Drygolstadt – Idyllischer Ort im alten Ostpreußen

Ein paar Zeilen über die Entstehung

von Steam­Tin­ke­rer | 11.09.2018

Drygolstadt – Idyllischer Ort im alten Ostpreußen

Dry­gol­stadt – Idyl­li­scher Ort im alten Ost­preu­ßen

Im Juni die­ses Jah­res erblick­te mit „Dry­gol­stadt – Idyl­li­scher Ort im alten Ost­preu­ßen“ erst­mals ein inof­fi­zi­el­les Quel­len­buch für das Pen&Paper-Rollenspiel Call of Cthul­hu, wel­ches hier­zu­lan­de als H. P. Love­crafts Cthul­hu bei Pega­sus Spie­le erscheint, aus mei­ner Feder das Licht der digi­ta­len Welt. Damit ist für mich ein Her­zens­wunsch in Erfül­lung gegan­gen. Seit jeher bin ich ein Fan von Orts­be­schrei­bun­gen, wie bei­spiels­wei­se Have­na (Das Schwar­ze Auge) oder Cor­ri­nis (MIDGARD – Das Fan­ta­sy-Rol­len­spiel). Und genau so eine Orts­be­schrei­bung woll­te ich schon immer für Call of Cthul­hu haben. Doch mei­ne Orts­be­schrei­bung soll­te nicht irgend­wo ver­or­tet sein, son­dern im Deutsch­land der 1920er Jah­re, sprich: in der Wei­ma­rer Repu­blik.

Ich hat­te also die Idee und mach­te mich schon wenig spä­ter dar­an, die­se umzu­set­zen. Dies war aller­dings nicht so ein­fach, wie ich anfangs dach­te. Zunächst such­te ich mir einen Ort aus. Schnell wuss­te ich, dass der fik­ti­ve Ort, der zum dama­li­gen Zeit­punkt noch kei­nen Namen hat­te, in Ost­preu­ßen lie­gen soll­te. So hieß die nord­öst­li­che Regi­on der Wei­ma­rer Repu­blik, die heu­te zu Polen und Russ­land gehört. Auf Ost­preu­ßen kam ich, weil ein Teil mei­ner Vor­fah­ren von dort stamm­te. Ich sel­ber hat­te mit der Regi­on bis­lang nur sehr wenig Berüh­run­gen und schon gar kei­ne Ahnung, wie es dort in den 1920er Jah­re über­haupt aus­ge­se­hen hat­te. Also begann ich zu recher­chie­ren. Dabei durch­fors­te­te ich die Wei­ten des Inter­nets, schau­te mir ent­spre­chen­de Doku­men­tar­fil­me an und besorg­te mir Bücher mit Bild­ma­te­ri­al und Tex­ten.

Allein die Recher­chen nah­men eine Men­ge Zeit in Anspruch. Nach­dem ich die­se abge­schlos­sen hat­te, konn­te ich mich end­lich an die eigent­li­che Arbeit machen und begann mit dem Schrei­ben. Dabei kam ich auf den Namen „Dry­gol­stadt“. Bei mir ist es so: Wenn ich erst ein­mal ange­fan­gen habe, spru­deln nur so die Ide­en aus mir her­aus. Also hau­te ich in die Tas­ten, so doll es nur ging. Ich gewöhn­te mir sogar an, Noti­zen zu machen, wenn ich zum Bei­spiel im Park unter­wegs war und mir irgend­et­was Inter­es­san­tes in den Sinn kam oder ich etwas sah. So füg­te sich ein Stein auf den ande­ren. Irgend­wann waren die Tex­te fer­tig. Jetzt ging es an die Text­kor­rek­tu­ren. Dank Twit­ter fand ich inner­halb kür­zes­ter Zeit Unter­stüt­zung. Wäh­rend sich die Tex­te also in der Kor­rek­tur befan­den, konn­te ich Ann-Marie Rech­ter, eine gute Freun­din, zunächst als Zeich­ne­rin und spä­ter auch als Lay­ou­te­rin gewin­nen. Denn das Lay­ou­ten eines Buches hat es wirk­lich in sich und nimmt erneut eine Men­ge Zeit in Anspruch. Die­se war, auf­grund unter­schied­li­cher Din­ge, bei mir rar.

In mei­nem Blog – Steam­Tin­ke­rers Kabi­nett des Wahn­sinns – infor­mier­te ich die inter­es­sier­ten Lese­rin­nen und Leser stets über den Stand der Din­ge. Für mich war es wich­tig, allen Inter­es­sier­ten zu ver­mit­teln, dass es sich bei „Dry­gol­stadt“ um kei­ne „Ein­tags­flie­ge“ han­del­te. Im Juni 2018, recht­zei­tig zur Nord­Con in Ham­burg, war es dann end­lich soweit. „Dry­gol­stadt – Idyl­li­scher Ort im alten Ost­preu­ßen“ war fer­tig und ging online. Als kos­ten­lo­ser Down­load ver­steht sich. Inner­halb weni­ger Tage bekam ich wert­vol­les Feed­back aus der Com­mu­ni­ty. Die­ses woll­te ich unbe­dingt umset­zen. Des­halb ent­schloss ich mich, „Dry­gol­stadt – Idyl­li­scher Ort im alten Ost­preu­ßen“ zu über­ar­bei­ten. Kor­rek­tu­ren wur­den ein­ge­ar­bei­tet, neue Orte beschrie­ben und eine neue Kar­te gezeich­net. Im August 2018 waren die Arbei­ten an Ver­si­on 1.1, wie ich die über­ar­bei­te­te Fas­sung nann­te, abge­schlos­sen und gin­gen online.

Damit ist das Kapi­tel „Dry­gol­stadt“ aber noch lan­ge nicht abge­schlos­sen. Ganz im Gegen­teil! Zur anRU­Fung 2018 prä­sen­tier­te die Deut­sche Love­craft Gesell­schaft, zurecht vol­ler Stolz, die Schnell­start­re­geln zu FHTAGN, dem haus­ei­ge­nen Pen&Paper-Rollenspiel. Sobald das Grund­re­gel­werk als Buch erschie­nen ist, möch­te ich gern eine Vari­an­te von „Dry­gol­stadt – Idyl­li­scher Ort im alten Ost­preu­ßen“ auf Basis der FHTAGN-Spiel­re­geln her­aus­brin­gen. Aber auch sonst habe ich noch so eini­ges vor: In Form des „Dry­gol­städ­ter Beob­ach­ters“ möch­te ich rund um Dry­gol­stadt berich­ten. Das kön­nen Aben­teu­er­vor­schlä­ge, InGame-Gescheh­nis­se und so wei­ter, sein. Die 1920er Jah­re bie­ten ja so viel Stoff. Auf mei­nem Blog gibt es eine Sek­ti­on, die sich schlicht „Dry­gol­stadt“ nennt. Dort stel­le ich alles Mate­ri­al kos­ten­los zur Ver­fü­gung.

Ich freue mich, wenn ich mit mei­ner Arbeit Spie­le­rin­nen und Spie­lern eine Freu­de berei­ten kann, indem sie span­nen­de, cthuloi­de Aben­teu­er in Dry­gol­stadt erle­ben.

Abschlie­ßend möch­te ich eine Dank­sa­gung an Tho­mas M. Weg­ho­fer und Micha­el L. Jae­gers aus­spre­chen. Sie haben sich die Mühe gemacht und die Tex­te kor­ri­giert. Ein Dan­ke­schön geht an Ann-Marie Rech­ter. Ihre Zeich­nun­gen zie­ren das Quel­len­buch und sie hat einen wahr­lich tol­len Job beim Lay­out gemacht. Vie­len Dank an Pega­sus Spie­le, die sich als sehr koope­ra­tiv erwie­sen und mir die Erlaub­nis erteil­ten, die Spiel­re­geln von Call of Cthul­hu bezie­hungs­wei­se H. P. Love­crafts Cthul­hu ver­wen­den zu dür­fen. Und zu guter Letzt bedan­ke ich mich bei der Deut­schen Love­craft Gesell­schaft, dass ich deren Logo ver­wen­den darf.

Euer Steam­Tin­ke­rer

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