Was tun, um Lovecraft und das Genre bekannter zu machen?

Allgemeine Themen und Fragen rund um die dLG
Benutzeravatar
Rotthauser
Reactions:
Beiträge: 237
Registriert: 01.01.2016, 22:37
Wohnort: Gelsenkirchen

Unnatürliches Wissen

#1 Was tun, um Lovecraft und das Genre bekannter zu machen?

Beitrag von Rotthauser » 17.05.2016, 08:51

Ein Thema des Vereins ist es ja Lovecraft und seine Werke bekannter zu machen. Dazu machen wir ja durchaus schon so die ein oder andere Sache, wie z.B. die Unterstützung verschiedener Projekte. Meine Frage bezieht sich aber eher darauf, was man machen könnte, um den Verein und Lovecraft weiter nach außen zu tragen und persönlichen Kontakt aufzubauen. Es gibt die Form der Spiele- und/oder Literatur-Messen, aber das ich ja auch nicht die Welt und meist sehr anstrengend. Ich möchte vielleicht mal zu kleineren Veranstaltungen anregen. (Versteht mich nicht falsch, das ist hier keine Bewerbung für den Veranstaltungsposten, der ja auch noch zu besetzen wäre.) Mittlerweile haben sich ja schon mehrere Stammtische gefunden bzw. sind in der Findungsphase. Ihr könnt diese Frage ja mal damit rein nehmen. Nun so meine Gedanken zu ein paar groben Veranstaltungen:

- Vortragsabende: Hier tummeln sich so viele Experten was das Leben und Schaffen Lovecrafts betrifft und warum nutzt man nicht dieses Wissen? Vielleicht kann man erstmal allgemeine Themen finden, um Leute anzufüttern. Vielleicht kann man da mit der örtlichen VHS, Bibliothek oder einer Buchhandlung etwas ausmachen? Evtl ist der ein oder andere Experte aus dem Forum bereit durch Deutschland und Umgebung zu reisen um dort Input zu liefern? Ich denke da kann der Verein durchaus etwas finanziell zu tun.

- Leseabende: Im Prinzip das gleiche wie bei den Vorträgen, nur das man Geschichten oder anderes von Lovecraft liest. Vielleicht kann man dafür einen professionellen Sprachkünstler gewinnen, der das entsprechend inszenieren kann. Oder man macht ein Live Hörspiel mit einem Geräschemacher. Da sind natürlich Kontakte gefragt, ansonsten kann man natürlich auch ein Lesecafe einrichten, bei dem jeder mal seine Lieblingsgeschichte vorträgt.

- Filmabende: Das ist vielleicht rechtlich etwas schwerer, aber durchaus möglich Filmabende zu gestalten. Das müsste dann mal alles etwas ausbaldowert werden und geklärt werden, damit ihr nicht auf einem im Knast landet ;) Aber eine private Runde irgendwo mit Beamer ohne Eintritt ist doch vielleicht möglich ;)

- Ausstellungen: Lovecraft bietet so viel Materiel, welches garantiert auch zu einer Ausstellung geformt werden kann. Das ist natürlich sehr viel Aufwand, aber wenn so etwas einmal existiert, kann das auch durch Deutschland als Wanderausstellung gehen. Sowas kann nach und nach natürlich auch erweitert werden. Ist jetzt eher eine sehr weit entfernte Idee.

Diese Liste kann gerne erweitert werden. Mit geht es erstmal grundsätzlich darum, so etwas anzustoßen und vielleicht plant ja der ein oder andere Stammtisch oder aktive Vereinsmensch einfach mal so etwas und probiert einfach mal. Vielleicht bringt es ja was und wenn es nur der eigene Spassfaktor ist. Ich bin auf eure Meinungen und Anregungen gespannt.
Zuletzt geändert von Rotthauser am 25.07.2016, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Dark_Pharaoh
Reactions:
Beiträge: 4275
Registriert: 17.12.2015, 08:44
Wohnort: Nürnberg

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Dark_Pharaoh » 17.05.2016, 09:58

Gute Frage. Vielleicht könnte man so 1-2x im Jahr ein regionales Treffen organisieren. Dadurch lernt man sich kennen, macht Werbung, erreicht weitere Leute. Und jeder wäre gefordert sich um Programmpunkte zu kümmern. Muss ja nichts großes sein, ein lockeres Treffen nur eben mit Lovecraft Bezug.

Für die DLG und das Forum Werbung machen:
- Mund zu Mund
- Conventions
- Rollenspielgruppen auf Facebook und Co
- anderen Foren
- evtl. Flyer in Rollenspielläden

Benutzeravatar
Rotthauser
Reactions:
Beiträge: 237
Registriert: 01.01.2016, 22:37
Wohnort: Gelsenkirchen

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Rotthauser » 17.05.2016, 12:19

Ich würde den Fokus vielleicht nicht allzu sehr auf den RPG Sektor setzen, sondern bewusst mehr auf das literarische etc. Warum nicht Flyer in Buchhandlungen auslegen die auch Lovecraft im Programm haben? Oder gezielt Horrorliteratur Gruppen auf Facebook anschreiben.

Regionale Treffen sind bestimmt auch gut, aber dann auch richtig öffentlich machen. Sonst hat es einen eigenbrötlerichen Charakter der zwar zu H. P. passt aber dem Verein vielleicht nicht hilft. Aber eine gute Idee die man mal weiter spinnen kann. Die Stammtische sind zum Teil ja auch regional.

Edit: Zum Thema Regionalität. Man könnte ja auch regionale Verantwortliche für solche Veranstaltungsplanungen bzw. als Ansprechpartner einsetzen. Das könnte das organisieren einfacher machen.

Benutzeravatar
derTräumer
Reactions:
Beiträge: 594
Registriert: 23.03.2016, 20:57
Wohnort: Kiel

Unnatürliches Wissen

Beitrag von derTräumer » 17.05.2016, 12:50

Ein gutes und - wie ich finde - wichtiges Thema.

Zum Thema Ausstellungen:
Grundsätzlich eine super Idee, doch was will man ausstellen?
Wenn man sich mit Literatur beschäftigt gibt es in der Regel nur wenige Exponate und sehr viel Text (Primärquellen und Sekundärquellen).
Die Mehrheit der Leute die Ausstellungen/Museen betreten, wollen etwas "Lebenswelt" erfahren. Bsp: In einem Wikinger-Museum oder einer Ausstellung möchte der Durchschnittsgast nicht nur Textfragmente aus der Edda lesen, sondern auch mal ne Axt sehen oder eine Replik eines Drachenbootes etc.
Nur wie soll man sowas für HPL umsetzen?
Klar kann man auch eine Poster-Ausstellung machen, aber denke ich, dass man damit kaum jemanden erreicht, schlicht weil das Internet das selbe leisten kann ohne raus in den Regen zu gehen.

Ich glaube, das die Stammtische da eine gute Alternative wären. Immerhin sammelt sich dort die man-power. Was sie genau machen sollten sie selbst überlegen, aber natürlich wäre es cool, wenn wir irgendwann einen "Deutschen Lovecraft Tag" auf die Beine stellen könnten, ähnlich der Necronomicon in Providence, also eine Synthese aus RPG, Literaten und Wissenschaftlern. Wenn wir so etwas machen, denke ich, wäre es gut das Event in Berlin oder im Pott stattfinden zu lassen, denn beide sind relativ zentral. Ich weiß, dass die LARPer die bayerischen Burgen klasse finden, aber die sind leider auch echt dezentral.

Also hier nochmal meine beiden Ideen zusammengefasst:
- Starke Stammtische
- Deutscher Lovecraft Tag (am 20. August 2017)

Benutzeravatar
Dark_Pharaoh
Reactions:
Beiträge: 4275
Registriert: 17.12.2015, 08:44
Wohnort: Nürnberg

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Dark_Pharaoh » 17.05.2016, 13:12

Rotthauser hat geschrieben:Edit: Zum Thema Regionalität. Man könnte ja auch regionale Verantwortliche für solche Veranstaltungsplanungen bzw. als Ansprechpartner einsetzen. Das könnte das organisieren einfacher machen.
So war das auch gedacht: öffentlich und von einem regionalen Ansprechpartner koordiniert.

Benutzeravatar
Clemens
Reactions:
Beiträge: 385
Registriert: 11.04.2016, 00:18

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Clemens » 17.05.2016, 14:17

Rotthauser hat geschrieben: - Filmabende: Das ist vielleicht rechtlich etwas schwerer, aber durchaus möglich Filmabende zu gestalten. Das müsste dann mal alles etwas ausbaldowert werden und geklärt werden, damit ihr nicht auf einem im Knast landet ;) Aber eine private Runde irgendwo mit Beamer ohne Eintritt ist doch vielleicht möglich ;)
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn in einem Forum, welches einen Autor würdigt, der mit der Entlohnung für seine Arbeit stets an der Armutsgrenze lebte, überlegt wird, wie man Filmveranstaltungen gestalten kann, ohne die Urheber dafür zu entlohnen.

Benutzeravatar
Case
Reactions:
Beiträge: 6183
Registriert: 16.12.2015, 21:17
Kontaktdaten:

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Case » 17.05.2016, 14:23

Guter Punkt, Clemens. Jedoch entstammen die Feinheiten einer öffentlichen Vorführung nach deutschem Recht garantiert aus dem Necronomicon. Da sollte man zunächst einmal gute recherchieren. :kutulu:
Chaotisch Neutral - Geschichten vom Rollenspieltisch | CthulhuWiki

Benutzeravatar
Clemens
Reactions:
Beiträge: 385
Registriert: 11.04.2016, 00:18

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Clemens » 17.05.2016, 14:59

Case hat geschrieben:Guter Punkt, Clemens. Jedoch entstammen die Feinheiten einer öffentlichen Vorführung nach deutschem Recht garantiert aus dem Necronomicon. Da sollte man zunächst einmal gute recherchieren. :kutulu:
Danke, Case.:tulu:
Da kann ich gerne behilflich sein.
Wenn es sich nicht gerade um alte internationale Koproduktionen handelt, deren Firmen mit ungeklärter Rechtsnachfolge liquidiert wurden, ist das auch gar nicht so schwer.

Mir fallen aktuell nur zeigenswerte Filme ein, bei denen die Rechtelage äußerst unkompliziert ist.

Benutzeravatar
Rotthauser
Reactions:
Beiträge: 237
Registriert: 01.01.2016, 22:37
Wohnort: Gelsenkirchen

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Rotthauser » 17.05.2016, 16:11

Nicht falsch verstehen. Ich will hier Niemanden um sein Geld bringen. Manchmal ist es halt etwas kompliziert mit Filmrechten. Am besten man lädt die Regisseure einfach gleich mit ein, damit die ne Einführung machen und später für Fragen und Diskussion bereit stehen ;)

Aber gut zu wissen das du dich da auskennst und bei Rückfragen behilflich sein könntest.

Benutzeravatar
Chris
Reactions:
Beiträge: 289
Registriert: 14.05.2016, 22:12

Unnatürliches Wissen

Beitrag von Chris » 17.05.2016, 22:06

Ein paar Ideen die mir spontan in den Sinn kommen:

Wissenschaftliche Beschäftigung mit Lovecraft fördern: ein Symposium organisieren; einen Sammelband mit wissenschaftlichen Artikeln rausbringen; Kultur- oder Literatur-Wissenschafts-Studenten dafür gewinnen eine Hausarbeit oder dergleichen über Lovecraft zu schreiben, etc.

Künstlerische Beschäftigung mit Lovecraft fördern: Gruppen von gleichgesinnten Kreativen zusammen bringen und fördern - in der Realität und in einschlägigen sozialen Netzwerken (z.B. für Hobby-Illustratoren könnte man eine dLG-Gruppe auf Deviantart machen); gemeinsame Veröffentlichungen (Gedichtbände, Artbooks, etc.) und Events (Lesungen, Ausstellunge, etc.) fördern und unterstützen.

Eine "Kontaktbörse" für De Profundis anbieten (aufgemacht wie eine Kleinanzeigen-Zeitung aus den 1920/30er Jahren - und voll mit Werbeanzeigen für die dLG).

Präsenz in den Medien: Lokalzeitungen, Interviews im öffentlich-rechtlichen Radio (beim Radio hören auf dem Weg zur Arbeit habe ich öfters den Eindruck dass die nicht besonders wählerisch sind), ein Twitter-Account, ein Youtube-Kanal (der Videos mit Lovecraft-Bezug verlinkt), etc.

Antworten