Gesichter der Gesellschaft

Schatzmeister Christian Heißler

von Nils Gam­pert | 17.06.2018

In der Rei­he Gesich­ter der Gesell­schaft wol­len wir uns, den Ver­ein, die Deut­sche Love­craft Gesell­schaft e. V. vor­stel­len. Ein Ver­ein lebt von Betei­li­gung und die geschieht durch Men­schen, die sich enga­gie­ren und mit Elan bei der Sache sind. Wir wol­len dem Rech­nung tra­gen und der bun­des­wei­ten Ver­eins­struk­tur Gesicht und Pro­fil geben. In unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den wer­den wir an die­ser Stel­le Per­so­nen vor­stel­len, die in irgend­ei­ner Art und Wei­se für die dLG arbei­ten und wir­ken.
Den Anfang macht Schatz­meis­ter Chris­ti­an Heiß­ler.

Christian Heißler

Liebt Hea­vy Metal und Love­craft: Chris­ti­an Heiß­ler (Foto: Nadia Qua­ran­ta)

LC-O: Hal­lo Chris­ti­an! Erst­mal vie­len Dank, dass du dir die Zeit für die­ses klei­ne Inter­view nimmst!
Chris: Für den Ver­ein doch immer ger­ne!
LC-O: Stell dich doch bit­te ein­mal kurz vor! Wer bist du, wo kommst du her, was machst du?
Chris: Chris­ti­an, 37 Jah­re alt, wohn­haft in Nürn­berg. Ich arbei­te im kauf­män­ni­schen Bereich in einem mit­tel­stän­di­schen Fami­li­en­un­ter­neh­men in der Regi­on.
LC-O: Wann und wie bist du denn auf H. P. Love­craft gesto­ßen?
Chris: Etwa mit 15 Jah­ren. Ich habe damals sehr viel Ste­phen King gele­sen. Irgend­wo fiel dann mal der Name Love­craft, und ich habe mir dann den Suhr­kamp-Band Stadt ohne Namen geholt. Die titel­ge­ben­de Sto­ry, Das Fest und Das Bild im Haus haben Ein­druck hin­ter­las­sen, der Rest war damals noch nicht so meins. Spä­ter habe ich dann ande­re Sachen gele­sen und wur­de begeis­ter­ter Leser von Love­craft.
LC-O: Vie­le im Ver­ein haben einen Rol­len­spiel­hin­ter­grund. Du ja auch, soweit ich weiß.
Chris: Auf jeden Fall. Vor etwa 15 Jah­ren habe ich das Rol­len­spiel Call of Cthul­hu ent­deckt. Anfangs konn­te ich mei­ne Mit­spie­ler damit nicht begeis­tern, seit eini­gen Jah­ren ist es aber mein Haupt­sys­tem. Heu­te inter­es­sie­re ich mich dar­über hin­aus für das kom­plet­te Leben und Werk von HPL, sei­ne Ein­flüs­se auf die Pop­kul­tur und auch die ande­ren Weg­ge­fähr­ten, Vor­bil­der und Nach­fol­ger.
LC-O: Was reizt dich an der Mate­rie beson­ders?
Chris: Ich mag den kos­mi­schen Hor­ror, die neu­en Pfor­ten, die Love­craft auf­ge­sto­ßen hat. Ich mag das sub­ti­le Grau­en, wel­ches nach und nach auf­ge­baut wird. Es klingt ver­mut­lich so, als müss­te ich das sagen, aber: Ich inter­es­sie­re mich wirk­lich für alle Facet­ten um Love­craft und sei­nen Mythos!
LC-O: Eine ganz­heit­li­che Her­an­ge­hens­wei­se also.
Chris: Ja, wobei PC-Spie­le bei mir aktu­ell nur am Ran­de lau­fen, was aber eher an Zeit­grün­den liegt. Die letz­ten zwei Jah­re hat die Sekun­där­li­te­ra­tur ste­tig an Bedeu­tung gewon­nen.
LC-O: Was hast du neben Love­craft denn sonst noch für Inter­es­sen?
Chris: Ich lese all­ge­mein ger­ne, bin gro­ßer Film- und Seri­en­freund. Mei­ne gro­ße Lei­den­schaft neben Lite­ra­tur ist Musik, beson­ders Hard­rock und Hea­vy Metal, aber auch Singer/Songwriter, Irish Folk und mehr. Rol­len­spiel und LARP neh­men eben­falls einen gro­ßen Teil mei­ner Frei­zeit in Beschlag. Mit Freun­den unter­wegs sein, Brett­spiel­aben­de, Rei­sen, Mit­tel­al­ter­märk­te… da gibt es viel! Mein Inter­es­se für Fuß­ball ist etwas geschwun­den, aber den „Glubb“ (1. FC Nürn­berg) ver­fol­ge ich immer. Wie sich das eben für einen Nürn­ber­ger gehört.
LC-O: Wann und wie bist du zur dLG gekom­men?
Chris: Über das Rol­len­spiel. Ich war auf der anRU­Fung 2015 dabei und dort bin ich dann Mit­glied gewor­den.
LC-O: Was machst du in der dLG kon­kret?
Chris: Ich bin Schatz­meis­ter und damit auch Mit­glied des Vor­stan­des. Ansons­ten bin ich auch 1. Ansprech­part­ner für das all­ge­mei­ne Orga-Team, Teil der anRU­Fungs-Orga und unter­stüt­ze ein wenig im Pres­se­team. Wir Vor­stän­de ver­su­chen auch alle ande­ren Berei­che zu unter­stüt­zen wo wir kön­nen, man hat also auch immer ein Ohr bei der Redak­ti­on, dem FHTAGN Team und den diver­sen gro­ßen und klei­nen (För­der-) Pro­jek­ten.
LC-O: Ein beein­dru­cken­des Arbeits­pen­sum! Was moti­viert dich?
Chris: Es macht unglaub­lich Spaß, mit ande­ren Leu­ten zusam­men Love­craft bekann­ter zu machen, Pro­jek­te zu ver­wirk­li­chen, wie etwa die anRU­Fung. Mit vie­len Mit­glie­dern und Amts­trä­gern ver­bin­det mich in den letz­ten Jah­ren auch eine Freund­schaft. Daher ist es zwar manch­mal zeit­in­ten­siv und stres­sig, macht aber mit sol­chen Leu­ten rich­tig Spaß. Ich sehe den Ver­ein schon wie eine klei­ne Fami­lie.
LC-O: Enga­gierst du dich neben der Ver­eins­ar­beit noch in ande­ren Pro­jek­ten?
Chris: Ich war etwas über zwei Jah­re in einem Jugend­treff in Erlan­gen aktiv, dem Metal­club „New Force“. Die Belas­tung wur­de mit Job, Pri­vat­le­ben, Hob­bys und zwei Ver­ei­nen aber dann zu viel. Jetzt kon­zen­trie­re ich mich voll auf die dLG und Pro­jek­te aus des­sen Umfeld.
LC-O: Wo möch­test du mit der dLG hin?
Chris: Wach­sen, mehr Auf­merk­sam­keit errei­chen. Es wäre groß­ar­tig, wenn man bei Love­craft irgend­wann auch sofort an den Ver­ein denkt. Wir wol­len Bin­de­glied zwi­schen allen „Erben“ Love­crafts sein, ver­net­zen, Kon­tak­te knüp­fen, auch ins Aus­land. Ich hof­fe auf vie­le tol­le Ver­an­stal­tun­gen, Ver­öf­fent­li­chun­gen und Pro­jek­te, die durch den Ver­ein umge­setzt wer­den kön­nen.

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