Beiträge von Lexx

    Hallöle Leute

    Ich wollte euch mal erzählen was ich abseits des Rollenspiels in der Mythoswelt so getrieben habe und stelle hier mal kurz meinen Escape Room sowie meine Erfahrungen damit vor.
    Das Thema ist, wie der Name des Raumes erahnen lässt, das gelbe Zeichen, Hastur und der König in Gelb. Diese Themen werden aber nur unterschwellig angedeutet, da der Raum für Mythosuneingeweite geeignet sein soll und nicht durch zuuuu viel schwirbel schwurbel geistzerfressen von den Rätseln und der Lösung selbiger ablenken darf. Hält sich also im Hintergrund ist aber hier und da vorhanden.
    Geplant ist bzw war der Raum für die DeDeCo 2019. Wer das nicht kennt, das ist eine Anime/Manga-Con in der Messe Dresden. Chaotische Leute und Charaktere waren also zu erwarten.

    Der Inhalt des Raumes passt in zwei größere Kisten und der Ort an dem es stattfand wurde vorher komplett verdunkelt (sofern die grelle Notausgangbeleuchtung das zuließ). Er lies sich also recht gut auf- und abbauen.

    Sorry für die miese Bildqualität, Raum war aber recht dunkel bzw die Kamera machte das Bild mitunter zu dunkel oder hellte es zu sehr auf.
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    Der Schwierigkeitsgrad schwankt so zwischen einfach und mittelschwer, je nach dem welche Personen den Raum gerade versuchen zu lösen. Warum? Naja manche denken zu kompliziert und manche aber dafür nicht um die Ecke. Es gab insgesamt 16 Runden a 30 Minuten. Dabei stellte sich auch heraus, dass der Schwierigkeitsgrad für eine Gruppe bei 4-5 Leute deutlich sinkt aber bei 6 Leuten sprunghaft ansteigt. Sehr interessant was da teilweise für eine Gruppendynamik statt fand.

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    Die Gruppendynamik und die Art wie Leute komplex oder eben nicht denken, macht die Entwicklung eines Escape Rooms so schwer. Nicht nur ist es wichtig dass die Rätsel ineinandergreifen müssen aber gleichzeitig nicht zu viele Rätsel ähnlichen Schemas zur selben Zeit aktiv sein dürfen, sondern auch dass man nicht generell davon ausgehen sollte dass ein Rätsel zu leicht sei. Glaubt mir, es ist erstaunlich, bei was für einfachen Lösungen die Leute den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Selbst wenn sie ein Schriftstück gefunden haben was ihnen im Prinzip alle Lösungsmöglichkeiten auf dem Teller serviert und sie dann nur noch Spaß mit dem abarbeiten und dem AHA-Effekt zu haben brauchen, sitzen viele da und wundern sich warum sie nicht auf die richtige Methode kommen. Oft haben sie den Zettel einfach nur grob untersucht und dann weg gelegt, als einfach doch mal endlich den Text zu lesen ^^

    Naja, trotzdem haben von den 16 Runden 9 den Raum geschafft. Nur eine gescheiterte Gruppe hing an einem Rätsel in der Mitte und kam nicht weiter. Die restlichen Gruppen die es nicht schafften, dachten beim letzten Rätsel einfach zu kompliziert. Keiner von ihnen meinte aber hinterher "wie soll man den darauf kommen".

    Wie dem auch sei, es hat sehr viel Spaß gemacht so einen Raum zu entwickeln und war mal eine nette Abwechslung.


    Kurz vor Ende bin ich doch noch schwach geworden ...

    Hat schon jemand praktische Spielerfahrung gesammelt?

    Im Grundprinzip ist es wie Zombicide. Nur levelt man halt nicht, sondern wird nur durch Ausrüstung- und Bewusstseinskarten besser.
    Die zwei Hauptmechaniken die sich von Zombicide abheben, sind einmal die feste Rundenzahl mit festen Punkten an denen etwas passiert (meistens das Spiel verschlimmert) und Vernunftsmarkermechanik.
    Jeder Charakter hat min eine Fertigkeit die es einem erlaubt Vernunft zu erleiden (ganz miese Formulierung; positiv konnotierter Begriff für etwas negatives; hätte es eher Stress genannt), um teilweise mächtige Kräfte einzusetzten.
    Hat man dann aber irgendwann ein Monster getötet und die ist vorher diese Marker nicht wieder los geworden, so muss man je nach Monster eine gewisse Anzahl dieser Marker auf die Wahnsinnsseite umdrehen. Hat man dann drei oder mehr Marker mit der Wahnsinnsseite nach obe da liegen, wirft man sie ab und erhält eine Wahnsinnskarte.
    Hat man aber keine Vernunftsmarker auf seinen Charakterbogen liegen und müsste jetzt Marker umdrehen, so darf man für jeden Marker denn man nun nicht umdrehen kann eine Bewusstseinskarte ziehen. Die bringen einem selbst oder mitunter der ganzen Gruppe tolle Vorteile.
    Es hat aber auch einem Vorteil wenn man mal Wahnsinn erleidet. Jeder Charakter kann nur eine gewisse Anzahl an Vernunftsmarker einsetzten. Hat man diese Zahl erreicht, so kann man seine Fertigkeiten die Vernunft benötigen nicht mehr einsetzten. Muss man aber ein/zwei Marker umdrehen, so kann man diese Fertigkeiten wieder ein/zwei mal einsetzten da ja wieder weniger Vernunftsmarker daliegen.
    Man muss also eine gewisse Waage halten wie man dass nun verwendet.

    Was mich aber stört, ist der Umstand, dass das Spiel abartig schwer ist. Wir sind Mission I 5x angegangen und sind 5x gescheitert. Zu wenig Zeit, zu schwere Ziele für die geringe Zeit und die Verderbnisleiste die einem alle 3 Runden (je nach Mission unterschiedlich da die Leiste jedesmal neu zusammengestellt wird) Spiel 20-30% schwerer macht. Und dass ist zu viel, da der Schwierigkeitsgrad ohne diese Sperenzien schon hoch genug ist. Es gibt zwar einen "einfacheren" Schwierigkeitsgrad bei dem alle Charaktere je eine Spritze mit unterschiedlicher Wirkung als Anfangsausrüstung bekommen aber die reichen da auch nicht.

    Außerdem können sich Räume in eine pervertierte Form verwandeln (was sie auf dauer auch alle tun) und so das Spiel noch einmal erschweren. Denn nur dort können dann auch Monster neu entstehen.

    Trotzdem sind die Grundmechaniken mal was anderes und ich muss da auch mal den Fluff besonders hervorheben. Der ist eine Mischung aus dem Cthulhumythos, Event Horizon, Deadspace und Sphere. Teilweise recht gut (Schreibstil lassen wir mal aufgrund der Übersetzung außen vor) und überall in der Missionsbeschreibung als Intro/Outro, der Charakterbögen und den anderen Karten (teilweise recht ausführlich) verteilt. Gefällt mir sehr gut.
    Ich sage auch meinen Spielern immer, dass sie bitte allen Flufftext auch vorlesen sollen. Selbst wenn sie mal mehr als eine Bewusstseinskarte bekommen. Es schafft halt eine schöne Atmosphäre.

    Hier mal ein Introtext einer Mission:
    Du spürst, wie das Gehirn dich Stück für Stück auseinander reißt, während der Mann auf dem Operationstisch (vermutlich Dr. West) weiter auf sich selbst einhackt. Überall um dich herum hörst du Schreie und Schmerzenslaute, aber du weißt nicht, ob sie von deinen Begleitern, dir selbst, vom Mann auf dem Tisch oder dem Gehirn stammen. Vielleicht von allen zusammen.
    Das Wohnzimmer hinter dir wird aufgerissen. Holz splittert, Fenster zerbersten. Hinter dem Riss öffnet sich die verdreht pulsierende Albtraumwelt und offenbart ihre schauderhaften Bewohner. Du siehst geköpfte Opfer, die behelmten Sammler sowie Kreaturen, die aussehen, als wären sie zerlegt und anschließend aus verschiedenen mutierten Einzelteilen wieder zusammengenäht worden. Vielleicht sind diese Wesen die Überbleibsel der Experimente, die euch auf diesem Horrortrip begegnet sind.
    Die Zerlegten strömen brüllend in den Raum und auf euch zu. Doch anstatt ihre Zähne und Klauen in euer Fleisch zu rammen, ziehen sie an dir und deinen Begleitern vorbei. Ihr Rausch gilt dem Gehirn, das sie, von schaurigem Geheul begleitet, mit ihren spitzen Zähnen in Stücke reißen und die graue Masse mit Ekel erregenden Geräuschen verschlingen.
    Als es dem Mann endlich gelungen ist, einen seiner Arme abzusägen, beginnt er zu wimmern. „Ich habe euch erschaffen“, sagt er. „Ein Stück von mir selbst und Liebe, als wärt ihr meine eigenen Kinder. Und so dankt ihr es mir? Wollt ihr mich erzürnen? Fein, ihr habt es so gewollt!“

    Oder hier mal von einer Bewusstseinskarte (die Texte könnten auch Handouts im RPG sein):
    „Erst als wir unsere Boote erreicht hatten,wagten wir es, einen Blick zurück zu werfen.Die ganze Insel schien ein- und auszuatmen,die Wände des Tunnels wölbten sich, bevor sieeinsickerten und der Schlund des Tunnelszusammenbrach. Wir schnappten uns ein Bootund schoben und ruderten so schnell, wie esunsere Arme erlaubten. Als Blake und ich an demersten der hervorstehenden Felsen vorbeifuhren,warf Smith einen weiteren Blick zurück. Seinerwilden, unkontrollierten Schreie wegen schautenwir zurück. Was wir sahen, war eine Blasphemie,die so entsetzlich war, dass meine Worte michvöllig im Stich lassen.“
    – Ward Phillips –

    Haaach, ich bin da echt hin und her gerissen. Es ist atmosphärisch und spannend aber es ist auch teiweise echt unfair und auf dauer geht da der Spielspaß runter.

    So, nachdem die Woche fast um ist muss ich sagen ... seufz ... das Loch in das man nach der Con fällt ist diesmal wieder größer als gedacht. Es fällt mir immer echt schwer nach dem Himmelhochjauchzen wieder auf den Boden der Realität zu kommen. Nirgendwo habe ich jedes Jahr eine so hohe und sympathische Dichte an Leuten die dem eigenen Hobby frönen. Nicht mal auf den zwei eigenen Cons in Dresden wo ich Cthulhu mit schäumenden Mund gegen die Meinung, dass das Rollenspiel ja nur was halbgares für zwischendurch wäre, verteidigen muss.
    So viele gute Ideen, so viel Leidenschaft und Hingabe sieht man selten. Das gilt für die Con an sich sowie für die Runden und Programmpunkte.
    Ich vergleiche das ein wenig mit Cthulhu selbst. Fast das ganze Jahr dämmert bei mir CoC so vor sich hin und öffnet jeden Monat ein/zwei mal müde für einen mittelguten Snack die Augen, nur um dann vier Tage lang mal so richtig auszurasten. Dann schunkelt es ein paar Tage nach (gute Ideen werden nieder geschrieben und Vorsätze fürs kommende Jahr gefasst) und verfällt wieder in katatonisch Lethargie.

    Das ist Leiden auf hohem Niveou.

    P.S.: Es ist schade dass es so wenige Bilder in der Galerie gibt. So kann man sich nicht wirklich ein Bild von der Con machen und in Erinnerungen schwelgen (gilt auch für die alten Cons). Leider verpenne ich es selbst immer zu fotografieren.

    Mir ist im Supporterforum heute im Rahmen einer anderen Veranstaltung folgende Burg über den weg gelaufen. Ob man dort eine Con ausrichten kann ... keine Ahnung. Sie schaut jedenfalls groß und verwunschen aus.

    http://www.burg-breuberg.de/startseite/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Breuberg

    Liebe Mitwahnsinnige,

    erst einmal meinen herzlichen Dank an alle für die wundervolle AnRUFung 18! Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht.

    Für eine Convention, ein Happening gleich welcher Art oder jegliche andere Veranstaltung werden immer wieder fantastische Orte gesucht. Daher möchte ich hier eine Sammlung ins Leben RUFen, die solche widergibt, und mache hiermit den Anfang: Viele Grüße,

    http://www.lnarecastle.cz/accommodation_de.htm

    BlackTie

    Ja, schöner Ort aber außer für die wenigen Leuten aus dem Osten (z.B. mir), wäre eine Anreise eeeecht weit. Liegt doch der Großteil im Westen und Süden.
    Dann ist dann die Frage ob dann anstelle weniger diesmal viele bluten müssen.

    Sagt mal, stimmt das Gerücht, das Cthulhuwebshop abgesagt hat? Das wäre für meine Mitfahrerin und gute Freundin mehr als übel, da sie bei ihm zwei Runden hat und es ihre erste Con ist (insgesamt hat sie drei Runden ergattert).
    Letztes Jahr erwischte es meinen anderen Mitfahrer, so dass er nur in einer Runde dabei war und selber eine Runde (über zwei Blöcke) leitete. Er war daher mehr als nur enttäuscht von der Con zurück gefahren.

    P.S.: Bitte jetzt nicht schreiben "es gibt noch schöne Workshops und das Whisky Tasting was sie besuchen kann".

    Also ich werds jetzt so machen, da ich das Rollenspiel DREAD als Geschenk zum GB bekam, biete ich Samstagabend das Insmouthszenario aus dem Regelbuch an. Gegebenenfalls werde ich das nich modifizieren. Sollte ich mit den Vorbereitungen nicht zurande kommen, werde ich noch mal „Vergessen im Schnee“ oder „Was wird hier gespiel?“ anbieten.
    Jetzt ist natürlich die Frage, ob es denn für so eine halbspontane Extrarundeeinen noch einen geeigneten Raum gibt?
    Kann man da was machen?

    P.S.: ich bringe wieder die Bewertungszettel für die Spielrunden mit. Es sind noch viele vom letzten mal übrig geblieben. Wäre natürlich schön wenn die bei der Begrüßung am Do nochmal erwähnt würden.

    Hach weniger als 2 Wochen und ich sehe mal endlich normale Leute (wieder). :tulu:

    Naja leider seid ihr mit eurem Wissen Meilen weit voraus wenns ums Quiz geht. Da habe ich jetzt nicht wirklich Chancen. Welcher Charakter in welcher Lovecraftgeschichte wie hieß ... mann es braucht schon ewig bis ich mir die Namen von Freunden merken kann ^^
    Und Malorca habe ich auch schon überlegt aber ... es ... es ist Malorcaparty. Ich mag die Musik nicht, ich mag saufen nicht und ein Partymensch bin ich jetzt auch nicht gerade.
    Von daher ...

    Habe schon überlegt ob ich Docksite Dogs anbiete. Aber ob ich dafür noch nen passenden Raum finde? Naja mal sehen. Vielleicht meldet ja noch wer was an wo ich rein kann.

    Zitat

    Was macht diese Fussball-WM-Abenteuerabstimmung unter "Neuigkeiten aus der Redaktion"? Ich schüttel gerade echt nur noch den Kopf über diese Aktion.


    Naja Sinn sehe ich schon dahinter. Er will halt DAS beste Szenario auf spielerische Weise herausfinden. Wahrscheinlich in der Hoffnung damit mehr Leute zu erreichen als mit einer normalen Umfrage. Die Frage ist eher, wer kennt den wirklich ALLE Szenarios davon um das wirklich zu beurteilen.

    Ich habe das "Herzblut" ins Spiel gebracht. Das scheinen mir manche ein wenig krumm genommen zu haben, obwohl ich gleich klargestellt habe, dass ich nicht die Autoren etc. meine, sondern den Verlag. Um das weiter zu verdeutlichen habe ich das Beispiel der Würfel gebracht.

    Ich denke ich habe dich schon verstanden was das Herzblut angeht.
    MMn steht dem leider (wie vorher schon mal erwähnt als es um Design ging) die neue Preispolitik entgegen die mit den Rollenspielbüchern gefahren wird. Herzblut kostet Geld und das scheint mit 19,90€ fürs GRW nicht zu klappen. Und warum klappt das gefühlt bei SR? Wenn ich das richtig sehe, wird da das Design 1 zu 1 übernommen und übersetzt. Da passt das Gesamtpaket und es sieht dann in DE auch toll aus und es sieht nach mehr Herzblut aus. Was ich aber von Chaosium gesehen habe ist dagegen recht ... schlicht. Wenn das dann übernommen würde sehe das dann auch ... schlicht aus. Wir stülpen aber nach der Übersetzung das eigene (leider ebenfalls schlichte) Design darüber. Das schaut dann im Gesamtlook recht unmotiviert aus und eben halt auch nicht nach Herzblut.
    Ich muss auch zugeben dass ich den PULP-Band eigentlich toll finde, er aber nicht nach PULP ausschaut. Leider. Da wäre mehr drin gewesen. Aber dass ist eben mMn nicht möglich bei der aktuellen Preispolitik.
    Und da nach meinem Gefühl bei den Rollenspielen Cthulhu beim Verlag an letzter Stelle steht, wird dann eben mal nicht schnell beim Würfelproblem gehandelt. Ich glaube auch, dass der Verlag nicht wirklich glaubt das Cthulhu in nächster Zukunft gut Geld abwirft. Kann sein dass da dann deswegen nochmal an der Kostenschraube gedreht wird. Oder wie ist es zu erklären, dass ich seit 1 1/2 Jahren kein Supportmaterial zum Verteilen bekomme obwohl ich da ständig nachfrage? Selbst auf der SPIEL ist da beim Verteilmaterial eine recht unausgewogenen Quantität festzustellen bei dem Cthulhu den Kürzeren zieht.
    Wie gesagt ich habe das Gefühl dass es so ist.

    Zitat

    Ok, bei dem Preis kann man glaube ich nicht große Ausgaben für Layout und Bebilderung erwarten. Soweit ich das auf der RPG bei der Verlags-Podiumsdiskussion verstanden habe, sind das mit die größten Kostenfaktoren.


    Das ist mir schon klar aber man wird doch nocht träumen dürfen ^^

    Zitat

    Und zu Degenesis Rebirth habe ich, bis auf das grandiose Design, nur sehr wenig positives gehört. Bringt dann auch nichts.


    Naja, es ist, sagen wir mal so, kein einsteigerfreundliches System. Eher etwas für "Profies" (ich schließe mich hier mal aus) die normalen Rollenspielwelten nicht mehr viel abverlangen können. Es ist eine sehr komplexe Welt mit einer Tonne Hintergrundwissen die die Spieler erst einmal verdauen müssen. Ich finde sie aber so besonders, dass sie ebenfalls eine Serie auf Netflix sein könnte (eines der Ziele der Entwickler). Stellt euch die Komplexität und Mysteriösität der Serie The Expanse vor und multipliziert das mal mit 2.
    Leider Ist das ganze auch ein schwerer Brocken für den SL. Die Bücher sind eher wie Romane aufgebaut die man sich erst einmal durchlesen sollte bevor man spielt. Gute Romane aber eben Romane. Die wichtigsten Spielewerte sind dann zwar hervorgehoben oder an den Rand verschoben aber sagen einem überhaupt nicht wenn man nicht alles gelesen hat. Vieles ist auch in einem seltsamen Schreibstil geschrieben. So liest es sich manchmal eher wie eine Prophezeiung als eine Geschichte (gilt insbesondere für die nun fertig erschienene Kampagne). Aber wenn man dann erst einmal durch ist denkt man über Vieles ein paar Tage nach.

    Aber keine Angst, das Regelbuch ist eigentlich recht leicht verständlich, gut strukturiert und die Regeln selber sehr simpel.

    Die Einstiegshürde ist extreeeem Hoch wegen der Komplexen Welt aber wenn man einmal drin ist ... hui

    Was mich neben der teilweise schrecklichen Covergestaltung auch noch seit Langem stört (es gibt aber auch schöne Gestaltungen darunter, soviel muss ich zugeben), ist die uninspirierte Gestaltung der Bücher generell. Versteht mich nicht falsch, sie erfüllt ihren Zweck. Aber es fehlt irgendwie an ein wenig mehr Atmosphäre. Leider besonders in den einzelnen Szenarien. Ich mochte die Aufmachung des alten NOW-Settings. Da gab es Bilder und Zeichnungen die die Umgebungen und Personen abbildeten aber auch sich auf einzelnen Szenen bezogen und veranschaulichten. Da kommt beim Lesen leichter Stimmung hoch. Aktuell sieht man meistens nur Bilder von Orten, Gebäuden und Personen die auch so in jeder historischen Zeitung stehen könnten. Eher Fotoalbum als Gruselkabinett ^^
    Ausnahmen bilden da meines Erachtens nur die englischen Übersetzungen wo es Zeichnungen gibt die die Szenen untermalen.
    Wie man an den Publikationen von Cthulhus Ruf sieht kann man auch viel mit einer abwechslungsreichen variation des Layoutdesigns erreichen. Stattdessen wird sich sklavisch am einmal erstellten Layoutdesign gehalten.
    Ich habe mal ein paar mal Mäuschien am Verkaufsstand unserer Cons und in meinem Stammladen gespielt und einige male hörte ich etwas in der Richtung "Was ist das? Ne scheut jetzt nicht besonders aufregend aus". Es muss jetzt nicht ein Grafik- und Layoutporno vom Schlages eines Degenesis Rebirth sein aber ein wenig mehr Atmosphäre unterstützende Grafik fände ich schon schön. Im Moment kommt die düstere Stimmung nicht wirklich auf wenn man so die Publikationen durchblättert. Das war mMn bei NOW aber auch beim alten Layout anders.
    Bei der alten Edition, wo es noch die für Viele schrecklichen grauen Hintergründe gab, war es durch die vielen Schmuckelemente (Fliegen, Flecken, gerissenen Rändern und schummrigen Hintergrundgrafiken an manchen Stellen hinter dem Text) deutlich atmosphärischer. Hätte natürlich noch mehr sein können aber immerhin. Das neue Layout entfernte nicht nur den gehassten grauen Hintergrund sondern gleich 90% der Schmuckgrafiken.
    Sehr schade und mMn ebenfalls ein Rückschritt. Da sticht kaum etwas aus dem Markt hervor.

    Ja ... das mit den Würfeln war schon blöd. Wobei meines Wissens das ein Problem von Dritten war und Pegasus irgendwann die Nase voll hatte und irgend welche Würfel rein getan hat. Leider merkt man dieses "Nase voll haben" der Wahl der Würfel an da sie sehr langweilig sind. Mir ist auch jedes Jahr bewusst, wenn ich auf der SPIEL supporte, das Cthulhu bei den Rollenspielen gaaaanz hinten steht. SR unf 7. See ist da leider wichtiger. Ich denke wenn sich das System nur etwas schlechter verkaufen würde wärs das gewesen.
    Klar, den meisten wäre das dann egal da sie ja genug im internationalen Markt finden (was auch teilweise deutlich besser ist) aber die deutschen Muttersprachler hätten dann das Nachsehen (ich bekenne mich mal hier schuldig).
    Obwohl Heiko Gill oft kritisiert wird, kann man ihm denke ich keine Leidenschaftslosigkeit vorwerfen. Er versucht das Ding einigermaßen mit regelmäßigen Veröffentlichungen am Leben zu erhalten.
    Was mich am meisten stört, ist dass es kaum "wirklich" neues gibt, bzw vieles ein "brauche ich nicht" bei mir hervorruft. Dieses zerfasern der Berufe in einzelne (wenn auch recht günstige) Bücher finde ich schrecklich. Warum das ganze nicht in einen Band packen?
    Außerdem fände ich es toll wenn die Abwechslung mehr in Richtung Cthulhus Ruf geht. DAS war abwechslungsreich.
    Experimentierfreudigkeit fehlt mir. Aber in diesem Fall sind da glaube ich Heiko die Hände gebunden, da der Verlag lieber "klassische" Sachen sehen will. Ab und Zu ein NOW-Szenario als Alibiabwechslung und fertig.
    PULP hat da schöne neue Ansätze aber erstens ist das nur ne Übersetzung und zweitens wird das wohl wieder schnell in der Versenkung verschwinden (siehe Gaslicht und Janus).
    Kurzum, es Könnte vieles besser sein aber es könnte auch schlimmer sein.

    P.S. Die Covergestaltung finde ich nebenbei teilweise auch hanebüchen. Besonders wenn der Fotograf männliche Models nimmt. Die sehen dann oft aus als kämen die frisch abgeschminkt aus einer Transvestitenshow (siehe Spielerkompendium und die oberen 10.000).