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Unter dem Blutmond – ein Conbericht von „Die Nacht“

  • Ulf
  • 15. Dezember 2025 um 12:00
  • 225 Mal gelesen
  • 0 Antworten

Rund 60 Spielende, ein Dutzend erfahrene Spielleitungen und Szenarien, ein Motto – das ist „Die Nacht“, Hamburgs jährliche Horror-Rollenspiel-Convention. Autor Ulf war erstmals dabei und hat überlebt, um davon zu berichten.

Der Autor dieser Zeilen bekennt: Er war noch nie auf einer exklusiven, das heißt reinen Einladungsconvention, wie etwa dem „Alpengrauen“, das dem Hörensagen nach irgendwo tief im Süden stattfinden soll. Allerdings nicht aus einem Mangel an Interesse, sondern an Gelegenheiten. Das sollte sich erst ändern, als sich während der dLG-Standbetreuung auf der NordCon die Möglichkeit ergab, auf die Gästeliste von Die Nacht zu kommen. Diese jährliche Rollenspielconvention wird zu Beginn der dunklen Jahreszeit vom Verein „Die Loge“ veranstaltet, der auch die NordCon mitorganisiert.

Doch Die Nacht ist kein solches Großevent. Hier geht es laut den Worten der Veranstalter auf deren Webseite darum, „in stilvollem Ambiente eine Nacht des Horrors zu erleben“. Etwa ein Dutzend hochkarätige Spielleiter:innen bieten für ca. 60 Spielende zu einem jährlich wechselnden Motto Horror-Szenarien an, die vom Abend bis in die frühen Morgenstunden dauern – mit anschließendem Frühstück. Ein gefundenes Fressen für unter anRUFungs-Entzug leidende dLG-Mitglieder! Und so fand sich der Autor an einem Samstagabend Ende November an einer Hamburger Schule ein, um unter dem „Blutmond“ (das diesjährige Con-Motto) hoffentlich grauenvolle Spielstunden zu verbringen.

Dort hat die Orga das versprochene stilvolle Ambiente bereits hergestellt. Zu den verwendeten Mitteln gehören Abdunklung, farbig abgeklebte Lampen, Kerzenlicht und einige Props. Besonders ins Auge fallen zwei Grabsteine für H.P. Lovecraft und Edgar Allan Poe. Doch auch die überall angebrachten Plakate vergangener Nächte wissen zu begeistern. Und das sind nicht Wenige, denn die diesjährige Nacht ist bereits die 29. ihrer Art. Erik von der Orga verrät im Gespräch, dass die erste Nacht bereits 1994 stattfand und zu den ältesten Events der Loge e.V. zählt. Durch die Corona-Pandemie musste die Convention mehrmals entfallen, deshalb feiert die Nacht erst 2026 dreißigjähriges Jubiläum. In dieser langen Zeit haben sich bewährte Abläufe und Rituale entwickelt, insbesondere was die Rundenvorstellung und Auswahl angeht.

Zuerst haben die anwesenden Spieler:innen die Möglichkeit, Aushänge der angebotenen Runden zu studieren und Socialising zu betreiben. Der Autor tut nicht nur das, sondern nutzt die Chance ein paar Lovecrafter-Minis zu verteilen und auszulegen – schließlich ist man nicht nur privat hier. Die angebotenen Horror-Szenarien reichen dabei von klassischen Cthulhu-Runden über Kult bis hin zu exotischeren Settings wie Conan („Black Lotus Bloom“) oder Cyberpunk („Wolfsspuren“). Einige Zeit später wird einer der Räume abgedunkelt und die Spielleitungen stellen, anmoderiert von der stilvoll in eine Mönchskutte gekleideten Orga, sich und ihre angebotenen Szenarien noch einmal persönlich vor.

Schnell sind einige persönliche Favoriten gefunden, aber in welcher Reihenfolge man sich für die Runden eintragen kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Beim Eintritt hat man eine zufällig ausgewählte nummerierte Tonscherbe erhalten. Die des Autors trägt unglücklicherweise die Nummer 53, aber Gott sei Dank entscheidet nicht das Losglück allein. Die Inhaber der ersten und letzten fünf Scherben bilden jeweils ein Team und treten traditionell in einem kurzen Wettbewerb gegeneinander an, um festzulegen, ob in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge mit der Auswahl begonnen wird. Diesmal ist es ein kurzes Quiz, dessen Fragen sich passend zum Motto alle um den Mond drehen.

Der Autor hat Glück: „Sein“ Team gewinnt und er ist somit unter den ersten Zehn, die sich für ihre Wunschrunde eintragen dürfen. Und seine Wahl, „Eisiges Klopfen“ wird von niemand Anderem geleitet als Thomas „Tom“ Finn. Über Toms Rolle als DSA- und Cthulhu-Urgestein sollen hier nur wenige Worte verloren werden. Ausführliche Infos über ihn und sein Schaffen findet ihr auf Thomas Finns Webseite. Das von ihm verfasste „Tempus Fugit“ gehört zu Recht zu den klassischen deutschen Cthulhu-Szenarien und ein weiteres seiner Werke spielt auch in der Rollenspiel-Biographie des Autors eine wichtige Rolle. Toms „Fluch des Siebten Mondschattens“ aus dem längst vergriffenen Wales-Band war das erste deutsche Cthulhu-Abenteuer mit dem der Autor sich vor Urzeiten als Horror-Spielleitung versuchte. Heutzutage verdient Tom sein Geld jedoch als Romanautor in den Genres Fantasy und Horror. Er leitet zwar weiterhin auf Conventions oder für professionelle Let’s Plays, aber veröffentlicht die von ihm entworfenen Szenarien in der Regel leider nicht mehr.

Das ist ein Jammer, denn die um 22:30 endlich beginnende Runde „Eisiges Klopfen“ zeigt, dass Tom mehr denn je tolle Horror-Szenarien verfasst. Im Kanada der Gegenwart gehen fünf ehemalige Schüler:innen eines abgelegenen Resozialisierungsheims ihren verdrängten Erinnerungen an die Schließung der Institution auf den Grund und kehren an den Ort ihrer Pein (und Schuld) zurück. Viel mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, aber das Szenario beschreitet mit seinem mythologischen Hintergrund noch wenig ausgetretene Pfade und bietet dank gut ausgearbeiteter und aufeinander abgestimmter Charaktere Raum zu interessantem Charakterspiel und überraschenden Erkenntnissen. Es liegt also nicht am Szenario oder einem Mangel an Horror, sondern an den vorgerückten Nachtstunden, dass der Autor mehrfach mit dem Schlaf zu kämpfen hat. Dank frischer Luft und Wahrnehmung einiger der stündlich angebotenen Sandwich-Pausen triumphiert um 5:30 schließlich doch das Gute – oder tut es das wirklich?!

Der Autor verzichtet im Anschluss auf das noch angebotene Frühstücksbüffet und begibt sich durch die allmählich wiedererwachende Großstadt zufrieden, aber übermüdet nach Hause. Im Kopf schwirrende Gedanken rund um Hände, die in abgelegenen Resozialisierungsheimen an kalte Spiegel klopfen, aber auch um Kooperationsmöglichkeiten. Hat nicht auch die dLG hochkarätige Spielleiter:innen und mit FHTAGN ein Horrorsystem und -setting das Die Nacht bereichern könnte? Und wie ließe sich Tom dazu bewegen, auch einmal für FHTAGN zu veröffentlichen? Doch das sind Fragen für einen anderen Tag – oder eine andere Nacht…

              

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