Beiträge von Nils

    Ich würde es auch bevorzugen, sich bei einem Termin auf eine gute Auswahl zu fokussieren und dann wiederum zu neuem Stoff überzugehen. Wir könnten vorab Vorschläge sammeln und schauen, ob wir uns auf eine Auswahl einigen können.


    Ich habe das Buch leider noch nicht, nach längerer Wartezeit hat mein Buchhändler die Bestellung gestern storniert ("wegen Brexit").

    Und eins steht fest: schwülstig schreiben konnte Dumas auf jeden Fall.

    Ich hatte letztes Jahr Die drei Musketiere gelesen und stellte Ähnliches fest. Allerdings fiel es mir ob des Tempos insgesamt und der unterhaltsamen Szenen nicht weiter negativ auf.

    Gunnar Lott und Christian Schmidt arbeiteten beide früher für die GameStar. Gunnar war sogar Chefredakteur. :)

    Ah! Dann haben diverse Folgen Raumschiff GameStar ihre Wirkung über die Jahrzehnte nicht verloren. :D

    Bei Stay Forever handelt es sich um einen Podcast über klassische Videospiele.


    Jüngst war die dLG in Person von Rahel zu Gast.


    Zitat

    Die sensationelle Rahel Sixta Schmitz, Journalistin, Autorin, Wissenschaftlerin und Mitglied der „Deutschen Lovecraft-Gesellschaft“, hat sich netterweise bereit erklärt, mit Gunnar zusammen einen Podcast lang das zu erforschen, was Fans „den Mythos“ nennen – das weit verzweigte Lovecraft-Universum, randvoll mit älteren Göttern, wahnsinnige Kultisten und einem Horror, der über den Verstand von Menschen hinaus geht.


    ... zur Folge: Die Welt von H. P. Lovecraft



    Andere Folgen mit einschlägigem Inhalt, die mir als Non-Gamer aufgefallen sind:


    75 - Alone in the Dark


    109 - Shadow of the Comet

    Danke für diese interessante "Klassiker"-Besprechung mit erfreulich klarer Kante. Dies kann nur hilfreich dabei sein, Enttäuschungen zu vermeiden. Ich habe den Band zwar (ebenso den dazugehörigen zweiten) aus Gründen der Vollständigkeit mal billig angeschafft, aber ich verspürte nie große Lektüre-Lust, und nun hat sich die Sache wohl endgültig erledigt.

    Ich bin grundsätzlich auch pulpig-abenteuerlichen Ansätzen gegenüber offen und mag auch Occult Detective Fiction, daher finde ich sowas wie den Hexer von Salem grundsätzlich interessant. Aber Hohlbein hat einfach so eine miese Schreibe... nee, kann ich nicht lesen. Sehr ärgerlich, dass z. B. auch seine Indiana-Jones-Romane durch seinen schlechten Stil komplett unbrauchbar werden.


    Ich habe ein paar Kurzgeschichten von Lin Carter aus unterschiedlichen Anthologien gelesen und fand sie eher nicht gut geschrieben und vom Inhalt auch wenig ergiebig. Ein bisschen wie Ramsey Campbell, nur schlechtere Prosa. Für mich ist Carter hauptsächlich als Dunsany-Herausgeber interessant.

    Ich meine schon, dass Lovecraft solche Kriterien erfüllt.

    Okay, das würde ich in vielen Fällen tatsächlich so nicht oder nur sehr begrenzt sehen. Interessant.



    Ich behaupte sogar, dass es möglich ist, Geschichten zu schreiben, die – ohne irgendein Element des C.-Mythos zu enthalten – näher an Lovecraft sein können als viele der sog. Mythos-Autor*innen.

    Das ist gar keine Frage, meine Argumentation bzgl. Ligotti schließt exakt an diese Beobachtung an.

    Ligotti scheitert an der Pulp-Kompatiblität

    Das ist zwar gemeinhin zutreffend, ich würde dieses Kriterium aber doch zur Debatte stellen. Auch Lovecraft ist nicht in allen Momenten Pulp-kompatibel, vergleicht man seinen Stil mit dem anderer Autoren der Zeit (dass er trotzdem gedruckt wurde, sei es drum). Das ist natürlich eine These von mir, aber ich finde, dass einige von HPLs besten Stories so gar nicht pulpig wirken.


    Ligotti ist insofern unverzichtbar, als dass er Lovecrafts philosophischen Strang aufnahm, Ich erinnere mich gern an die Erstlektüre von The Conspiracy against the Human Race, auch wenn es natürlich hoch spekulativ ist und eher Sachbuchcharakter hat, aber dennoch war das Buch für mich ein lovecraftiger Genuss ersten Ranges, getragen vom True-Detective-Fieber zugegebenermaßen.

    So, ich habe mal gestöbert. Es fällt mir, wie prognostiziert, wirklich schwer, positive Beispiele zu finden. Oder sollte ich sagen: Ich finde niemanden?


    Graham Masterton? Nicht. Whitley Strieber?... Nicht. Lin Carter? Auch nicht wirklich. Tim Curran? Oh nee.... Über Leute wie Peter Straub oder Hohlbein brauch man ja gar nicht erst reden.


    Bleibt mir eigentlich nur Ligotti. Vielleicht kenne ich aber den großen Nachfolger bislang auch einfach nur nicht.

    Ich gehöre ja zu den 5 Menschen auf der Welt, die mit King so gar nichts anfangen können und seine Bücher für aufgebläht erachte....

    Ich bin auch einer von denen. ^^


    Ligotti würde ich auch weit oben platzieren. Campbell... hm, ich fand die Geschichten, die es bei Festa gibt, vor Jahren ziemlich durchschnittlich. Aber ich müsste wohl noch mal neu lesen, um mir ein Urteil erlauben zu können. Von Kiernan habe ich auch noch nichts gelesen.


    Ansonsten werde ich mal mein Regal durchstreifen, ich habe aber den Verdacht, dass es neben Lovecraft selbst für mich nur wenige Autor*innen gibt, denen ich folgen würde (selbst im Zirkel ist ja nicht alles Gold, was glänzt).