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Lovecrafter Online – 076 – Lovecraft goes Manga: Der leuchtende Trapezoeder

  • Seanchui
  • 12. Juli 2021 um 12:00
  • 1.682 Mal gelesen
  • 0 Antworten

Gou Tanabes Manga-Adaptionen von Lovecrafts Werk waren bereits das eine oder andere Mal Thema im Lovecrafter Online. Doch da der Carlsen Verlag nicht müde wird, weitere Bände in Übersetzung herauszubringen, lohnt sich sicherlich ein weiterer Blick.

Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Inhalt
  2. Kritik
  3. Fazit

Gou Tanabe wurde 1975 in Tokyo geboren. Bereits seit 2004 adaptierte er Lovecrafts Werk – beginnend mit Der Außenseiter – als Manga und erhielt so immer größere, auch internationale Aufmerksamkeit. Natürlich zeichnet er auch für die vorliegende Adaption von Lovecrafts Werk in der Manga-Variante verantwortlich. Der Carlsen Verlag sorgt unter seinem Speziallabel Carlsen Manga! für die deutsche Lokalisation, in der bislang sechs Bände erschienen sind.

Inhalt

Entgegen des Titels ist nicht nur die Geschichte Der leuchtende Trapezoeder (The Haunter of the Dark) in diesem Band enthalten, sondern auch Tanabes Adaption der Kurzgeschichte Dagon. Dagon gilt als eine Art frühe Variante von Lovecrafts berühmtester Geschichte, Der Ruf des Cthulhu. In Dagon trifft der namenlose Protagonist – ein einsamer Kriegsflüchtling, der auf einem Ruderboot auf dem Meer treibt – plötzlich auf ein Eiland. Dieses scheint sich nachts aus dem Meer erhoben zu haben. Neugierig erkundet der Erzähler die Insel, nur um an einem finsteren Monolithen grausige Entdeckungen zu machen …

Wesentlich urbaner, doch nicht minder schrecklich, nimmt sich die zweite Geschichte Der leuchtende Trapezoeder aus. Der Klappentext verrät: „Robert Blake entdeckt in Providence ein verlassenes Kirchengemäuer. Trotz vieler Warnungen siegt seine Neugier und er versucht mehr über das Geheimnis des düsteren Gebäudes herauszufinden. Nach der Entdeckung eines schwach glimmenden Trapezoeders im Turmzimmer fühlt er, wie sich ihm langsam aber sicher etwas Unheilvolles nähert…“

Fans und Kennern von Lovecrafts Werk muss in dieser Stelle wohl keine weiteren Details verraten und allen Neulingen sei geraden, lieber die Geschichten zu lesen.

Kritik

Gou Tanabe versteht es nach wie vor meisterhaft, Lovecrafts Werk in ein neues Medium zu überführen. Die dezenten Änderungen an den Originalgeschichten sorgen dafür, dass sich die Geschichten wie für das Medium Comic geschaffen anfühlen. So kann Tanabe natürlich auf die oft weitschweifigen Beschreibungen des Autors aus Providence verzichten, sondern seitenweise einfach Bilder wirken lassen. Besonders auffällig sind dabei die großformatigen Panels, die oftmals eine ganze Doppelseite einnehmen. Diese dienen sowohl als Ruhepol für den Leser, breiten aber auch detailverliebt besondere Schlüsselszenen der jeweiligen Geschichte aus. Für den westlichen Leser angenehm vertraut stellt sich die Charakterzeichnung Gou Tanabes dar. Zwar sieht man den menschlichen Charakteren das Genre an, in dem Tanabe seine Geschichten ansiedelt. Auf die überdrehte Überzeichnung menschlicher Proportionen, die so oft Bestandteil von Mangas sind, verzichtet Tanabe jedoch ausnahmslos.

Worüber sich natürlich trefflich streiten lässt ist, ob es sinnvoll ist, die von Lovecraft so oft als unbeschreiblich dargestellten cthuloiden Schrecken in ein visuelles Medium wie einen Comic zu übertragen. Dies gelingt Tanabe zumeist hervorragend, da er auch in seinen Bildern oftmals darauf verzichtet, die Kreaturen des Mythos direkt darzustellen. Stattdessen erkennt man Details der Wesen, einzelne Extremitäten, einen Schatten oder auch nur ein Schimmern in der Luft. Die Ausnahme stellt hier die Geschichte Dagon dar, in welcher der titelgebende Gott der Tiefen Wesen sehr präsent dargestellt wird. Leider gelingt das nicht immer gut – in einem einzelnen Panel starrt Dagon höchst lächerlich direkt den Lesenden an. Aber das bleibt ein einzelner Ausrutscher und vermag den guten Gesamteindruck des Bandes kaum zu schmälern.

Fazit

Wer sich für eine visuelle Umsetzung von Lovecrafts Werk interessiert, kommt an Gou Tanabe kaum vorbei. Die Geschichten sind feinfühlig adaptiert und großartig illustriert. Insbesondere der hohe Detailreichtum zahlreicher Panels korrespondiert hervorragend mit Lovecrafts adjektivbeladener Schreibe. Empfehlenswert.

Der leuchtende Trapezoeder

Carlsen Manga! 2021

ISBN: 978-3551728296

Beim Verlag bestellen: https://www.carlsen.de/softcover/hp-lovecrafts-der-leuchtende-trapezoeder/978-3-551-72829-6

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