Beiträge von KatharinaKuo

    Soweit ich das sehe, ist da aber seit der Ankündigung im Frühjahr nicht mehr viel passiert, bzw. zu hören gewesen, oder? Ich bin daher ja etwas skeptisch, ob man es alleine schaffen kann, 2 Rollenspielsysteme zeitnah und in guter Qualität zu übersetzen, während man daneben noch einen Shop betreibt. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren :)

    Aber warum muss das Abenteuer denn dadurch beendet werden? Die Charaktere könnten die Türe ja auch aufbrechen (macht Lärm), einer Wache den Schlüssel abnehmen, einen anderen Eingang suchen usw. Wenn Abenteuer von einer einzelnen erfolgreichen Probe abhängen, ist das mE einfach schlechtes Abenteuerdesign oder ein unflexibler Leitstil, aber keine Frage der Regeln.


    Ich stimme dir aber zu, dass es beim Rollenspiel nicht ums Gewinnen geht. Regeln sollten mE daher so gemacht sein, dass sie zu einer spannenden, dramatischen Geschichte beitragen. Und oft ist es spannender, den Charakteren etwas nicht gelingt oder wenn es nur mit zusätzlichen Schwierigkeiten gelingt. Ich lasse daher auch nur Würfeln, wenn ich das Gefühl habe, dass dies gerade zusätzliche Spannung bringt.

    Ich finde Forcieren spannend, wenn man einen etwas pulpigeren Stil haben möchte, da sich sowohl die Erfolgschancen als auch das Risiko erhöhen. Das kann zu mehr Drama und Action beitragen und bei pulpigeren Runden stört mich etwas mehr Metaebene auch nicht. Müssen die SpielerInnen selbst Vorschläge bringen, wie eine konkrete Situation forciert werden kann und was ein Scheitern bedeutet, fordert das auch die Kreativität auf SpielerInnenseite, was Runden ebenfalls bereichern kann. Die Einschätzung, dass die Regeln zum Forcieren schlecht designt sind, teile ich daher nicht. Es ist meines Erachtens eher eine Frage des gewünschten Spielstils. In meinen aktuellen CoC-Runden verwende ich Forcieren nicht, da wir da wir eher puristisch spielen. In einer Pulp Cthulhu-Runde würde ich es wohl schon verwenden.


    Was die Spielmechaniken und das Balancing betrifft, spricht denke ich nichts dagegen, wen Gruppen beschießen, auch bei Fhtagn forcierte Proben zuzulassen.


    Ich habe die Geschichte nun auch angehört und kann dir hinsichtlich der Beschreibungen durchaus zustimmen. Hier wird gleich zu Beginn eine sehr düstere Atmosphäre erzeugt und doch erstaunlich unverblümt an das Thema Nekrophilie herangegangen. Allerdings muss ich zugeben, dass mein Interesse an der Geschichte dann zusehends gesunken ist, da die Entwicklung zum Massenmörder recht bald vorgezeichnet ist und dann keine weiteten interessanten und überraschenden Entwicklungen folgen.


    Ich hatte außerdem den Eindruck, dass nur recht wenig an "Lovecraft" in der Geschichte steckt, was vermutlich vor allem daran liegt, dass ich sie nicht als "Kosmischen Horror" einstufen würde. Eine (kurze) Internetrecherche hat allerdings nicht viel darüber ausgespuckt, wie genau die Zusammenarbeit zwischen Lovecraft und C. M. Eddy Junior ausgesehen hat, weshalb ich hier nur Vermutungen anstelle.


    Insgesamt empfand ich die Geschichte als gut geschriebene, letztlich aber wenig originelle Gruselgeschichte.

    Ich habe gesehen, dass die Rollenspielartikel (im alten wie im neuen Wiki) derzeit sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Bevor ich hier neue Einträge anlege, hätte ich hier gerne eine Vereinheitlichung. Dazu hier ein Vorschlag mit der Bitte um Kritik: Vorlage Rollenspielsysteme

    Die Musik des Erich Zann für den geneigten Leser und Hörer

    Ich habe die Geschichte in der Festa-Ausgabe gelesen (also nicht gehört), irgendwie wollte der Funke aber nicht recht überspringen. Die Geschichte empfand ich nicht als unheimlich, da die Auswirkungen der Musik diffus bleiben und der Protagonist von den Geschehnissen unberührt erscheint. Es wirkt, als interessiere er sich vor allem dafür, besagtes Haus wiederzufinden, weshalb ich die ganze Zeit dachte: "So schlimm können die Erlebnisse demnach wohl nicht gewesen sein". Irritiert hat mich außerdem, dass die Geschichte einerseits nahe legt, dass der Ort der Geschehnisse und die gesuchte Straße von Bedeutung wären, später scheint dann hingegen die Musik zentral zu sein. Es kann aber sein, dass ich den Zusammenhang zwischen Musik, Haus und Straße einfach nicht verstanden habe.


    Ich schätze Lovecrafts Zugang, das Unheimliche nicht zu erklären, durchaus. In diesem Fall bleibt für mich aber zu vieles offen, um eine spannende Geschichte entstehen zu lassen.

    für diese Woche gilt es die Stadt ohne Namen zu lesen

    Kein Meisterwerk unseres Freundes, wie ich finde, aber dennoch eine mal eine Herangehensweise, die den bisherigen Geschichten völlig entgegensteht, da sie ohne jegliche andere Personen in der Handlung auskam, wenn ich mich richtig erinnere... Vielleicht hätte man die einsamkeit noch ein wenig mehr betonen können, als das Thema Angst selbst... Aber das mag Geschmackssache sein.


    Mir hat die Geschichte demgegenüber sehr gut gefallen, da sie nur so vor phantastischen Ideen strotzt. Obwohl zunächst lange nicht viel an tatsächlicher Handlung passiert, enthalten die ganzen Entdeckungen des Protagonisten doch so viele Andeutungen und Implikationen, dass vor meinem inneren Auge eine ganze Stadt zum Leben erwacht ist. Demnach empfand ich die Geschichte aber auch eher als Phantastik denn als Horror. Insofern teile ich dann auch deine Einschätzung, dass dieser "unterschwellige Horror" eher aufdringlich ist. Ein klarer Fokus auf Phantastik bzw. die Informationen zur Stadt hätte mir hier besser gefallen. Und was den Protagonisten betrifft muss ich zugeben, dass mein Interesse mehr der Stadt bzw. der skizzierten Gesellschaft als dem Protagonisten galt. Daher habe ich mir die Frage, wie klug oder plausibel dieser agiert, gar nicht gestellt.

    Vielen Dank für die Links bzw. den Hinweis auf die Geschichte, die ich bislang nicht kannte. Für meinen Geschmack war die Handlung etwas zu vorhersehbar, allerdings dennoch unheimlich und spannend zum Anhören. Insbesondere zweite Hälfte der Hörbuchs empfand ich jedoch als einigermaßen langatmig.


    Die angesprochenen Themen (größenwahnsinniger Arzt, Moral und Medizin) sind nicht besonders originell. Allerdings gefiel mir die Aufbereitung insofern, als sich die gesamte Handlung auf ein Krankenbett konzentriert.

    Danke für den Link und die Rezension, der ich mich weitgehend anschließend kann. Ich mag vor allem den Anfang der Geschichte sehr gerne, da er eine unheimliche Stimmung aufbaut, ohne dass tatsächlich etwas passiert. Gleichzeitig habe ich hier bei ein paar Sätzen schlucken müssen, da das Menschenbild bzw. die Einteilung der Menschen aus heutiger Sicht sehr befremdlich wirkt.


    Der relative Realismus der Geschichte sagt mir auch zu, da die Geschichte dadurch für mich näher und weniger unwahrscheinlich wirkt.


    Das Ende hat mich ebenfalls sehr enttäuscht, allerdings weniger, da es den Realismus aufbricht. In meinen Augen hätte der Erzähler bei einer konsistenten Geschichte eigentlich nicht überleben dürfen. Allerdings würde sich das nur schwer mit Lovecrafts Konzept des Ich-Erzählers vereinbaren lassen, denn dann gäbe es niemanden mehr, der die Geschichte erzählt. Insofern verstehe ich, dass der Erzähler entkommen muss, hätte mir dafür aber eine besser zur Geschichte passende Erklärung gewünscht (etwa eine Flucht, während der Hausherr anbietet, ein gemeinsames Abendessen vorzubereiten oder so).