The Shore (PC Spiel)

  • Gestern (am 19.Februar 2021) ist The Shore auf Steam erschienen.

    Dem Trailer nach scheint scheint es eine Mischung aus Puzzle-Spiel und Walking Simulator mit Action-Sequenzen zu sein, in dem es viele Begegnungen mit dem Mythos gibt. Die Spieldauer ist wohl eher kurz, es gibt schon erste Walkthrough-Videos auf Youtubem die zwischen knapp einer Stunde und 90min schwanken. Der Preis ist 20,99 € und ich überlege noch, ob ich es mir kaufe oder etwas warte.

  • Die Rocketbeans haben einen grandiosen Beitrag zu dem Spiel gemacht. Auf YouTube unter "Game Two Folge 200". Kann ich sehr empfehlen. Simon spielt schon seit Jahren Videospiele zu Lovecraft und gießt hier auch sprachlich einmal seine ganzen Erfahrungen ein.

  • Hier noch ein Bericht für "The Shore". Bin leider spät dran, aber für alle, die es noch nicht gespielt haben oder überlegen es noch zu spielen.

    Ich mochte es sehr!

    Also let me explain – naürlich ohne zu spoilern:

    ---

    Wir spielen einen einsamen, scheinbar auf einer felsigen Insel gestrandeten Fischer in der Ich-Perspektive.

    Mit dem ständigen Gefühl der Einsamkeit brabbelt er immer wieder vor sich hin, schwelgt in Erinnerung an sein Familie. Etwas in der Nähe machen wir einen Leuchtturm aus, vielleicht ist dort Jemand der uns helfen kann? Wir brechen auf.

    Uns wird ein wenig mulmig zumute, als wir beim Erkunden an ein paar unbekannten Statuen vorbeikommen.

    Beim Leuchtturm angekommen müssen wir feststellen: Verlassen. Logo. Aber es sind dennoch eine Menge Spuren seiner vorherigen Bewohner*innen zu finden.

    Gelegentlich müssen wir also durch das Lösen simpler Rätsel dem Ort erste Geheimnisse entlocken, immer wieder finden wir Tagebucheinträge.

    Natürlich erhoffen wir uns anhand dieser Einträge Erklärungen zu finden, was mit den ehemaligen Bewohner*innen passiert ist.

    Und tatsächlich, die Einträge berichten von wachsendem Zwist der ehemaligen Bewohner*innen untereinander, gar Paranoia und Schlimmerem.

    Hängt das vielleicht mit der mysteriösen Grube in der Nähe des Leuchtturms zusammen? Diese Götzenbilder haben wir bisher noch nie gesehen... Und diese Zeichen die wir in der Nähe der Grube gesehen haben, machen keinen Sinn, dafür beim Ansehen aber ungeheure Kopfschmerzen.

    Und dann dieses Stimme..

    Was ist hier nur los?

    Wie kommen wir hier wieder weg?

    --

    Das Spiel wird oft als Walking-Simulator mit Survival Horror eingestuft. Trifft meiner Meinung nach schon zu, die Stärken des Spiels liegen für mich eindeutig im Zusammenspiel von Walking Simulator mit dem offensichtlichen, subtileren Cosmic-Horror-Thema.

    Es gibt atemberaubende Kulissen, bizarre Umgebungen und fantastische Designs.

    Leider werden umwerfend atmosphärische Momente gelegentlich durch kurze aber nervende Survival-Parts gestört. Das wäre nicht weiter schlimm. Was mich mehr gestört hat ist, dass man bei manchen Rätseln echt genau klicken muss, um die zu lösen. Auch sind einige Passagen unter Zeitdruck echt knifflig. Wobei ich das mit etwas Gut-will auch als Stilmittel für wachsenden Terror interpretieren kann.

    Was stets trägt ist der tolle und gut getimte Soundtrack.


    Hervorheben möchte ich auch, dass das Spiel laut mehreren Foren, Berichten und Wikipedia vom Indie-Entwickler Ares Dragonis weitgehend alleine programmiert wurde (was auch die recht kurze Spielzeit von etwa 3 Stunden erklärt).

    Im späteren Verlauf des Projektes kamen noch ein paar weitere Programmierer und ein Komponist dazu.

    Ein erfolgreiches Fundraising finanzierte das Spiel zusätzlich. Die Seite ist aktuell noch online und zeigt einen kleinen Entwicklungsverlauf. Ich würde empfehlen die Seite nach dem Spielen anzuschauen: https://de.ulule.com/the-shore-game/ .

    Obwohl das Spiel erst Mitte Februar veröffentlicht wurde, war es jetzt schon zweimal heruntergesetzt.

    Das habe ich leider verpasst, aber den aktuellen Vollpreis mit 10,- € im Nachhinein betrachtet doch sehr gerne bezahlt.


    Mein kurzes Fazit am Ende: Gute Spiele dieser Machart und dieses Themas bedienen aktuell noch ein Nische und und sind dadurch eher selten. Das Gameplay an sich könnte man als einfallslos bezeichnen. Klar, wir haben gefühlt schon alles gesehen und Bombast gibt es oft nur noch bei Tripple-A Titeln. AAABER auch davon gibt es hier wirklich gut pointierte Lovecraft Momente. Die Reise lohnt sich meiner Meinung nach!


    Mir hat es riesigen Spaß gemacht.


    Übrigens NACH dem Spielen ist es umso schöner einmal den Beitrag in Game Two anzusehen und einem gewissen Simon K. aus Hamburg im Format After Dark zuzuschauen ;)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!