Beiträge von Blackdiablo

    Ich habe den ersten Lovecrafter mit Vergnügen durchgelesen und möchte wie immer ein paar Worte loswerden.


    *Gestaltung*


    Die Gestaltung der ersten Ausgabe knüpft an die der 0. an: schick, hochwertig, farbig. Das Layout sowie die Bebilderung sind top. Das Cover ist meiner Meinung nach angemessen und die Inhaltsangabe macht einiges her. Das zieht sich bis zu der letzten Seite. Großartig!


    Ich wäre mit weniger zufrieden gewesen, aber in diesem Heft merkt man, wie das Geld für eine ästhetische Publikation genutzt wird. Der Preis ist gerechtfertigt.


    Den Stil der Überschriften und der Autorenkennzeichnungen finde ich manchmal gewagt und gleichzeitig anregend, ein anderer Stil als in Cthulhus Ruf - ein eigener Stil eben.


    Mit Ausnahme vereinzelter Fehler(chen) hat das Lektorat gute Arbeit geleistet.


    *Der Inhalt*


    Mir hat das gesamte Spektrum gefallen: von den warmen Eingangsworten bis hin zu den vorgefertigten Charakteren. Höhepunkte waren für mich: das Interview mit Huan Vu (das ausgezeichnet geführt worden ist), der Artikel "Hinter den Toren Elfenlands" und das Abenteuer "Ein paar Tage im Februar". Ich wünsche mir, dass die Bandbreite sich weiterhin von Film zur Literatur zum Rollenspiels usw. erstrecken wird, denn eben das hat die Ausgabe durchweg interessant gehalten.


    Die Einführung zu Dunsany gefiel mir natürlich ebenso, allerdings kannte ich einiges bereits aus dem gelungenen Arkham Insiders Podcast. Sinnvoll empfinde ich die dt. Bibliographie, die ich persönlich zwar nicht benötige, die jedoch von einem Anspruch an Vollständigkeit oder zumindest einen guten Überblick zeugt.


    Ich hätte mich gefreut, wenn die Dunsany Rezension mehr unter die Oberfläche gedrungen und generell länger gewesen wäre. Ich hatte nicht unbedingt das Gefühl, einen tiefergehenden Eindruck oder Einschätzung der Erählungen geboten zu kriegen. Selbstverständlich muss dafür nicht gespoilt werden.


    Das Now-Abenteuer "Ein paar Tage im Feburar" hat mir sehr gut gefallen. Ich empfinde es als atmosphärisch, unverbraucht und überschaubar - gute Vorrausetzungen für ein Conabenteuer! Die zusätzliche Regelmechanik präsentiert sich als einen spannenden Zusatz für einen Oneshot. Das Ziel des Szenarios ist zwar klischisiert; der Weg dahin allerdings durchaus innovativ und relativ frei in seiner Gestaltung. Schade finde ich, dass die Handouts lediglich als bloße Texte abgedruckt sind und nicht gestaltet wurden. In meinen Augen macht das liebevolle Design der Handouts viel des Charms von dem Rollenspiel aus. Besonders nett wäre, das Hearout zu inszenieren, was allerdings eine Herausforderung sein könnte.


    Die Systemvorstellung zu "Achtung!Cthulhu" war beißend, knackig, präzise. Schön, schön! Als Ergänzung hätte mir gefallen, dass mehr auf konkrete Abenteuerinhalte oder Ähnliches eingegangen worden wäre. Auch in diesem Artikel hätte ich gerne mehr zu lesen gehabt, weil mir es mir vorliegende Resultat angetan hat.


    Insgesamt ein toller Mix, der zum Ende hin meiner Ansicht nach ein wenig versiegt. Ich hätte vielleicht das Abenteuer an das Ende, die kleineren Rollenspielbeiträge davor gesetzt. So macht es auf mich den Eindruck, als sei kurz vor Schluss das Seitenpensum nähergerückt und man hätte noch jedweden Rest untergebracht. Ein ungünstiger Umstand, der das ordentliche Gesamtbild jedoch mitnichten trübt.


    *Fazit*


    Ein fulminanter Start auf den Schultern von Riesen! Die Länge einzelner Beiträge ließe sich noch ausbauen und im Abenteuer fehlte mir die Ausgestaltung der Handouts, ansonsten bin ich außerordentlich zufrieden mit der ersten richtigen Ausgabe.


    Alle Beteiligten haben ihre Talente zusammengelegt und ein wirklich qualitativ hochwertiges Ergebnis abgeliefert, das sich vor anderweitigen Magazinen nicht zu verstecken braucht. Ich möchte hiermit an die Euphorie der anderen Stimmen anschließen und mir weiterhin ein dermaßen tolles Vereinsmagazin erhoffen! :)

    Ich fürchte auch, die Tendenz vom WoH ist auf einem absteigenden Ast. Im Herbst waren es 36 Euro für eine Tageskarte und ich dachte schon, das sei ein Ausrutscher wegen des "31"-Casts gewesen. Womöglich lernen sie daraus, weil ich nicht glaube, dass sie so viele Umsätze machen können wie zu moderateren, vielbesuchten Zeiten.


    Trotzdem toll dass ihr's gemacht habt!

    Mein bisheriger Favorit. Ich habe sie zwar nur einmal gelesen, aber ich denke, sie fasst am besten und prägnantesten un pointiertesten zusammen, was Lovecraft für mich darstellt.


    Den Lobliedern an Vus "Die Farbe" möchte ich mich allerdings nicht anschließen.