Beiträge von Rahel

    Ich habe ehrlich gesagt nie nach Gesamtausgaben gesucht, da die Texte ohnehin in der Public Domain sind. Da habe ich mir dann quasi die Sammlungen rausgepickt, wie sie zu LeFanus Zeiten rausgegeben wurden (bspw. In a Glass Darkly).

    Die englische Originalfassung von Horace Walpoles The Castle of Otranto ist über Wikisource verfügbar.

    Hier noch einige Tipps für Sekundärliteratur. Leider ist das bisher alles englischsprachig und literaturwissenschaftlich ausgerichtet. Wenn es weitere Vorschläge gibt, freue ich mich sehr.

    • Smith, Andrew (2013): Gothic Literature. Edinburgh University Press.
      • Hier gibt es ein kurzes, knackiges Unterkapitel: „Defining the Gothic: Otranto“
    • Hughes, William (2013): Historical Dictionary of Gothic Literature. The Scarecrow Press.
      • Einträge sowohl zu Castle of Otranto als auch Horace Walpole; außerdem eine kurze Chronologie der Gothic Fiction und eine knappe Einleitung, was „Gothic“ überhaupt ist.
    • Punter, David & Glennis Byron (2004): The Gothic. Blackwell Publishing.
      • Kurze Kapitel über Horace Walpole sowie wichtige Konzepte/Hintergründe der Gothic Fiction; außerdem eine Chronologie der Gothic Fiction und eine Einleitung zu Gothic Fiction.

    Wer Spaß an Architektur hat, dem empfehle ich auch, mal einen Blick auf Strawberry Hill zu werfen – dem Landhaus, dass Horace Walpole sich hat bauen lassen. Walpole hat nicht nur die Gothic Fiction begründet, sondern auch die gotische Architektur wiederbelebt…

    Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, woher der kam - ich vermute, da ist dem Grafiker etwas durchgegangen. Habe das Cover leider erst nach der Drucklegung gesehen...

    Nicht ausschließlich Lovecraft-bezogen, aber vielleicht doch für einige von uns interessant:

    Jedes Jahr zeichnet der Vincent Preis dunkle Phantastik und Horrorliteratur in verschiedenen Kategorien aus. Dieses Jahr ist der Award zum ersten Mal ein reiner Publikumspreis. Bedeutet: Aktuell läuft bis zum 06. März die Nominierungsrunde, an der sich alle Interessierten online beteiligen können. Im Anschluss kann bis zum 10. April dann für die nominierten Werke gevotet werden.

    Definitorisch würde ich Philosophie eher verwenden, wenn Lovecraft da eine wirkliche Theoriebildung betrieben hätte. Lovecraft war kein Philosoph oder Akademiker. Sein Wissen war sehr unstrukturiert, er hat ja nicht systematisch an einem Thema (außer bei Supernatural Horror in Literature) gearbeitet. Daher sind seine Aussagen zu Politik, Gesellschaft etc. zwar unterfüttert durch wissenschaftliche Texte, aber in meinen Augen "Weltanschauung", also vor allem auch seiner individuellen Gemengelage und seinen Vorlieben geschuldet. Ich hoffe, das getippte ist verständlich.

    Spannende Frage. Sorry, Maike , wenn wir die Diskussion hier etwas entführen. Aber zu derTräumer : Gleichzeitig hätte ich gesagt, dass eine Weltanschauung deutlich umfassender, im wahrsten Sinne des Wortes "globaler" sein müsste als das, was HPL formuliert. Ich stimme dir zu, dass Philosophie und Weltanschauung nicht dasselbe sind. Aber meine Gedanken gehen in die Richtung, dass eine Weltanschauung deutlich systematischer sein muss als eine Philosophie, da sich daraus eben eine Art Weltbild ergibt.

    Guten Morgen Maike,

    hier auch von meiner Seite ein paar Literaturempfehlungen. Hoffentlich sind sie für Deine Zwecke nützlich:

    Es kann sehr gut sein, dass es für Deine Recherche einfacher sein wird, das Paper von der Richtung Stephen Kings aufzurollen und von dort aus dann zu suchen, was über ihn in Zusammenhang mit HPL diskutiert wird.

    LG,

    Rahel

    Okay, das hört sich ja schonmal ganz spannend an. Zu dem Thema kann man sicherlich viel machen! Ist die Arbeit für ein bestimmtes Fach (Literaturwissenschaft / Geschichtswissenschaft / ...)?

    Zu Stephen King: Er hat sich in einigen seiner Geschichten explizit in den Lovecraft-Kosmos eingeschrieben. Neben "Crouch End" gibt's beispielsweise noch "Gramma", "The Mist", Needful Thing und noch so einiges anderes. Solltest Du bei King bleiben wollen (was sicherlich machbar wäre), dann könntest Du als ersten Punkt für Deine Literaturrecherche einen Blick in sein Danse Macabre werfen. Da stellt er essayistisch seine eigenen Thesen sowie Meinungen zu Schreiberlingen wie HPL vor.

    Ich werd mir die Tage mal ein paar Gedanken machen. Ich denke, ich hab ein paar gute Empfehlungen für Dich.

    LG,

    Rahel

    Hi Maike,

    das hängt ganz davon ab, auf welche Aspekte Du Dich in Deiner Arbeit konzentrieren möchtest: linguistische und/oder narratologische Aspekte? Motive und Tropen? Metaphern? Philosophische Ideen?

    Ich hätte schon ein paar Ideen, in die das Ganze gehen könnte. Mit Quellen kann ich Dir ggfs. auch weiterhelfen. Vielleicht könntest Du mir etwas mehr über den Kontext und Umfang der Arbeit sagen, und ob die Quellen auf Deutsch sein müssen, oder ob Englisch auch in Ordnung wäre.

    Liebe Grüße,

    Rahel

    So langsam erwache ich aus der Weihnachtspause. Erst einmal danke Chris für Deinen Input - finde ich gut so weit. Hat sonst noch wer Anmerkungen/Wünsche zu der Leserunde (was wir lesen; wie wir lesen; wann wir lesen; ...)?

    Falls nicht, würde ich vorschlagen, dass wir uns im Laufe dieser oder nächster Woche endgültig auf die Modalitäten einigen und dann loslegen :love:

    Alle drei finde ich spannend - back to the roots!

    Wir könnten eine optionale Liste an Sekundärliteratur zusammenstellen. Gerne können wir auch zu den Texten "expert readers" ernennen: sprich, wer sich dazu berufen fühlt, kann etwas tiefergehend zum jeweiligen Text (kurz) referieren, bevor wir gemeinsam in die Diskussion einsteigen. Wäre natürlich rein optional; aber zu Otranto könnte ich das beispielsweise gerne übernehmen.

    Zum Turnus: monatlich könnte sportlich sein; ich denke eher an 2-3 Monate. Aber was denken denn die anderen?

    Wie genau wir das gestalten - da gibt es viele spannende Möglichkeiten. Auch hier gerne wieder die Anfrage an alle anderen. Aber ich könnte mir beispielsweise die Mitschrift insofern vorstellen, als dass daraus kleine Blogbeiträge für den Lovecrafter Online werden könnten.

    ich währe auch dabei. Aber tatsächlich empfinde ich ein Forum als zu träge dafür. Besser fände ich, wenn man je "buch" einen Termin im Discours hat. Im Gespräch kann man besser auch mal Ideenschnipsel einwerfen.

    Ggfs. könnte das Literaturteam einen Discord-Buchclub auf die Beine stellen? Dann hätte man den ein oder anderen Themenabend zu Text X/Y?