Beiträge von Alex

    Deine Einschätzung motiviert mich, es mit Machen erneut zu versuchen, ich bin nämlich mit ihm seinerzeit leider nicht so warm geworden. Gerade Die drei Häscher (die Kalka-Version aus den 90ern trägt den Titel Botschafter des Bösen) habe ich gar als relativ schwach empfunden. Ich werde es wohl wagen müssen! Ich weiß auch, dass unser Arkham Insider Axel ein großer Freund des Episodenromans ist.

    Nachdem ich mich aus Kostengründen zunächst gegen das Elfenbein-Gesamtwerk entscheiden musste liegt aktuell genau dieser Kalka-Band hier und ich glaube, ich habe bisher auch nur das "Siegel" und das "Pulver" in ihrer jeweiligen, entkoppelten, Anthologieversion gelesen, und das auf Englisch. Nie den ganzen Roman. Die Piper-Kladde scheint ja aber die gleiche Übersetzung, wie bei Elfenbein zu sein (?).


    Meins ist er nach knapp zwei Dritteln leider auch nicht wirklich. Ich mag Schnipsel der verschiedenen Schnipsel sehr, so vor allem das mal deutlichere, mal subtilere "Anklingen lassen" der Machenschen, nennen wir es mal "Anderswelt". Aber man wühlt sich schon durch sehr viel, auch repetetiven, Ballast für mein Empfinden. Dabei mag ich es eigentlich sehr, wenn eine Erzählung auf ihren schaurigen Kern langsam zu- und darum herumschlingert - tut der "Pan" ja auch, tun so viele wunderbare Geschichten. Aber hier... ich bin mir noch unsicher.

    Für mich persönlich hätten Leman/Branney ja einfach immer in genau dem Stil von "Call of Cthulhu" weitermachen können - der "Whisperer" war mir dann schon zu sehr mit digitaler Tricktechnik überfrachtet.


    Hoffen wir, dass sie ihr Talent ausreichend in den Farbtonfilm übertragen bekommen, und das "Besondere" erhalten bleibt. Der Trailer hatte für mich interessante Elemente und solche, bei denen ich skeptisch bin.

    Ich muss die Dokumentation auch wieder einmal anschauen.


    In meinem Bekanntenkreis hatte sich damals recht schnell etabliert, neben HPL auch übertrieben tief in CAS' Geschichten und deren Entstehungsbedingungen einzusteigen.


    Aber ich glaube, insbesondere für viele Deutschsprachige ist letzterer dennoch nur eine dieser "sekundären Nebenfiguren" aus "H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens". "The Emperor of Dreams" ist da ein wahrer Augenöffner.

    2016 — Unter der Regie von Jörg Buttgereit und Bodo Traber entsteht das Hörspiel Fungus – Pilz des Grauens, basierend auf der Geschichte „The Voice in the Night“, erweitert um einen japanischen Schauplatz und eine vom Original abweichende Figurenkonstellation. Ausstrahlungen 2016 vom WDR und 2017 vom Deutschlandfunk.


    Ist seit einem Monat jetzt wieder beim WDR verfügbar. :)

    Hörspiel "Fungus - Pilz des Grauens" von Jörg Buttgereit und Bodo Traber
    Das erste gemeinsame Hörspielprojekt der Horror-Ikonen Buttgereit und Traber: Tokio im Ausnahmezustand – Sirenen heulen über der Stadt. Die Bevölkerung wird…
    www1.wdr.de


    Ich kenne diese Geschichte vom Hope Hodgson leider noch nicht. Ich vermute, das Hörspiel ist ganz, ganz weit davon entfernt. Aber eine sehr schöne, hochwertige Produktion mit u.a. Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Joachim Kerzel (Anthony Hopkins) und dem unverkennbaren Buttgereit-Flair. Für den nächsten Sonntagabend auf der Couch oder so. :)

    LG

    Sind die Elfenbein-Machenbände denn generell zu empfehlen? In deutscher Sprache habe ich nur vor Urzeiten mal eine der alten Suhrkamp-Kladden gelesen, die ich ansich heiß und innig liebe, aber ich erinnere mich null an die Übersetzung.

    In englischer Sprache empfehle ich immer den aktuellen Band der Oxford University Press zum Einstieg, da hübsch, leicht verfügbar, günstig und immerhin mittelguter Kommentarapparat.


    Zum Thema: Horacio Quiroga - Weißer Herzstillstand. Erzählungen. Auch Suhrkamp. Wundervoll.

    Wir haben es die Tage mal angetestet und eigentlich nur ob des absurd unbeholfenen Skripts gelacht.


    Immerhin hat es Spaß gemacht, sich anzuschauen, wie in der hakeligen Grafik der Totengräber mit dem Brieföffner(!) reihenweise Feinde plump erschlug(!). Aber wohl die falsche Art von Spaß, auf die Qualität des Spiels bezogen.

    Je nachdem, wie viel ihr ausgeben möchtet, kann man natürlich wärmstens die H.P.L. Historical Society mit ihren (teilweise fürs Rollenspiel gedachten, jedoch sicher auch als Deko gut aussehenden) Props empfehlen: https://store.hplhs.org/collections/games-props?page=1

    Uneingeschränkt unterstützenswert, mit Zoll und dem ganzen Geraffel muss man das aber natürlich selbst wissen.


    Ansonsten gibts natürlich heutzutage auch ungefähr jeden Quatsch an Merchandise, wenn man bei einschlägigen Portalen nur mal "Cthulhu" eingibt.


    Was alte Möbel, Obskuritäten usw. angeht, bleibt Stöbern bei Ebay Kleinanzeigen natürlich unschlagbar.

    Ich empfand "The Beach House" leider auch eher als Negativbeispiel dafür, dass man "lovecraftsche Schablonen" oft viel zu leichtfertig als Ausrede nimmt, mit beliebigen Darstellungen fremdartigen Krimskrams´ direkt "kosmisch" zu sein. Was ja tierisch im Trend ist, liest man gängige Horrorfilmmedien.

    Die "Farbe"-Bearbeitungen "Annihilation" und "Color Out of Space" mit Cage sind tonal natürlich ganz anders als die Erzählung. An ersterem mag ich viel von dem animierten Computerwischiwaschi auch nicht. Aber sie machen sich schon viele Gedanken, die durchaus irgendwo den "kosmischen" Kern der Mythos-Erzählungen berühren, wenn auch publikumsorientiert und irgendwo optimistischer. Sie sind viel teurer und aufwändiger als "The Beach House", der Vergleich ist unfair - aber das ändert nichts daran, dass es bei letzterem einfach für mich nicht "reicht".


    Der absolut hinreißende "The Endless", sogar noch optimistischer als Genannte und irgendwo ein echt herziger und netter Familienfilm, hat in jüngerer Vergangenheit gezeigt, dass es das Budget nicht braucht. Von den tollen, supernerdigen Special Interest-Adaptionen von Wu und der Lovecraft Society ganz zu schweigen.

    Hallo,

    ich lasse hier einmal den Hinweis auf eine feine, kleine, "weirde" Geschichte des polnisch-amerikanischen Literaturprofessors und Schriftstellers Victor Contoski da: "Von Goom's Gambit" (1966). Es geht hier um einen Schachspieler, dessen Spezialmanöver die Muster von Raum und Zeit zu verzerren scheinen und unerklärliches Grauen bei seinen Gegnern auslösen.


    Mir fiel beim Umzug der deutsche TERRA FANTASY Band 69: "Die Werwölfin" in die Hand, wo diese Erzählung abgedruckt ist. Ich mag sie sehr gerne.

    Das englischssprachige Original findet ihr in FANTASY & SCIENCE FICTION, Dezember 1966.

    Hier bei Archive.org!

    Sehr schade, überaus talentierter Autor und Regisseur und - obwohl man seine Filme halt mögen kann oder nicht - guter Lovecraftkenner.

    So vor ca. 5 Jahren hatte er sich noch zu Projekten in seiner Pipeline geäußert, da ist wohl nichts mehr draus geworden.


    Am bemerkenswertesten finde ich vermutlich, wie viele transgressive Motive From Beyond ein Jahr vor Hellraiser diesem bereits vorweg nahm. Mein Favorit ist darüber hinaus wohl der (eher Gordon-untypische) Castle Freak.

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    Ich finds sehr geil, erinnert etwas an so alte Hawkwind-Albencover. :D

    Ich kenne die Insel/suhrkamp-texte nicht, kann aber sagen, dass mir bei Festa die Sprache sehr gefallen hat und auch (ohne vergleichen zu können) farbenfroh wirkte.

    Ja, ist auch meine Meinung dazu. Kann ich empfehlen und fand die Sprache gut getroffen.


    Mein Problem mit den Festa-Hardcoverteilen ist eher, dass ich sie furchtbar hässlich finde und es mir immer sauer aufstößt, wenn Autoren wie CAS ganz bewusst in den Schatten Lovecrafts gestellt werden, indem man sie in dieser "H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens"-Reihe kuratiert.


    Aber naja, solange es einem fähigen Verlag dabei hilft so etwas überhaupt auf Deutsch rausbringen und Einnahmen damit machen zu können will ich mich nicht weiter beschweren.

    Habe den Streifen heute endlich sichten können und war erstaunt, wie bodenständig der eigentlich erzählt ist.

    Hat mit Mandy wirklich wenig zu tun, es sei denn, man findet alles mit Nicolas Cage gleich.


    Tatsächlich haut Color weder in Sachen Monsteraction übertrieben auf den Putz noch bemüht er sich um eine Psychologisierung die mehr als nötig im Vordergrund stehen würde. Er ist einfach eine bodenständige Horrorstory mit einigen unnötigen, aber auch vielen schönen Momenten.


    Zur Geschichte Lovecrafts verhält er sich ungefär so wie Guillermo del Toros Hellboy-Filme zur Comicbuchvorlage: Er ist eher eine Bearbeitung des Stoffes aus Stanleys eigener Perspektive (vor allem ganz stark in Lavinia präsent), mit haufenweise Nicht-Lovecraft-, sondern eben Stanley-Momenten.

    Mir gefiel das sehr gut.

    Ja, leider nur als sehr limitierter Kinorelease. :(


    Ansonsten als früheste Möglichkeit ab dem 25.02. über Amazon US als englischsprachiger Stream.

    Und ab dem 26.03. über Koch Media fürs deutsche Heimkino, u.a. in einer noblen Edition für rund 90 Euro, in der auch The Curse, Die, Monster Die, und Die Farbe (von Huan Vu) als Bonusfilme dabei sind. Quasi ein Kompendium verschiedener Verfilmungen der Lovecraft-Geschichte.

    Tigers Are Not Afraid und Sweetheart kann ich auch wärmstes empfehlen, die fliegen leider etwas unter dem Radar (wie Hagazussa, mit dem ich selbst allerdings leider trotz toller Grundprämissen meine Probleme hatte).


    Ersterer ist ein überraschend berührendes mexikanisches Schauermärchen im Stile der früheren Del Toros (v.a. natürlich The Devils Backbone), das mit wirklich guten Kinderdarstellern auftrumpft.

    Zweiterer ist ein quantitativ sehr reduzierter Survivalthriller rund um eine junge Frau, die auf einer einsamen Insel strandet und sich einem gruseligen Meereswesen stellen muss. Empfand ich als tollen Kontrast zur Überdrehtheit und Überladenheit vieler anderer Monsterfilme. Besagte Kreatur ist auch optisch wirklich gut gemacht, damit stehen und fallen solche Filme ja oft.


    Ansonsten sind die Kracher wie Us, Midsommar und The Lighthouse (wenn auch nicht in der Liste - evtl. nicht als "Horror" gezählt?) natürlich sowieso eine Sichtung wert, wenn auch vor allem zu ersteren beiden ja wirklich viel diskutiert wird.


    Mein Horrorhighlight 2019 war vermutlich The Nightingale, wobei sich da natürlich auch wieder viel streiten lässt, ob er jetzt "Rachethriller", "Abenteuerfilm" oder "Horror" ist.

    Zitat

    “I’m pleased to say that SpectreVision has basically greenlit two more Lovecraft adaptations, and I’m currently prepping my new adaptation of ‘The Dunwich Horror,’ ” Stanley tells us. “It will be set in the same milieu as COLOR OUT OF SPACE, in a near-future, disaster-struck Arkham County. Hopefully, we’ll be able to get that before the cameras this winter.”


    https://rue-morgue.com/exclusi…land-of-dr-moreau-series/


    Ich warte noch sehnsüchtig darauf, "Color" überhaupt erstmal zu sehen und kann mich daher leider noch nicht äußern, wie viel oder wenig mich das freut.

    . . . und einen Trailer gibts jetzt auch:


    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Ein Kollege hat den Film auch auf dem /slash-Festival in Wien bereits gesehen und wusste ihn durchaus zu schätzen.


    Ruhige Untertöne oder subtiles, schleichendes Grauen schlage er jedoch kaum an, sondern ist wohl genau so aufgedreht wie man bei Cage und dem Produktionsteam schon vermuten würde. Muss am Ende jede/-r draus machen was sie/er möchte, ich bleibe gespannt.

    Ich werde wohl auch noch einmal reingehen.
    Der 170minütige Director's Cut erscheint außerdem bereits am 28.10. in Großbritannien auf DVD und Blu-ray - wir in Deutschland waren ja mit dem Kinorelease echt spät dran - so dass man dann auch bald in den Genuss der erweiterten Fassung kommen kann.


    Hier habe ich meine (dank grippalem Zustand etwas wirren) Gedanken zu Midsommar niedergetippt.