Beiträge von KatharinaKuo

    KatharinaKuo hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    KatharinaKuo
    22. Mai 2023 um 12:00

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    „Das Äquinoktium der Wahnsinnigen“ ist eine Sammlung der phantastischen Geschichten des rumänischen Autors Anatol E. Baconsky. Dieser verfasste bis zu seinem frühzeitigen Tod 1977 vor allem Reiseliteratur. Zu seinem Werk gehören aber auch einige Kurzgeschichten, die sehr stark an die Literatur Franz Kafkas erinnern und sich, im weitesten Sinne, dem Bereich der Phantastik zuordnen lassen. Sie wurden 1969 vom Wiener Professor Max Demeter Peyfuss auf Deutsch übersetzt und nunmehr vom Blitz-Verlag neu veröffentlicht.

    Vielen Dank für die Rückmeldung! Ich habe bei dem Spiel nur die Szenarien aus der Grundbox gespielt, bin mit der Kampagne also nicht wirklich vertraut. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Bücher interessanter sind, wenn man sie parallel zum Spiel liest. Ich kenne das ja von Rollenspiel-Romanen: Die sind meist keine große Literatur, machen aber Spaß, wenn man das Setting auch selbst bespielt.

    KatharinaKuo hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    KatharinaKuo
    26. September 2022 um 12:00

    Zitat
    „Arkham Horror“ ist der Name einer Reihe kooperativer Brett- und Kartenspiele, die in der Spieleszene recht bekannt sind – wir haben auch Einträge zu den Spielen im Cthulhu Wiki. Heute beschäftigt sich Mitkultistin Katharina mit einem Roman aus dem Spieluniversum, den wir freundlicherweise von Asmodee zur Rezension erhielten.

    Hier einmal ein paar Vorschläge für Fehlfunktionen. Vielleicht ist ja etwas passendes dabei :)

    • Dem Anwender fallen alle Haare aus.
    • Das Artefakt hat einen Riss in der Zeit verursacht. Ohne dass der Anwender etwas davon mitbekommen hat, sind 10 Minuten vergangen.
    • Die Anwendung ist gescheitert, doch das Artefakt hat den Anwender in seinen Bann gezogen. Für 1W10 Stunden ist die Entschlossenheit des Anwenders um 1W6 erhöht und seine Intelligenz um 1W6 vermindert.
    • Die Augenfarbe des Anwenders hat sich verändert.
    • Für 1W10 Stunden umgibt den Anwender ein Schimmern. Es ist schwach, im Dunkeln aber deutlich sichtbar.
    • Das Artefakt wird immer heißer und lässt nach einer Stunde sogar brennbare Gegenstände im Umkreis von einem Meter in Flammen aufgehen.
    • Für 1W10 Stunden lispelt der Anwender, sodass man sich an eine Schlange erinnert fühlt, wenn er spricht.
    • Das Artefakt ist nur noch halb so groß. Sein Gewicht ist gleich geblieben.

    Das Wiener Burgtheater spielt derzeit Edgar Allen Poes "Der Untergang des Hauses Usher", wobei der Titel irreführend ist: Tatsächlich handelt es sich um eine Mischung aus insgesamt fünf Poe-Erzählungen (bzw. Teilen daraus): Der Untergang des Hauses Usher, Berenice, Das Feeneiland, Die Grube und das Pendel, Die Morde in der Rue Morgue. Damit bleibt das Stück aber eine Collage, es gibt keine stringente Handlung. Kennt man die Geschichten (was bei den meisten nicht der Fall sein dürfte, wird die Inszenierung doch ausschließlich mit dem Haus Usher beworben), kann man dem Ganzen natürlich dennoch folgen und bemerkt viele Details Meine beiden Begleiter, die zwar regelmäßige Theatergeher sind, aber von Poe davor nur den "Raben" kannten, hatten jedoch keine Chance der Inszenierung zu folgen. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Erzählungen von der Stimmung her doch sehr unterschiedlich sind, sodass ich die Brüche zwischen den einzelnen Szenen als zu stark empfand.

    Sehr gut gefallen hat mir allerdings die Ästhetik der Inszenierung. So gab es tolle und sehr unheimliche Schatteneffekte, viel Musik und generell viele interessante Darstellungen vor einem beeindruckenden Bühnenbild. Insofern kann ich das Stück dann doch empfehlen, wenn man Horrorliteratur und Theater mag. Ich rate aber dazu, die fünf Erzählungen vorab zu lesen.

    Zitat

    Die sehr freie Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte des Kultautors H.P. Lovecraft lässt in grausam-poetischen Bildern einen Mann um sein Leben und gleichzeitig um seine Erinnerungen kämpfen.

    https://www.henx.at/filme/das-bild-im-haus/

    Mich hat der Film nicht gepackt. Die Elemente, die ich an Lovecrafts Geschichte schätze - insbesondere die stimmungsvollen aber beklemmenden Naturbeschreibungen, die zunächst subtilen und dann zunehmend verstörenden Andeutungen zu Kannibalismus, die Frage, ob Buch und Haus mehr sind als gewöhnliche, unbeseelte Dinge - werden in dem Film kaum gestreift und von recht plakativer Brutalität und weiteren Handlungselementen überlagert, die mit der Geschichte nichts zu tun haben (ein Mord, seltsame Waldmenschen). Ich war auch jedes Mal etwas irritiert, wenn die Charaktere in österreichischem Burgtheater-Deutsch und vor - ich vermute steirischer - Waldlandschaft über Arkham und das nahe Meer sprachen. Hier verstehe ich nicht, warum man die Geschichte nicht gleich nach Österreich verlagert hat - steirische Täler können nach meiner Erfahrung mindestens so trostlos und unheimlich sein wie Neu-England. Schließlich muss ich auch zugeben, große Teile der Filmhandlung nicht verstanden zu haben. Das mag daran liegen, dass ich so gut wie nie Filme oder Serien sehe und mit dem Medium daher nicht vertraut bin - meinem Partner, der Cineast ist (dafür aber mit Lovecraft nichts am Hut hat) ging es jedoch nicht besser. Dennoch hat der Film meines Erachtens auch gute Elemente: Gefallen hat mir etwa die Wandlung des Hausbewohners vom Helfer in der Not zum Mörder. Das wurde gut dargestellt und war auch wieder näher an Lovecrafts Geschichte.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Film für den einen oder anderen dennoch interessant und mit mehr Lovecraft-Filmerfahrung auch verständlicher ist. Er ist im Amazon Prime-Abo enthalten.

    Soweit ich das sehe, ist da aber seit der Ankündigung im Frühjahr nicht mehr viel passiert, bzw. zu hören gewesen, oder? Ich bin daher ja etwas skeptisch, ob man es alleine schaffen kann, 2 Rollenspielsysteme zeitnah und in guter Qualität zu übersetzen, während man daneben noch einen Shop betreibt. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren :)

    Aber warum muss das Abenteuer denn dadurch beendet werden? Die Charaktere könnten die Türe ja auch aufbrechen (macht Lärm), einer Wache den Schlüssel abnehmen, einen anderen Eingang suchen usw. Wenn Abenteuer von einer einzelnen erfolgreichen Probe abhängen, ist das mE einfach schlechtes Abenteuerdesign oder ein unflexibler Leitstil, aber keine Frage der Regeln.

    Ich stimme dir aber zu, dass es beim Rollenspiel nicht ums Gewinnen geht. Regeln sollten mE daher so gemacht sein, dass sie zu einer spannenden, dramatischen Geschichte beitragen. Und oft ist es spannender, den Charakteren etwas nicht gelingt oder wenn es nur mit zusätzlichen Schwierigkeiten gelingt. Ich lasse daher auch nur Würfeln, wenn ich das Gefühl habe, dass dies gerade zusätzliche Spannung bringt.