[Umfrage] Wie erstellt ihr eure SCs?

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Wie erstellt ihr eure SCs?

Attribute auswürfeln
3
9%
Attribute über Punkte verteilen
7
21%
Berufsfertigkeiten aus vorgefertigten Paketen
6
18%
Berufsfertigkeiten frei verteilen
7
21%
Zuerst der Fluff (Charakterkonzept, Hintergrundgeschichte, etc.)
10
29%
Zuerst der Crunch (Attribute, Fertigkeitspunkte, etc.)
1
3%
Sonstiges / keine der genannten Möglichkeiten
0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 34

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Chris
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Unnatürliches Wissen

#1 [Umfrage] Wie erstellt ihr eure SCs?

Beitrag von Chris » 25.05.2019, 09:41

Aus reiner Neugierde: wie geht ihr die Erstellung eurer SCs an?

Sowohl beim Marktführer Cthulhu als auch bei unserem eigenen FHTAGN enthalten die Regeln verschieden Varianten der Charaktererstellung - und machen gewisse Annahmen in welcher Reihenfolge die Schritte durchgangen werden. Mich würde mal interessieren welche Varianten in der Praxis wie verbreitet sind:

Würfelt ihr Attribute aus - oder verteilt ihr Attributspunkte?

Nehmt ihr vorgefertigte Berufspakete - oder verteilt ihr Berufsfertigkeitspunkte frei Schnauze?

Macht ihr euch zuerst über den Fluff Gedanken (Charakterkonzept, Hintergrundgeschichte, etc.) - oder fangt ihr mit dem Crunch an (Attribute, Fertigkeitspunkte, etc.)?
 

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Beitrag von Dark_Pharaoh » 25.05.2019, 14:13

Ich hab etwa 40 fertige Chars (selbsterstellt und von Freunden). Die stehen zur Auswahl. Dann kann jeder noch ein wenig rumschieben, wenn gewünscht. Ansonsten: Konzept --> dann die Punkte.

Ich habe noch nie verstanden, warum man, egal in welchem Systeme Typ x spielen möchte, dann würfelt und es reicht dafür ggf. nicht. Was passiert? Man würfelt oder schiebt, bis es geht. Klar, in einem One Shot kann ein Char mit Fehlern und Schwächen Spaß machen, in einer Kampagne eher schwierig.

Von daher: Ich bin ein Regelignorierer in vielen Systemen. Es soll Spaß machen, daher sollen die Leute bauen, woran sie Spaß haben (solange es nicht in Powergaming ausartet, was in meinen Gruppen zum Glück nie der Fall ist).

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Beitrag von JaneDoe » 27.05.2019, 09:22

Sehe ich ganz ähnlich wie Dark Pharao...ich will ja was spielen was Spaß macht und nix was ich so erwürfelt habe. Deshalb: erst das Konzept, dann die Punkte. Schwächen des Chars nehme ich dabei gern in Kauf.
Fertigkeitenpakete kann man gerne nehmen (weils schneller geht) und dann noch bissl rumschieben.
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Beitrag von Chris » 27.05.2019, 12:18

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten.

Eine zusätzliche Frage noch: wie wichtig ist euch in der Praxis die Unterscheidung zwischen Beufsfertigkeiten und Hobbies? Trennt ihr das sauber oder ist euch wichtiger dass am Ende ein Stimmiger Gesamteindruck des Charakters entsteht?

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Beitrag von Rix » 27.05.2019, 20:15

Ich mag Baukastensysteme am liebsten. Man bekommt was man bezahlt und kann Stärken und Schwächen bewusst auswählen, damit sie zum Hintergrund der Figur passen. Einen Unterschied zwischen Hobby- und Berufsfertigkeiten mache ich nicht großartig. Hauptsache es steht nachher alles drauf, was ein entsprechender Charakter können sollte.

Ich spiele auch gerne mal fertige Charaktere mit ein paar groben vorgegebenen Hintergrundeckpfeilern. Aus dem, was gegeben ist, entstehen manchmal ganz interessante Figuren. Und man muss sich dann um Spielwerte erstmal keine großen Gedanken machen, was manchmal auch ganz angenehm ist.
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Beitrag von JaneDoe » 27.05.2019, 21:18

Ich trenne Berufsfertigkeitspunkte und Hobbypunkte zumeist tatsächlich, da die Berufsfertigkeiten ja dazu dienen, dass ein Char auch sinnvoll funktioniert in seier "Profession"...das ist aber auch keine "harte" Regel. Wenn man etwa baut, das es so gar nicht gibt, kann man das durchaus vermischen oder wenn es andere Gründe dafür gibt.
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Beitrag von Iona » 27.05.2019, 21:34

Ich oute mich jetzt mal als jemand, der tatsächlich ganz gerne Attribute auswürfelt! :)

Zwar nicht streng nach Reihenfolge, sondern Zuordnung passend zum Charakterkonzept, aber ich mag die Zufallskomponente und dass dabei auch mal etwas ungewöhnliche Konstellationen bei herauskommen können.

Bei den Berufsfertigkeiten hab ich mich auch oft an die Vorschläge gehalten, bin aber auch SpielerInnen gegenüber verhandlungsbereit, wenn man hier einzelne austauschen oder hinzufügen will. Oder sogar ganz was eigenes kreieren will.
Bislang bin ich damit immer ganz gut gefahren :)
Wenn es mal überhaupt gar nicht passt, würfelt man halt noch einmal neu. Aber das hab ich auch noch nie gemusst und auch schon Kampagnen mit solchen Charakteren gespielt.

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Beitrag von Dark_Pharaoh » 28.05.2019, 09:45

Chris hat geschrieben:
27.05.2019, 12:18
Eine zusätzliche Frage noch: wie wichtig ist euch in der Praxis die Unterscheidung zwischen Beufsfertigkeiten und Hobbies? Trennt ihr das sauber oder ist euch wichtiger dass am Ende ein Stimmiger Gesamteindruck des Charakters entsteht?
This, ganz klar.
 

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Beitrag von Case » 28.05.2019, 10:10

Mein Hauptaugenmerk für Spielercharaktere ist seit FHTAGN ganz klar: Motivationen und Bindungen. Hier steckt das Salz für die Suppe drin. Ob nun ST 10 oder ST 11 oder von Beruf XY; die beiden o. g. Elemente bestimmen viel mehr, wie sich ein Charakter später anfühlt. Darüber hinaus: jedem Charakter seine Nische. Es ist sehr ärgerlich, wenn es zwei SCs gibt, die prinzipiell dasselbe können. Hierbei helfen Berufe ein wenig, da sie jeweils eigene Fertigkeiten-Sets mitbringen. Aber letztlich sollte jeder SC einer Gruppe die Möglichkeit haben, an einem Spieleabend jeweils "seine Szene zu haben".
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Beitrag von Chris » 28.05.2019, 12:46

Case hat geschrieben:
28.05.2019, 10:10
Mein Hauptaugenmerk für Spielercharaktere ist seit FHTAGN ganz klar: Motivationen und Bindungen. Hier steckt das Salz für die Suppe drin.
Spannend. Das hätte ich nach dem Lesen des FHTAGN-Regelerks so nicht erwartet: Bindungen tauchen dort bei der Charaktererstellung erst in Schritt 4 auf (und sind auf dem Charakterbogen nur auf der Rückseite zu finden) - und Motivationen werden nur ganz am Ende von Schritt 5 "Letzte Anpassungen" kurz erwähnt. War das eine bewusste Entscheidung bei euch im FHTAGN-Team diese Punkte so weit hinten zu platzieren, obwohl sie für dich "das Salz in der Suppe" sind?

Bei "Was einen Charakter ausmacht" werden auch zuerst Attribute und abgeleitete Werte erwähnt - deswegen hatte ich nach der Lektüre des Regelwerks fast damit gerechnet dass ihr aus dem FHTAGN-Team für Crunch vor Fluff stimmen würdet.

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