Beiträge von LovecraftianMonster

    Seid gegrüßt liebe Leser,


    mein Name spielt hier keine Rolle, aber Sie können mich den Lektor nennen. Um ehrlich zu sein, ich interessierte mich lange Zeit nicht im mindesten für fantastische Geschichten, Okkultismus oder surrealen Horror. Die Vorstellung etwas, dass man weder sehen noch hören kann, wenn man sich nicht in einem Zustand absolutem Deliriums befindet, könne Einfluss auf einen Menschen annehmbarer Intelligenz nehmen, war mir ein Buch mit sieben Siegeln. Kaum auszudenken, dass jemand etwas ersinnen könne, was mich an der für mich wahrnehmbaren Realität zweifeln ließe. Und doch... seit etwa einem halben Jahrzehnt hat sich meine Einstellung dem unfassbaren Bösen, welches sich in die Köpfe der Menschen schleicht, wenn sie nicht wachsam genug sind, grundlegend geändert. Als ich begann, die Werke von Poe und Lovecraft zu lesen fielen mir einige Dinge auf, die ich in meiner zuvor genannten wahrnehmbaren Realität wiederfand. Ich begann genauer hinzuschauen und nun spüre ich es. Ich spüre, wie die Arme des Träumers mich in die unergründliche Tiefe des Wahnsinns ziehen. Ich spüre, wie mich eine Stimme ruft Ihn zu suchen. Ich fühle den Abgrund, unter dem seine ewige Ruhestätte liegt und er in ewiger Dunkelheit schläft und von der Zeit seines Erwachens träumt... Ich kann ihn hören... ER ruft nach mir...






    Lg das LovecraftianMonster



    Da hast du wahrscheinluch Recht :)


    Ich weiß nicht, ich bin auch mit Rufus Beck als Stimme von Harry Potter großgeworden und war dann z.B. enttäuscht, dass der Arthur Weaslye im Film keinen Norddeutschen Dialekt hatte. Es liegt glaube ich sehr stark daran, was wir den Firguren beim Lesen selbst zutrauen. Wenn ich ein Buch lese, dass nur aus Monologen oder ganz ohne Persönliche/Unpersönliche Rede auskommt wie z.B. Der Fremde von Camus... ich will mir den Film oder das Hörbuch gar nicht vorstellen. Das muss ungeheuer Langweilig, oder nicht mehr als die Ursprüngliche Geschichte erkennbar sein. Aber das ist ja das schöne an Lovecraft, denn er lässt dem Leser/Hörer die Freiheit zu glauben was er/sie will also können auch Personen die im Buch oder in der Geschichte an sich nicht vorkommen in der Ton/Bild Fassung durchaus einen legitimen Status haben... z.B. als mögliche Manifestation einer inneren Stimme oder als Trugbild aus einer Erinnerung, oder eine Figur die im Fieberwahn mit seinem Spieglbild spricht und plötzlich das Spiegelbild reagiert.


    LG


    MD das LovecroftianMonster 8)8)

    Erst "Call of Cthulu" gespielt und war total überrascht wie gut das Spiel war. Dann den Fehler gemacht und mir "The Sinking City" gekauft... jetzt habe ich Angst vor "Innsmouth Case", eine der anspruchvollsten (und vom Autor selbst als eine seiner schlechtesten Arbeiten bezeichneten) Geschichten... die haben sich ganz schön was vorgenommen... bin mal gespannt.

    Erst mal: Vielen dank fürs vorab reinhören, das erspart mir das lesen dieser unsäglichen Audible Rezensionen.


    Ich muss ja doch sagen, dass mich die Aussage Lovecrafts Werke wären "schwer auf Medien zu übertragen" (war glaube ich der hier gewählte Terminus) etwas stört. Ich bin tatsächlich der überzeugung, zu Lovecraft gehört eine Stimme, die die ganze Szenerie richtig Lebendig macht. Es mag daran liegen, dass ich sowohl ein ausgewachsener Cineast bist als auch so unfassbar Bibliophil, dass sich daraus die Eigenart entwickelt hat in Bildern, Szenen, Hintergrundmusik und Soundeffekten zu lesen. Eine Welt wie die Lovecrafts, die sich so auf die Stimmung und die Atmosphere verlässt, bedarf all das.



    LG und danke


    MD das LovecraftianMonster