Vorbereitung auf große Spielrunden

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#11 Re: Vorbereitung auf große Spielrunden

Beitrag von TIE » 21.04.2017, 22:19

Da hilft nur einfach anfangen und da weitermachen wo man sich wohlfühlt. Zu viele Gedanken lösen keine Probleme...*g*...aber in deiner Haut möchte ich nicht stecken . Hochachtung vor der Aufgabe.

Ich würde sie mir nicht mehr antun! :P

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Beitrag von Joran » 22.04.2017, 09:28

Naja, ich freue mich schon ziemlich darauf. Mit den richtigen Spielern würdest Du sicher auch nicht nein sagen. Ich möchte nur alles möglichst gut machen.

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Beitrag von TIE » 22.04.2017, 15:19

Ja und nein :D für die alten Hasen, da hast du sicherlich recht. Aber nie für eine so große Gruppe mit vielen neuen unbekannten Spielern.

Dafür habe ich mit neuen Spielern viel zu oft nur Murks erlebt. Angefangen von nicht eingehaltenen Terminabsprachen bis hin zu Gruppenspaltereien.

Nein danke, nie wieder! :D

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Beitrag von Joran » 23.04.2017, 00:46

Wie heißt es doch so schön: Sag niemals nie!

Alte Hasen sind in meinem Fall dabei. Zudem sind alle, die ich schon kenne, sehr umgänglich und nett. Den von Dir angesprochenen Murks kennt jeder, im konkreten Fall halte ich so etwas allerdings für extrem unwahrscheinlich bis ausgeschlossen.

Der große Unsicherheitsfaktor liegt für mich eher darin, den jeweiligen Geschmack zu treffen. Bei 7-8 Spielern ist das vermutlich nur selten bei allen perfekt möglich. Wie DP schon sagte, man kann es nicht allen recht machen ... aber man versucht es doch immer wieder, oder?

Aber ich verstehe dich schon. Gerade Cons finde ich da sehr gefährlich. Den Gleichmut manches Con-Spielleiters habe ich schon sehr bewundert. Es können sehr gegensätzliche Spielkulturen aufeinanderprallen. Als Spieler kann man sich notfalls vorzeitig verabschieden, wenn einem der Stil des SL oder der anderen Spieler nicht liegt, auch wenn ich immer fand, das sei etwas unhöflich. Aber als SL ist man mitunter in einer echt bescheidenen Situation ...

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Beitrag von TIE » 23.04.2017, 10:21

Der große Unsicherheitsfaktor liegt für mich eher darin, den jeweiligen Geschmack zu treffen. Bei 7-8 Spielern ist das vermutlich nur selten bei allen perfekt möglich. Wie DP schon sagte, man kann es nicht allen recht machen ... aber man versucht es doch immer wieder, oder?
Sorry, das ich nochmal OT werde aber bei mir ein ganz klares NEIN. Als SL verbiege ich mich nicht mehr um es allen recht zu machen. Dafür ist das Ungleichgewicht zwischen dem Aufwand Spieler/Spielleiter zu groß.

Wie du sagst, der Spieler kann einfach gehen wenn es ihm nicht gefällt. Ich als Spielleiter muss bleiben und für den Rest der Spieler abliefern. Da möchte ich nicht ständig auch noch es allen recht machen müssen WENN der überwiegende Teil der Gruppe mit meiner Arbeit zufrieden ist.

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Beitrag von Joran » 23.04.2017, 14:34

Das ist noch nicht ein mal OT, denn das Risiko solcher Konflikt steigt mit der Zahl der Spieler. Wenn es Strategien gäbe, dem vorzubeugen, würde ggf. auch das zur Vorbereitung auf große Spielrunden gehören.

Für mich persönlich fühlt es sich weiterhin (je nach Verhalten des betreffenden Spielers mehr oder weniger) als Niederlage des SL an, wenn Spieler frustriert den Tisch verlassen. Denn der SL ist jedenfalls auch nicht immer schuldlos an solchen Eskalationen. Darum bleibe ich bei meiner Grundhaltung, zumindest zu versuchen, es allen recht zu machen. Selbst wenn man einen Spieler rausschmeißt, ist die Runde nachher belastet.

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Beitrag von TIE » 23.04.2017, 18:21

Kennst du das Johari Fenster:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster

Das gleiche gilt für das Gruppenproblem oder die Gefahr den Geschmack einzelne Spieler nicht zu treffen.

Wenn du jetzt mit maximaler Offenheit was deine Vorstellung von der Spielwelt / dein Spielleiterstil / deine Gruppenerwartung an die Spieler herangehst wirst du sehr viel im Vorwege klären können und die Spieler können sich darauf einstellen. Was dann später im Spiel den Aufwand verringert es allen recht zu machen, da sie bis zu einem gewissen Grad erwarten können wie du dich als Spielleiter verhalten wirst, wie deine Spielwelt funktioniert, welche Erwartungen du an die Gruppe hast.

Da du viel Zeit hast bis zum Zusammentreffen, teil den Spielern via Mail deine Spielleiterphilosophie mit und siehe was kommt.

Ich glaube mehr kann man nicht machen. Wer bis zum Spielbeginn, Bedenken, Änderungen usw. nicht mitgeteilt hat...wie willst du das während des Spiels dann noch sinnvoll auffangen, ohne das die Spielerfahrung (durch Unterbrechungen usw.) für alle leidet!?

Das liegt auch außerhalb dessen was ein SL am Spielabend noch leisten kann (finde ich).

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Beitrag von Joran » 05.05.2017, 10:15

TIE hat geschrieben:
23.04.2017, 10:21
Der große Unsicherheitsfaktor liegt für mich eher darin, den jeweiligen Geschmack zu treffen. Bei 7-8 Spielern ist das vermutlich nur selten bei allen perfekt möglich. Wie DP schon sagte, man kann es nicht allen recht machen ... aber man versucht es doch immer wieder, oder?
Sorry, das ich nochmal OT werde aber bei mir ein ganz klares NEIN. Als SL verbiege ich mich nicht mehr um es allen recht zu machen. Dafür ist das Ungleichgewicht zwischen dem Aufwand Spieler/Spielleiter zu groß.

Wie du sagst, der Spieler kann einfach gehen wenn es ihm nicht gefällt. Ich als Spielleiter muss bleiben und für den Rest der Spieler abliefern. Da möchte ich nicht ständig auch noch es allen recht machen müssen WENN der überwiegende Teil der Gruppe mit meiner Arbeit zufrieden ist.
Ich denke darüber schon eine Weile nach. ... Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich Dich nicht für so hart gesotten halte, wie Dein klares 'NEIN' vorgibt! :P

Dafür gibst Du Dir bei dem, was ich in Deiner Forenrunde gelesen habe, viel zu viel Mühe. Auch Du WILLST, dass es allen Spielern Spaß macht. ;)

Jeder hat seine individuellen Grenzen und man muss manchmal akzeptieren, dass die Erwartungen / Spielkulturen im Einzelfall nicht zusammenpassen. Aber im Grundsatz bist Du wie ich! Man gibt nicht über lange Jahre den SL, wenn die Herausforderung, seine Spieler zu packen, keinen Reiz auf einen ausübt. Sonst ist der Vorbereitsungsaufwand einfach zu hoch. Das wäre wie ein Märchenerzähler, dem es egal ist, ob ihm jemand zuhört. Für eingefleischte SLs geht es nicht ums körperliche Überleben wie bei Scheherazade, aber ein wenig (oder etwas mehr) von ihr steckt nach meiner Überzeugung in jedem erfolgreichen SL! Und darum versucht man auch, gewisse Erwartungen seiner Spieler zu erspüren und zu erfüllen, es ihnen also "recht zu machen".

Ich jedenfalls setze Deinem 'Nein' erstmal ein (grundsätzliches, also Ausnahmen zulassendes, aber dennoch klares) 'DOCH' entgegen!


Meine eingangs (im ersten Post) aufgestellte Liste habe ich um folgende Überlegungen ergänzt:

j) Für die Spieler als Handout vorab eine Kurzübersicht über alle SCs und ein "Dramatis Personae / Who-Is-Who" in Stichpunkten

k) Wegen der großen Spielerzahl vielleicht Tischkärtchen mit dem Namen des SCs und möglichst einem kleinen Portrait darauf? ... Ist das blöd/peinlich/albern oder nützlich? Ich bin mal ehrlich: Mir mit meinem katastrophalen Namensgedächtnis jedenfalls passiert es bei größeren Runden auf Cons immer wieder, dass mir die Namen der anderen SCs nicht einfallen, wenn ich sie brauche, weswegen ich mir die möglichst sofort zu Beginn notiere.

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Beitrag von Case » 05.05.2017, 11:32

k) mache ich seit Jahren selbst bei der Standardgruppe und es kommt super an.
Siehe http://www.foren.pegasus.de/foren/topic ... /?p=448868
Chaotisch Neutral - Geschichten vom Rollenspieltisch | CthulhuWiki

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Beitrag von Joran » 05.05.2017, 12:23

Oh, sehr cool! Mal schauen, ob ich das - ggf. mit Deiner Vorlage - ähnlich perfekt hinbekomme. Ich hatte für die SCs eher an einen Aufsteller gedacht, wie Kreggen es seinerzeit beschrieben hat. Aber gerade für NSCs (die ich noch nicht im Fokus hatte) erscheint mir Deine Variante (Aufhängen am Spielleiterschirm) sehr praktisch!

Und ich stehe mit meiner Überlegung also nicht alleine. :)

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