Beiträge von Berenice van Buren

    Interessante Frage, hat aber auch etwas Fangfragenmäßiges für mich, das den leicht formulierten Anspruch impliziert, dass man sich ja neuerdings immer von etwas distanzieren muss.


    Teilweise gibt der Artikel m.E.n. bereits einen Hinweis hierauf. Lovecraft und seine Texte sind unglaublich präsent und dies einfach aufgrund einer begrifflichen Distanzierung zu verneinen, den ohnehin weiten Fokus des Vereins - der kein Forschungsverein ist, sondern bewusst ein sehr breites Publikum ansprechen möchte - einzuschränken, würde gleichsam der Popularisierung dieses brisanten Themas entgegen wirken. Denn dann erreichen wir nicht so viele.


    Einerseits ist der Verein keine "Gesellschaft zur Erforschung", denn dann würde der Fokus ganz anders aussehen. Dann wäre es eine akademische Gesellschaft. Andererseits, "Kult des Cthulhu" wäre sicher möglich gewesen, würde aber andererseits wieder eine viel zu undifferenzierte Wahrnehmung des Ganzen implizieren. Denn dann ginge es 1. explizit um Cthuhlhu, 2. explizit und ausschließlich um Lovecrafts Werk (und den engen Kreis des Cthulhuiden in der Nachfolge) 3. hätte mir das etwas zu sehr "Spielerisches", das ausklammert, dass man sich auch differenziert und ernst damit beschäftigen kann.


    Würde sich die Deutsche Lovecraft-Gesellschaft nicht so nennen, würde es eine andere tun, womit wir einerseits die 'Fäden aus der Hand' geben würden, andererseits ein viel eingeschränkteres und exklusiveres Publikum ansprechen würden, um Themen um weird fiction, cosmic horror und ja, auch Rassismus zu kommunizieren. Ein Deutscher Kult des Cthulhu oder eine Gesellschaft zur Erforschung ... kann in meiner Ansicht immer nur eine untergeordnete Gruppe eines viel weiter gefassten Organismus der dLG sein.


    Außerdem hat vieles auch mit dem Magnetismus zu tuzn, den HPL ausstrahlt, sowohl als Person, als auch als Autor oder Figur einer globalen kulturellen Identifikation. Hierzu fällt mir aber gerade nix Schmissiges ein.

    Ich möchte das Thema (und auch mich) nicht größer machen, als es ist. Wie ich das jetzt lese besteht kein Bedarf für eine weitere Befassung - völlig in Ordnung. Einem eigenen Text wäre ich wohl auch kaum akademisch gewachsen - aber danke für den Vorschlag.

    Es ist wohl nicht so, dass man das Thema nicht 'zu groß' machen kann. ich sehe hier einen motivierten und sehr gut fundierten Beitrag für eine weitere Auseinandersetzung. Und für diesen bin ich dankbar.

    Einem eigenen Text wäre ich wohl auch kaum akademisch gewachsen - aber danke für den Vorschlag.

    Die Angst kann ich durchaus nachvollziehen, doch wisse, dass der Verein ja nicht nur zum Fordern da ist, sondern vor allem auch zum Unterstützen. Niemand fordert einen akademischen Beitrag von professoralem Niveau (das kriegen wir wohl alle nicht hin), zumal dieser wohl auch kaum für die Majorität der VereinsmitlgiederInnen lesbar wäre. Wichtig ist, dass wir darüber sprechen, das reflektieren, was wir lesen, Publikationsfähiges an die Öffentlichkeit bringen (und das können auch Gedanken sein, Anmerkungen, die unterhalb der Zitationslinie auf ihre Genese aus einem offenen Gespräch heraus verweisen) und nicht zuletzt an den Fragen wachsen, die wir uns stellen.

    Wie wäre es zu dem Thema mit einem kleinen „opinion piece“?

    Ein Beitrag zur Diskussion also...? ;) Durchaus ein Format, das man in Zukunft weiterspinnen kann.


    In jedem Fall: Danke für die Anregungen und das Weiterdenken.

    Ich melde mich.

    Habe pünktlich zu Pandemiebeginn auch meine erste Novelle veröffentlichen dürfen, die leider aber so schlecht lief, dass sie nach zwei Jahren wieder aus dem Programm genommen wurde. :(

    Nichtsdestotrotz habe ich noch einige Projekte, die ich gerne in einem Sammelband unterbringen würde.

    Auch schwebt mir die Idee nach einer Halloween-Lesung in einem kleinem Spielort vor, in dessen Verein ich tätig bin.

    Wenn sich aus dem AutorInnen-Austausch auch eine Lesungs-Vernetzung ergeben würde, gemeinsame Projektplanung etc., fände ich das super.

    Ich würde es auch bevorzugen, sich bei einem Termin auf eine gute Auswahl zu fokussieren und dann wiederum zu neuem Stoff überzugehen. Wir könnten vorab Vorschläge sammeln und schauen, ob wir uns auf eine Auswahl einigen können.


    Ich habe das Buch leider noch nicht, nach längerer Wartezeit hat mein Buchhändler die Bestellung gestern storniert ("wegen Brexit").

    Heyho. Ich glaube, ich kann es dir als PDF zukommen lassen. Hab da so meine 'PappenheimerInnen'. ;)