Gute Nachrichten: ich dachte ursprünglich auf Zanata müssten die Inhalte der CC BY-SA unterliegen, was sich jedoch als Irrtum herausstellte. Die Übersetzungen werden jetzt mit der CC 0 lizenziert, sind also quasi gemeinfrei (evtl. bestehende Rechte bleiben erhalten).
Jeder darf damit machen was er will, also auch z.B. alle Werke als Buch oder eBook vertreiben (frei oder kommerziell) oder Teile daraus verwenden, um Rollenspielwerke zu erstellen (*hust* [mention]Case[/mention]
).
Zum Projekt:
Zanata ist eine Plattform für Web-basierte Übersetzungen, die von Red Hat entwickelt und betrieben wird. Damit werden normalerweise Quellcodes in andere Sprachen übersetzt und damit Anwendungen lokalisiert. Es ist aber auch erlaubt, andere Inhalte damit zu übersetzen, solange man die Rechte dafür hat. Lovecrafts Werke sind in den USA Public Domain (gemeinfrei), weshalb dieses Projekt möglich ist.
Die Übersetzungen werden wie gesagt auch gemeinfrei sein.
Um alle Werke Lovecrafts ins Deutsche zu übersetzen brauchen wir geschätzt etwa 2800 Stunden. Das klingt nach viel, aber wenn 54 Helfer pro Woche eine Stunde investieren würden wäre das in nur einem Jahr geschafft. :kulhu:
Für jede Hilfe bin nicht nur ich euch dankbar, sondern sicher auch alle Generationen nach euch, die sich an den Werken erfreuen können.
Kleiner Tipp: Die kurzen Geschichten kann man schnell alleine Übersetzen, was noch mehr Spaß macht ![]()
Als Beispiel die erste Geschichte, die ich schon übersetzt hab (The Slaying of the Monster![]()
ZitatAlles anzeigen
Tötet das Ungeheuer!Von R. H. Barlow und H. P. Lovecraft
Groß war das Geschrei in Laen; denn Rauch war in den Hügeln des Drachen erblickt worden. Das hieß sicher des Monsters regte sich – das Monster, das Lava spuckte und die Erde erschütterte, als es sich in seiner Tiefe wandte. Und als die Männer von Laen miteinander sprachen, schworen sie, das Monster zu töten und seinen feurigen Atem davor zu bewahren, ihre Minarett-besetzte Stadt zu versengen und ihre Alabasterkuppeln umzustürzen.
So war es, dass sich bei Fackellicht gar hundert der kleinen Leute sammelten, bereit das Böse in seiner versteckten Feste des Hungers zu bekämpfen. Bei Einbruch der Nacht machten sie sich auf, in zerlumpten Reihen zu den Vorbergen unter den glänzenden Mondstrahlen zu marschieren. Voran schien eine brennende Wolke klar durch die purpurne Dämmerung, ein Lotse zu ihrem Ziel.
Um der Wahrheit willen ist zu erwähnen, dass ihre Lebensgeister schwanden, ehe sie den Feind erblickten, und als der Mond sich trübte und das Kommen der Morgendämmerung von bunten Wolken angekündigt wurde, wünschten sie sich mehr denn je zu Hause zu sein, Drachen oder kein Drache. Aber als die Sonne aufging fassten sie neuen Mut, packten ihre Speere und trotteten entschlossen den restlichen Weg entlang.
Wolken schwefeligen Rauchs hingen wie Sargtücher über der Welt, verdeckten sogar die gerade aufgegangene Sonne, und wurden stets durch missmutige Atemzüge aus dem Maul des Monsters befüllt. Kleine Zungen hungriger Flammen ließen die Laenier rasch über die heißen Steine gehen. „Doch wo ist der Drache?“ raunte einer – ängstlich und hoffend, er würde die Frage nicht als Einladung annehmen. Vergebens schauten sie – dort war nichts handfest genug es zu erschlagen.
Ihre Waffen schulternd gingen sie erschöpft heim und dort errichteten sie eine Steintafel, ihr Wirken eingemeißelt – „GEPLAGT VON EINEM WILDEN MONSTER ZOGEN DIE TAPFEREN BÜRGER VON LAEN AUS, ERSCHLUGEN ES IN SEINEM FURCHTBAREN HORT UND RETTETEN DAS LAND VOR EINEM GRÄSSLICHEN UNTERGANG“.
Diese Worten waren schwer zu lesen, als wir den Stein bargen aus seinen tiefen, uralten schichten aus verkrusteter Lava.
Wenn ihr mithelfen wollt oder Teile dieser Übersetzung besser machen würdet, auf zum Projekt ![]()