Mir fällt - mal wieder - wenig dazu ein.
Kann ich gut verstehen.
Liebe Güte, ist das ein Schlamassel. Ich bin ja ein ganz großer Fan essayistischer Kulturbetätigungen, aber das...
Zwischen endlosem Namedropping, Unterstellungen die so zu äußern wohl niemandem etwas nutzt, und einem nicht entwirrbaren halben Dutzend unterschiedlicher Intentionen, die Frau Geulen wohl im Sinne hatte, lese ich vor allem zwei Sachen heraus: Selbstdarstellung und Desinteresse am Gegenstand.
Einfach mal "rauszupfeffern", Joshi und Haraway und Latour mal alle in einem Nebensatz völlig unnötig anzuschneiden, das schreit förmlich nach "gelangweilt an einem Nachmittag mal alles aufgeschrieben was mir einfiel, weil die Verlagsdeadline naherückte und ich eh etabliert genug bin nichts beweisen zu müssen".
Dass nichts, aber auch garnichts Interessantes an Informationen diskutiert wird - absolut alles, sogar die verwendeten Houllebecq-Zitate, lassen sich wohl in 5min googeln ohne ein Buch aufschlagen zu müssen - ist ebenfalls bezeichnend.
Ich will Frau Geulen nicht unterstellen, tatsächlich so oberflächlich gearbeitet zu haben.
Aber dass sie einfach keinen Bock auf das Thema hatte, und deshalb nur eine kommentierte Schema-F-Aufzählung von allem was sie so gelesen hat, gewürzt mit unnötig passiv-aggressiven Spitzen, runtergetackert hat, das unterstelle ich.
Sehr schade, verfehlte Gelegenheit, da die Cultural Studies ja immer mehr boomen - grade an diesen Schnittstellen zwischen Literatur, Popkultur, Kultur- und Wissenschaftstheorie.