Beiträge von Rix

    [mention]Panta Rhei[/mention]: Bei den Überlegungen zur Fertigkeitsliste hatte ich mir das so gedacht:


    Fotografie für den Journalisten fällt mit der ganzen anderen (Video- und Audio-)Aufnahmetechnik unter Überwachen. Was möglich ist hängt von der Zeit ab. Darunter fällt gegebenenfalls auch die Nachbearbeitung/Fälschung im Labor oder am Computer. Dafür haben wir eine eigene Fertigkeit, weil solche Sachen ermittlungsrelevant sind. Für Tonaufnahmen hätte man eine eigene Fertigkeit anlegen können, das wird dann aber zu speziell und meist will man zur Informationsgewinnung ja sowieso möglichst Bild und Ton. Wer künstlerisch oder handwerklich fotografiert, darf natürlich stattdessen auch gerne eine Kunst- oder Handwerksfertigkeit benennen.


    Spurenlesen fällt entweder unter Forensik oder unter Überleben. Wer sie nur finden, aber nicht interpretieren oder verfolgen möchte, kann auch Suchen verwenden.


    Vielleicht müssen wir da noch ergänzende Sätze in die Fertigkeitsbeschreibungen aufnehmen.

    Bitte nichts überstürzen und lieber intern nochmal genau durchdenken/diskutieren. Das hat Auswirkungen auf die Reihenfolge der Erstellung, die Punkteverteilung bei manchen Konzepten, die Zwischenszenen und diverse Optionalregeln.

    Mehr als +20% würde ich auch nicht verandschlagen. Aber +20% kann man schon machen bei Spielbeginn. Dann kann man ein Spezialtraining erwerben, statt eine Fertigkeit zu steigern. In diesem Fall würde ich aber generell auf die 10 statt 8 Fertigkeiten gehen am Anfang. Es hat schon einen Grund, warum die Dinger bisher nichts gekostet haben.


    Bei der Vorlage kosten die bewusst nichts, weil sonst ein Kommandosoldat mit den ganzen selten vorkommenden Sachen wie Gerätetauchen, Fallschirmspringen etc. nicht sinnvoll realisierbar wäre und die Fertigkeitspunkte sowieso recht knapp gewählt sind. Einen so richtig runden Charakter kann man damit nur bauen, wenn man sehr knapp überall bleibt. Ich persönlich verwende daher gern die Regelung für breitgefächerte Charaktere aus dem FHTAGN-Regelwerk. Dann haben Bundesagenten wenigstens auch 30% Erste Hilfe... (beim Polizisten automatisch verbaut!).


    Ein anderer Grund ist sicher, dass man die einzelnen Trainings nicht gegeneinander ausbalancieren muss. Wenn es zum Charakter passt und keine Fertigkeit dafür gibt, kann die SL einfach bestimmen, ob der SC es kann. Und dann ist es auch egal, ob sie das dann als einzelnes oder als mehrere Spezialtrainings notieren lässt. Ist für mich eigentlich grundsätzlich eine brauchbare Regelung.


    Es sind per Definition Sachen, für die es sich nicht lohnt eine extra Fertigkeit einzuführen und diese zu bezahlen. Deshalb nutzt man Fertigkeiten und Attribute, die der Charakter bereits besitzt und bezahlt hat.


    Wie gesagt, wenn sie nun etwas kosten sollen bei der Generierung, dann muss es dafür eine Kompensation geben.

    So richtig gruselig wird das Ganze für mich auch erst, wenn man die Ereignisse der Sammlung plus die True-Detective-Staffel als von einander unabhängige, aber dennoch verbundene Ereignisse innerhalb der selben fiktionalen Welt betrachtet.


    Immer wieder graben sich die Ereignisse rund um den König in Gelb in unsere Realität und in die Köpfe der Menschen. Immer wieder stammeln unabhängig von einander Menschen vom König in Gelb, vom Hali-See, von Carcosa... Immer wieder manifestiert sich das Muster und Menschen übernehmen die Rollen, die es auch in dem gleichnamigen Theaterstück gibt. Immer wieder führt dies zu Grausamkeit, Wahnsinn und Zerstörung.


    Sind das die Vorboten eines großen Ereignisses? Kündigen sie das Kommen des Königs an?

    Schau dir mal Night Floors für Delta Green von Dennis Detwiller an. Das hat auch mit dem König in Gelb und Carcosa zu tun. Soweit ich weiß, wird das Szenario in Dennis Detwillers neuen Kampagne zu dem Thema mit dem Titel Impossible Landscapes wieder auftauchen. Die Night Floors als Zugangspunkt für eine Rettungsmission zu nehmen, könnte interessant werden. Sie lassen sich sicher auch in die 1920er verfrachten. Das Konzept ist recht zeitlos.


    Als Anregung finde ich auch die Kurzgeschichtensammlung A Season in Carcosa ganz reizvoll. Die war wohl auch unter anderem eine Inspirationsquelle für die erste Staffel von True Detective.

    Update: Das überarbeitete Kapitel "Verbündete und Bedrohungen" ist ab jetzt verfügbar! Dort findet ihr nun den Teil zu den Nichtspielercharakteren, eine umfangreiche Sammlung von Kreaturenmerkmalen und einen Kreaturenbaukasten für eigene unnatürliche Schrecken. Die Spielwerte der unnatürlichen Wesen und der Tiere werden wir dann als nächstes noch etwas an den Baukasten angleichen und weiter vervollständigen.


    https://fhtagn-rpg.de/spielwelt#verbuendete-und-bedrohungen


    Viel Spaß beim Ausprobieren. Feedback, Wünsche und weiterführende Ideen sind wie immer willkommen!

    Ein Mangel an Ausrüstung ist normalerweise nicht notwendig. Mehr Feuerkraft macht meist mehr Probleme als sie löst. Sie schützt auch nicht gegen das Unnatürliche und seinen Einfluss auf den Geist der Charaktere. Vielleicht kann man ein Monster mit mehr Feuerkraft töten, aber ohne kluge Planung, eisernen Willen und extremes Glück endet es wahrscheinlich trotzdem in einem Desaster. Vielleicht ist das Viech einfach immun gegen Kugeln, vielleicht manipuliert die Charakter so, dass sie aufeinander schießen. Vielleicht dreht auch ein schwerbewaffneter Charakter komplett durch... Wenn es zum Szenario passt, ist Ausrüstung im Normalfall nicht das Problem. Man braucht sich darum also nicht zu viel den Kopf zerbrechen und kann sich den Buchhaltungsaufwand sparen.


    Manel entsteht eher durch körperliche Überanstrengung, psychischen Stress, Verletzungen, Zeitknappheit, fehlende Unterstützung, fehlenden Überblick und Wissensdefizit.

    Ich bin einfach zu oldschool was Computersysteme angeht. In meinem Kopf gibt es noch schwarze Bildschirme auf die man Textkommandos eingeben kann. So mit blinkendem Curser und so. Da braucht es garnicht unbedingt ein explizites Eingabefeld. ;)


    Man muss ja auch nicht zwangsläufig immer neue Charaktere ins Netzwerk einführen. Die Spieler können sich ja auch einfach von vorneherein überlegen, wie ihre neuen Charaktere dazugekommen sind und warum sie dabei bleiben, sobald die Spieler das grundsätzliche Konzept kennen. Das empfiehlt sich v.a. auch für Oneshots.


    Die ES bei den Organisationsformen sind empfohlene Mindestentwicklungsstufen (wie bei Waffen und Ausrüstung). Ab der angegegeben ES ist es denkbar, dass sich das FHTAGN-Netzwerk entsprechend bezeichnet.


    Danke für dein Feedback und deine Fragen!

    Normalerweise werden Aufgaben, die nicht unter akutem Zeitdruck, extremem Stress, ungünstigen Begleitumständen oder Lebensgefahr bewältigt werden, nicht gewürfelt. Stattdessen wird überprüft, ob der entsprechenden SC die nötige Fertigkeit auf einem entsprechenden Wert besitzt. Das gilt auch für die Recherche und Hinweissuche. Man muss also am richtigen Ort suchen und grundlegend dazu in der Lage sein.


    Um ein medizinisches Thema gründlich zu recherchieren und die entsprechende Fachliteratur dann auch zu verstehen, benötigt man beispielsweise einen entsprechenden Fertigkeitswert in Medizin. Je komplizierter ein Thema ist, desto mehr Fachkenntnisse benötigt man, um erfolgreich zu sein. Würfeln muss man dafür nicht - außer man wird gerade von einem besessenen Serienmörder durch die Bibliothek gejagt.


    Mit dieser Tabelle kann man als SL bestimmen, wie hoch der Wert sein sollte: https://fhtagn-rpg.de/regelwer…ung-von-fertigkeitswerten


    Eine Information zu finden und zu verstehen, mit der ein Student oder jemand anders mit soliden Grundkenntnissen klarkommen kann, erfordert 30%. Wenn man ein Experte sein muss, können es aber auch schonmal 60% sein. Wenn jeder das Thema verstehen kann, kann man auch Intelligenz statt einer Fertigkeit verwenden. Der Intelligenzwert steht unter anderem für die Bildung eines Charakters und auch für dessen Auffassungsgabe und Denkleistung. Das schließt auch die grundlegende Recherchefähigkeit mit ein. Meist hilft es aber nichts, nur das richtige Buch zu finden. Man muss es auch verstehen. Deshalb nimmt man meist stattdessen eine passende Fertigkeit. Damit fällt eine der klassischen Pflichtfertigkeiten schonmal weg.


    Bei der Tatortsuche geht es im Grunde ähnlich. Man sagt, wo man sucht. Als SL fragt man nach dem Wert in Suchen oder Forensik, vielleicht auch nach einer anderen passenden Fertigkeit wie Archäologie oder Überlebenskunst. Ist der Wert hoch genug, findet man den Hinweis. Offensichtliche Hinweise findet quasi jeder, der an der richtigen Stelle sucht. Die zentralen Hinweise sollten dann eben nicht zu sehr versteckt sein. Wenn ausschließlich ein Forensiker mit einem Wert von 80% den entscheidenden Hinweis finden kann, dann muss es in der Gruppe auch so jemanden geben. Wenn die SCs aber bei Nacht und Nebel einen Hinweis in einem dunklen und unaufgeräumten Büro suchen, bereits ein Alarm durch die Forschungseinrichtung dröhnt und jeden Moment schwer bewaffnete Sicherheitsleute den Raum stürmen können, dann ist auch hier eine Probe nötig. In solch einer Situation versagen auch Profis recht wahrscheinlich. Wenn sie später eine Gelegenheit erhalten, nochmal in Ruhe zu suchen, brauchen sie natürlich nicht mehr zu würfeln.

    Das stimmt. Wir diskutieren das nochmal, wahrscheinlich fliegt die Beschränkung raus. Die Trennung zwischen Berufs- und Hobbyfertigkeiten gibt es im Grunde sowieso nicht von der Seite des Regelwerks. Die Bonusfertigkeitspunkte können ja auch für eine besondere Schwerpunktsetzung innerhalb des Berufs stehen.


    Vielleicht dann so: "Verteile 400 Punkte auf die Basiswerte. Keine Fertigkeit darf dabei einen Wert über 60% erhalten."

    Danke für die Rückmeldung. Wenn dir noch was auffällt oder du noch irgendwelche Ideen oder Wünsche zu dem Thema hast, dann immer gerne her damit! Das hilft uns nämlich sehr!