Wie präsentiert die dLG Abenteuer im Lovecrafter?

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Dark_Pharaoh
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Unnatürliches Wissen

#41 Re: Wie präsentiert die dLG Abenteuer im Lovecrafter?

Beitrag von Dark_Pharaoh » 02.08.2016, 09:49

Tina hat geschrieben:Ich persönlich würde es gut finden, möglichst Beiträge ohne "Verfallsdatum" für den Lovecrafter zu bringen.
Guter Punkt, hatte ich nicht so wirklich auf dem Schirm.

Joran
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Beitrag von Joran » 03.08.2016, 23:16

Ich frage mich, wie man schon wissen kann, was zum Lovecrafter passt, bevor überhaupt eine Ausgabe erschienen ist. Ich finde, man sollte das ganz gelassen sehen und dem Lovecrafter auch eine Entwicklung zugestehen.

Wenn ich überlege, wann ich das letzte mal eine Zeitschrift in den Händen gehalten hätte - und die CR mal ausblende - an der mich von der ersten bis zur letzten Seite alles interessiert hat, dann ... fällt mir auf Anhieb kein Beispiel ein. Das ist ein Anspruch, den man - meiner Meinung nach - überhaupt nicht erfüllen kann, vor allem nicht bei allen Lesern. Den einen Leser interessiert das Abenteuer nicht, aber das Essay? So what? Überspringt er es eben. Den anderen interessiert das Essay nicht? Was soll's. Der Lovecrafter ist doch zunächst einmal eine Vereinszeitschrift und kein wissenschaftliches Standardwerk. Und das Spektrum des Vereins ist eben breit.

Wenn ich ein Mephisto bekomme, blättere ich erst einmal durch. Das ist sogar eine "reine" Rollenspielzeitschrift. Und doch: Ein großer Teil betrifft Systeme, die ich nicht spiele (jedenfalls bislang). Ich werde solches Material wahrscheinlich nie verwenden. Mich stört das nicht. Ich lese ggf. trotzdem drüber, zumindest quer. Um zu sehen, was es jenseits meines Horizontes gibt. Um mir vielleicht die eine oder andere Idee zu holen, die sich übertragen lässt. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es in anderen Systemen läuft.

Und so ist es bei anderen Zeitschriften auch. Den Computerspielteil überspringe ich meistens vollständig, LARP-Teile meistens auch, ohne es der jeweiligen Zeitschrift übel zu nehmen, dass es diese Teile gibt. Autoreninterviews lese ich gerne, Buchrezensionen auch je nach Buch, selbst wenn das schon ein paar Jahre auf dem Markt sein sollte.

Mein Vater war Zinnfigurensammler (ich meine natürlich die traditionellen, kein Tabletop) und in einem kleinen Verein mit eigener Zeitschrift, die auch ab und zu eigene Figuren herausgaben. Die haben z.B. in einer Ausgabe den 'Gladiator' intensiv besprochen: Was war historisch korrekt, was war falsch? Historische Personen, Uniformen, Farben, Waffen, Technik. Das war wirklich interessant und erstaunlich fundiert. Mein Vater hat sich damals daraufhin mit mir den Film angesehen. Er wäre sonst vermutlich nicht auf den Gedanken gekommen. Das Thema lag abseits des eigentlichen Vereinszwecks, na und? Es war interessant. Keiner hat sich beklagt. Auch mit Akira Kurosawa und dem historischen Japan haben die sich befasst. Ich meine mich zu erinnern, dass sogar Figuren speziell zu Kurosawa gab. Fand ich damals gut und interessant zu lesen, auch wenn ich nie diese Figuren gesammelt habe.

Mir gefällt es gerade, wenn ich Dinge finde, die ich noch nicht kenne oder nicht so gut. Man sollte sich nicht gleich einengen, meine ich. Ich will nicht für Konzeptlosigkeit werben (das würde ich mich hier garnicht trauen), aber mich würde es gerade freuen, wenn der Lovecrafter alle Ausprägungen des Themas Lovecraft und seiner Adaptionen im Laufe der Zeit aufgreift, ohne da Hemmschwellen zu haben. Und ich hätte persönlich überhaupt kein Problem damit, ein Rollenspiel-Abenteuer hinter einem Essay, einem Autorenportrait oder meinetwegen einem Horror-Krimmidinner-Entwurf zu finden ... oder umgekehrt. Da bin ich ganz anspruchslos...

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Dark_Pharaoh
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Unnatürliches Wissen

Beitrag von Dark_Pharaoh » 04.08.2016, 08:35

Joran hat geschrieben:Ich frage mich, wie man schon wissen kann, was zum Lovecrafter passt, bevor überhaupt eine Ausgabe erschienen ist. Ich finde, man sollte das ganz gelassen sehen und dem Lovecrafter auch eine Entwicklung zugestehen.
Keine Sorge, das Team ist da sehr offen denke ich. Aber man sollte schon vom Start weg eine Grundausrichtung festlegen. Mit der Zeit sieht man am Feedback, was besonders interessiert, was eher nicht. Wobei das auch immer mit Vorsicht zu genießen ist, wenn man die Anzahl an Feedback allgemein betrachtet.

Aber ich mache mir keine Sorgen, dass der Lovecrafter nicht flexibel ist/bleibt. Man ist nur bestrebt eine hohe Qualität zu liefern und möglichst vielseitig und auf die Ziele des Vereins fokusiert ausgerichtet zu sein. Aber alles was ich bisher gelesen habe zur Ausgabe 0 und der Zukunftsplanung klingt sehr vielversprechend.

Und das Brainstorming hier gibt es ja, um Wünsche, Ideen und Anregungen zu sammeln :)


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Tina
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Beitrag von Tina » 05.08.2016, 12:11

super! ich mache da nachher ein crossposting zur CR-Seite

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