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Lovecrafter Online – Rezension: Widow's Point

  • Seanchui
  • 13. Februar 2023 um 12:00
  • 876 Mal gelesen
  • 0 Antworten

Einsam, still und entlegen steht der alte Leuchtturm Widow‘s Point an der Steilküste in der Nähe von Harper’s Cove. Kein Wunder, dass sich manche Legende um das heruntergekommene Gemäuer rankt. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Seemannsgarn? Riskieren wir doch einen näheren Blick.

Der Buchheim-Verlag verlegt mittlerweile ein recht breites Portfolio fantastischer und gruseliger Literatur. Insbesondere die Reihe „Cemetery Dance Germany“, welche Geschichten und Romane des amerikanischen Cemetery-Dance-Verlags ins Deutsche überträgt, beherbergt bereits die eine oder andere Perle. Als ersten Band der Reihe „CDG limited“ erschien die Novelle „Widow’s Point“ als hochwertiges Hardcover. Auch der Autor von „Widow’s Point“, Richard Chizmar, ist Kennern der Reihe längst kein Unbekannter, ist er doch der amerikanische Herausgeber des „Cemetery Dance“-Magazins und Verlagseigner. Darüber hinaus hat er bereits mit Stephen King gemeinsam geschrieben und konnte bereits mehrere Preise einheimsen. Als Co-Autoren für „Widow’s Point“ konnte er auf seinen Sohn, Billy Chizmar, zurückgreifen. Worum aber geht es jetzt eigentlich?

Die Bewohner von Harper’s Cove glauben, der Widow’s Point Leuchtturm sei verflucht. Seit dem Bau 1838 ereigneten sich fast zwei Dutzend Todesfälle, darunter unerklärliche Unfälle und kaltblütiger Mord. Der Leuchtturm wurde 1988 endgültig geschlossen. Seither hat ihn niemand mehr betreten. Das aber soll sich nun ändern, denn der gefeierte Autor Thomas Livingston, der bereits einige Bücher über das Übernatürliche verfasst hat, lässt sich auf ein tollkühnes Experiment ein. Er will ein ganzes Wochenende hier verbringen, eingeschlossen, ohne Kontakt zur Außenwelt. So will er Material für sein neuestes Buchprojekt sammeln. Nur bewaffnet mit einer Videokamera und einem Diktiergerät macht er sich auf in eine ganz und gar grauenvolle Erfahrung.

Interessanterweise ist der gesamte Roman im Stil einer Mockumentary verfasst. Das heißt, die Autoren präsentieren uns in schriftlicher Form die Video- und Tonaufnahmen des Autors, der sich im Widow’s Point Leuchtturm auf ein gemütliches Wochenende einstellt. Dabei rezitiert der Protagonist zunächst die Ergebnisse seiner eigenen Recherchen und macht uns als Lesende mit den zahlreichen schockierenden Ereignissen rund um das Gemäuer vertraut. Und da haben sich einige Gräueltaten versammelt, die alle mehr oder minder deutlich mit dem Leuchtturm in Verbindung stehen. Derart in Gedanken versunken – kann es da verwundern, dass Livingston schließlich die eigenen Sinne einen Streich spielen?

Von der interessanten Erzählstruktur abgesehen, handelt es sich bei „Widow’s Point“ um eine nahezu biedere Geistergeschichte. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich durch den gewählten Stil extrem spannend liest. Auch die vielen kleinen Mosaiksteinchen, die Livingston im Laufe seines Aufenthalts findet und gemeinsam mit dem Lesenden zu einem größeren Bild zusammensetzt, wissen zu gefallen. So gelingt es den Autoren, wirklich Spannung aufzubauen und auch dann angenehm zu gruseln, wenn die Motivik sich aus altbekannten Gruselmärchen bedient. Als besonders interessant möchte ich die Auswirkungen der übernatürlichen Ereignisse auf Livingston geistige Gesundheit einstufen, reiht sich doch die Reaktion des Autors Livingston auf das Erlebte eher in die Riege des kosmischen Horrors eines H.P. Lovecrafts ein. So weiß zumindest das Ende doch noch zu überraschen.

„Widow’s Point“ wurde von Glenn Chadbourne mit ausdruckskräftigen Zeichnungen illustriert. Die Bilder sind dabei als schwarz-weiße Bleistiftskizzen gestaltet, aber sehr detailreich und handwerklich einwandfrei. Insbesondere die ganzseitigen Illustrationen unterstützen die Atmosphäre des Bandes hervorragend. Dazu wurde das Buch hervorragend korrigiert, so dass einem angenehmen Lesenachmittag nichts im Wege steht. Der einzige Wermutstropfen: Die Geschichte ist wirklich nicht lang. 128 Seiten, von denen einige noch von Illustrationen beansprucht werden, lassen recht wenig Lesezeit verstreichen, bevor man den Band wieder weglegt.

Fazit: „Widow’s Point“ ist eine intelligent präsentierte, moderne Geistergeschichte. Der Band ist darüber hinaus hochwertig illustriert und weiß zu fesseln. Einzig die Kürze der Geschichte mag Fragen nach dem Preis-/Leistungsverhältnis aufwerfen.

Hier geht's zum Verlag: https://www.buchheim-verlag.de/richard-billy-…dows-point.html

Das Buch wurde uns kostenlos als PDF für die Rezension gestellt.

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