Meisterinnen fallen nicht vom Himmel

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Dark_Pharaoh
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#1 Meisterinnen fallen nicht vom Himmel

Beitrag von Dark_Pharaoh » 05.06.2018, 07:25

Spielleiterinnen sind im Pen and Paper selten gesehen. Dabei sind sie bei Spielern nicht unbeliebter als ihre männlichen Pendants. Eine Reihe von Faktoren beeinflusst, warum Frauen sich oft nicht hinter den SL-Schirm trauen. Eine Spurensuche aus der Sicht einer Spielleiterin.
https://www.teilzeithelden.de/2018/05/3 ... om-himmel/

Zum Glück haben wir auf der anRUFung viele tolle Spielleiterinnen. Die Kommentare auf Facebook zu dem Beitrag sind erschreckend, welche Erfahrungen Frauen da teilweise gemacht haben.

Finde den Artikel auf jeden Fall lesenswert!

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JaNyar Lathotep
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Unnatürliches Wissen

Beitrag von JaNyar Lathotep » 05.06.2018, 08:54

Ja, definitiv lesenswert!

Ich finde es gut, dass die Autorin die Sexismus Debatte außen vor hält, weil tatsächlich damit alle anderen Argumente ausgehebelt würden und - wie es ja trotzdem nun auf Facebook der Fall ist - nur noch darüber diskutiert würde.

Die Kommentare und Erfahrungsberichte überraschen mich allerdings auch nicht (was sie nicht minder erschreckend macht). An der Stelle wage ich der Autorin zu widersprechen, wenn sie sagt, das Hobby an sich und Nerdtum im Allgemeinen mit sich brächte, nicht zu diskriminieren, weil es jeder Logik entbehre.

Meine persönliche Meinung ist, dass Toleranz, Weltoffenheit und Akzeptanz anderer eine Frage der (emozionalen) Intelligenz (nicht Bildung!) ist. Und da trifft man nun mal leider global gesehen in jedem Lebensbereich auf die ganze Bandbreite, wenn auch sicherlich in unterschiedlichen Gewichtungen.
Da steht vermutlich das Fantasy-Mega-LARP mit zigtausend Menschen auf der Skala ganz weit im einen Extrem. Zumindest was ich mal so Gerüchteweise gehört habe...

Im krassen Kontrast dazu steht in meinen Augen die dLG und der ganze Dunstkreis der DCC / anRUFung!
Das unterstreicht für mich dieser Artikel auf ganz hervorragende Weise!

Ich betreibe dieses Hobby verhältnismäßig kurz und im Alltag nicht sehr exzessiv. D.h. meine Rollenspiel-Erfahrungen sind auf Runden mit engen Freunden und Leuten aus dem Dunskreis der Cons „beschränkt“.
Ich habe NOCH NIE auch nur im Ansatz negative Erfahrungen mit Diskriminierung
Geschweige denn Sexismus gehabt und mich schon diverse Male mit unterschiedlichen Menschen darüber ausgetauscht, was für ein wahnsinnig toller und toleranter Haufen sich da regelmäßig zusammen findet!!
Ich wage sogar zu behaupten, dass hier das Gegengeil zutrifft: Mann/Frau traut sich etwas auszuprobieren, gerade WEIL jeder weiß, wie offen die anderen dafür sind und welche Akzeptanz Mann/Frau erfährt. Das schließt Leiten, Leiten auf der Con, eigene Abenteurrideen, erste LARP-Erfahrungen uvm mit ein.


Ihr seid alle wahnsinnig tolle Menschen und ich fühle mich immer Pudelwohl mit euch!! Dieser Artikel ist ein toller Aufhänger, dass mal zu sagen!

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JaneDoe
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Unnatürliches Wissen

Beitrag von JaneDoe » 10.06.2018, 12:02

Also ich scheine ja der absoluten Minderheitengruppe anzugehören wenn man dem Artikel glaubt. ;)
Ich habe als Kind/ Teenager in einer fast reinen Mädchengruppe angefangen zu spielen und habe auch damals schon wie heute auch öfters geleitet (heute fast nur SL). Und ich betreibe dieses Hobby jetzt seit 25 Jahren exzessicv. :) Ich muss aber sagen, dass ich - abgesehen von dem 1% Idioten die es überall gibt - kaum je ernsthaft auf Kritik oder doofe Kommentare gestoßen bin. In meinem Umfeld waren rollenspielende Mädels immer genauso normal wie Jungs. Ich glaube, ich habe erst Anfang Zwanzig überhaupt erfahren dass Frauen das "angeblich" gar nicht machen, Rollenspiel. ;) Hatte eher Probleme mit Leuten, die Transgender spielen (Mann spielt Frau im RPG und umgekehrt) nicht tolerierten, wobei ich das gänzlich unproblematisch finde. Ich bin in meinem aktuellen Umfeld allerdings auch die einzige weibliche SL...

Was LARP angeht gilt das gleiche. Ich larpe seit fast zwanzig Jahren und habe nur wenige dementsprechende Dinge erlebt. Gerade im LARP finde ich die Rücksichtnahme und die Toleranz der Leute (z.B. auch gegenüber homosexuellen Mitspielern) außerordentlich gut. Da gibts natürlich mal den Deppen, der meint, ingame angrapschen sei okay, weil ist ja Spiel. Eine gute Orga belehrt so jemanden schnell eines Besseren. Im Gegenteil habe ich im LARP erlebt, dass sehr cool auch mit den Themen Sexualität/ Flirten gespielt werden kann ohne dass es sexistisch oder doof wird. Die Verwunderung eines Kommentators unter dem Artikel verstehe ich deshalb auch nicht ganz. Wenn eine Frau (freiwillig!) im LARP ein Freundenhaus bespielen will, dann sehe ich da kein Problem. Das kann sehr witzig sein. ;) Wichtig ist nur, dass alle Beteiligten immer klar ihre Grenzen festlegen und kommunizieren und dass Übertritte schnell und klar geahndet werden. Das geht im LARP sogar besser, weil es mit der SL eine echte Institution gibt, das das tut.
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Nils
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Unnatürliches Wissen

Beitrag von Nils » 14.06.2018, 08:30

Das Bild beweist: Meisterinnen fallen nicht vom Himmel, sie kommen aus der Tiefe  :geek:

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Beitrag von JaneDoe » 14.06.2018, 17:51

...und sie haben einen hochgehobenen Rock?!?
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