Beiträge von Nils

    Ich möchte zu Stefans hervorragenden Notizen noch hinzufügen, dass ich den Roman abgebrochen habe aus Gründen der Langeweile und mich - mit HPL - an Zusammenfassungen aus Sekundärwerken gehalten habe, um mir den Inhalt und die wesentlichen Strukturmerkmale draufzuschaffen. Das geht in diesem Fall durchaus, da die literarisch Qualität aus heutiger Sicht lässlich ist, wenngleich sie ja auf der geschmacklichen Ebene dann durchaus den einen oder die andere unterhalten konnte. Mehrere Möglichkeiten also, sich der Sache zu nähern (geht nicht immer, wie ich behaupten würde; manche Romane muss man schon durchackern).


    Mein persönlicher Gedanke dazu war, dass mir ggf. die Lust am klassischen Schauerroman dadurch genommen ist, dass ich mit Poe und Hoffmann aufgewachsen bin.


    Ich habe mir die Weird Women jetzt einfach mal bestellt! Bevor wir hier zu arg in einen Scheinkonsens kommen: Gibt es vehemente Gegenstimmen?

    Sorry, ich hatte die Sache aus dem Blick verloren. Ja, ich finde die Idee auch gut. Unterstütze auch den Vorschlag, einen Stichtag zu setzen und dann abzustimmen.


    P. S.: Ach, Mist! Wir hätten den Buchclub mal bei der MV erwähnen können. Vergessen!

    Schöne Sache! Sogar mit korrekt geschriebenem Vereinskürzel. :D


    Der Anfrage verdanke ich die Erkenntnis, dass das Heft noch existiert. Ich meine, ich habe das schon in früher Jugend am Bahnhof kaufen können. Und ob man es glauben mag oder nicht: Mir ist bisher überhaupt nicht aufgefallen, dass Axel und Mario denselben Nachnamen haben. :D

    Zitat

    Wusste doch schon der Meister des kosmischen Grauens, H.P. Lovecraft, in seiner 1932 verfassten Erzählung „The Horror in the Museum“ (die so gruselig war, dass er sie einer Schauerschriftstellerkollegin abtrat, die sie dann unter ihrem Namen veröffentlichte) Gänsehaut zu erzeugen mit dem bloßen Satz: „Der Hauptsaal des Museums lag in gespenstischer Verlassenheit da.“ Kurz darauf gefolgt von: „Aber die Einsamkeit an diesem Ort war schrecklich.“


    https://www.faz.net/aktuell/fe…umsschatzes-17204264.html

    Ich habe gerade noch mal in meinem Regal gewühlt und mich an die Le-Fanu-Ausgaben der Wordsworth-Edition erinnert (aus der Reihe Tales of Mystery & The Supernatural). Es handelt sich um In a Glass Darkly (mit Einführung von David Stuart Davies) und um Madam Crowl's Ghost & Other Stories (mit Einführung von M. R. James). Ich könnte mir denken, dass man diese Ausgaben auch elektronisch findet.


    Ansonsten würde ich die Chance nutzen, um für das alte aber nach wie vor hervorragende Achilla-Bändchen Der schwarze Vorhang zu werben - übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Lovecraft-Übersetzer Alexander Pechmann.

    Walpole hat nicht nur die Gothic Fiction begründet, sondern auch die gotische Architektur wiederbelebt…

    Man konnte es sich offenbar leisten. ;)


    Ich habe ein paar populärer ausgerichtete Überblickswerke zur englischen Literatur, die entsprechend Abschnitte zu Walpole und dem Schauerroman enthalten. Da könnte ich ggf. Scans anfertigen, sofern Interesse besteht. Wobei es natürlich sein kann, dass das dortige Wissen heute genau so auf Wikipedia verfügbar ist.

    Ich will mal nicht den alten Humboldt zum Thema "Weltanschauungen" aus dem Kalender bemühen.


    Ich verstehe, wenn man versucht, hier unterschiede zu setzen. Letztlich sehe ich aber trotz definitorischer Unterschiede erstmal keinen großen Unterschied zwischen einer aus diversen Erfahrungs- und Empfindungsquellen gespeisten Sicht auf die Welt und einer Philosophie, die sich irgendwie einen deutenden Reim auf die Welt zu machen versucht. Die qualitativen Unterschiede wären da für mich interessanter.


    Lovecraft war kein Philosoph oder Akademiker

    Philosophen sind wir letztlich alle, wenn wir Weltinterpretation betreiben. Was wertiger ist und was nicht, ist nicht selten keine inhaltliche Debatte, sondern eine Frage von Macht und Diskurshoheit. Und ob AkademikerInnen jetzt immer die besseren Ideen haben... was nicht bedeutet, dass ich Lovecrafts Weltbild irgendwie teilen oder für hochwertiger als andere Weltbilder halten würde. Aber damit gehen wir jetzt wirklich weit weg vom Thema. Meine Schuld! Sorry. :)

    seiner "Philosophie" (fraglich, ob der Begriff wirklich trifft, was gemeint ist, oder ob Weltanschauung nicht besser wäre)

    Wo ist der Unterschied? ;)


    Bisher wurden, glaube ich, vornehmlich englischsprachige Quellen genannt. Ich würde noch den Suhrkamp-Band H. P. Lovecrafts kosmisches Grauen (1997) in den Ring werfen, der folgende, im Bezug auf das hier gefragte Arbeitsthema wohl nicht uninteressante Texte enthält:


    • Marco Frenschkowski - H. P. Lovecraft: ein kosmischer Regionalschriftsteller
    • Michael Koseler - Anmerkungen zur Erzählkunst Howard Phillips Lovecrafts