Joshi: H. P. Lovecraft. Leben und Werk 1

  • Ich habe noch kein Thema dazu gefunden und hoffe mal, dass es nicht daran liegt, dass ich mich mit der Suchfunktion des Forums noch nicht ausreichend vertraut gemacht habe.


    Das ist ein schönes Buch und ich freue mich, dass es endlich auf deutsch vorliegt. Besonders nach der langen Ankündigungszeit. Ich finde es auch sehr spannend und hatte es ziemlich schnell durch. Ich freue mich auf die Fortsetzung und hoffe auf der einen Seite, dass diese nicht zu lange auf sich warten lässt. Andererseits hatte man es beim ersten Teil, trotz der langen Zeit zwischen der ersten Ankündigung und der tatsächlichen Veröffentlichung, wohl etwas zu eilig. Das Buch ist gespickt mit Tippfehlern, das ist nicht mehr feierlich!

  • Zunächst vielen Dank für deine Einschätzung. Ich werde mir den Schinken wohl Ende des Monats zulegen.



    Andererseits hatte man es beim ersten Teil, trotz der langen Zeit zwischen der ersten Ankündigung und der tatsächlichen Veröffentlichung, wohl etwas zu eilig. Das Buch ist gespickt mit Tippfehlern, das ist nicht mehr feierlich!


    Puh, das ist nicht gut. Ein schlechtes Lektorat ist auf die Dauer sehr anstrengend für den Leser.

  • Ich fand es eher irritierend als anstrengend. Es gibt auch mal seitenlang keine Fehler, aber dann wieder mehrere auf einer Seite. Manchmal sind es auch nur fehlende Klammern (bei ein paar Fußnoten fehlt die schließende Klammer). Dem Gefühl nach würde ich aber schon sagen, dass da im Durchschnitt alle drei Seiten ein Fehler ist.


    EDIT:


    Ich sehe gerade, dass mein Händler soeben meine Rezension veröffentlicht hat.

  • Schöne Besprechung, die Lust auf das Buch macht. Man kann gerade in der Tat von einer gewissen "Lovecraft-Mania" sprechen, publizistisch und medial geht in den letzten 12-18 Monaten wirklich viel.


    Joshi hat ja gerade, wenn ich das richtig gelesen habe, mal wieder ordentlich zugelangt, indem er Brian Keene und dessen Fähigkeiten als Autor abkanzelte.

  • Das habe ich nicht mitbekommen. In der Regel trifft Joshi meinen Geschmack ganz gut. Insofern bin ich da meistens gelassen. Ich kenne von Keene nur "Die Wurmgötter". Das hat mir leider gar nicht gefallen. Aber er ist schon ein alter Zankapfel, der Gute.

  • Ich mag Joshi auch, und seine polemische Art ist oft auch recht humorig. Dezente Unsachlichkeit ist da zum Teil schon gegeben, liegt aber wohl bei solchen Äußerungen auch in der Natur der Sache und muss bei einem leidenschaftlichen verbalen Schlagabtausch entsprechend genommen werden können. Von Keene kenne ich gar nichts, auch seine Replik auf Joshi habe ich nicht recherchiert.

  • Sooo, mein englisches Buch ist endlich angekommen.


    Wollen wir die Dezember Lese/Diskussionsrunde angehen?
    Ganz locker? Einer eröffnet ein Thema zu Kapitel X und dann quatschen wir? Oder andere Ideen?

    “It is good to be a cynic — it is better to be a contented cat — and it is best not to exist at all.” :kohleziege:


  • Gestern erschien ein neuer Post auf Joshis Blog, worin er auch die deutsche Publikation und den Text aus dem Tagesspiegel zur Kenntnis nimmt:


    http://stjoshi.org/news.html


    Er kündigt dort auch seinen Rückzug aus dem aktiven Geschäft an sowie die Publikation seiner Biographie What Is Anything? Memoirs of a Life in Lovecraft.


    Hat mir die Grippe das Hirn vernebelt? Er sagt doch das Gegenteil. Er hatte das doch nur geschrieben um seinen "Joshi-Humor" zu betreiben.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • Ich lese Joshis Text so, dass er sagt: Letztes mal habe ich meine Rente angekündigt. Freunde waren traurig, Feinde waren erfreut. Aber anscheinend habt ihr nicht verstanden, das das ja quatsch ist. Er sagt ja selbst am 1.Dec. "was meant as a joke, pure and simple!"

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • Der Klinger wurde ja recht kontrovers und angeregt diskutiert, aber wie ist die Übersetzung des ersten Joshi-Bandes angekommen? Auf facebook habe ich versucht, eine Rückmeldungswelle anzustoßen, bisher kam leider nur der folgende Kommentar des Users Julien Rich:

    Zitat

    Habe das Buch schon seit längerem im Regal stehen, kam aber noch nicht zum Lesen. Die deutsche Übersetzung soll wohl nicht so gelungen sein, habe ich gehört.


    Ich habe den Band zu Weihnachten geschenkt bekommen, konnte bisher mit der Lektüre aber leider noch nicht beginnen. Hat aus dem Forum jemand mehr zu sagen?

  • Zur deutschen Version kann ich nichts sagen, aber die englische ist zu Recht DAS Standardwerk zu HPL. Gewissenhafter und transparenter wurde bisher nirgends gearbeitet und die Menge des gesichteten Materials ist ehrfurchtgebietend.

    “I couldn’t live a week without a private library – indeed, I’d part with all my furniture and squat and sleep on the floor before I’d let go of the 1500 or so books I possess.”
    H.P. Lovecraft in einem Brief vom 25. Februar/1. März 1929 an Woodburn Harris
  • Herr Kuhrs "letzte Zeit" zieht sich aber ganz schön in die Vergangenheit, EP und Festa sind doch schon recht lang an der Sache dran. Eine Ballung kann man daher vielleicht für die letzten 1,5 Jahre konstatieren.


    Ich stecke noch mitten in der Lektüre (ca. 230 Seiten), bin aber sehr angetan von Joshis Arbeit und Stil. Das Lektorat hätte zwar wirklich etwas sorgfältiger sein dürfen, aber insgesamt finde ich es bislang noch verzeihlich eingedenk des immensen Aufwands eines eher kleinen Verlages. Die Kritik Herrn Kuhrs, Joshi würde ständig "seine Meinung sagen" kann ich in der Form nicht teilen. Er ist seinem Subjekt Lovecraft positiv zugetan, das spürt man in der Tendenz, ist aber bei einer solchen Arbeit wohl normal. Er spart an diversen Stellen dennoch nicht mit Kritik an Lovecraft und setzt dessen Verhalten in vernünftige Relationen. Er spekuliert an vielen Stellen, wo er es muss, weil keine weiteren Informationen vorliegen. Auch das ist aber völlig legitim und keineswegs eine wie auch immer geartete Neutralitätspflicht verletzend, denn Joshi plaudert an diesen (klar erkennbaren) Stellen nicht ins Blaue hinein, sondern er wägt Optionen anhand vorliegender Gegebenheiten und Aussagen ab, diskutiert die Möglichkeiten und leitet ab. Wo er dies nicht vermag, sagt er es klipp und klar. Ich sehe nicht, wieso ein solches Vorgehen als "Meinungsmache" kritisiert werden sollte. Aber vielleicht kommen auch noch andere Stellen, die ich noch nicht kenne. Bisher bietet das Buch eine absolut vorzüglich Lektüre.

  • Ich spiele mit dem Gedanken, die deutsche Fassung zu lesen. Ich spiele aber noch mit dem Gedanken, die weit preiswertere E-Book-Fassung zu kaufen. Deswegen meine Frage an diejenigen, die das Werk bereits (an)gelesen haben: Ist es so bildgewaltig, dass es als E-Book eher schlecht abschneidet? Ist es als Druckfassung weit besser zu lesen? Oder besteht es weitestgehend aus Text anstatt aus Listen und Bildern?

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