Beiträge von derTräumer

    [mention]Chris[/mention]
    Die andere Seite von Kubin hab ich hier tatsächlich auch, den hab ich vergessen zu erwähnen. So schlechten Eindruck wie bei dir hat er bei mir tatsächlich nicht hinterlassen, aber das ist vielleicht ein Thema für einen eigenen Topic.

    [mention]Arkham Insider Axel[/mention]
    Ja, das ist tatsächlich richtig, weil für mich Storm (regional bedingt) immer dazu gehört und das 19. Jh. einfach literarisch extrem wichtig ist. Zum Beispiel schätze ich auch Kleist sehr, der wirklich großartige Geschichten hinterlassen hat und ja in begrenztem Rahmen auch etwas zur Phantastik beigetragen hat.

    Generell wäre das Optimum in meinen Augen für dieses Topic eine Chronologie der deutschen Phantastik.

    Liebe Freunde,

    in den letzten Tagen fiel mir auf, dass ich persönlich zwar ziemlich fit in der englisch sprachigen Phantastik bin, aber über die heimischen Gefilde außer ein paar großen Name (Ewers, Kafka, Kubin, Meyrink ) wenig kenne.

    In diesem Topic soll es nicht um zeitgenössische Autoren (sagen wir seit den 80ern) gehen, sondern um den Zeitraum 1700-1979.

    Ich selbst habe hier

    Robert N. Bloch:Jenseits der Träume: Seltsame Geschichten vom Anfang des Jahrhunderts. Suhrkamp. 1990
    Lars Dangel: Wahngebilde. Edition CL. 2016
    Lars Dangel: Hinter dem Quecksilber. Edition CL. 2017
    Gustav Mayrink: Der Golem. Anaconda. 2006
    Gustav Mayrink: Fledermäuse. Müller. 1999
    Theodor Storm: Mondschein über dem Deich. Spukgeschichten und Märchen. Fischer. 2011


    Postet gern Autoren, Geschichten, Einschätzungen. Ich bin neugierig!

    Das ist Wandreis "einziger Roman im Cthulhu-Mythos". Findet man unter anderem bei Wiki unter dem Namen "The Web of Easter Isles", unter diesem und etwas von Derleth editiert ist die Geschichte damals bei Arkham House erschienen. Dann, nach Wandreis Tod, hatte sich ja der Verlag Fedogan & Bremer gegründet, um die Geschichten der beiden Wandreis zu veröffentlichen und dort ist es dann unter dem ursprünglichen Namen erschienen. Eine Neuauflage in Softcover kam dann vor zwei Jahren.

    Es gäbe ja sagenhaft viel tolles Material.
    Ich würde mein linkes Bein geben, wenn Festa in der gewohnten Qualität Donald Wandreis "Dead Titans Waken" übersetzen würde oder die Geschichten von Henry S. Whitehead. Da hatte ich sogar mal sehr kurz mit Festa drüber geschrieben, aber da scheint die Motivation raus zu sein. Warum auch, wenn Horror- und Military-Porn sich anscheinend besser verkaufen...

    ... schrieb ich neulich und las soeben: Der Festa Verlag hat für 2020 Donald Wandreis "Dead Titans, Waken" als einen der wohl letzten Bände der H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens angekündigt. Freude!!!

    Klasse Christopher, freut mich, dass du dabei sein wirst.
    Ich schlage vor, wir lassen den Buchclub auch im November/Dezember Rundbrief mal auftauchen.

    Kurz zum Ablauf: am 01.01.2020 hat jeder, der mitmachen möchte im idealfall das Buch gelesen? Anschließend wird einfach ohne größere Moderation/Vorbereitung diskutiert?

    Ja, ich empfand Schalken halt als ziemlich holperig und dieses Ende nach dem Ende macht die Geschichte auch nicht besser für mich.

    Ich hab hier noch den Suhrkamp-Band "Die besessene Baronette" liegen, der kommt jetzt auf den Nachttisch.

    Nächsten Monat wird dann nochmal geshopt... da sind ein paar Bücher zu Le Fanu, die ich unbedingt haben will... nicht zuletzt "The House by the Churchyard"...

    So, durch. Hier mal kurz meine Gedanken zu den letzten beiden Geschichten:

    Grüner Thee - wirklich gut! Wirklich, wirklich gut! Bisher seine stärkste Geschichte.Es geht um zu viel Tee und einen Dämonen-Affen, klingt komisch, ist aber eine der stärksten Geschichten, die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

    Der Traum des Trunkenbolds - ein heruntergekommener Trinker bekommt eine zweite Chance, die er nicht zu nutzen weiß. Eine schöne und kurzweilige Geschichte, doch, sie kommt im Buch nach Grüner Thee. Wäre sie davor gekommen, hätte sie wohl besser dagestanden, aber nach dieser tollen Geschichte verblasst diese sehr gute leider etwas.

    Ich bleibe dabei: Le Fanu ist wunderbar. Jeder sollte zumindest etwas von ihm gelesen haben. Ich werde mich nun noch weiter in diesen Autor stürzen.

    [mention]Nils[/mention]
    In der Tat ist der Band nicht neu. Der kam damals als Begleiter für die dreibändige Selected Letters der Robert E. Howard Foundation Press 2014 raus. Liegt bei mir seit 2015.

    Relativ neu sind diese Bücher zu REH:

    https://www.amazon.de/dp/1614982589/?coliid=IRZEYCEU64BCW&colid=5NM7FPMEGIED&psc=1&ref_=lv_ov_lig_dp_it

    und

    https://www.amazon.de/dp/0998701025/…lv_ov_lig_dp_it


    https://www.amazon.de/dp/1683900979/…lv_ov_lig_dp_it

    Davon würde ich in jedem Fall abraten. Ich habe mir da und dort solche Ausgaben besorgt und es war immer ein Reinfall. Oft gibt es gar keine Anmerkungen.

    Ähnliches habe ich auch befürchtet, sodass ich bisher nie zu soetwas gegriffen habe. Außerdem, da bin ich Old School, finde ich es gut, "echte Bücher" zu kaufen, wenn es den Text so gibt. Ich finde es bedenklich, dass irgendwelche Menschen einfach gemeinfreie Texte über Selfpblishing-Dienste vertreiben. Das ist wortwörtlich eine billige Masche. Da kaufe ich den Text lieber von einem echten Verlag und weiß, das da Menschen ihren Lohn für erhalten; und dort ist ja so ein Titel auch nur Teil der Mischkalkulation.

    Ich hab zwar die Piper-Gesamtausgabe aus den 90ern hier liegen, dennoch habe ich mich entschieden, in die Elfenbeinverlagausgaben zu investieren.
    Dieser Verlag ist - soweit ich das bei einem schnellen Blick sehen konnte - kein dezidierter Phantastikverlag und ich möchte unterstützen, dass ein Verlag das Wagnis eingeht, Machen im 21. Jahrhundert erneut in Deutschland zu veröffentlichen.

    Jetzt zu meinem ersten Blick auf das Buch "Die drei Häscher", welches gestern bei mir ankam:
    Klasse, dass eine zusätzliche Geschichte (zum Band aus den 90ern) enthalten ist. Ebenso klasse, dass ein Vor- und ein Nachwort enthalten sind.
    Auch die Optik des Bandes ist meisterlich.
    Das einzige Manko ist das Material des Einbands. Es handelt sich um ein Hardcover mit bedrucktem, unlakiertem Karton. Optisch ist das toll, aber wenn ich dieses Buch nun in meinem Rucksack mit in die Bahn nehme, wird es wesentlich mehr Schaden nehmen als etwa Bücher mit lackiertem Cover oder ähnliches.

    Das ist natürlich nur ein kleiner Malus und das wichtigste ist, dass Machen endlich in einer Ausgabe in Deutschland erhältlich ist, die dem Mann und seinem Werk zur Ehre gereicht.

    Ich bin natürlich dabei. Leider bin ich noch unschlüssig, welche Edition und Sprache ich nehmen soll. Am besten wäre eine "Annotated Edition", aber ich möchte nicht auf eine dieser Independent Publishing/Created Space Ausgaben zurückgreifen. Wer weiß wie gut die Annotationen dort sind ... .

    Hat da jemand eine gute Ausgabe?

    Sonst würde ich wohl der Bequemlichkeit zu Liebe zu einer Übersetzung greifen, wenn ich schon keinen inhaltlichen Mehrwert bekommen kann.
    Da denke ich an diese Ausgabe:
    https://www.amazon.de/Das-Schloss-Ot…ps%2C207&sr=8-1

    Ich freue mich zumindest sehr auf dieses Projekt und hoffe, dass wir noch weitere Mitstreiter finden.

    Da hab ich diese wundervolle Topic zu lange nicht besucht.
    Wie alles bei Derleth gibt es Licht und Schatten.
    Seine Regionalliteratur ist zum Teil wirklich gut (für Nicht-Phantastik). Ich hab hier einige Bände und kann Walden West wirklich empfehlen.
    Seine Mythos-Geschichten sind - wenn man ehrlich ist - auch besser als ihr Ruf. Problem ist hier, dass sie - natürlich - immer an HPL gemessen werden, ein Vergleich der relativ unfair ist.
    Seine Pons Geschichten... da habe ich nur 3 oder 4 gelesen, fand sie aber durchaus unterhaltsam.
    Und jetzt die Geistergeschichten. Die sind doch ziemlich solide. Ich würde sie nicht mit M.R. James vergleichen, aber, wenn man günstig an eine Ausgabe von "Mr. George and Other odd Persons" kann man ruhigen Gewissens zugreifen.