Howard Phillips Lovecraft und das geheimnisvolle Necronomicon

  • Ich bin unsicher, was ich von dem Artikel halten soll. Abschnitte wie dieser scheinen auf Schwurbel zu deuten:


    Zitat


    Zahlreiche Historiker und Literaturkritiker haben sich angestrengt bemüht, das sagenumwobene Necronomicon als Ausgeburt von Lovecrafts lebhafter Phantasie darzustellen. Dennoch fand dieses Werk seinen festen Platz in der okkulten Literatur. [...] Dieses verbotene Buch scheint das Symbol für ein ebenso uraltes wie erschreckendes Wissen zu sein, von dem Lovecraft Kenntnis erhalten hatte.

    Andererseits kenne ich das Magazin überhaupt nicht, könnte also auch Satire sein.


    Interessant ist in jedem Fall, dass mit Giorgio Manelli mal ein exotischerer Name aus der Sekundärliteratur auftaucht (auch wenn die Aussage des Zitats komplett widerlegt ist).


    https://www.tabularasamagazin.…eimnisvolle-necronomicon/

  • Wenn man sich das Magazin so anschaut, sieht das nach Verschwörungstheorie aus. Sehr merkwürdig auch der Artikel zu den Kristallschädeln. Das Magazin mischt irgendwie seltsame Themen (und wurde seltsamerweise auch schon von Hans-Georg Maaßen zitiert).

    Am Rande: Es ist ja irgendwie süß, dass Leute das Necronomicon für historisch halten (und spielt ja auch Lovecrafts Ästhetik in die Hände), aber ...

  • Es gibt ja immer wieder Leute die das hartnäckig behaupten...und solche die das "Original-Necronomicon" verkaufen. Ich weiß nicht mehr genau wo, aber in irgendeinem Brief hat HPL doch sogar mal klar und deutlich konstatiert, dass das Buch rein fiktiv ist. Die Literaten hier wissen sicher wo das steht. 8o

  • Es gibt ja immer wieder Leute die das hartnäckig behaupten...und solche die das "Original-Necronomicon" verkaufen. Ich weiß nicht mehr genau wo, aber in irgendeinem Brief hat HPL doch sogar mal klar und deutlich konstatiert, dass das Buch rein fiktiv ist. Die Literaten hier wissen sicher wo das steht. 8o

    In mehreren Briefen an Howard und Robert Bloch steht das mindestens. Scheinbar war seine Erzählung so effektiv, dass er in den frühen 30er Jahren oft klarstellen musste, dass er der Erfinder ist. Soweit ich das prüfen konnte, scheint Al-Azif im Übrigen auch falsches Arabisch zu sein. Spätestens das wäre dann ja der Punkt, wo man das heute bemerken könnte.


    Extrem interessant finde ich aber den Brief, wo er betont auf den horrorstiftenden Charakter des fiktiven Theaterstücks bei in Robert W. Chambers' "The King In Yellow" eingeht. Also, dass Chambers ein fiktives Werk geschaffen hat, welches angeblich schon von seinen Zeitgenossen für echt gehalten wurde. (Auch wenn ich für Letzteres noch keine Quelle finden konnte.) Das scheint ihn ja beeindruckt zu haben. Und mit dem Necronomicon ist ihm in dieser Hinsicht ja etwas Ähnliches gelungen. Will sagen: Solche Leute sind dann ja immerhin ein Beleg dafür, dass Lovecrafts ästhetisches Konzept aufgegangen ist. :)

  • Beim Al Azif weiß ich es jetzt nicht, aber Yoshi geht in den Anmerkungen zum Necronomicon auch auf das fehlerhafte Arabisch des namens Abdul Alhazred ein. Aber gut, wenn man sich das als Fünfjähriger ausdenkt. ;) Erinnert mich immer an "Der Wurm Ourouborous" von Eric R. Eddison, dessen Hauptfiguren auch verrückte Namen wie "Lord Spitfire" oder "Goldry Bluzco" haben, weil es sich die grundlegende Story an Kind ausgedacht hat. Auch wenn die Meinungen über das Buch auseinander gehen. Ich mag es. :)

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