1. Flüstertüte
  2. Lovecraft
    1. Leseliste
    2. Bibliothek
    3. Rassismus
  3. Themen
    1. anRUFung
    2. Book Club
    3. Conventions
    4. Cthulhus Ruf
    5. FHTAGN
    6. Förderprojekte & Kooperationen
    7. Lovecrafter
    8. Lovecrafter Online
    9. Podcasts
    10. Rollenspiel
  4. Wiki
  5. Verein
    1. 10 Jahre dLG
    2. Mitgliedschaft
    3. Aktiv werden!
    4. Formulare
    5. Stammtische
    6. Merchandise
    7. Spenden
    8. Presse
    9. Kontakt
    10. Newsletter
    11. About us
  6. Forum
    1. Dashboard
  7. Kalender
    1. Termine
  8. Shop
    1. Versandkosten
    2. Hilfe
    3. Mein Konto
      1. Bestellungen
      2. Lizenzen
      3. Downloads
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Lovecrafter Online
  • Alles
  • Lovecrafter Online
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Produkte
  • Tickets
  • Erweiterte Suche
  1. Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Flüstertüte
  3. Lovecrafter Online

Lovecrafter Online – Abseits alter Wege: Ein lovecraftsches Live-Horror-Hörspiel in Frankfurt

  • Leuchtendes Trapezoeder
  • 11. Juli 2022 um 12:00
  • 2.737 Mal gelesen
  • 0 Antworten

Wir hatten im Lovecrafter Online schon einige Hörspielbesprechungen, aber eine Live-Aufführung ist etwas Besonderes. Im Frankfurter Galli Theater wird an mehreren Tagen eine Geschichte kosmischen Horrors geboten, die Lovecraft würdig ist. Kultistin Laura war vor Ort und berichtet von ihren Eindrücken.

Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Der Plot: Kosmischer Horror feinster Güte
  2. Die Live-Aufführung: Gänsehaut pur
  3. Fazit: Save the date!
  4. Und wie geht’s weiter?
    1. Bildquellen

In Frankfurt am Main in der Hamburger Allee ist das Galli Theater Frankfurt verortet: unter einem Restaurant und in direkter Nachbarschaft zu den Backsteinhäusern der European School of Design gelegen, versteckt in einem Torbogen, wo ein Eingang einige Stufen unter die Erde führt. Es ist ein kleines gemütliches Souterrain-Theater mitten in Frankfurt. Und hier fand ich mich am Abend des 18. Juni 2022 wieder, auf einem gemütlichen schwarzen Sofa in erster Reihe direkt vor der kleinen Bühne, auf der ein Tisch mit drei Mikrofonen und einige andere Technik standen, um Zeugin des kosmischen Grauens zu werden. Denn an jenem Tag wurde Abseits alter Wege aufgeführt, ein lovecraftsches Live-Horror-Hörspiel inklusive elektronischer Live-Musik.

Der Plot: Kosmischer Horror feinster Güte

Es lässt sich erahnen, wie anspruchsvoll ein solches Format sein kann, insbesondere was den storytechnischen Teil angeht: Diejenigen unter uns, die auch mal neuere Literatur basierend auf dem Lovecraft-Mythos lesen oder gar selber schriftstellerisch in diese Kerbe schlagen, haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, dass es äußerst knifflig ist, das kosmische Grauen seiner würdig und in Lovecrafts Sinne zu vermitteln. Im Worst Case wird eine solche Geschichte mit Mythosreferenzen und Tentakeln überladen, oder sie geht zu explizit mit dem Grauen um und führt selbiges damit eher ad absurdum, oder sie wirkt wie ein billiger Abklatsch von Lovecrafts Geschichten, oder oder oder.

Umso beeindruckter bin ich, dass all das überhaupt nicht auf Abseits alter Wege zutrifft, nein: Abseits alter Wege ist in seiner Essenz wahrlich eine Geschichte tiefsten und bedrohlichsten kosmischen Grauens mit den typischen Elementen einer Erzählung von H. P. Lovecraft, die das Herz eines Lovecraft-Fans höherschlagen lässt. Gleichzeitig schafft sie es, originell und für sich stehend zu sein, fast so, als sei sie tatsächlich eine Erzählung des Meisters höchstpersönlich, die in irgendeinem Archiv in Providence nachträglich gefunden worden ist.

Zu viel vom fesselnden Plot möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: Eine Gruppe Studierender hilft beim Ausräumen eines Hauses, nachdem der Mieter vor Monaten spurlos verschwand. Im Hausinventar finden sich eine Menge seltsamer Dinge, unter anderem ein uraltes Buch, das Neugierige dazu verlockt, nichtsahnend einen Blick in es hineinzuwerfen. Lovecraft-Fans können schon erahnen, dass das zu nichts Gutem führen wird …

Die Live-Aufführung: Gänsehaut pur

Die Lichter gingen aus und Ruhe kehrte im Galli Theater Frankfurt ein, als Magnus Reece (Story, Script und Sprecher), Konrad Mahnkopp (elektronische Live-Musik, Ton und Sprecher) und Jenny Seewald (Regie und Sprecherin) die Bühne betraten. Es folgten etwa 120 Minuten voller Spannung, Emotionen und Gänsehaut, in denen sich das kosmische Grauen in Worten, Musik, Sound- und Lichteffekten nach und nach entfaltete: Magnus, Konrad und Jenny trugen ihre Texte vor; Konrad bediente zusätzlich noch den Looper und sorgte für musikalische Untermalung und Soundeffekte.

Jenny Seewald Konrad Mahnkopp Magnus Reece

Der mündliche Vortrag: top. Nichts wirkte gestelzt, im Gegenteil, die Emotionen wirkten teils so authentisch, dass ich gegen Ende sogar den Eindruck hatte, einer der Sprecher sei tatsächlich der arme, verzweifelte Wahnsinnige, den er so glaubhaft porträtierte.

Der Sound: großartig. Überhaupt fand ich es beeindruckend, dass Konrad Mahnkopp sich sowohl auf seinen Text als auch auf den Ton gleichzeitig konzentrieren konnte, ohne dass – zumindest aus meiner Sicht als Zuschauerin – er da irgendwie überfordert oder gehetzt gewirkt hätte. Die elektronische Musik, die mich stellenweise an jene in der Serie Stranger Things erinnerte, untermalte das Geschehen sehr gut und verstärkte oft noch das Gänsehaut-Feeling. Die Kirsche auf der Sahne war für mich schließlich der Bass. Konrad Mahnkopp erzählte am Ende der Aufführung, dass die Gruppe bei einem Lautsprecherhersteller einen Subwoofer angefragt und dieser ihnen daraufhin ihr Subwoofer-Flaggschiff zur Verfügung gestellt hätte. Ja, das konnte ich auch körperlich spüren – wie das Grollen eines Großen Alten.

Das Licht: subtil, aber pointiert. Offensichtlich liegt der Schwerpunkt bei einem Hörspiel nicht auf visuellen Effekten, aber bei einem Live-Horror-Hörspiel spielen Lichtverhältnisse natürlich auch eine Rolle. Hier hat alles gepasst und die Lichteffekte haben auch eine kleine Show für das Auge abgeliefert.

Fazit: Save the date!

Alles in allem hat Abseits alter Wege einen Nerv in mir getroffen und mir bleibt nichts anderes übrig, als allen dLG-Mitgliedern und Lovecraft-Fans zu empfehlen, einen der nächsten Aufführungstermine unbedingt wahrzunehmen:

  • 6. August 2022 (Samstag) um 20:00 Uhr
  • 7. August 2022 (Sonntag) um 19:00 Uhr

Ich selbst werde mir am 6. August auf jeden Fall nochmal eine Aufführung gönnen. Vielleicht sieht man sich also!

Und wie geht’s weiter?

Wenn ihr mehr über das Trio hinter Abseits alter Wege erfahren möchtet, dann haltet Augen und Ohren offen: In naher Zukunft veröffentlichen wir nicht nur einen weiteren Artikel im Lovecrafter Online, wo wir die Drei im Zuge eines Interviews näher kennenlernen dürfen. Wir dürfen sie darüber hinaus auch in einer Folge im dLG-Radio begrüßen, unserem neuen Vereinspodcast … und vielleicht geben sie euch dabei auch eine Hörprobe. ;)

Bildquellen

Fotos: Galli Theater Frankfurt

Artwork: Jenny Seewald

  • lovecraft
  • lovecrafter online
  • hörspiel
  • live
  • galli theater
  • frankfurt
  • Vorheriger Artikel Lovecrafter Online – Spielveröffentlichung: Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath
  • Nächster Artikel Lovecrafter Online – Filmkritik: Love Death and Robots

Verwandte Artikel

dLG-Radio – Abseits alter Wege

In der Augustfolge widmet sich das dLG-Radio dem lovecraftschen Live-Horror-Hörspiel Abseits alter Wege. Laura hat mit den kreativen Köpfen hinter dem Stück gesprochen. Eine Hörprobe ist auch dabei!
SteamTinkerer
15. August 2022 um 07:00
Gefällt mir 1
0

Lovecrafter Online – Rezension: Kalte Luft (Gruselkabinett)

Lovecrafts Werk gilt eigentlich als schwer adaptierbar. Marc Gruppe, Mastermind hinter der erfolgreichen Reihe „Gruselkabinett“ des Titania Medien Verlags bewies allerdings schon oft das Gegenteil. Wie steht es nun mit der Hörspielvariante von „Kalte Luft“?
Seanchui
27. März 2023 um 12:00
Gefällt mir 2
0

Lovecrafter Online – Rezension: Das gemiedene Haus (Gruselkabinett)

Heute widmet sich der Lovecrafter online mal wieder dem gepflegten Grusel für die Ohren - und damit einer weiteren Ausgabe des "Gruselkabinett". Lohnt sich der Lausch-Ausflug in lovecraftsche Sphären?
Seanchui
24. Februar 2025 um 12:00
Gefällt mir 2
0

Kategorien

  1. Neues aus dem Verein 99
  2. Lovecrafter Online 344
  3. FHTAGN 160
  4. anRUFung 17
  5. CthulhuWiki 8
  6. dLG-Radio 39
  7. Filter zurücksetzen
Über den Artikel diskutieren 0 Antworten
  1. © 2015 Deutsche Lovecraft Gesellschaft
  2. Datenschutzerklärung
  3. Kontakt
  4. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™