Beiträge von Cinemancer

    Mens sana - Teil 2

    Im Untergrund

    Gemeinsam gehen sie in den alten Tunnel hinunter. In der Ferne hört man leise Wasser plätschern und an einigen Ecken stehen Apollostatuen. Schließlich gelangen sie zu einer großen Höhle und Jean geht hinein, um sich umzusehen. Die anderen schauen nur kurz, ob sie einen Ausgang entdecken, doch es scheint, die Höhle sei eine Sackgasse, daher wollen sie umkehren. Unten entdeckt Jean einen Teich und eine Art Amphitheater, auf dem ein griechischer Jüngling angekettet ist. Zwei schwere Ketten halten einen gewaltigen Kessel über ihm. Der Apotheker, einer der Pfleger und der Siechmeister Bertrand stehen mit zwei Verletzten vor dem Jüngling und singen. Jean muss mitansehen, wie Fäden aus den Fingern des Jungen wachsen, welche sich in die Körper der Verletzten bohren. Bertrand schneidet ihm anschließend ins Handgelenk und eine schwarze Flüssigkeit tropft zäh wie Honig in eine Schale.


    Angewidert geht Jean mit gezogener Waffe auf die Gruppe zu, der Rest zieht sich lieber zurück, da hier keine Flucht möglich ist. Auf dem Weg kommen ihnen zwei Pfleger entgegen, welche Agape und ein weiteres, verletztes Kind tragen. Ein kurzes Gespräch entbrennt und die Pfleger drängen die Gruppe dazu, zum Engel zu gehen und seine Wunder zu erleben. Anscheinend wollen sie die Kinder dem Engel opfern, um den Großmeister zu retten. Ein Leben für ein Leben. Tatsächlich gehen Teresa und Olivier mit ihnen zum Engel, während das Ehepaar versucht, aus dem Labyrinth von Gängen zu entkommen und sich dabei hoffnungslos verirrt.


    Bertrand und Jean kommen ins Gespräch und der Siechmeister ist vollkommen überzeugt von der Heiligkeit seines Tuns. Er selbst wäre ohne den Engel bereits gestorben, ebenso wie viele andere, die nun unsterblich seien. Dass man den Engel anketten musste und es eine Sicherheitsvorkehrung mit Öl gibt, scheint die Fanatiker nicht zu stören. Jean und Olivier tun schließlich so, als seien sie überzeugt, während Teresa Bertrand wütend angeht. Warum er ihr ihr Kind weggenommen habe und ihr nun auch Agape wegnehmen würde. Der Mann ist verwirrt von dem Themenwechsel, was die beiden Männer ausnutzen, um die Ketten des Ölkessels zu lösen. Die Pfleger versuchen, das zu verhindern, werden aber von den erfahrenen Kämpfern schnell niedergestreckt. Öl überzieht den Engel und Jean zündet ihn an, verbrennt dabei aber selber. Die Gestalt des Engels beginnt, sich zu verändern, Körperteile von denen, die er absorbiert hat, werden kurz sichtbar, während er und alle, die sein Blut getrunken haben, zerfallen. Oben auf den Mauern und in den Straßen der Stadt werden etliche Ritter zu schwarzem Schleim.


    Teresa und Olivier können im Chaos fliehen. Isabella muss jedoch mitansehen, wie ihr Mann und ihre Zofe plötzlich zu dunklen, wabernden Matschklumpen zerfallen. Panisch schreiend kriecht sich weiter, auf die Schreie der anderen beiden zu. Die Frauen klammern sich weinend aneinander und Olivier führt sie aus den Gängen hinaus.

    Ob sie die Belagerung überleben…?

    Fazit

    Vorab sehr wichtig: Nach uns wurde das Szenario noch mehrfach getestet und an einigen Stellen angepasst. Nicht alles, was ich an dieser Stelle schreibe, ist zu diesem zeitpunkt noch aktuell, sondern bezieht sich auf die Version, die wir damals gespielt haben.


    Anfangs musste ich etwas an unsere Kreuzritter-Kampagne denken, was sich jedoch schnell gelegt hat. Da man sich fast ausschließlich im Hospital aufhält, gibt es nämlich anders als dort keinen echten Kampfpart oder eine generelle Teilnahme an der Belagerung. Dafür hatten wir einige sehr intensive Charaktermomente, beispielsweise das Wiedersehen von Teresa und Olivier. Auch Jean hatte seine Freude an der Konfrontation mit seinem Bruder.


    Der eigentliche Plot kam mir dagegen eher wie ein Nebenschauplatz vor, der nebenbei ablief, während die Charaktere aufgrund ihrer Verletzungen nichts tun konnten, außer ein paar merkwürdige Vorfälle zu beobachten. An sich sind die Verletzungnen handlungsrelevant, gleichzeitig aber auch handlungsbremsend – sind sie zu stark, tut man nichts als im Bett herumzuliegen, sind sie zu schwach, haben die SC kein Interesse an der Wundermedizin. Hier die Balance zu finden ist unheimlich schwierig. Bestes Beispiel war die Kopfverletzung der Schwangeren: Ich habe mich durch diese als komplett handlungsfähig betrachtet, während unser SL nur vorhatte, meine Motivation auf das Heilmittel zu erhöhen. Eine Bauchwunde hatte er dagegen von vornherein wegen der Schwangerschaft ausgeschlossen, für mich wäre das aber DER Anreiz auf die Medizin gewesen wäre. Die Verletzungen können sich also als wahrer Drahtseilakt herausstellen.


    Die erste Begegnung mit Agape wirkt zudem wie der eigentliche Plothook, dem man aber nicht nachgehen kann, weil man zu schwer verletzt ist. Man denkt, man soll ihr helfen, kann es aber nicht, was teilweise frustriert und verwirrt hat. Hier bricht das Szenario mit üblichen Handlungsabläufen, die sich in vielen Standardszenarien eingebürgert haben.


    Die Charaktere an sich sind sehr schön dargestellt und haben einen ausführlichen Hintergrund, auch wenn manche unnötige Nebenmissionen besitzen, die aufgrund der Handlungsbeschränkungen gar nicht durchzuführen sind. Was gut gewesen wäre, wären mehr Verknüpfungen der Charaktere untereinander. Jeder kannte eine andere Person, mehr wäre vielleicht sinnvoller gewesen. Trotz der vorhandenen Anbindungen haben wir unsere Charaktere sehr wenig miteinander agieren lassen, sodass ihre Interaktion im Finale etwas unlogisch wirkte, was dann auch wieder zum Zerbrechen der Gruppe bei Entdeckung des Engels geführt hat. Wir waren vielleicht einfach nicht die Gruppe für dieses Szenario.

    Mens sana - Teil 1

    Wir durften dieses FTHAGN-Szenario von Julia Knobloch lange vor seiner Veröffentlichung testspielen.

    Im Szenario muss eine Gruppe Verletzter versuchen, die Belagerung der osmanischen Seestreitmacht zu überleben.


    Orginalspielbericht

    https://inyo.home.blog/2020/05/11/mens-sana-cthulhu/

    Die Charaktere

    Nicolò Contarini: Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau hat er Isabella vor drei Jahren geheiratet. Die kinderlose Ehe macht ihm jedoch Sorgen, besonders jetzt, wo er seinen älteren Bruder vergiftet hat und auch sein Vater im Sterben liegt.


    Isabella Contarini: Die junge Ehefrau von Nicolò. Sie hat ihn auf seiner gesamten Pilgerreise begleitet und für eine Schwangerschaft gebetet. Jetzt endlich wurden diese Gebete erhört.


    Jean de Mirefleurs: Ein Ordensmitglied der Johanniter. Er lernte Nicolò während der gemeinsamen Gefangenschaft auf einem osmanischen Galeerenschiff kennen. Zu seinem älteren Bruder Bertrand, dem jetzigen Leiter des Hospitals, hat er kein gutes Verhältnis.


    Olivier Duval: Der trink- und spielsüchtige Ordensritter hat im betrunkenen Zustand eine wertvolle Reliquie verspielt, die er nun wiederbeschaffen muss. Er bereut seinen Eintritt in den Orden, zu dem er überredet wurde, nachdem er Theresa de Mirefleurs unehelich geschwängert hatte.


    Schwester Teresa: Ehemals Therese de Mirefleurs. Sie wurde von Olivier unehelich schwanger. Ihre Familie zwang sie, das Kind wegzugeben und Nonne zu werden, was sie völlig verabscheut.

    Die Geschichte

    Bitteres Erwachen

    Eine Handvoll Personen erwacht. Sie fühlen sich alle furchtbar, haben Verletzungen und sind zunächst desorientiert. Erst langsam kommen die Erinnerungen zurück. Sie befinden sich auf Rhodos, welches derzeit unter osmanischer Belagerung steht. Jeder von ihnen war in der Nähe der Stadtmauer, als diese teilweise eingestürzt ist. Als Isabella erwacht, wird sie recht schnell zu ihrem Ehemann gebracht. Sie hat eine schwere Kopfverletzung erlitten, ihrem Bauch jedoch geht es gut, was beide erleichtert – sie, weil es dann dem Kind gut geht und ihn, weil damit ihre Fähigkeit, Kinder zu bekommen, nicht gefährdet ist. Jean dagegen ist sehr verstimmt, als sein Bruder auftaucht, der Siechmeister des Hospitals. Dieser redet ziemlich herablassend mit ihm und Jean ist noch immer wütend darüber, dass sein Bruder ihn versetzen lassen hat.


    Auch mit Teresa spricht Bertrand nicht sonderlich freundlich, den reichen Nicolò behandelt er dagegen mehr als zuvorkommend.

    Nachdem sie sich etwas ausgeruht haben, beginnt die Visite und Siechmeister, Ärzte und der Apotheker drehen ihre Runde. Während der Visite hören einige der Verletzten, wie die Ordensmitglieder über den kritischen Zustand eines Patienten sprechen und ob sie ihn aufgeben oder etwas versuchen sollen. Was genau sie vorhaben, wird jedoch nicht klar. Die Gruppe schert sich jedoch nicht darum. Dann kommt ein kleines Mädchen herein, welches Teresas Aufmerksamkeit erweckt. Es ist Agape, ein Waisenkind, welches vom Orden aufgezogen wird. Teresa kennt die Kleine daher schon lange, sie ist ihr regelrecht ans Herz gewachsen, daher fragt sie nach dem Auftrag des Kindes. Anscheinend hat der Apotheker es losgeschickt, um einige Zutaten für eine Arznei zu besorgen. Es ist bereits später Abend und die nächtlichen Straßen sind sehr unsicher, was Teresa sehr besorgt. Allerdings sind sie und die anderen um sie herum alle zu schwer verletzt, um zu helfen, also lassen sie Agape ziehen. Der Apotheker selbst scheint ein verwirrter Mann zu sein. Während der Visite hat er mehrfach mit sich selbst gesprochen und zeigt immer wieder Ticks, die an seinem Geisteszustand zweifeln lassen.


    Kurz darauf wird Oliviers Saufkumpane Alphonso eingeliefert. Er ist schwer verletzt und Olivier ist besorgt. Der Ritter weiß nämlich möglicherweise, an wen er die Reliquie verloren hat… Trotz diverser Sorgen übermannt alle irgendwann der Schlaf. Leise Geräusche lassen die beiden Frauen tief in der Nacht erwachen: 2 Männer tragen eine Person in einem Sack nach draußen, vermutlich ein Verstorbener. Aber auch der Apotheker schleicht herum und bleibt eine Weile bei Jean stehen. Der fühlt sich am nächsten Morgen ziemlich fit und flucht wie ein Wilder, als man ihn nicht entlassen will. Am liebsten würde er sofort wieder anfangen, zu kämpfen, doch sein Bruder verordnet ihm weiterhin Bettruhe. Während ihres Austausches wird Alphonso eine dunkle Flüssigkeit eingeflößt, vermutlich eine Medizin.

    Es geht aufwärts – oder?

    Isabella und ihr Mann machen, da es ihnen auch wieder etwas besser geht, einen kurzen Ausflug in den Garten des Hospitals, um die Sonne zu genießen. Der entfernte Schlachtenlärm ist hier außerdem kaum zu hören. Olivier besteht darauf, seine Ausrüstung zu holen und Teresa führt ihn in einen Keller, der sich ebenfalls im Garten beziehungsweite Hinterhof befindet. Nicolò beobachtet die beiden ziemlich genau und versucht, die Zeit abzuschätzen, die die beiden dort unten verbringen. Wer weiß, vielleicht läuft da ja etwas… Tatsächlich suchen die beiden wirklich nach der Ausrüstung, vor allem aber nach der verlorenen Reliquie. Da sie sich seit Jahren nicht gesehen haben, sprechen sie kurz miteinander über das gemeinsame Kind und die Konsequenzen, die daraus entstanden sind. Teresa wurde die Tochter damals weggenommen, etwas, was sie nie überwunden hat und Olivier ist wütend auf sich selbst, er hätte niemals weggehen dürfen.


    Als sie wieder nach oben kommen, wird es Zeit für das morgendliche Gebet und die Beichte, weswegen sich Isabella auf den Weg nach drinnen macht. Dort hat der Ritter Alphonso einen Wutanfall und Jean muss einen der Ärzte vor dem Ritter retten, der anscheinend völlig desorientiert ist. Seine Wunden sind allerdings schon sehr gut verheilt. Isabella kommt derweil nicht zum Gebet, weil sie plötzlich Nasenbluten und Sehstörungen bekommt. Nicolò wird im Eingang flüsternd von einem Ordensmitglied eine besondere Medizin gegen eine kleine Spende angeboten, was er nur zu gerne annimmt. Seine Frau will er damit allerdings nicht behandeln lassen, da man ihm sagt, dass diese schwanger sei und man nicht wisse, wie sich die Medizin auf das Kind auswirke. Stattdessen will er die Medizin für Isabellas Zofe, damit diese seine Frau im Notfall aus der Stadt schaffen kann. Sein Gegenüber findet das etwas merkwürdig, aber Geld ist Geld. Nachdem Nicolò die Medizin bekommen hat, notiert sich der Sekretär der Visite etwas in einem kleinen Büchlein.


    Langsam spitzt sich die Lage draußen zu. Der Kampfeslärm wird lauter und Agape wird hereingebracht. Ihr Körper ist völlig verbrannt und sie ist dem Tode nah. Teresa wird vom Apotheker, dessen Wahn mit jeder Stunde zuzunehmen scheint, um Hilfe gebeten. In seiner Apotheke entdeckt sie das Rezept für den besonderen Trank, der angeblich alles heilen kann. An Alphonso hat sie die Wunderwirkung bereits beobachten können. Einige der Zutaten des „Theriaca nigra“ sind jedoch ausgedachte Dinge, die es gar nicht gibt. Was soll beispielsweise „Materia angelica nigra“ sein? Teresa ist wütend, dass Agape wegen solchen Fantasiezutaten in den möglichen Tod geschickt wurde. Sie konfrontiert Bertrand mit dem Rezept und will helfen, doch er nimmt es ihr weg und erklärt, der Apotheker habe alles unter Kontrolle. Als sie weiterhin darum fleht, helfen zu dürfen, ermahnt er sie, sie würde sich gegen eine kirchliche Anordnung auflehnen und ob sie das wirklich wolle. Schließlich gibt die Frau nach.


    Im Hospital erhält nun Isabellas Zofe Maria den ominösen Trank, Jean beobachtet das Treiben sehr genau und Olivier tuschelt mit ihm darüber. Da Maria neben Isabella liegt, kann diese die schwarze Flüssigkeit der Medizin gut sehen und glaubt, sie würde sich bewegen. Panisch rastet sie aus und muss unter großen Anstrengungen beruhigt werden, um sich und ihrem ungeborenen Kind nicht zu schaden.


    Die Lage wird jedoch noch schlimmer. Während Maria sich rasend schnell erholt, kommt der Kampfeslärm noch näher und schließlich wird der Ordensmeister selbst hereingebracht. Er ist halb tot, aufgeschlitzt und seine Gedärme hängen aus seinem Bauch. Eilig schaffen die hier tätigen Ordensmitglieder einige Leichen weg. Man hört, dass anscheinend die letzte Wundermedizin verbraucht wurde – Nicolò und Maria haben sie erhalten – und man nun dringend neue für den Ordensmeister herstellen muss. Die Verletzten denken nur noch an Flucht. Sie einigen sich, zusammen zum Hafen zu fliehen, in der Hoffnung, dem Angriff irgendwie zu entkommen. Jean entdeckt dabei im Hinterhof, dass die Kellertür offensteht und Schleifspuren nach unten führen. Er ruft die anderen herbei und sie finden tatsächlich einen Geheimgang, vielleicht ein alter Fluchttunnel.

    Würde mich mal interessieren, was du von The Scarlet Gospels hälst. Ich fand es recht schräg, mehr sage ich nicht, um nicht zu spoilern.

    Schräg ist es allerdings, hat mir super gefallen.

    Allerdings bin ich generell ziemlich großer Clive Barker Fan und The Hellbound Heart ist eines meiner Lieblingsbücher.


    Auch schon ein weiteres Clive Barker werk nach The Scarlet Gospels verschlungen, Coldheart Canyon.

    Kennt das jemand? Wie sind eure Erfahrung? Arts sind ansprechend, es gibt einige Berichte auch aus deutschen Lande dazu, klingt vielversprechend.


    Cthulhu: A Deck Building Game


    The Elder Gods greet and invite you to participate in trying to save your wretched existence. The stars are aligning soon and only those who have dared to piece together the clues from the mythos even know what's coming. Do you and your fellow investigators have what it takes to save everything? I think not...


    In Cthulhu: A Deck Building Game, you cooperatively work with fellow players (1-6 players) as Investigators to banish the Elder God and his minions by using Moxie (force of character, determination, or nerve) to reduce their health to zero. If you banish the Elder God before he reduces all of the Investigators health to zero you win the game.

    There are two phases of the game, a planning and combat phase.


    1) In the planning phase, the Investigators activate cards in their hand, research new cards at the Miskatonic University and then ready themselves for final preparation.

    2) In the combat phase, the Elder God and his minions attack the Investigators' health and sanity. Investigators may go crazy or die out right, however, they have a chance to fight back. The Investigators use Moxie to push back the waves of the occult and supernatural.


    Building your personal library by researching in the Miskatonic University makes you stronger and is your only hope against the Elders. Keep in mind, every bit of resource used to research is a bit not used against the Mythos. It is a balance you must solve to defeat the Elder Gods.


    Die (alte) Kickstarter Seite

    https://www.kickstarter.com/pr…ulhu-a-deck-building-game


    Youtube Videos

    Teil 2


    (Un)Sichtbare Gefahr


    Die Kiste drinnen ist mittlerweile mit frischem Blut besprenkelt und wieder mit etlichen Briefen und Zetteln gefüllt. Einer der Männer hat es geschafft, im Zug bis nach vorne zu kommen. Unterwegs hat er kein Anzeichen für Leben gefunden, der Schaffner ist fort und auch der Obdachlose, der zuvor im Wagen nebenan gelegen hat, ist verschwunden – nur Kleiderhaufen sind von den beiden geblieben. Vorne angekommen drückt er wild einige Knöpfe, um den Zug, der wieder im selben Bahnhof gehalten hat, zur Weiterfahrt zu bewegen. Doch dann legt sich etwas Unsichtbares auf den Zug, die Umgebung draußen scheint zu verschwimmen, sich zu bewegen. Und dann bohrt sich etwas durch das Dach.


    Draußen war Spielsbury gerade noch mit Erklärungen beschäftigt und will möglichst viel über den Vorfall wissen, als die MI4, eine Spezialeinheit, anrückt und einen von ihnen ohne Vorwarnung erschießt. Der Rest zieht sich in den Zug zurück und überlegen, wie sie lebend aus der Sache herauskommen. Spielsbury erklärt, dass sie ein Ritual durchführen müssen, um die Kreaturen, die auf den Zug aufmerksam geworden sind, zu bannen.


    Sheldon, der von draußen die Rufe der Spezialeinheit hört, zieht sich komplett aus und verlässt den Zug auf der gegenüberliegenden Seite. Draußen hat es angefangen zu schneien, es liegen bereits mehrere Zentimeter Schnee und man kann kaum die Hand vor Augen sehen. Drinnen versucht man sich an dem Ritual, als plötzlich erneut unsichtbare Tentakeln durch die Decke brechen. Henry wird von einem davon berührt und hat eine Vision des Universums, in dem millionen dieser Kreaturen schweben.


    Ein blauer Blitz trifft einen der Soldaten draußen und die unsichtbaren Wesen lassen vom Zug ab, um sich auf ihn zu stürzen: Er schmilzt und fällt gleichzeitig Stück für Stück auseinander. Ein grausamer Anblick. Sheldon, der von dem unheimlichen geschehen völlig den Verstand verloren hat, erschießt sich selbst. Tom, ebenfalls komplett neben sich stehend, versucht ihn wiederzubeleben, woraufhin Charles dem Toten in den Kopf schießt, um den Leidensgenossen dazu zu bewegen, beim Ritual zu helfen, nachdem einer der Spielsbury-Leute geflohen ist. Der Versuch endet allerdings in einer heftigen Schlägerei, weil nun Tom glaubt, Charles habe den Mann ermordet.


    Dann packen unsichtbare Tentakeln Charles, heben ihn zum aufgeplatzten Zugdach empor und lösen ihn in sich auf. Dann werden auch noch Tom und der Jugendliche gepackt, wobei letzterer sich mit Marys Hilfe wieder befreien kann. Tom dagegen erlebt nun ebenfalls eine Vision eines mit unsichtbaren Amöben gefüllten Universums, dann wird auch er von ihnen zersetzt.


    Irgendwie schaffen die restlichen Überlebenden es, das Ritual zuende zu führen, als die Wesen aus einer anderen Dimension gerade dabei sind, sich auch sie einzuverleiben. Die unsichtbare Masse wird in die Kiste gesogen, welche daraufhin zuspringt und sich selbst verschluckt. Die Soldaten draußen sind längst tot und von Spielsbury ist keiner mehr übrig. Mary setzt sich in den nächsten Zug, der sie dorthin zurückbringt, von wo sie gerade erst gekommen ist. Sie wird die Psychiatrie so schnell nicht mehr verlassen…


    Fazit


    Sehr cooler, kurzer Oneshot. Es gibt viele bekannte Elemente, die jedoch der Absurdität der Situation keinen Abbruch tun.

    Wir hatten noch einige kleinere, lustige Szenen, in denen sich jeweils ein Gruppenmitglied als Obdachloser verkleiden wollte, versucht hat, auf Terrorist zu machen, um die Soldaten aufzuhalten und sich jemand in die Kiste gesetzt hat. Der Wahnsinn, welcher am Ende fast alle überwältigt hat, war großartig und hat den Konflikt nur noch weiter zugespitzt.

    Spilsbury #9485


    5 Fremde in einem Zug. Eine mysteriöse Kiste mit grauenvollen Inhalten. Unsichtbare Mächte. Ein Aufräumungskommando.


    Orginalspielbericht

    https://inyo.home.bl...y-9485-cthulhu/


    Die Charaktere


    Mary Kowalski: Eine gerade einmal 18-jährige junge Frau, die auf dem Weg von einer psychiatrischen Klinik zurück nach Hause ist.

    Ihre Theatergruppe wollte „Carcosa“ aufführen, was natürlich nicht gut gegangen ist…

    Henry Briggs: Der 28-jährige Autor kommt aus Arkham und glaubt fest an Geister. Er ist auf der Suche nach einem ganz besonderen Dokument für seine Sammlung an Geistergeschichten.

    Sheldon Wyskowski: Ein einfacher Rechtsanwaltsgehilfe kurz vor seinem 30. Geburtstag. Er glaubt nicht unbedingt an Geister, aber daran, dass jemand über die Menschen wacht.

    Tom Garrow: Obwohl der Sozialarbeiter noch keine 40 Jahre alt ist, sieht er wesentlich älter aus. Besonders bedrohlich macht ihn eine lange Narbe, die von Augenhöhe bis zum Kinn verläuft.

    Charles Totten: Der absolut neugierige Reporter ist immer auf der Suche nach einer neuen, aufregenden Story. Er liebt Zigarren und Alkohol, was seiner Gesundheit jedoch nicht gut tut.


    Die Geschichte (Teil 1)


    Ein kurioser Fund


    Ein abendlicher Zug auf dem Weg nach Cambridge, September 2019. Sieben Personen sitzen in einem Abteil zusammen, fünf davon die oben genannten, ein Schlafender und ein Teenager, der an mit seinem Smartphone spielt. Die Fahrkarten werden kontrolliert, man passiert einen kleinen Bahnhof, dann ist alles wieder ruhig. Man kennt sich nicht, also redet man auch nicht miteinander. Doch dann steht plötzlich eine Kiste mitten im Gang. Keiner weiß, wo sie hergekommen ist. Die Kiste ist ziemlich groß. Von ihr geht ein leichter Gestank nach Fäulnis, Moder und Schimmel aus. Sie scheint sehr alt zu sein.


    Tom öffnet die Kiste und entdeckt darin etliche Briefe, eine Aktentasche und eine Hutschachtel. Auf einigen Briefen und vor allem im Inneren des Deckels finden sich alte, dunkle Blutflecken. In der Aktentasche liegen einige Texte in verschiedenen Sprachen, in denen stets davon gesprochen wird, dass jemand eine Bürde auf sich nimmt oder sie übernehmen will, weil es kein anderer kann oder will. Die Briefe dagegen sind immer an Personen desselben Familiennamens adressiert: Von Schmitt an Schmitt, von Erikson an Erikson, usw. Tom beschließt, dass es wohl besser ist, den Schaffner zu informieren, dass ein Unbekannter sein Gepäck vergessen hat.


    Auf und zu


    Als er aufsteht, ertönt plötzlich fetzige, laute Musik aus den Lautsprechern des Zuges. Der hält noch immer am selben Bahnhof und die Leute auf dem Gleis sind irritiert, da dieser lange Halt nicht vorgesehen ist und auch keine Verspätung angekündigt wurde. Einer der Zugreisenden versucht, den Notruf zu wählen, doch aufgrund der lauten Musik versteht er nichts. Sheldon versucht, seinen Vorgesetzten zu erreichen, um ihn über seine Verspätung zu informieren, hört jedoch nur Geräusche, die nach einem Krieg klingen.


    Während Tom unterwegs ist, schauen sich die anderen noch die Hutschachtel an, die jedoch leer ist. Nachdem auch diese wieder geschlossen und in der Kiste verstaut ist, schließt sich deren Deckel von selbst. Neugierig wird sie erneut geöffnet, doch dieses Mal ist ein völlig anderer Inhalt darin: Ein grünlich pulsierender Keramikarm, eine Schriftrolle und eine Aktentasche – und es riecht nach Rettich. Charles nimmt sich die Aktentasche, in der Hoffnung, doch noch etwas über den Besitzer der Kiste herauszufinden. Als er sie nimmt, leuchtet der Arm blau. Der Jugendliche, der das geschehen beobachtet, gerät in Panik und rennt aus dem Zug. Tom kehrt mit dem Schaffner zurück, der jedoch ebenso ratlos ist wie die Passagiere und sich mit dem Zugführer besprechen will. Auch wegen der Verspätung.


    Sheldon spricht schließlich noch den schlafenden Passagier an, doch der ist schlecht gelaunt und verlässt den Wagon. Währenddessen ist der Arm irgendwie aus der Kiste herausgekommen und liegt nun im Gang. Sheldon legt ihn zurück und die Kiste schließt sich erneut. Tom verlässt den Zug, um sich einen Kaffee zu holen. Die anderen öffnen die Kiste erneut und werden mit einem gar grausigen Fund konfrontiert.


    Realitätsverschiebung


    Im Koffer liegt der Rumpf einer Frau, Arme und Beine sind abgehackt worden und der Körper ist aufgedunsen und leicht transparent. Endlich erreicht Mary die Polizei, welche ihre Beschreibungen mit „Oh nein! Nicht schon wieder!“ Kommentiert. Auf Marys Nachfrage heißt es nur, sie solle es googeln und dass man jemanden infomiere. Hilfe ist unterwegs.


    Henry beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, verlässt den Zug und will von draußen bis zur Lok gehen, um mit dem Zugführer zu sprechen. Auf halben Weg bemerkt er allerdings, dass sich der Luftdruck verändert, schwer und unnormal wird. Das ist ihm nicht geheuer und er dreht wieder um.


    Sheldon und Charles haben währenddessen seltsame Zeichen unter der Leiche entdeckt und der Reporter schiebt den Körper mit einem Stock zur Seite, um das Gefundene abzuzeichnen. Die Schriftrolle, die das letzte Mal im Koffer war, hat er ebenfalls behalten und auf den Sitz neben sich gelegt. Schwerer Regen prasselt deutlich hörbar auf den Wagen nieder, doch draußen ist nichts zu sehen. Tom, der noch immer draußen steht, findet ein Wahlposter von 1964, was ihm äußerst seltsam vorkommt. Nach dem Fund der Leiche hat sich Mary zu ihm gesellt, um sich zu beruhigen. Von ihrem Standort aus müssen die beiden zusammen mit dem Teenager mitansehen, wie sich der moderne Zug plötzlich in eine Diesellok verwandelt.


    Spilsbury


    Die beiden suchen noch etwas weiter im Internet und finden heraus, dass 1902 der Crossman-Killer seine Nachbarin zerstückelte und in Kisten mit verschiedenen Zügen quer durchs Land schickte. 3 Jahre später gab es einen Nachahmungstäter. Im Zug ist auf einmal der Schriftzug „Spilsbury #9485“ auf der Kiste erschienen, ein Name, der auch mit den Morden in unbekanntem Zusammenhang zu stehen scheint.


    Dann fährt der Zug ab. Und obwohl es sich eindeutig um einen Geisterzug handelt, springt Mary wieder auf, sie will einfach nur nach Hause. Tom bleibt zurück, wird jedoch von drei Studenten begrüßt, die erklären, der Zug käme sowieso gleich wieder. Sie sind Spilsbury, ein wissenschaftliches Forschungsteam einer Universität, welches das Problem mit dem Zug lösen wolle. Benannt ist ihre Gruppierung nach einem Gerichtsmediziner, der 1932 mysteriöse Morde untersuchte und dabei den ersten sogenannten Doomstrain entdeckte. Seitdem gab es 4 weitere Sichtungen und 34 Tote im Zusammenhang mit diesem Geisterzug.

    Britannia and Beyond, a regional guide for Cthulhu Invictus.

    A guide to the province of Britannia, with notes on the barbarian kingdoms of Caledonia (Scotland) and Hibernia (Ireland).


    https://www.kickstarter.com/pr…ef=discovery&term=cthulhu

    Welcome to Britannia and Beyond!

    A regional guide for the Cthulhu Invictus™ setting detailing the province of Britannia, and the barbarian lands of Caledonia and Hibernia

    ‘Britannia is the border, the furthest outpost of Empire, bounded by cruel Oceania on all sides… what lies beyond that border, what crosses and passes unseen… those things concern me more than any barbarian tribe, more than any army of men… yes, you are right to worry about approaching that border, for what waits in Britannia and beyond… is said to be the doom of Rome.’ – Vatia of Rhodes, 54 AD [Blockierte Grafik: https://ksr-ugc.imgix.net/assets/028/102/940/3e741b16c09e8c6669d79fecf4c74cc6_original.png?ixlib=rb-2.1.0&w=680&fit=max&v=1581764019&auto=format&frame=1&lossless=true&s=e7b28a13d3cdddd4257cfd11c1d4af84]

    The earliest accounts of Briton the Romans saw were from Greek writers, such as Horace, who wrote ‘the shores of the distant Britons’ lay where ‘the real world came to an end and the world of unknown peoples and mythical creatures began.’ To even approach those shores, Horace writes, the Romans would have to cross ‘the stream of Oceanus, filled with large numbers of sea-monsters.’ And so, the island remained a complete mystery, shrouded in shadow and fog.

    Welche Expansions können die "erfahrenen" Cthulhu Wars Spieler empfehlen und warum?


    Habe nur Core+Sleeper und die SGs aus dem OS3 (die nicht wenige sind). Bisher haben wir einige Runden ohne irgendwelche Expansions gespielt und ein paar mit den OS3 SGs wie Nodens, Cacodemon und den Investigatoren/Traitor, die extra Faction Specific Cultist nutzen wir als High Priest;)

    Die Regeln der Handicaped Acolytes sind auch nicht schlecht.


    Die meisten meiner Stammspieler, tendieren "ihre" eine Favorits-Faction zu spielen, daher würde ich eher wissen wollen welche der nicht Faction-Expansions ihr nutzt.


    Spiel bietet enorm viel und ich habe mir diverse Buyers Guides angesehen wie z.B


    Habe zwar ein paar Favoriten wie z.B Opener of the Way Faction (was eben....ne Faction ist), würde jedoch gerne ein paar Meinungen von mit "Cultisten" hören.


    Besten Dank im Vorraus

    Wir haben in der Runde in unterschiedlichen Konstellationen nun das Core rauf und runter gespielt, als auch mit dem GOO Black Goat of the Woods das ganze durch. Spiel ist gefällig, jedoch geht die Luft aus...Ermüdungserscheinungen machen sich breit und die letzte Runde ist paar Wochen her.


    Wieviel "Mehrwert" hat für euch die Unspeakable Box oder Season 2? Was ist euer Favorisierter GOO und warum?

    Bin mir unsicher ob das Spiel sich auf längere Zeit in der Sammlung hält und habe die Unspeakable Box noch nicht geöffnet.


    Daher lasst hören, wie oft habt ihr so gespielt und was hat euch am besten gefallen (oder auch nicht?).


    Besten Dank für jede Info.

    Mittlerweile gut 10 weitere Spiele absolviert nur mit der Core Box, alle Episoden sind nun 1-2x oder teilweise 3x mit jedem Great Old One durchgespielt (Cthulhu/Hastur). Spiel hält weiterhin bei Laune, man merkt ein paar Feinheiten mehr und ich kann überzeugt sagen trotz simplen Regeln liegt eine hohe Eleganz im Spielkonzept und dem Spielprinzip.


    Die Kombination von GOO+Episode+Investigator+Disorder/Insanity ist Klasse und erlaubt so viel Abwechslung. Aus V+W+X+Y= wird nicht Z sondern eben VWXY oder WVYX, sondern deutlich mehr als nur die Summe der Teile.


    Am meisten dabei gefällt mir, dass ein großteil der Spiele tatsächlich recht knapp enden. Nur bei 2x Marksmanship war das Game deutlich einfacher....


    Unspeakable Box liegt noch OVP in Sichtweite, Season 2 und extra Goo Black Goat wurden auch noch nicht bestellt.
    Wenn ich bedenke was ich bisher aus 6 Episoden und 2 GOOs herausgeholt habe, ist die Freude groß die in 15 Episoden und 5 GOOs liegen könnte (und 27 Investigatoren statt 10...).

    Danke! Das klingt gut. Aber Season 2 usw. kommen ja 2020 sogar auf Deutsch raus. Grundspiel ist gerade ausverkauft, ich hole es mir dann im März wohl.


    Das Englisch ist so Easy Going und es sind so wenige Regeln/Begriffe, da wird keine Deutsche Fassung benötigt.
    Sehe auch wieder nur sehr unstylische Begriffe für die "fancy" Englischen orginal Bezeichnungen.
    Mein Bruder spricht und liest grottig Englisch, hatte jedoch keinerlei Probleme beim spielen von CDMD.

    Kannst du mir sagen welche Episoden das sind?


    Oh, dann freu dich schon mal auf die Szenarien darin. Die sind schön ... ähm ... anders.


    Episode/n


    Mir ist auch aufgefallen, dass diverse Szenarien ohne einen bestimmten CharTrait deutlich schwieriger sind....


    Meine Favoritsierte Kombination an Chars ist aktuell Elizabeth, Rasputin und The Kid oder Borden.


    Klingt gut was du zu Season 2 schreibst, steht auf dr Shopping Liste;)