Lovecrafter Nr. 3
50 Jahre Lovecraft in Deutschland

Lovecrafter – Background
Mit seiner 3. Ausgabe zeigt sich der Lovecrafter in festlicher Stimmung. Wir feiern nämlich den 50. Jahrestag einer wegweisenden deutschen Lovecraft-Publikation. Die Rede ist von dem Band „Cthulhu. Geistergeschichten“, der 1968 im Frankfurter Insel Verlag erschienen ist. Alles, was sich seitdem hierzulande in Sachen Lovecraft getan hat (und wie wir wissen, ist das nicht gerade wenig; bestes Beispiel: die Aktivitäten der deutschen Lovecraft Gesellschaft), das lässt sich wohl auf dieses Buch zurückführen.

So sei uns in diesem Jubiläumsjahr ein Blick zurück gestattet auf die Anfänge der hiesigen Lovecraft-Rezeption. Dazu hat der Verein einen Fanzine-Schatz aus den 1970er Jahren gehoben, der wohl selbst vielen eingeweihten Kultisten bisher völlig unbekannt gewesen sein dürfte: „Ganymed“ bzw. „Weird Fiction Times“. Als Schatzhalter haben sich dankenswerterweise Steffen M. Waschul und Jan-Nicolas Aslanidis zur Verfügung gestellt.

Literarische Archäologie hat auch Nils Gampert betrieben und ein Mammut-Interview mit fünf Verlegern und Herausgebern geführt, die sich allesamt um Lovecraft verdient gemacht haben – und dies teilweise auch immer noch tun: Franz Rottensteiner, Erik Simon, Michael Görden (Golkonda Verlag), Joachim Körber (Edition Phantasia) und Frank Festa (Festa Verlag).

Lovecrafter – Play
Ganz konkret Bezug auf jenes denkwürdige Jahr nimmt „Cthulhu 1968“, ein Artikel, in dem das Jahr 1968 als Setting für cthuloide Rollenspiele aufbereitet wird; hier finden sich Szenarienideen und generelle Tropen aus dem Jahr wieder. Es stammt aus der talentierten Feder von Marc Thorbrügge.

Selbstverständlich haben wir nicht nur die Vergangenheit auf dem Schirm. So haben sich Isabel und Ulrich Thomas einmal mehr die Aufgabe gestellt, die Welt der lovecraft’schen Brettspiele zu durchforsten und die einzelnen Spiele auf ihren „Mythos-Gehalt“ hin zu testen.

Fehlen darf natürlich auch nicht neuer Stoff für das FHTAGN-Regelwerk der dLG. Dieser findet sich mit „Der treibende Holländer“, einem Szenario in der Straße von Malaga im Jahr 1947, entworfen von Marcus Rosenfeld.

Weitere Inhalte

  • Die Vereinsseite (Volker Rattel)
  • Fear Of The Unknown. Gedanken zur sozialen Relevanz von Lovecrafts Mythos in der digitalen Welt (Levin Handschuh)
  • Cthulhu Dark. Eine Systemvorstellung (André Frenzer)
  • Illustrationen von Detlef Klewer und Johann Peterka

Erscheinungsjahr: 2018
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