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X-WR-CALNAME;VALUE=TEXT:Filmvorführung: \"Das Modell\" (Bonn)
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SUMMARY:Filmvorführung: \"Das Modell\" (Bonn)
DESCRIPTION:DAS MODELL - ein Arthouse-Film mit Thomas Franke\n \n - nach de
 m gleichnamigen Theaterstück\, inspiriert von Howard Phillips Lovecrafts Er
 zählung „ Pickmans Modell “\, Laufzeit ca. 47 Minuten). In dieser Veranstal
 tung führt Thomas Franke den Film vor\, spricht über die Entstehungsgeschic
 hte des Theaterstücks wie der Verfilmung\, über die dabei erlebten Seltsamk
 eiten\, den Bezug der Erzählung auf die Hexenjagden in Salem und stellt sic
 h den Fragen des Publikums.\n\nIm Jahr 1995 entwickelte der Schauspieler Th
 omas Franke gemeinsam mit dem damals am Beginn seiner Karriere stehenden Th
 eaterregisseur Reinar Ortmann ein hochinteressantes Theaterprojekt: sie era
 rbeiteten nach Motiven der im Jahr 1927 von  H. P. Lovecraft  geschriebenen
  Erzählung „ Pickmans Modell “ einen Monolog für jeweils nur einen Zuschaue
 r\, der während der folgenden Jahre ein internationales Medienecho generier
 te. Franke spielte das Stück über insgesamt 15 Jahre mit mehr als 800 Vorst
 ellungen in mehreren Städten Deutschlands\, - immer in kellerähnlichen Räum
 en\, weil ein solcher zum Interieur der Aufführung gehörte. Zwei der Keller
 löcher befanden sich in der Stadt Bonn: das eine in der Brotfabrik\, das zw
 eite in den Gruften unter dem Theater „Die Pathologie“.\n\nDen Anstoß\, ein
  Theaterstück für jeweils nur einen Zuschauenden zu inszenieren\, gab die B
 emerkung des bekannten Theatermachers Peter Brook: „Ich kann jeden leeren R
 aum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum\,
  während ihm ein anderer zusieht\; das ist alles\, was zur Theaterhandlung 
 notwendig ist.“ Auf der Grundlage dieses Gedankens erarbeiteten Reinar Ortm
 ann und Thomas Franke – der auf dem „International New York Fringe Festival
 “ im Jahr 2000 mit dem „Fringe Overall Award for the Best Male Performance“
  als bester Schauspieler geehrt wurde – ein „Téte-à-téte in der Gruft“\, wi
 e die Süddeutsche Zeitung die Inszenierung nannte\, für wirklich jeweils nu
 r einen Zuschauer\, in dessen Verlauf dieser vom rätselhaften spurlosen Ver
 schwinden des Malers Pickman erfuhr\, ein Plagiator von Goyas und James Ens
 ors bösen Visionen.\n\nDer Theatermonolog beginnt damit\, daß vor einem lee
 ren Bilderrahmen im Keller ein kahlköpfiger Mann steht. Stumm winkt er den 
 zögernden Besucher zu sich\, starrt ihn lange an\, wendet sich schließlich 
 ab und raunt: „Du glaubst\, ich bin verrückt ...?“ Und plötzlich verändert 
 sich der Habitus des Erzählers\, er zittert und zuckt\; ein völlig anderer 
 Mensch als der ihn begrüßende sitzt dem Besucher gegenüber\, der sich unmit
 telbar in die zweite Rolle des Theaterstücks gedrängt fühlt.\n\nWohl jedem 
 einzelnen Zuschauer ist es eiskalt den Rücken heruntergelaufen\, wenn er ir
 gendwo in einem heruntergekommenen Kellerloch saß und von einem scheinbar v
 öllig verstörten Franke mit stechendem Blick fixiert wurde. Der Clou der Vo
 rführung besteht in der alptraumhaften Distanzlosigkeit und bizarren Intimi
 tät einer klaustrophobischen Situation\, die alle möglichen Urinstinkte bei
 m Betrachter anspricht.\n\nIm Jahr 2001 wurde Frankes Meisterstück mit ihm 
 in den Gewölben des alten Bergisch Gladbacher Stadtgefängnisses verfilmt (R
 egie: Reinar Ortmann\, Kameras: Horst Reese und Peter Brandt). Zur Filmprem
 iere\, die am 10. November 2001 in der Kinemathek der Bonner Kulturinstitut
 ion „Brotfabrik“ stattfand\, stand im General-Anzeiger zu lesen: „‘Das Mode
 ll‘ tut als Film und Theaterstück so\, als ob es ferne Vergangenheit wäre. 
 Wenn Franke mit sanfter Stimme den künstlerisch-künstlichen Horrorvisionen 
 auf die Spur kommt und seine zitternden Glieder zu beruhigen sucht\, sieht 
 man die Schweißperlen auf seinem kahlen Schädel und spürt (auch im ungeheiz
 ten Kino und im unterkühlten Film) die Hitze der makabren Erkenntnis\, die 
 er – einmal in die Mysterien der Unterwelt eingeweiht – mit seinem Alter Eg
 o endgültig teilen muß.“ (Elisabeth Einecke-Klövekorn)\n\nAm Freitag\, den 
 06. Februar 2026\, um 20.00 Uhr\, führt Thomas Franke den Film in der Buchh
 andlung Böttger (Maximilianstraße 44 / 53111 Bonn) vor\, spricht über die E
 ntstehungsgeschichte des Theaterstücks wie der Verfilmung\, über die dabei 
 erlebten Seltsamkeiten\, den Bezug der Erzählung auf die Hexenjagden in Sal
 em und stellt sich den Fragen des Publikums.
LOCATION:Buchhandlung Böttger\, Maximilianstraße 44\, 53111 Bonn
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