Beiträge von Rahel

    Rahel hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Zitat
    Das Literaturteam der dLG plant einen Essayband zum Thema "Kulturelle Spiegelungen zwischen H. P. Lovecraft und Deutschland".

    Was haltet ihr denn von Lin Carter? Hab ich selbst nie gelesen, ist aber ein Name, der immer wieder auftaucht (sogar schon hier im Thread).

    Die "Hexer von Salem"-Bücher habe ich ebenfalls nie gelesen. Ich erinnere mich aber, dass ich als laufender Meter Hohlbein ganz gut lesen konnte, inzwischen aber nicht mehr. Vielleicht eine Einsteigerdroge?

    Ich behaupte sogar, dass es möglich ist, Geschichten zu schreiben, die – ohne irgendein Element des C.-Mythos zu enthalten – näher an Lovecraft sein können als viele der sog. Mythos-Autor*innen.

    Da bin ich voll bei dir - und genau das betrifft nicht nur Literatur, sondern auch Medien wie Film, Comics und Spiele. Eben weil Kulturschaffende dann kosmischen Horror erzeugen können, ohne explizit den Regeln/Traditionen/Historie des Mythos gerecht werden zu müssen.

    Zum Eingrenzen der Frage: Sowas wie Edward Lee zählst du nicht dazu? Aufgrund stilistischer Überlegungen? Er hat ja durchaus Mythos-eske Geschichten geschrieben (nicht, dass die qualitativ gut wären).

    Doch, ich fürchte, der gehört eigentlich auf die Liste... Persönliche Vorlieben mal hin oder her.

    Klar, Ligotti hab ich in meiner Aufzählung ganz vergessen!

    Okay, ich geb's zu, das ist im Prinzip ein ganz ähnlicher Thread wie bei den Videogames auch :D Derzeit befasse ich mich eben mit Lovecraft in der Popkultur...

    Also: Wenn einmal vom Lovecraft-Zirkel absieht...was sind eurer Meinung nach die Lovecraftschsten/Cthulhoidesten Autor*innen, die man gelesen haben muss? Was sind die wichtigsten Werke, die direkt oder indirekt auf den Mythos Bezug nehmen?

    Ich fang mal mit einer kleinen Liste an, um den Faden anzustoßen:

    • Stephen King
    • New Weird-Autor*innen (Clive Barker, China Miéville, Neil Gaiman, Jeff VanderMeer, ...)
    • Caitlin Kiernan
    • Ramsey Campbell

    Generell fällt mir auf, dass ich persönlich mich viel schwerer damit tue, Lovecraftsche Literatur zu benennen (im Vergleich zu bspw. Videogames oder Filmen). Ich schätze, das liegt daran, dass es deutlich mehr Material in diesem Medium gibt. Aber wenn mich jetzt jemand nach einer "Top 5 der wichtigsten posthumen Einflüsse Lovecrafts auf die Literatur" fragen würde, dann stünde ich vermutlich erst einmal auf dem Schlauch.

    Spielt eigentlich jemand von Euch "Fallen London"?

    Fallen London selbst nicht, hab aber Sunless Sea und Sunless Skies gespielt.

    Weitere empfehlenswerte cthuloide Spiele:

    - The Innsmouth Case

    - Call of Cthulhu

    - The Sinking City

    - Shadows of the Comet

    Mit The Innsmouth Case habe ich angefangen; dann haben mich jedoch zwei Dinge zum Abbruch gebracht: 1) die Animationen - die waren für mich zu unstimmig. 2) Schon wieder eine Innsmouth-Hommage - davon habe ich inzwischen einfach zu viele. Bei Shadow of the Comet war das noch neu; heute ist es das nicht mehr.

    Mh, naja - da kann ich dir nicht ganz so zustimmen. Text-Adventures, beispielsweise, umgehen das Problem natürlich, indem sie eben...Text-Adventures sind. Ich denke hier spezifisch an Anchorhead. Aber ja, sobald es Spiele sind, die explizit visuell erzählen wollen, wird es schwierig. Aber ich finde eben auch da, dass bspw. Eternal Darkness das gut schafft, genau wie Amnesia - beides Spiele mit Sanity Mechanics (wie eben auch Call of Cthulhu).

    Bei Dark Corners of the Earth weiß ich nicht, wie gut die Spielmechanik funktionierte - bei FPS bin ich immer erst einmal skeptisch, denn da wird (sofern es kein Stealth-Game ist), der Fokus ja auf eine recht mächtige, waffenwedelnde Spielfigur gelegt. Ich hab DCE nie gespielt, kann es daher nicht beurteilen.

    Jupp, da haben wir schon sehr viele meiner Highlights (definitiv Eternal Darkness) 8|

    Ich persönlich mag oft aus nostalgischen Gründen die alten Games sehr - von Text-Adventures wie Anchorhead bis hin zu Shadow of the Comet, obwohl ich viele dieser Spiele deutlich später gespielt habe, als sie eigentlich erschienen sind. Also eher... Retro-Gründe 8o

    Zu The Shore bin ich noch nicht gekommen; generell habe ich das Gefühl, dass der Videogame-Markt in den letzten Jahren in Sachen Cthulhu explodiert ist - da komm ich persönlich nicht mehr wirklich hinterher. Das neuste Call of Cthulhu fand ich in Ordnung; war ein netter Nachmittagssnack und ich habe mich gefreut, dass es ein recht stressfreies Spiel war. Wichtiger Gedanke hier: Ich hab mir das Spiel von einer Freundin ausgeliegen; hätte ich bei Release den Originalpreis dafür bezahlt, hätte ich es wahrscheinlich an die Wand geschmissen.

    Guten Tag liebe Kultistinnen und Kultisten!

    Ich beschäftige mich derzeit mit Lovecraftschen/Cthulhoiden Videospielen. Da würde es mich sehr interessieren, was Eure persönlichen Top 5 (oder Top 10, wer nicht an sich halten kann) sind - und vor allem, warum?

    Es dürfen Games aus allen Genres und jedem Jahrzehnt sein. 8)

    Liebe Grüße,

    Rahel

    Ich mag die Idee, dass jeder kurz sein Fazit ausformuliert. Wie sehen die anderen das?

    Und wie wollen wir abschließend über die nächste Lektüre entschließen? Ich hätte gesagt, wir setzen erstmal einen Stichtag für Literaturvorschläge an und wählen dann.

    Wollen wir für den LcOnline eine kurze Nachlese zum gestrigen Treffen verfassen? Wollte mir eigentlich Notizen dafür machen, hab es aber verbummelt, da ich aktuell nicht Zuhause bin 🙄. Hat von den anderen Teilnehmern jemand ein paar Stichpunkte festgehalten?

    Eine weitere Idee wäre, weiter bei den Klassikern der Gothic Fiction zu bleiben. Da wäre beispielsweise Lewis' The Monk eine Option.

    Auch die Idee der Weird Women fand ich spannend - das ist dann mal ein Teil der Literaturgeschichte, der recht unbekannt ist.