Beiträge von Judge Gill

    Hi Case!
    Namensnennungen sind so wie praktiziert üblich (es werden immer nur die Abenteuerautoren nochmal direkt im Buch genannt. Das sehe ich nicht weiter bedenkswert an. (Sehe da aber auch gar keine Kundenkritik vorliegen?
    Bebilderungsverantwortung ist allgemeine Praxis (Autoren haben damit i.d.R. nichts mehr zu tun. Kunden mögen irgendwelche Bilder nicht mögen, kann passieren. Daran würde sich aber auch nichts ändern, wenn wer anders die Bebilderung machen würde. Und natürlich ist es ok, wenn jemand was nicht mag, man kann nie alle zufriedenstellen. Und mal geht auch was schief.
    Erwartungshaltung an einen Band - was soll ich da sagen? Sobald man die Infos zum Inhalt hat, kann man zwar erwarten was man will, aber es wäre immer hilfreich, wenn das kompatibel zu den erhaltenen Infos bleibt. Die Infos müssen natürlich auch kompatibel mit dem Buch sein, sonst wäre es eine Mogelpackung. "Erwartungshaltung" ist darum nicht "bedenkenswert". Vielleicht muss man da als Kunde überlegen, wodurch man eine ggf. irrige Erwartung entwickelt hat.

    Hallo zusammen,
    weil es so unklar erscheint:


    Wäre "Apoklypsen" ein "Quellenband" würde das auf dem Cover stehen. Stattdessen hat das Buch einen zielgerichteten Quellenteil und 5 Abenteuer. So beschreibt es auch der Backcovertext. Sollte daher eigentlich kein Raum für Missverständnisse bestehen.


    Vor ein paar Jahren haben ein paar Leute das CTHULHU-Team verlassen und sich dann mehrheitlich der dLG gewidmet. Unter den Leuten ar 1 Redakteur (nicht "mehrere Redakteure").
    Das war aber keine Sensaton, sondern ein recht normaler Prozess, der sich in den letzten 20 Jahren immer mal wiederholt hat (Verjüngung des Teams"). Leute möchten was anderes machen, andere möchten das machen, was diese Leute bisher gemacht haben. Die leeren Plätze haben neue Autoren eingenommen (bzw. ein neuer Redakteur). Das ist Business as usual.


    Autoren von Quellentexten werden nie namentlich genannt (aber natürlich im Impressum).


    Bebilderung passiert immer selbständig nach Fertigstellung der Texte (mindestens nach Lektorat, evtl. erst nach Korrektorat). Ebenso wie Handouterstellung und Kartenzeichnung (normalerweise basierend auf Autorenskizzen). Niemand außer dem Reakteur ist normalerweise von Anfang bis Ende eingebunden.


    So war es die letzten 20 Jahren; ich erwarte, dass es in den nächsten ebenso sein wird, weil es ein bewährtes System ist.


    Viele Grüße
    Judge Gill

    [mention]TIE[/mention]


    Der Plan, CTHULHU als kampagnentaugliches Rollenspiel mit entsprechendem Material zu versorgen und dabei die Wünsche nach eine nicht zu engen Palette (nur 1 Zeit, nur 1 Schauplatz) zu berücksichtigen,
    a) wird von manchen Leuten nicht gemocht, weil es sich ihrem Verständnis entzieht, dass CTHULHU so ist.
    b) Manche Leute hängen noch der elitäten Denkweise an, CTHULHU ist erst nach Abschluss des Rollenspiel-Abiturs zu spielen und muss immer ein Maximum an Nihilismus enthalten - was sich natürlich mit dem Plan beißt.
    c) Manche Leute haben die Regeln der Edition 7 und deren Konsequenzen auf das Spiel nicht vollständig verstanden / durchdacht (wie damit das Kamapgnenspiel gefördert wird) und zeihen daher falsche Schlüsse.
    d) Von manchen Leuten wird der Plan nicht gemocht, weil sie eine andere Spielweise bevorzugen (wofür aber ebenfalls Material geliefert wird = OneShots)
    Alle von ihnen können gern ihren Standpunkt behalten, solange sie sagen "ich bin der Meinung, dass ..." - das geht immer und muss auch immer weiter gehen.
    Die Kampagnentauglichkeit an sich hat sich aber in der Realität dadurch bewiesen, dass es viele Leute gibt, die genau so spielen. Man kann also nicht leugnen, dass es geht. (Daher mein Hinweis auf die Realität). Man muss zum Glück auch nicht immer wieder darauf hinweisen, dass es geht.
    Damit sollte nun alles nochmal von einer weiteren Seite erläutert worden sein, ansonsten verweise ich auf meine Beiträge weiter oben und die entsprechenden Threads im Pegasus-Forum, wo darüber sehr ausführlich diskutiert wurde (und das meist sehr freundlich).
    Für den "neutralen Leser" ist jedenfalls alles so deutlich gemacht worden wie nur möglich, denke ich.
    Da es für mich immer ein Zusatzzeitaufwand bedeutet, neben dem Pegasus Forum in weiteren unterwegs zu sein, bitte ich darum, ggf. weitere Fragen an mich direkt dort zu stellen. Das macht es einfacher.


    PS: "Vorverurteilung" von Kritikern findet nicht statt. Der Beitrag von Seanchui beispielsweise war sehr nteressant und hat eine coole Diskussion ausgelöst, wo alle betroffenen Seiten fast immer sehr sachlich und freundlich argumentiert haben. Eine "Häme" (ob nun so gemeint oder nicht) ist aber keine "Kritik" und sollte auch nicht schöngeredet werden. Die Frage der "Häme" hat sich ja bereits geklärt und braucht m. M. jetzt auch nicht künstlich weiter aufgebauscht zu werden. "Der Drops ist gelutscht".

    [mention]Seanchui[/mention] i


    fühl dich bitte nicht angesprochen in Sachen "Häme" oder "Planleugner". Der Blogeintrag war prima und hat ja zu einer regen Diskussion an verschiedensten Stellen geführt.
    Erklärungen, es habe früher wie heute "keinen Plan" gegeben, müssen Missverständnisse sein, sofern sie im Gespräch mit mir gefallen sein sollten.
    Insofern ist es ja hilfreich, das auf diesem Wege nochmal ganz deutlich sagen zu können.
    Danke dafür.

    [mention]TIE[/mention]
    Was genau soll ich dir beantworten?


    Dass es einen durchdachten Veröffentlichungsplan gibt, weiß du ja. Das ist nicht "meine Meinung", sondern "mein Plan". Daher ist er Realität, weil wir genau danach verfahren.
    Dass manche Leute nicht müde werden, das Gegenteil zu behaupten, hast du wohl auch mitbekommen.
    Dass man bei so etwas zumindest immer 1x korrigierend reagieren sollte, ist wohl auch klar 8nicht um den absichtlich oder unabsichtlich Unwissenden zu belehren, sondern um es den neutralen Lesern zu vermitteln).


    Wenn Leute den Plan nicht mögen oder nicht erkennen, ist das erstmal deren eigenes Problem und ich bin der Heiler der Welt, der das berichtigen muss. Denn die Leute dürfen den Plan jederzeit doof finden. "Die Kritik ist Teil der Lösung" ist ein ganz seltsamer Denkansatz, dem ich nicht folge. Die Kritik ist auch nicht Teil des Problems.
    Die Meinung "Es gibt keinen Plan" wird nicht oft und nicht von vielen verbreitet, aber immer gern mal von denselben Leuten (ich sage mal, um Leser in diese Richtung zu manipulieren, weil sie ja die Diskussion schon häufiger). Ich führe es darauf zurück, dass mache Leute nicht akzeptieren wollen/können, was sie nicht mögen. Macht aber auch nicht viel, ist nur lästig.


    Man, was ne lange Erläuterung ...
    Noch mal zusammengefasst: Es gibt einen Plan, den manche nicht wahrnehmen wollen oder können oder einfach nicht mögen. Solange diese Leute das so formulieren, ist alles im grünen Bereich, denn jeder kann seine eigene Meinung und Wahrnehmung haben.

    [mention]Joran[/mention]
    hinsichtlich
    Was das Nebenthema persönlicher Zwischentöne (Häme, Ironie, Sarkasmus etc.) angeht, habe ich meine Meinung andernorts hinreichend deutlich gemacht. Wer kräftig austeilt, dem steht auch ein dickes Fell gut an.
    stimme ich dir voll zu. Ich fühle mich da aber nicht angesprochen, da ich nicht hämisch schreibe.


    hinsichtlich
    Ich persönlich empfinde es als hilfreich, zwischen CoC-Redaktion und Forenmoderation strikt zu differenzieren
    stimme ich auch voll zu. Ich mache das auch. Falls ich mal was als Admin schreiben sollte, kennzeichne ich das deutlich. Alles andere ist Chefred.


    hinsichtlich
    EDIT neue Umfrage
    da täuscht du dich. Statt erwartungsgemäß nur 7 Stimmen zu sammeln ist dort die Beteiligung rege und mal angenommen, es kommen wirklich viele Stimmen zusammen (das habe ich in dem Thread dargelegt), wird das Auswirkungen darauf haben, ab wann wieder neue OneShots angenommen werden (Stichwort Autoren-Leitfaden).

    @[mention]TIE[/mention] soll das vielleicht ein Beispiel dafür sein: "ich ignoriere den inhalt und stell ein paar Behauptungen auf?" (das muss ich einfach fragen, weil
    a) du die seit Jahren erfolgende Umsetzung des Plans zu verneinen scheinst.
    b) extra erwähnst, dass andere Meiinungen erlaubt und berechtigt sind (wer würde das Gegenteil behaupten wollen?)
    c) du von versuchen redest, Diskussionen abzuwürgen. (klingt so, als würde du das von mir erwarten, warum auch immer) Was ich wirklich gern abwürgen würde sind hämische Bemerkungen über andere, aber das das ist vermutlich nicht menschenmöglich.
    d) du vielleicht befürchtest, ich könnte mit seltsamen Meinungen shchlecht leben. Kann ich jederzeit. Insbesondere, wenn sie als Meinungen benannt werden und nicht so tun, als würden sie die allwissende Endwahrheit verkünden (das sind die Bemerkungen, die immer wieder Gegenantworten provozieren ...)


    Vielleicht meinst du das auch alles gar nicht so, aber so liest es sich.
    Und hat promt diese Antwort nach sich gezogen.


    Und ein Hamsterrad braucht es nicht zu geben. CTHULHU ist kampagnentauglich, Leute spielen eben genau auf diese Weise. Andere nicht. Das schmälert die Kampagnentaulichkeit nicht. Mit verschiedenen Mechanismen kann man die Tauglichkeit fördern. Das ist noch nicht ausgereizt.
    Das müsste eigentlich der ganz simple Nullpunkt sein, mit dem alle leben können sollten.
    Und manche wollen keine Kampagnen spielen, dann sollen sie es lassen. Davon geht die Welt nicht unter.
    Andere wollen keine OneShotsmitvorgefertigtenInvestigatoren spielen. Und davon geht die Welt auch nicht unter.


    So, das soll es aber nun wirklich mal wieder gewesen sein.



    edit:
    [mention]purpletentacle[/mention]


    du hast mich auf eine großartige Idee gebracht, über die ich jetzt bereits viel lachen musste, du bestimmt auch, wenn du es siehst. Es ist eine ... tadaaaa ... UMFRAGE :)
    Mal sehen, ob wer mitmacht.
    Mal sehen, was rauskommt.
    Mal sehen, ob es die Verteilung der nächsten OneShots beeinflussen könnte.
    Herrlich.

    [mention]Joran[/mention]


    du bringst es treffend auf den Punkt: Umfragen in einem Forum, nicht nur bei Pegasus, sondern auch anderswo im netz, sind ein so kleiner Ausschnitt der "Kundenmenge", dass es absurd wäre, daraus Richtungen bei der "Produktion" abzuleiten.
    Das ist auch in Bezug auf Cons so, weil dort ebenfalls nur eine zu kleine Teilmenge der Kundschaft zirkuliert.
    Trotzdem bleibt es nett, sich über alles mögliche auszutauschen, finde ich.
    Die "Firmenpolitik" kann das nicht drehen und wenden, aber Denkanstöße kann es trotzdem geben.

    @[mention]purpletentacle[/mention]


    Ist ja schön, dass die eher hämische klingen Worte weniger hämisch gemeint sind, sondern nur humoristische Beweggründe haben. Beruhigt mich dann doch etwas. Wir haben tatsächlich beide Humor, aber die Schnittmenge ist einfach gering, sollten wir beide mit leben können.


    Ich lese aus deinem letzten Beitrag heraus, dass du glaubst, es gebe keine Zielrichtung der Veröffentlichungen. Das ist ein Irrtum. Die Zielrichtung lautet: das kampagnentaugliche CTHULHU mit entsprechendem Material versorgen, dass den Leuten zuhause die Möglichkeit gibt, viele Abenteuer miteinander zu verbinden. Und ja, das müssen sie dann tatsächlich selber machen (jedenfalls weitgehend). Um den bisherigen Wünschen nach verschiedenen Spielhintergründen gerecht zu werden, sind dafür Sachen für die 1920er (hauptsächlich), NOW (in kleinen Schritten) und Gaslicht (mit ersten Schritten) erschienen. Für im Grunde Deutschland, die USA und Großbritannien.
    Muss man nicht mögen, muss man aber akzeptieren, dass das die Realität ist.


    DANEBEN sind sehr viele "OneShots mit vorgefertigten Investigatoren" erschienen. Auch dafür ich CTHULHU gut geeignet. Aber davon gibt es inzwischen eine Menge und es soll (ab 2019) damit Pause bei den Veröffentlichungen sein. (Und später wird es wieder welche geben)


    Man muss das nicht mögen, man sollte aber nicht so tun, als ob eine andere Strategie als die persönlich bevorzugte keine Strategie wäre.


    Stichwort "Umfragen": glaubst du wirklich, dass aus der Umfrage nach dem Lieblingsabenteuer 2015 oder 2016 eine grandiose Firmenpolitik bestimmt werden soll? Das ist doch wirklich albern. Diese echten Umfragen habe ich deswegen durchgeführt, weil es mich interessiert hat und Gesprächsstoff geliefert hat. Die Beteiligung war aber so gering, dass sich das sehr in Grenzen hielt. Auswirkung auf irgendwas hat es nicht. Es war Geplauder.


    Die von dir als "Umfragen" benannten Fragen von mir im aktuell heißesten Thread sind lediglich eine Möglichkeit festzustellen, ob Leute, die etwas unbedingt wollen, das vorhandene Material überhaupt nutzen oder genutzt haben. Das finde ich legitim zu fragen. Die wenigen Reaktionen darauf weisen für mich auch darauf hin, dass nur wenige der Beteiligten tatsächlich "schon alles durch" und echten Bedarf haben, sondern einfach gern "eine noch viel größere Auswahl im Schrank" haben wollen. "Falls man mal spielen sollte".
    Inzwischen haben sich ja viele Leute zu Wort gemeldet, die Kampagnenspiel betreiben und gut finden. Nicht umsonst ist der Thread drüben ja in diese Richtung gewandert.
    Ich habe - das musst du mir nachsehen - etwas den Eindruck, dass du eine Abneigung dagegen hast, dass mich interessiert, was die Leute so meinen (weil du vielleicht denkst, ich hätte keine eigene Meinung und würde sie mir auf diese Weise bilden oder warum auch immer. Egal.)


    Ganz simpel gesagt: Die Redaktion hat einen Plan, den sie mit Überzeugung verfolgt, dabei weiß, dass es Leute gibt, die den Plan doof finden, aber auch davon überzeugt ist, dass die Mehrheit der Interessierten ihn gut findet.
    Schön wäre einfach, wenn keiner so tun würde, als würde es den Plan (siehe oben) nicht geben. Weil das so müßig ist, immer wieder das Rad zu erklären, das man seit mehreren Jahren benutzt.


    Jetzt müssten wir eigentlich auf einem Nenner sein.

    Ich fand den Artikel auch sehr interessant (um das an dieser Stelle auch zu erwähnen).


    zum letzten Beitrag:
    Würde man extra was dazuschreiben, wie die JG an dies oder das Abenteuer herangehen würde - müsste man das dann nicht mindestens mit den Organisationen aus dem IK auch machen?
    Ich denke eigentlich, sowas kann der SL problemlos alleine machen. (oder was würde ihn hindern?)

    Ach herje, wäre ich empfindlicher, würde ich einen hämischen Unterton raushören.
    Wohl dem, der sich nie vertut.


    Was etwas unverständlich ist: Was für Umfragen sind denn da an mir vorbeigegangen, über die man sich so herrlich amüsieren kann? (Würde ja gern mitlachen, habe sie aber nicht finden können.)


    Ansonsten möchte ich lediglich darauf hinweisen, dass das Thema im Pegasus-Forum recht umfangreich und mit einer recht rasanten Entwicklung weiterbesprochen wurde. Falls das jemand lesen möchte ...

    Ok, dann ist ja für alle hinterher wie vorher ...


    Mache Änderungen sind ja zu klein, als dass man sie bewusst wahrnimmt (scheint mir), manche Änderungen sind eindeutige Mindermeinungen und das sollte man irgendwann akzeptieren können. Manche Meinungen sind offenbar praktisch allen komplett egal (Anzahl der Meinungsäußerungen unter 10 oder sogar fast null). Manche Meinungen negieren sich gegenseitig und führen dazu, dass der status quo als Mittelweg die beste Lösung zu sein scheint. Auch das muss man irgendwann einfach akzeptieren.
    Aber es wird wirklich niemand dazu gezwungen, CTHULHU zu spielen. Es gibt so viele tolle Systeme, bei denen man vielleicht seine Wunschkonstellationen wiederfindet - dann ist man dort einfach besser aufgehoben und das muss man dann auch akezeptieren (also in dem falls insbesondere ich, weil das Leute sind, die "nicht mehr in mein Restaurant kommen, sondern woanders essen").


    Ich bin jedenfalls nicht traurig darüber, jetzt über mehrere Monate die Gelegenheit gegeben zu haben, sich groß und breit auszudrücken. Ein Teil der Dinge wird sich zukünftig oft, ein Teil ab und zu und ein Teil gar nicht niederschlagen. Der überwiegende Eindruck ist aber: Der laut vorgetragene Drang nach Veränderung ist keine Mehrheitsmeinung, sondern basiert teilweise auf uralten Vorstellungen ohne Kenntnis der aktuellen Publikationen, oder ist teilweise einfach eine der Redaktion entgegengesetzte Ansicht, die nicht so gute Argumete in der Hinterhand hatte, als dass sie letztere hätte ändern können. Die tatsächlich daraus resultierenden Änderungen sind daher überschaubar.
    Und auch das sollte man irgendwie akzeptieren können.

    Zitat von purpletentacle

    Den "früher war alles besser" Schuh zieh ich mir nicht an.


    Das musst du auch gar nicht. Ich habe jetzt auch gar nicht in Erinnerung, dass du das irgendwann gesagt hättest.
    Aber das ich in diesem Forum nur sehr selten unterwegs bin (ca. 1x im Monat, dann vielleicht 2 aufeinanderfolgende Tage oder so?) und diesen langen Thread seit meinem letzten Beitrag weitergelesen habe, ist mir aufgefallen, dass das mal wieder mehrfach (von anderen) geäußert wurde. jedenfalls kam es mir so vor. Und da sehe ich die "rosarote Brille". das war es schon.
    jedenfalls: der Schuh war gar nicht für dich gedacht.

    Zitat von purpletentacle

    Die derzeitig Redaktionspolitik (= bürokratische Umfragewahnsinn) verdeutlicht mMn das Fehlen eines Konzepts oder einer Vision auf Verlagsseite.
    Ich war ja immer bemüht konstruktives, inhaltliches und ehrliches Feedback zu geben, aber inzwischen hat es den Punkt erreicht, das ich gar keine Lust mehr darauf habe mich überhaupt noch mit dem deutschen Cthulhu zu beschäftigen...



    Das ist in meinen Augen eine ziemlich krude Reaktion auf den Versuch, tatsächlich den aktuellen Stand der Wünsche / Vorstellungen der Forennutzer zu ergründen.
    Immerhin wurden im letzten Monat auf diese Weise deutlich über 40 (!) der unterschiedlichsten Sachen geäußert (von weniger als 40 Personen, aber das ist erst einmal unwesentlich.)
    Von diesen Dingen konnten viele mit "das nehmen wir auf!" oder "das nehmen wir nicht auf" direkt beantwortet werden, etwa ein Dutzend Themen stehen dagegen auf wackligen Füßen, weil jedenfalls ich nicht abschließend abschätzen kann (ohne mehr Input von mehr Leuten zu bekommen), ob das Einzelwünsche oder tatsächlich eine "Stimmungsströmung" ist. Es wäre eher dumm, die jetzt unter den Tisch fallen zu lassen, deswegen gibt es ganz gezielte Threads zu diesem Dutzend Themen. Und zwar nicht, damit die Leute, die es sich gewünscht haben, bestätigen, dass sie es gewünscht haben, sondern damit die anderen Forennutzer die Möglichkeit haben, ganz gezielt zu genau den Punkten Stellung zu beziehen, zu denen sie eine eigene Meinung haben.
    Das ist kein "Umfragewahnsinn", sondern der Wunsch, von der (empirisch bedeutungslosen) Einzelmeinung zu einer fundierten Meinung einer größeren Gruppe zu kommen. Und den anderen, die sich vielleicht bisher nicht so besonders stark eingebracht haben, sollte man diese Möglichkeit einfach gönnen, anstatt das Unterfangen herabzuwürdigen.


    Davon unabhängig:
    Zudem geht es mir persönlich inzwischen ein wenig auf die Nerven, dass bei manchen Themen Sachen aus der Steinzeit kritisiert werden, die aber in der Gegenwart vielleicht bereits ganz anders (nämlich so, wie man es vermeintlich als Änderung wünscht) gemacht werden.
    Darum die Frage nach konkreten zeitnahen Beispielen. Und das sowohl als Positiv- wie auch als Negativbeispiele. Denn natürlich können wir uns ja in manchen Punkten irren, wenn wird denken "das machen wir doch längst!" Dafür sind Beispiele da - und ein paar wurden bereits genannt und das ist für mich jedenfalls sehr hilfreich bei der Einschätzung dieser Dinge.


    Ich bitte daher darum, statt abfälliger Betrachtungweise einfach den anderen Leuten zu gönnen, dass sie ganz gezielt - so kurz oder lang wie sie möchten - Stellung zu den genannten Punkten beziehen. Die haben ja dasselbe Recht auf eine Meinung wie alle anderen, nur dass sie sie bisher oft nicht laut ausgesprochen haben.



    Zur Frage einer "Vision von früher" und "Vision von heute" möchte ich auf mehrere Beiträge in diesem Thread von Dumon verweisen (dem niemand vorwerfen könnte, dem Verlag nach dem Munde zu reden, sondern m. M. nach vielmehr einfach bestrebt ist, "die Dinge auf den Punkt zu bringen") . Die "Vision von heute" mag einem ja vielleicht nicht gefallen, aber das bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Und die "Vision von früher" hat hier in einigen Beiträgen eine ausgesprochen geschichtsverklärende rosarote Brille bekommen. So meine Meinung.

    Viele solcher Autoren hat Pegasus gerade verloren. Aber vielleicht bin ich auch zu pessimistisch :roll:[/quote]


    nicht zu pessimistisch, nur an der Wirklichkeit vorbei.
    jedenfalls mit der Aussage, Pegasus habe "viele solcher Autoren verloren".
    Das Ausscheiden von 2 Leuten ist jetzt innerhalb eines Team von ca. 25 Leuten noch nicht "viel" - und 2 sind so oder so nicht "viele".


    Schöner wäre, solche Darstellungen näher an der Wirklichkeit zu halten.


    (Gern mit der Meinungsäußerung "Ich finde, bei Pegasus kann das keiner" oder etwas anderes in der Art. Dann ist das eben die Meinung.)

    Noch eine weitere Ergänzung.
    zum Thema "Charakkterhintergründe" gab es einst das m. M. dafür bisher unerreichte "Verschlusssache2, wo das sehr gut (für NOW) umgesetzt wurde.
    Woran es auch immer lag - der Band lag wie Blei im Lager.
    Woran lag das?
    Ich weiß es nicht. das muss auch nicht ausgerechnet hier besprochen werden (gern "drüben", wo es ja einen thread zu dem band gibt). Aber sowas prallt natürlich mit dem Wunsch "Band zu Charakterhintergurnd" zusammen.
    da wird man also sehr gut überlegen müssen, was man da tatsächlich hineinpackt.
    (Nicht, dass es diese Überlegungen nicht längst geben mag - aber das ergbebnis muss letztlich die erwartung erzeugen: "Ist irgendwie ähnlich wie Verschlusssache, aber aus Grund X wird dieser band sich gut verkaufen!"
    Erst dann wird die Produktion denkbar sein ...


    Es ist nicht alles so einfach, wie es sich manche Leute vorstellen, wenn jeder Band genug Geld einbringen muss, dass die aufgewendete Energie einen angemessenen Gewinn erzielt.

    Dumon:
    du erinnerst dich bestimmt noch, dass ich irgendwann den Eindruck hatte, dass du zu 3/4 eine Dramaqueen wärst (den damaligen beiträgen geschuldet). Inzwischen ist es mir fast unheimlich, wie sehr ich deinen beiträgen lediglich nickend folgen kann. Was auch immer das ausgelöst hat - es ist wunderbar! Bleib so, wie du (jetzt) bist!
    Diese kurzen persönlichen Worte mussten einfach sein.


    Zur sache selbst würde ich gern noch ergänzen (das weiß normalerweise ja niemand außerhalb des Autorenteams), dass es 2014 ein Autorentreffen gegeben hat, bei dem ein wenig "wie sollen kommende Bände ausschauen" behandelt wurde.
    Ergebnisse dieser Überlegungen sind "Reisen" (manche haben daran viel auszusetzen, ich weiß, aber viele mögen ihn sehr, was mich freut), "Gangster" (erscheint demnächst), "Königsdämmerung" (als übersetzte kampagne), "Prag" (erscheint hoffentlich dieses Jahr zur Messe) und "####" (eine eigenständige deutsche Kampagne, nicht mehr dieses Jahr).
    Alles Dinge die einen inhaltlich großen Schritt nach vorn bedeuten.
    Alles Dinge, die durch bestimmte Umstände teilweise exorbitant verzögert erscheinen; aber alle Hürden sind inzwischen genommen).
    All diese Bücher sind von Redakteur und Autoren sehr durchdacht worden (bis auf die Übersetzung, weil die ja schon vorher im Original da war). Das ist nicht bei gaslicht erfunden worden und auch nicht danach wieder beerdigt worden, sondern eigentlich die normale Arbeitsweise. Ob das jemand hinterher wahrnehmen kann, weiß ich nicht. Ich sage es einfach mal als Info.


    Und es wurde eben schon darauf hingewiesen, dass es im Pegasus-Forum einige neue Threads gibt, in denen Leute ihre Wünsche darlegen können (verbunden mit meinem Wunsch, dass sich die Leute bei gegenseitig ausschließenden sachen auch untereinander darüber auseinandersetzen).
    Auf die Idee bin ich gekommen, weil vorher hier über diverse Wünsche geredet wurde 8nur hier erreicht man definitiv nicht die Leute, die man sinnvollerweise damit zu erreichen versuchen sollte).
    Es gab bereits in der vergangeheit mehrere "Wunschkonzerte" im pegasusforum, und wer sich daran noch erinnern kann, sollte wissen, dass ich immer versucht habe, davon so viel wie möglich zu realisiseren, sofern das überhaupt möglich war.
    Nicht jeder Wunsch ist realisierber, nicht jeder würde mehrheitlich überhaupt gewollt sein.
    Und nicht jeder schafft den Sprung über die kaufmännische Hürde. (Der Verlag muss eine bestimmte Menge desselben Buches verkaufen, sonst lohnt sich die produktion nicht. Und wenn sich 5 leute die tollste Sache der Welt wünschen, der Verlag aber aufgrund von Verkaufserfahrungen aus der Vergangenheit bei genau diesem Thema nur noch verbrannte erde sieht ("ich will den Hexer von Salem neu!" - äh ... nein. Thema durch.), denn wird dieser Wunsch unerfüllt bleiben.
    Und manche Wünsche schaffen auch nicht, die vorgehende Hürde - die Redaktion - zu überzeugen. Auch damit muss man zu leben lernen.


    Wer also konkrete Wünsche äußern möchte, kann das jederzeit tun. Jetzt gibt es dafür sogar extra Threads. Und während ich hier nur diesen einen Thread zusätzlich verfolge, solange es hier noch kontinuierlich weitergeht, verfolge ich "drüben" die Threads natürlich auch noch danach weiter, wenn ich hier schon gar nicht mehr weiterlese 8dafür fehlt mir auf Dauer die Zeit).

    Tina:
    Niemand hätte sie weiterführen wollen als Respekt gegenüber Frank.
    Niemand hätte weiterführen können, weil niemand so viel verfügbare Zeit gehabt hätte.
    Mit dem Engagement der CR, etwas anderes aber ähnliches zu machen, und das ohne Gewinnerzielung, waren alle zufrieden.


    meine Informationen sind da etwas andere, nämlich dass Pegasus Herstellung und Vertrieb eines Cthulhu-fanzines nicht mehr machen wollte...


    Hallio Tina, vergleiche mal die dir vorliegende Information mit meiner darüber stehenden Aussage.
    Ich habe da nämlich erläutert, warum Pegasus nicht mehr die CW weitmachen wollte, als Frank sagte "ich höre damit (icl. der CW) auf."
    Deine Darstellung bzw. dein Wissenstand klingt nach "Pegasus wollte kein Fanzine mehr machen, darum musste Frank aufhören."
    Was schlicht genau verkehrt herum ist. Weil Frank nicht mehr wollte, wollte Pegasus nicht mehr die CW weiterführen.


    Und weil bei Pegasus niemand die Zeit erübrigen könnte, ein anderes Fanzine zu machen, unterblieb das.
    Statt zu sagen: "Pegaus hat die CW eingestellt", kann man gern sagen. "Pegasus hat akzeptiert, dass Frank nicht mehr die CW machen wird und nach dem Ende der CW kein neues eigenes Fanzine rausgebracht" - das wäre vollkommen richtig.

    Und da ist mit der Abschaffung der CW etc. aus meiner Sicht leider eher eine absteigende Tendenz festzustellen.


    Falls das nicht ein Tippfehler ist und eigentlich "CR" heißen soll, nur der Hinweis, dass die CW (Cthuloide Welten) nicht "abgeschafft" wurde.


    Das Magazin war durch gehend - vond er ersten idee bis zur letzten Seite - ein projekt von frank Herrer, der unzählige Stunden Arbeit drin investierte. das ganze praktisch ohne Bezahlung dafür, weil die CW keine Mitarbeiterkosten einkalkuliert hat (d.h. man hat i.d.R. bezahlungsfrei daran mitgearbeitet).
    Mit der persönlichen Entscheidung von Frank, als ChefRed aufzuhören, war einhellig klar, dass die CW damit eingestellt wird.
    Niemand hätte sie weiterführen wollen als Respekt gegenüber Frank.
    Niemand hätte weiterführen können, weil niemand so viel verfügbare Zeit gehabt hätte.
    Mit dem Engagement der CR, etwas anderes aber ähnliches zu machen, und das ohne Gewinnerzielung, waren alle zufrieden.


    Aber was steht hinter dem "etc."?

    "Aber für uns alte Hasen, das Salz in der Suppe,
    ich zitiere mich selbst: Wir sind keine Freizeitspieler mehr!
    Das Rollenspiel ist in den letzten Jahren so professionell geworden"


    Das definiert m. M. nach die Vorstellung der Wünsche auf Veränderung am besten.
    Und dazu kann ich sagen, dass Pegasus definitiv die Zielgruppe Freizeitspieler ansprechen will.
    Wer sich für zu professionell einschätzt, noch ein Freizeitspieler zu sein, wird weder mit den bisherigen noch den kommenden Produkten für CTHULHU glücklich sein.


    Da müsste dann ein fiktiver anderer Verlag kommen und das machen, wenn er das wollte. Aber der Schritt wäre eindeutig weg vom lizensierten CTHULHU hin zu etwas, das das eben nicht mehr ist, sondern nur noch Berührungspunkte hat mit diesem RPG.


    Ok.


    Bezogen auf die nun als Titel des Threads formulierte Fragestellung würde ich dann antworten:


    Pro: Pegasus produziert Spielmaterial für die Freizeitspieler
    Contra: Pegasus produziert nicht für die Leute, die was anderes (mehr) wollen als Material für Freizeitspieler.


    Wenn wir auch äußerst unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie es um das Cthulhu-Team - auch historisch gesehen - bestellt ist und welche Hintergründe und Zusammenhänge es innerhalb der letzten 15 Jahre hinsichtlich der Kreationen und Veröffentlichungen für Cthulhu gibt, denke ich, dass ich da mit Yörn die Sache völlig deckungsgleich einschätze.