Team-Event 2018

Die Deutsche Lovecraft Gesellschaft e. V. auf Gut Dankerode

von Niels-Ger­rit Horz | 31.05.2018

Die Bombe tickt!

Die Bom­be tickt …

Sie kam ange­rannt, in ihren Hän­den eine schwe­re Kis­te. „Eine Bom­be! Sie wird den gan­zen Berg spren­gen, wenn ihr nichts unter­nehmt!“ Kal­ter Schweiß perl­te von mei­ner Stirn.
Wie waren wir bloß in die­se Situa­ti­on gekom­men?!
Es begann am Frei­tag, dem 25. Mai. Die Deut­sche Love­craft Gesell­schaft e. V. hat­te zum Team-Event gela­den. Als wir am Gut Dan­ke­ro­de in Roten­burg an der Ful­da, im Her­zen Deutsch­lands, anka­men, hat­te der Abend bereits begon­nen, die Son­ne vom Him­mel zu zie­hen. Im Gast­haus des Hofs geneh­mig­ten wir uns eine Stär­kung, fach­sim­pel­ten und unter­hiel­ten uns über alle mög­li­chen cthul­hui­den und non-eukli­di­schen Din­ge. Der Abend ende­te bei ein paar frän­ki­schen Bie­ren mit viel guter Lau­ne und der ein oder ande­ren Seri­en­emp­feh­lung.
Am nächs­ten Mor­gen nach einem reich­hal­ti­gen Früh­stück bra­chen wir auf zum Alhei­mer, einem Berg, nur eini­ge Kilo­me­ter weit ent­fernt. Dort, in einem Wald am Fuße des fast 550 Meter hohen Him­mels­pfei­lers, begeg­ne­ten wir ihr. Schnell erklär­te sie uns noch, dass der Berg von Angrei­fern bela­gert wer­de, die auch uns auf den Fer­sen sei­en. Ganz klar, es muss­te sich um Kul­tis­ten eines ande­ren Gro­ßen Alten han­deln … Die Kis­te mit der Bom­be tick­te und uns fiel auf, dass meh­re­re Schlös­ser an ihr befes­tigt waren, wel­che wir dadurch öff­nen kön­nen wür­den, dass wir die in ihr ver­bor­ge­nen Rät­sel lös­ten. Unser Weg und die Rät­sel führ­ten uns berg­auf. Oben, auf der Spit­ze erblick­ten wir eine Krie­ger­ge­denk­stät­te und einen zu ihr gehö­ren­den Aus­sichts­turm. Die Gedenk­stät­te erin­ner­te mit ihren fächer­för­mig ange­ord­ne­ten Ste­len eher an einen gehei­men Kult­platz und uns war sofort klar, war­um die­ser Berg gesprengt wer­den soll­te. Doch dank unse­res über­le­ge­nen Wis­sens und eines Quänt­chen Glücks gelang es uns, alle Rät­sel zu lösen und die Bom­be zu ent­schär­fen. Stol­zen Haup­tes konn­ten wir den Heim­weg antre­ten. Die Gefahr war gebannt und die Her­zen der anwe­sen­den Gäs­te des Bier­gar­tens am Fuße des Ber­ges glüh­ten vor Dank­bar­keit.

Stol­zen Haup­tes konn­ten wir den Heim­weg antre­ten. Die Gefahr war gebannt …

Viel Engagement braucht viele Schultern

Sorg­fäl­tig bespra­chen wir die Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te, Erfol­ge und Pro­ble­me des letz­ten Jah­res

Tat­säch­lich hat­ten wir ein Escape Game, genau­er gesagt einen Escape Forest, absol­viert und kehr­ten gut gelaunt und etwas stolz zu unse­rer Unter­kunft zurück.
Nach die­ser heik­len Situa­ti­on ging es erneut ans Ein­ge­mach­te:
Sorg­fäl­tig bespra­chen wir die Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te, Erfol­ge und Pro­ble­me des letz­ten Jah­res. Dabei stell­ten wir fest, dass der Ver­ein auf einem guten Weg ist, jedoch die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger mit­tel­fris­tig durch brei­te­res Enga­ge­ment ande­rer Mit­glie­der ent­las­tet wer­den müs­sen, um die aktu­el­le Qua­li­tät der Ver­eins­ar­beit hal­ten zu kön­nen.
Auch die Zukunft war ein The­ma: Da die Deut­sche Love­craft Gesell­schaft mitt­ler­wei­le vie­le För­der­pro­jek­te und eige­ne Kam­pa­gnen betreut, war es wich­tig, dass all die­se – auch die, die am Hori­zont erst zu erah­nen sind – vor­ge­stellt und bespro­chen wur­den. Gera­de das vom Ver­ein initi­ier­te Rol­len­spiel FHTAGN kann hier als gutes Bei­spiel genannt wer­den, denn viel Enga­ge­ment und Kön­nen flie­ßen in das Pro­jekt, wel­ches der deutsch­spra­chi­gen Rol­len­spiel­sze­ne ein hoch­wer­ti­ges Pro­dukt an die Hand geben wird. Ein ande­res Groß­pro­jekt, wel­ches natür­lich nicht zu kurz kam, war die anRU­Fung 2018, DAS deut­sche Cthul­hu-Event, wel­che vom 09. Bis zum 12. August auf Burg Hes­sen­stein statt­fin­den wird. Auch beim Abend­essen nah­men wir uns kei­ne Pau­se und dis­ku­tier­ten mun­ter wei­ter, wo die Ver­eins­ar­beit wie opti­miert wer­den und wie man den Namen Love­craft und den Ver­ein wei­ter in die öffent­li­che Wahr­neh­mung tra­gen kann. Einer der wich­tigs­ten Punk­te hier­für sind die Stamm­ti­sche, wel­che ver­stärkt geför­dert wer­den sol­len. Außer­dem ist wich­tig, dass Kul­tis­ten eigen­in­itia­tiv Stamm­ti­sche grün­den, um regio­nal aktiv zu sein, Gesprächs­platt­for­men mit Inter­es­sier­ten zu bie­ten und eine bes­se­re Ver­net­zung der Mit­glie­der zu ermög­li­chen. Die Dis­kus­si­on und der Ide­en­aus­tausch gin­gen bis tief in die Nacht, sodass wir alle schließ­lich kei­ne Pro­ble­me hat­ten, Schlaf zu fin­den.
Die Nacht war lang und vol­ler Schre­cken. Doch, als am nächs­ten Mor­gen nach dem Früh­stück der Abschied anstand, war allen klar, dass die­ses Tref­fen frucht­bar gewe­sen war und 2019 wie­der­holt wer­den soll.

Vie­len Dank an die Orga und den Vor­stand für die­se gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung!

Bil­der von Marc, Simo­ne und Chris.

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