• Die Oberpfälzer Yellow King Productions bewegen sich seit rund 3 Jahren in lovecraftschen Fahrgewässern mit Hörbüchern und Hörspielen. Der Name ist natürlich Robert W. Chambers und seinem King in Yellow geschuldet. Ganz neu herausgekommen ist jetzt eine CD, die die beiden (schon früher vertonten) Ambrose Bierce Stücke Haita der Schäfer und Ein Bewohner von Carcosa vereint. Wie das nicht nur mit Chambers, sondern auch mit Lovecraft und dem Cthulhu-Mythos zusammenhängt, habe ich mir gestattet, an dieser Stelle etwas zu beleuchten:
    https://phantastikon.de/20160121/abros…ng-productions/

  • Der Link zur Homepage fehlt noch: http://yellow-king-productions.de/

    "Die falsche Erlösung" ist zwar sehr kurz, aber absolut hörenswert! Eine Vorstellung und kurze Hörprobe findet sich hier:
    http://arkhaminsiders.com/arkham-insider…-hoerspiele-22/

    Zudem haben die Arkham Insiders auch ein Interview gemacht:
    http://arkhaminsiders.com/arkham-insider…ng-productions/

    Die Ambrose Bierce Sammlung liegt hier und kommt als nächstes in den Player.

  • Ich habe mir die Sammlerausgabe besorgt und das Hörspiel kürzlich genossen. Was soll ich sagen? Groß!

    Ein Hörspiel für moderne Ohren sollte man allerdings nicht erwarten, denn letztendlich dominieren zwei Sprecher, die jeweils demselben Charakter ihre Stimme leihen - wobei sich einmal der jüngere und einmal der gealterte Protagonist ans Publikum wendet. Insofern ist jemand, der durch den gewöhnlichen Hörspielmarkt geprägt ist, möglicherweise etwas enttäuscht von diesem Minimalismus. Da ich ein Freund gerade auch älterer Radioproduktionen bin, die oft mit wenigen Sprechern und längeren Monologen arbeiten, störte mich persönlich dieser Aspekt in keinster Weise.

    Im Gegenteil: Die derartige Darbietung ist den lovecraftigen Aspekten der Geschichte nur zuträglich. Hier ist es dem Autor herausragend gelungen, Lovecrafts Erzähltechnik zu kopieren und auf einen deutschen Hintergrund zu übertragen. Eine merkwürdig-mysteriöse Handlung entwickelt sich so um den pittoresken Ort Amberg im Bayerischen - allein das ist für einen Niedersachsen wie mich schon fremdartig genug ;) - und aus einem historisch bzw. lokalwissenschaftlich durchaus glaubhaften Szenario heraus. Dabei geht es wirklich lovecraftig zu, wie selten im Hörspiel gehört! Phänomene werden geschildert, Stimmungen und Bilder retrospektiv erzeugt, Gespräche aus der Erinnerung wiedergegeben. Verschwörerisch angehauchte Vorgänge, Geheimwissen, eine seltsame Privatbibliothek... all diese für sich genommen oft genug zum Klischee geronnenen Zutaten werden von Fischer zu einem äußerst bekömmlichen Cocktail von innovativer Art vermengt. Die zusätzliche Ebene, einen unsicheren älteren Erzähler zu nutzen, der seinem jüngeren Ich dann und wann mit Zweifeln dazwischen funkt, bietet einen ergänzenden Reiz. Sprecher und musikalische bzw. geräuschliche Orchestrierung tun ihr Übriges, um "Das Artefakt" zu einem großartigen Hörerlebnis werden zu lassen.

    Ich kann die Produktion nur empfehlen und hoffe auf Neues aus dem Hause YKP.

  • Zitat

    In seinem ersten Hörspiel Das Artefakt, das in Zuzsammenarbeit mit Yellow King Productions aus Illschwang entstand, wird Amberg zum Schauplatz einer Schauergeschichte. Diese reichert Fischer, ganz im Stile der großen Autoren des modernen Horrors wie H.P. Lovecraft, mit einigen Versatzstücken "übernatürlichen Grauens" an. Im Interview verrät der Wahl-Amberger nicht nur, warum seine Storys vom Lokalkolorit leben, sondern auch welche Projekte er sich in Zukunft vorstellen könnte.

    https://www.oberpfalz.de/freizeit-in-de…Kuxv229j4TUHiQU

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