Beiträge von KatharinaKuo

    Hier einmal ein paar Vorschläge für Fehlfunktionen. Vielleicht ist ja etwas passendes dabei :)


    • Dem Anwender fallen alle Haare aus.
    • Das Artefakt hat einen Riss in der Zeit verursacht. Ohne dass der Anwender etwas davon mitbekommen hat, sind 10 Minuten vergangen.
    • Die Anwendung ist gescheitert, doch das Artefakt hat den Anwender in seinen Bann gezogen. Für 1W10 Stunden ist die Entschlossenheit des Anwenders um 1W6 erhöht und seine Intelligenz um 1W6 vermindert.
    • Die Augenfarbe des Anwenders hat sich verändert.
    • Für 1W10 Stunden umgibt den Anwender ein Schimmern. Es ist schwach, im Dunkeln aber deutlich sichtbar.
    • Das Artefakt wird immer heißer und lässt nach einer Stunde sogar brennbare Gegenstände im Umkreis von einem Meter in Flammen aufgehen.
    • Für 1W10 Stunden lispelt der Anwender, sodass man sich an eine Schlange erinnert fühlt, wenn er spricht.
    • Das Artefakt ist nur noch halb so groß. Sein Gewicht ist gleich geblieben.

    Das Wiener Burgtheater spielt derzeit Edgar Allen Poes "Der Untergang des Hauses Usher", wobei der Titel irreführend ist: Tatsächlich handelt es sich um eine Mischung aus insgesamt fünf Poe-Erzählungen (bzw. Teilen daraus): Der Untergang des Hauses Usher, Berenice, Das Feeneiland, Die Grube und das Pendel, Die Morde in der Rue Morgue. Damit bleibt das Stück aber eine Collage, es gibt keine stringente Handlung. Kennt man die Geschichten (was bei den meisten nicht der Fall sein dürfte, wird die Inszenierung doch ausschließlich mit dem Haus Usher beworben), kann man dem Ganzen natürlich dennoch folgen und bemerkt viele Details Meine beiden Begleiter, die zwar regelmäßige Theatergeher sind, aber von Poe davor nur den "Raben" kannten, hatten jedoch keine Chance der Inszenierung zu folgen. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Erzählungen von der Stimmung her doch sehr unterschiedlich sind, sodass ich die Brüche zwischen den einzelnen Szenen als zu stark empfand.

    Sehr gut gefallen hat mir allerdings die Ästhetik der Inszenierung. So gab es tolle und sehr unheimliche Schatteneffekte, viel Musik und generell viele interessante Darstellungen vor einem beeindruckenden Bühnenbild. Insofern kann ich das Stück dann doch empfehlen, wenn man Horrorliteratur und Theater mag. Ich rate aber dazu, die fünf Erzählungen vorab zu lesen.

    Zitat

    Die sehr freie Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte des Kultautors H.P. Lovecraft lässt in grausam-poetischen Bildern einen Mann um sein Leben und gleichzeitig um seine Erinnerungen kämpfen.

    https://www.henx.at/filme/das-bild-im-haus/


    Mich hat der Film nicht gepackt. Die Elemente, die ich an Lovecrafts Geschichte schätze - insbesondere die stimmungsvollen aber beklemmenden Naturbeschreibungen, die zunächst subtilen und dann zunehmend verstörenden Andeutungen zu Kannibalismus, die Frage, ob Buch und Haus mehr sind als gewöhnliche, unbeseelte Dinge - werden in dem Film kaum gestreift und von recht plakativer Brutalität und weiteren Handlungselementen überlagert, die mit der Geschichte nichts zu tun haben (ein Mord, seltsame Waldmenschen). Ich war auch jedes Mal etwas irritiert, wenn die Charaktere in österreichischem Burgtheater-Deutsch und vor - ich vermute steirischer - Waldlandschaft über Arkham und das nahe Meer sprachen. Hier verstehe ich nicht, warum man die Geschichte nicht gleich nach Österreich verlagert hat - steirische Täler können nach meiner Erfahrung mindestens so trostlos und unheimlich sein wie Neu-England. Schließlich muss ich auch zugeben, große Teile der Filmhandlung nicht verstanden zu haben. Das mag daran liegen, dass ich so gut wie nie Filme oder Serien sehe und mit dem Medium daher nicht vertraut bin - meinem Partner, der Cineast ist (dafür aber mit Lovecraft nichts am Hut hat) ging es jedoch nicht besser. Dennoch hat der Film meines Erachtens auch gute Elemente: Gefallen hat mir etwa die Wandlung des Hausbewohners vom Helfer in der Not zum Mörder. Das wurde gut dargestellt und war auch wieder näher an Lovecrafts Geschichte.


    Ich kann mir vorstellen, dass der Film für den einen oder anderen dennoch interessant und mit mehr Lovecraft-Filmerfahrung auch verständlicher ist. Er ist im Amazon Prime-Abo enthalten.

    Soweit ich das sehe, ist da aber seit der Ankündigung im Frühjahr nicht mehr viel passiert, bzw. zu hören gewesen, oder? Ich bin daher ja etwas skeptisch, ob man es alleine schaffen kann, 2 Rollenspielsysteme zeitnah und in guter Qualität zu übersetzen, während man daneben noch einen Shop betreibt. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren :)

    Aber warum muss das Abenteuer denn dadurch beendet werden? Die Charaktere könnten die Türe ja auch aufbrechen (macht Lärm), einer Wache den Schlüssel abnehmen, einen anderen Eingang suchen usw. Wenn Abenteuer von einer einzelnen erfolgreichen Probe abhängen, ist das mE einfach schlechtes Abenteuerdesign oder ein unflexibler Leitstil, aber keine Frage der Regeln.


    Ich stimme dir aber zu, dass es beim Rollenspiel nicht ums Gewinnen geht. Regeln sollten mE daher so gemacht sein, dass sie zu einer spannenden, dramatischen Geschichte beitragen. Und oft ist es spannender, den Charakteren etwas nicht gelingt oder wenn es nur mit zusätzlichen Schwierigkeiten gelingt. Ich lasse daher auch nur Würfeln, wenn ich das Gefühl habe, dass dies gerade zusätzliche Spannung bringt.

    Ich finde Forcieren spannend, wenn man einen etwas pulpigeren Stil haben möchte, da sich sowohl die Erfolgschancen als auch das Risiko erhöhen. Das kann zu mehr Drama und Action beitragen und bei pulpigeren Runden stört mich etwas mehr Metaebene auch nicht. Müssen die SpielerInnen selbst Vorschläge bringen, wie eine konkrete Situation forciert werden kann und was ein Scheitern bedeutet, fordert das auch die Kreativität auf SpielerInnenseite, was Runden ebenfalls bereichern kann. Die Einschätzung, dass die Regeln zum Forcieren schlecht designt sind, teile ich daher nicht. Es ist meines Erachtens eher eine Frage des gewünschten Spielstils. In meinen aktuellen CoC-Runden verwende ich Forcieren nicht, da wir da wir eher puristisch spielen. In einer Pulp Cthulhu-Runde würde ich es wohl schon verwenden.


    Was die Spielmechaniken und das Balancing betrifft, spricht denke ich nichts dagegen, wen Gruppen beschießen, auch bei Fhtagn forcierte Proben zuzulassen.


    Ich habe die Geschichte nun auch angehört und kann dir hinsichtlich der Beschreibungen durchaus zustimmen. Hier wird gleich zu Beginn eine sehr düstere Atmosphäre erzeugt und doch erstaunlich unverblümt an das Thema Nekrophilie herangegangen. Allerdings muss ich zugeben, dass mein Interesse an der Geschichte dann zusehends gesunken ist, da die Entwicklung zum Massenmörder recht bald vorgezeichnet ist und dann keine weiteten interessanten und überraschenden Entwicklungen folgen.


    Ich hatte außerdem den Eindruck, dass nur recht wenig an "Lovecraft" in der Geschichte steckt, was vermutlich vor allem daran liegt, dass ich sie nicht als "Kosmischen Horror" einstufen würde. Eine (kurze) Internetrecherche hat allerdings nicht viel darüber ausgespuckt, wie genau die Zusammenarbeit zwischen Lovecraft und C. M. Eddy Junior ausgesehen hat, weshalb ich hier nur Vermutungen anstelle.


    Insgesamt empfand ich die Geschichte als gut geschriebene, letztlich aber wenig originelle Gruselgeschichte.

    Ich habe gesehen, dass die Rollenspielartikel (im alten wie im neuen Wiki) derzeit sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Bevor ich hier neue Einträge anlege, hätte ich hier gerne eine Vereinheitlichung. Dazu hier ein Vorschlag mit der Bitte um Kritik: Vorlage Rollenspielsysteme

    Die Musik des Erich Zann für den geneigten Leser und Hörer

    Ich habe die Geschichte in der Festa-Ausgabe gelesen (also nicht gehört), irgendwie wollte der Funke aber nicht recht überspringen. Die Geschichte empfand ich nicht als unheimlich, da die Auswirkungen der Musik diffus bleiben und der Protagonist von den Geschehnissen unberührt erscheint. Es wirkt, als interessiere er sich vor allem dafür, besagtes Haus wiederzufinden, weshalb ich die ganze Zeit dachte: "So schlimm können die Erlebnisse demnach wohl nicht gewesen sein". Irritiert hat mich außerdem, dass die Geschichte einerseits nahe legt, dass der Ort der Geschehnisse und die gesuchte Straße von Bedeutung wären, später scheint dann hingegen die Musik zentral zu sein. Es kann aber sein, dass ich den Zusammenhang zwischen Musik, Haus und Straße einfach nicht verstanden habe.


    Ich schätze Lovecrafts Zugang, das Unheimliche nicht zu erklären, durchaus. In diesem Fall bleibt für mich aber zu vieles offen, um eine spannende Geschichte entstehen zu lassen.