Beiträge von Jackob

    Neulich im Discord kam die Frage auf, wie man ein Szenario aus verschiedenen Zeiten verküpfen kann.

    Mein Ansatz für das FHTAGN Projekt (mit APP) wäre der folgende:

    Die Charaktere bekommen ein Video von der APP zur Verfügung gestellt und können es sich anschauen. Dabei schlüpfen die Spieler in die Rollen der Charaktere aus dem entsprechenden Szenario:

    Am Beispiel einer Now Kampagne mit Adam, Berta, Casimir und Daniela:

    Die SL der Runde möchte mit Ihnen das LovecrafterSzenario Der Fluch des Nun-Ni spielen, welclhes in den 1920ern angesiedelt ist.

    So bekommt jeder der Charaktere einen Videoausschnitt eines Charakters (Die die SL Vorbereitet und kurz skizziert) von den Erlebnissen zu sehen, wobei die Spieler dann selbst das Abenteuer spielen darf, allerdings im Gewand eines vorgestellten Charakters, allerdings können die Implikationen oder das Wissen, dass die Spieler durch das Abenteuer gewinnen, mitgenommen werden.

    Ich gebe zu, dass ich es mit einer gewissen Gänsehaut Sehnsucht gehört habe und möglicherweise deshalb der Phantastik an dieser Stelle nicht genug Tribut gezollt habe, die ich aber, jetzt darauf angesprochen, durchaus erkennen kann.

    Vielleicht sollte ich mich bei meinem Fazit auf "Ungewöhnliches Genre" umverlegen, da dies, wie du meiner Meinung nach richtig gesagt hast, deutlich besser die Wurzel meiner Kritik trifft.

    Als Geschichte im Bereich der Fantasy oder als Erkundung ohne die Erwartungshaltung von Gänsehaut und Zweifeln, ob die Realität so ist, wie wir sie uns vorstellen, herantritt denke ich auch, dass sie wirklich sehr gelungen ist. Es ist bei mir einfach genau diese Subtilität, die für mich in der Unwiderlegbarkeit der Lovecraftschen Geschichten liegt. Dieses für mich wichtige Schlüsselelement habe ich hier vermisst.

    Eine Geschichte voller Implikationen und unausgesprochenem Horror. Während dem Hören, war ich mehrfach der Meinung, dass der Ich-Erzähler echt nicht der Hellste ist, was ich ein wenig störend fand. Allerdings kann man es auch als wissenschaftliche Sachlichkeit bezeichnen und als sehr sehr abgebrühte Rationalität... Unter dem Gesichtspunkt ist es durchaus verständlich.... Ich glaube dennoch, dass sich dieser "unterschwellige" Horror sich in dieser Geschichte bei weitem zu stark aufgedrängt hat, um mich wirklich zu packen. Schade eigentlich...

    Ich gebe zu, dass ich die Referenzen zu Poe (war es denke ich) nicht richtig einordnen konnte, umsomehr habe ich mich gefreut unseren verrückten arabischen Freund mal wieder zu sehen. Abdul al Hazred.

    Kein Meisterwerk unseres Freundes, wie ich finde, aber dennoch eine mal eine Herangehensweise, die den bisherigen Geschichten völlig entgegensteht, da sie ohne jegliche andere Personen in der Handlung auskam, wenn ich mich richtig erinnere... Vielleicht hätte man die einsamkeit noch ein wenig mehr betonen können, als das Thema Angst selbst... Aber das mag Geschmackssache sein.

    Überhaupt kein Thema :)

    Wieder zum deutschen Text

    Ein Nekrophiler Totengräber. Ich bin nicht sicher, ob es mir zu Klischeehaft ist, oder tatsächlich kreativ ist. Doch die Beschreibung seiner Leidenschaft und seiner Anziehung an die Toten, hat mir Gänsehaut über den Rücken gejagt. Etwas Kitschig fande ich den Teil, in dem er beschreibt, wie der Ich-Erzähler diese Geschichte erzählt. Beim ersten Lesen hat mich damals der Übersprung vom Reinen Leichendieb und Schänder zum Massenmörder doch überrascht, aber im Nachhinein ist es eine logische Entwicklung der Figur.

    Obwohl das Thema abweichende Sexualität für mich als Psychologe extrem interesssant ist, muss ich sagen, dass die Geschichte mich deutlich weniger gefesselt hat, als viele der anderen, die sich mit dem Tod beschäftigten. Aber immerhin ist die Kurzgeschichte wieder dem Spektrum der realistischeren zuzuordnen und spielt in der bekannten Welt und nicht wie "Die anderen Götter" in den Traumlanden.

    Fazit: Lesenswert, aber nicht das, was mich jetzt noch an Lovecraft binden würde, wobei ich den Tabubruch in meinen jungen Jahren durchaus erfrischend und interessant fande.

    Wieder mal eine Geschichte, die sich mit dem Thema verbotene Frucht beschäftigt, mit dem Größenwahn eines Menschen, der denkt besser zu sein als die Mächte, die ihn erschufen, ihn angeleitet und gerufen haben. Neugier ist der Katze tod, sagt uns Lovecraft wieder einmal und rät uns davon ab die höchsten Gipfel des menschlichen Verstandes zu erklimmen.

    Da kommt in mir als angehendem Wissenschaflter die Frage auf, ob ebenjene Wissenschaft nicht schlussendlich mal tatsächlcih der Stein sein wird, der uns in den Abgrund reißt... oder ist es vielleicht schon so weit?

    Angefangen mit Dingen wie Überwachungsstaat, Machtmissbrauch bis hin zu wie Antibiotikaresistenten Viren... Alles erwachsen aus der Hochmut der Menschheit und Dinge, die wir gerade im Jahr 2020 allzuoft sehen.

    Zurück zur Geschichte, die nach einer ganz gekonnten Einführung zur kurzen Erzählung kommt:

    Ein Priester denkt, dass er besser ist, als die Götter der Erde, die holen ihn zu sich auf ihren Berg und es stellt sich raus, dass er nicht besser ist.

    Das ist für mich die Quintessenz der nicht begeisternden Geschichte. Hörbar, aber hier stört mich dann tatsächlcih das, was auch meine Frau von Lovecraft abschreckt, ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was da oben passiert ist.... und ich erkenne nichtmal eine Andeutung, was ich etwas schade finde...

    Meiner Meinung nach immer noch eine der albtraummächtigsten Geschichten von Lovecraft... Ich kann mit vielen Geschichten von ihm als Hörbuch einschlafen und mich auch entspannen... Aber der Hund habe ich zum ersten Mal mit 15-16 Jahren gehört, als meine Eltern wegwaren und ich alleine zuhause war... Junge hab ich mir in die Hose geschissen dann...

    Der Zauber der Geschichte ist nicht verflogen... noch immer stellen sich mir die Nackenhaare auf, die Ungewissheit dessen, was es nun war... die Koordinierung der verschiedenen Umstände und die Beschreibung, die mir wirklich das Gefühl gibt, dass der Ich-Erzähler das ganze, in panischer Angst geschrieben hat... Definitiv vom Schauerfaktor meine absolute Lieblingsstory vom guten Lovecraft.

    Quintessenz für mich: Hör mit der Grabräuberei auf... sonst ergeht es dir wie denen :P Aber Spaß beiseite. Die Sucht nach immer neuen Eindrücken und der Kampf gegen die Langeweile, den die Protagonisten am Anfang durchmachen, ist mir persönlich sehr vertraut, die Sucht nach neuem, immer neuem und ungewöhnlicheren Dingen, die abseits der Norm sind, hat mich bis heute noch im Griff. Allerdings gehe ich dabei nicht so weit wie die Protagonisten, sondern beschränke mich auf den Konsum von Literatur. Vielleicht ist es auch deshalb, dass ich so in der Geschichte aufgehe... Aber nunja.. Neugier ist der Katze Tod

    Ich muss sagen, dass die Geschichte für mich erstmal völlig natürlich geklungen hat und ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, dass das passiert ist, was dann offenbar geschehen ist... Dass die Themen nicht sonderlich orginell sind, dem stimme ich gerne zu.

    Aber die Atmospähre hat mir gut gefallen und eine gewisse Gänsehaut erzeugt.... Ich weiß nicht warum, aber der Wahnsinn am Ende oder die Wut des lyrischen ichs (Oder heißt das nur in Gedichten so? wenn dem so ist, dann Ich-Protagonist) hat mich ziemlich mitgenommen... Es hatte was, zu sehen, dass die Schöpfung sich doch wieder mal gegen ihren Schöpfer wendet... selbst wenn es ein Freund ist...