
Der Schoggothen-Schorsch und er Nyarlathotep-Sepp.
Der augenlose Pinguin, das Tier aus der Höhle, der Leichenzuzler und auch der schreckliche alte Mann in seiner Krachledernen aus Menschenhaut.
Alle prosten sich zu.
„Prost, aunglosa Pinguin - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Tier aus der Höhle - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Leichenzuzler - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, grausiga oida Mo - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Schoggothen-Schorsch - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Nyarlathotep-Sepp - oans, zwoa, g`suffa!“
Dem Schoggothen-Schorsch ist schon ganz schlecht.
„Mei, is mia letz“ denkt er sich.
Die formlosen G`harne-Buam singen nun:
„Trink, trink, Ding auf der Schwelle
Laß doch die Sorgen zuhaus!“
Liebe Kinder, was meint ihr? Wird noch eine Maß bestellt?
Richtig!
Es wird noch eine Maß bestellt
Da darf auch der Schoggothen-Schorsch wieder mal nicht nein sagen.
Und so bestellen sie noch eine Azathot-Maß..
Der Schoggothen-Schorsch, der Nyarlathotep-Sepp, der augenlose Pinguin, das Tier aus der Höhle und der Leichenzuzler.
Der schreckliche alte Mann in seiner Krachledernen aus Menschenhaut liegt inzwischen besinnungslos und unter dem Tisch.
Die ganz arg schlecht eingeschenkten Maßen kommen, wie gewöhnlich von der Kellnerin auf den Tisch geknallt, dass es nur so kracht und spritzt.
Alle prosten sich zu.
„Prost, aunglosa Pinguin - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Tier aus der Höhle - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Schoggothen-Schorsch - oans, zwoa, g`suffa!“
„Prost, Nyarlathotep-Sepp - oans, zwoa, g`suffa!“
Inzwischen ist auch der Leichenzuzler körperlich nicht mehr ganz anwesend und bildet eine Lache übelriechenden Schleims auf dem Boden.
Liebe Kinder, was meint ihr? Wie geht es dem Schoggothen-Schorsch?
Richtig!
Dem Schoggothen-Schorsch ist ordentlich schlecht.
„Mei, wos is mia blos letz“ jammert er, mühsam den Brechreiz unterdrückend. „So letz wars mir mei ganzes Leben no ned“
Der Nyarlathotep-Sepp aber ist bester Laune und bestellt eine Runde Y’ha-nthlei-Weckerl mit Hirnschmalz für alle.
Allerdings ißt die fast keiner mehr
Der augenlose Pinguin hat den Geist aufgegeben und schnarcht leise vor sich hin:“Teke-li-li“
Nur Tier aus der Höhle, der Schoggothen-Schorsch und der Nyarlathotep-Sepp sind noch da.
„Wenn i des Y’ha-nthlei-Weckerl mit Hirnschmalz jetz iss, dann schbeib i“ denkt sich der Schoggothen-Schorsch.
Da kommt die nicht mehr ganz junge Schoggothen-Kellnerin wieder, da der Nyarlathotep-Sepp noch eine Bestellung aufgeben möchte.
Als der Schoggothen-Schorsch aber das Wort „Bier“ nur hört und in das Dekollette der nicht mehr ganz jungen Schoggothen-Kellnerin blickt, kann er es nicht mehr zurückhalten.
„Bloärrh“ macht es, als er anfängt sich zu übergeben
Und nochmal „Bloärrh“
Alles in das blubbernde Dekolette der nicht mehr ganz jungen Schoggothen-Kellnerin.
„Ja Pfui Deife!“ schimpft die nicht mehr ganz junge Schoggothen-Kellnerin. „Wenn ma as Saufa ned vadrogt, nachad soll mas hoid bleim lossn!“
Dem Schoggothen-Schorsch schwinden die Sinne. Das letzte das er erblickt, sind einige Dunkel-Dürre, die ziemlich betrunken unter dem Zeltdach des Bierzelts herumflattern
Die formlosen G`harne-Buam singen wieder mal ihren Tekeli-li-Jodler, und der Nyarlathotep-Sepp verlässt das Bierzelt um frische Luft zu schnappen.
Außerdem möchte er noch ein wenig mit dem Yog-Sothoth-Scooter fahren.
„Iääh!“ meint er ohne sich umzudrehen und lässt die betrunkene Saubande zurück
xxx
So, liebe Kinder, das wars vom Schoggothen-Schorsch und dem Oktoberfest in Innsmouth.
Bleibt schön unartig, schlottert gräßlich durch die Nacht, tut jeden Tag etwas Blasphemisches und ehret die Großen Alten!
Bis in 100 Jahren!
„Der ist nicht tot, der b`soffen liegt,
bis dass die Zeit
den Rausch besiegt“
(Alois Alhaslinger)
2