Lovecrafter #3

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mvdf
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Unnatürliches Wissen

#11 Re: Lovecrafter #3

Beitrag von mvdf » 12.07.2018, 21:35

Hallo zusammen! Ich bin Marius und noch ganz frisch im Verein. Und ja, auch ich habe seit ein paar Tagen den Lovecrafter Nr. 3 da. Vielen Dank dafür. Und auch für die schöne Aufmachung. Gefällt mir sehr gut. Vor allem der Titel macht viel her.  👍

Alles gelesen habe ich aktuell noch nicht. Z. B. das Rollenspiel-Material habe ich noch nicht komplett gesichtet. Aber das Meiste habe ich bereits gelesen.

Beispielsweise den Artikel über Lovecraft in der digitalen Welt finde ich ansatzweise ganz informativ. Für meinen Geschmack lässt sich das Eine oder Andere ein wenig zu sperrig lesen. Doch Levin Handschuhs Deutung von Pickmans Modell und insbesondere von Cthulhus Ruf finde ich sehr interessant. Top! 

Ihr habt auch nicht zu viel versprochen, als ihr hier im Vorfeld von den Fanzine-Schätzen geschwärmt habt. Es ist wirklich spannend, zu sehen, wie das deutsche Lovecraft-Fandom seine Anfänge nahm. Das Interview mit den Verlegern/Lektoren hat auch noch mal gezeigt, wie die deutsche Literatur-Welt rund um Lovecraft einst tickte. Mein Lieblingszitat aus dem Interview, gesagt von Joachim Körber: "1976 habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben, die auch sofort gekauft wurde. Gott sei Dank hat die Zeitschrift Pleite gemacht, bevor sie erscheinen konnte."  :lol:

Toll fand ich, dass sowohl im "Ganymed / Weird Fiction Times"-Artikel als auch im großen Interview Lovecrafts Rassismus angesprochen bzw. besprochen wurde. Gerne mehr zu dem Thema. Meine Meinung: Ein Verein, der sich nach dem Namen Lovecrafts benennt, muss zu diesem Thema Stellung beziehen. Das muss/soll/darf natürlich nicht tot diskutiert werden; auch aufbauschen sollte man das Thema nicht. Aber eine Stellungnahme über Lovecrafts rassistische Ansichten sollte die Deutsche Lovecraft Gesellschaft schon abgeben können (sollte dieses Thema von außen angesprochen werden). Ich für meinen Teil verehre die Person Lovecraft nicht, aber sein Werk. Und das, was sein Werk auslöst. All die Unterhaltung und Inspiration. Und ich glaube, das ist es auch, was uns alle verbindet.

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Hasturs Erbe
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Beitrag von Hasturs Erbe » 12.07.2018, 21:40

mvdf hat geschrieben:
12.07.2018, 21:35
Hallo zusammen! Ich bin Marius und noch ganz frisch im Verein. Und ja, auch ich habe seit ein paar Tagen den Lovecrafter Nr. 3 da. Vielen Dank dafür. Und auch für die schöne Aufmachung. Gefällt mir sehr gut. Vor allem der Titel macht viel her.  👍

Alles gelesen habe ich aktuell noch nicht. Z. B. das Rollenspiel-Material habe ich noch nicht komplett gesichtet. Aber das Meiste habe ich bereits gelesen.

Beispielsweise den Artikel über Lovecraft in der digitalen Welt finde ich ansatzweise ganz informativ. Für meinen Geschmack lässt sich das Eine oder Andere ein wenig zu sperrig lesen. Doch Levin Handschuhs Deutung von Pickmans Modell und insbesondere von Cthulhus Ruf finde ich sehr interessant. Top! 

Ihr habt auch nicht zu viel versprochen, als ihr hier im Vorfeld von den Fanzine-Schätzen geschwärmt habt. Es ist wirklich spannend, zu sehen, wie das deutsche Lovecraft-Fandom seine Anfänge nahm. Das Interview mit den Verlegern/Lektoren hat auch noch mal gezeigt, wie die deutsche Literatur-Welt rund um Lovecraft einst tickte. Mein Lieblingszitat aus dem Interview, gesagt von Joachim Körber: "1976 habe ich meine erste Kurzgeschichte geschrieben, die auch sofort gekauft wurde. Gott sei Dank hat die Zeitschrift Pleite gemacht, bevor sie erscheinen konnte."  :lol:

Toll fand ich, dass sowohl im "Ganymed / Weird Fiction Times"-Artikel als auch im großen Interview Lovecrafts Rassismus angesprochen bzw. besprochen wurde. Gerne mehr zu dem Thema. Meine Meinung: Ein Verein, der sich nach dem Namen Lovecrafts benennt, muss zu diesem Thema Stellung beziehen. Das muss/soll/darf natürlich nicht tot diskutiert werden; auch aufbauschen sollte man das Thema nicht. Aber eine Stellungnahme über Lovecrafts rassistische Ansichten sollte die Deutsche Lovecraft Gesellschaft schon abgeben können (sollte dieses Thema von außen angesprochen werden). Ich für meinen Teil verehre die Person Lovecraft nicht, aber sein Werk. Und das, was sein Werk auslöst. All die Unterhaltung und Inspiration. Und ich glaube, das ist es auch, was uns alle verbindet.

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derTräumer
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Beitrag von derTräumer » 13.07.2018, 09:51

Hiho mvdf,

zum Thema Rassismus und HPL findest du HIER einen Topic dieses Forums.
Soweit ich mich erinnere, haben wir uns bisher noch nicht zu einer "offiziellen Stellungnahme" entschieden, weil erstens die Anlässe es nicht hergaben und zweitens eine solche Betrachtung nicht mit drei oder vier Sätzen abgetan ist. Axel hat in besagtem Topic ein paar sehr gute Worte dazu gefunden.

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Beitrag von mvdf » 13.07.2018, 10:50

derTräumer hat geschrieben:
13.07.2018, 09:51
Hiho mvdf,

zum Thema Rassismus und HPL findest du HIER einen Topic dieses Forums.
Soweit ich mich erinnere, haben wir uns bisher noch nicht zu einer "offiziellen Stellungnahme" entschieden, weil erstens die Anlässe es nicht hergaben und zweitens eine solche Betrachtung nicht mit drei oder vier Sätzen abgetan ist. Axel hat in besagtem Topic ein paar sehr gute Worte dazu gefunden.

Hi derTräumer,

vielen Dank für die Infos und den Link. Ich werde mir das mal zu Gemüte führen. Eine "offizielle Stellungnahme" ist ja auch nicht notwendig, solange von außen nicht bewusst gefragt wird. Nichtdestotrotz finde ich es gut, wenn wir das Thema hier behandeln und darüber sprechen.

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Beitrag von Blackdiablo » 13.07.2018, 16:29

Es totzuschweigen, wäre sicherlich fatal.
"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

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"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

Cthulhuwiki :tooloo:

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Beitrag von JaneDoe » 13.07.2018, 18:26

Man muss das auch im Kontext seiner Zeit sehen. Lovecraft ist denselben zeittypischen rassistischen Grundeinstellung gefolgt wie in dieser Zeit vermutlich ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung (und woanders ja leider auch... :roll: ). Es hat ja auch nach Lovecrafts Lebensende noch viele Jahre gedauert bis die Rassentrennung in den USA Geschichte war und sie wirkt leider sogar heute noch nach, wie wir häufig den Nachrichten entnehmen können. :(
Letztlich manifestiert sich für ihn ja häufig die "Angst vor dem Unbekannten" in "unbekannten Menschen". Insofern lassen sich bestimmte Motive seiner Geschichten von seinem Rassismus nicht trennen. Ich sehe das ganz ähnlich wie mvdf und chris+ : Ich finde wichtig, es zu wissen und es richtig einordnen zu können, aber man sollte das Thema auch nicht überstrapazieren.
 
Torn and repaired, just to endure it all again. Without a reason, for my place in all this pain.
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Joran
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Beitrag von Joran » 14.07.2018, 16:23

Meiner Meinung nach relativiert der Hinweis auf viele andere Rassisten zu Lebzeiten von Lovecraft das Problem zu sehr, aber das wurde in dem verlinkten Thread schon ausführlich behandelt.

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Beitrag von anouphagos » 25.07.2018, 10:53

Liebe Redaktion,
nachdem ich nun die ersten 4 Ausgaben des Lovecrafter gelesen habe, wollte ich mich kurz bedanken: Sehr schöne Hefte, ansprechend und aufwändig gestaltet, abwechslungsreich, informativ, inhaltlich tief und breit zugleich. Der Spagat zwischen Literatur, Historie und Rollenspiel ist gelungen. Und immer wieder etwas Überraschendes dabei – Hut ab und weiter so :)
Viele Grüße
Dennis

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Unnatürliches Wissen

Beitrag von Pea » 26.07.2018, 15:46

Ich habe den Lovecrafter heute auch endlich durchgelesen und bin rundum sehr angetan, vielen Dank! Was für ein Interview! „Ich verfolge das nicht.“ :lol:

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Nils
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Beitrag von Nils » 28.07.2018, 12:38

Pea hat geschrieben:
26.07.2018, 15:46
Was für ein Interview! „Ich verfolge das nicht.“ :lol:

Freut mich, dass dir das Interview gefiel. Ich hatte an Franz Rottensteiners trockener Art auch eine Menge Spaß. :lol:

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