Auslöschung (Annihilation)

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Nils
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#1 Auslöschung (Annihilation)

Beitrag von Nils » 06.03.2018, 11:56

Mit der Verfilmung des ersten Teils der "Southern Reach-Trilogie von Jeff VanderMeer kündigt sich ein hochkarätig besetzter lovecraftiger Blockbuster an. In den USA ist der Film bereits angelaufen, bei uns kommt er leider nicht in die Kinos. "Auslöschung" soll stattdessen ab dem 12.03. bei Netflix zu sehen sein.

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Dark_Pharaoh
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Beitrag von Dark_Pharaoh » 06.03.2018, 13:50

Hätte den gerne im Kino gesehen, aber dann eben Netflix.

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Asmodeus
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Beitrag von Asmodeus » 07.03.2018, 09:19

auf den bin ich auch schon gespannt und bin froh, dass Netflix den so schnell ins Programm bringt.
The path of excess leads to the Tower of wisdome (William Blake)

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Beitrag von Case » 13.03.2018, 06:43

Absolute Empfehlung, gut gemacht, intelligent und spannend!
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TIE
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Beitrag von TIE » 13.03.2018, 18:35

Ich persönlich fand den Film richtig schlecht.

Es gab ein paar interessante Szenen, aber die Handlung strotzt vor Logiklücken und ist allein darauf ausgerichtet die Digitaleffekte mal richtig krachen zu lassen.
 

Spoiler
Hier mal eine Zusammenfassung

Folgendes ist die Ausgangssituation: Der „Schimmer“ (Zone außerirdischer Aktivität) existiert schon ein paar Monate und dehnt sich aus, eine Militärbasis und eine Stadt mussten Evakuiert werden. Lt. Aussagen im Film ist alles was in den Schimmer gegangen ist nicht wieder herausgekommen.

Darunter waren menschliche Teams, Drohnen usw. mit rein männlicher, militärischer Beteiligung (oder überwiegend).
 Also ist die glorreiche Idee jetzt 5 Frauen in die Zone zu schicken, alles Wissenschaftlerinnen, teils mit militärischer Vorerfahrung. Um es spannend zu machen mit ein paar Handicaps, eine hat Krebs und wird den Trip nicht überleben, eine ist psychisch labil weil ihr Kind an Leukämie gestorben ist, eine ist ne trockene Alkoholikerin, eine ist Borderlinerin usw.

Soweit so gut jetzt was mich daran stört:

- Die Teammitglieder sind mit einem Sturmgewehr bewaffnet, alles was ungeschulten Benutzern helfen könnte fehlt…wie z.Bsp. montierter Laserpointer, Reflexvisiere, Lampen
  • Das Team scheint genau 1 Magazin dabei zu haben, das in der Waffe
  • Das Team trägt keine Schutzkleidung. Also typisch Amis…Waffen ja, Gasmasken, ABC Schutzanzüge, irgendwas…Fehlanzeige
  • Es wurde anscheinend nie versucht einen Schritt in den Schimmer rein und wieder raus zu machen, weil erst innerhalb des Schimmers bemerkt wird, dass z.Bsp. Funkwellen nicht durchdringen. JA jetzt könnte man argumentieren, dass gem. Film anscheinend jeder der reingeht an einer Art Amnesie leidet und wahrscheinlich nicht zurückgeht. Aber selbst bei Höhlentauchern gibt es Rettungsleinen usw. damit man im Fall des Falles von außen intervenieren kann. Hier Fehlanzeige
  • Das Team ist zu Fuß unterwegs, auch wenn es teilweise Sumpf ist sind sie darauf angewiesen Boote zu finden, keine Buggies, Quads oder sonst etwas das es ihnen leichter machen würde.
  • Ziel ist es einen Leuchtturm zu erreichen weil dort der Ursprung des Schimmers ist, wie kommt man am leichtesten zum Leuchtturm, über den Strand, die Küste entlang. Wie ist die Planung, die Gruppe geht durch den dichten Dschungel/Sumpf. Der Strand ist breit und man kann gut 50-100m weit sehen, im Wald/Sumpf gerade mal so 5m. Logisch das man da zu Fuß durch den Wald geht.
  • Das Team hat kein gutes Gefühl, bzw. konkrete Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt und es gefährlich werden könnte, also sucht man sich auf dem Militärgelände einen hohen Wachturm aus. Zu vergleichen mit einem Feuerwachturm in Nationalparks, Höhe…30m? Wo wird jetzt wache gehalten…richtig am Fußboden ca. 25m von der Treppe entfernt welche nach oben führt, allein!!! Wo geht man hin wenn Gefahr droht, richtig…auf den Boden!!! Soooo schlecht.
  • Was macht man wenn man eine von einem Bären verschleppte Kollegin sucht…richtig man geht alleine der Blutspur hinterher
  • Eine Infektion die Stunden/Tage braucht, zeigt auf einmal Effekte in wenigen Minuten (Alien Prometheus usw.) lässt grüßen
  • Ein Bär mit Skelettschädel kann schnaubende Geräusche machen
  • Wenn draußen eine vor Tagen gestorbene Kollegin um Hilfe ruft…richtig rennt man raus, alleine (zugegeben, einem wurde nur berichtet das sie tot ist..es könnte also sein…)
  • Trotz aller Gefahren schläft die Gruppe so fest, dass eine von ihnen ALLE KOSchlagen kann, in irgendeinen Raum zerren und an Stühlen festbinden kann, ohne dass eine von ihnen aufwacht.
Usw. usw. usw. Egal was in dem Film gezeigt wird, ist für sich genommen okay. Aber man merkt einfach, das sich niemand Gedanken darüber gemacht hat, wieso, warum, oder wie die Szene gerade zustande gekommen ist, oder wie sie im Kontext zu anderen Szenen steht. 
  • Ach ja, das ENDE *würg* Während der Expedition ist die Biologin mithilfe eines 08/15 Wald und Wiesenmikroskops in der Lage die Infektion zu erkennen. Am Ende des Films / im Laufe des Films (dem Ehemann) ist ein voll ausgerüstetes Labor natürlich nicht dazu in der Lage. Wieder ein Fall von „…wir müssen das aber so drehen weil es geil ist, jeder Horrorfilm hat ein Ende bei dem am Schluss das Böse wiederkommt…“ also hat man dieses Amateurdrehbuch auch hier angewandt und es wirkt einfach nur dämlich, weil es einfach nicht in den Kontext dessen passt was der Film schon gezeigt hat

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Beitrag von Frostgeneral » 15.03.2018, 14:19

die erste Hälfte war sehr solide,
der Rest umso enttäuschender.
Keine Empfehlung,
ich werde aber trotzdem mal im Setting wildern und vllt anders aufbereiten

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Beitrag von Nils » 15.03.2018, 19:14

Hat jemand den Roman gelesen? Ist der besser?

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Beitrag von Hattifnatte » 17.03.2018, 22:09

Roman nicht gelesen aber laut Bekannten die das getan haben hat der Film nur sehr sehr wenig mit dem Buch(den Büchern) zu tun, grundlegende Themen (psychologisch wie philosophisch) wurden anscheinend völlig außer Acht gelassen bzw. umgedeutet.

Auch wenn ich gerne glaube, dass es sich lohnt die Bücher zu lesen werde ich das in nächster Zeit nicht tun. Dafür war die Enttäuschung über den Film zu groß, ich fand ihn richtig übel.

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Beitrag von Case » 18.03.2018, 02:02

Bei all der nicht besonders positiven Kritik aus den letzten Beiträgen ... der Film hat (auch) visuell seine Momente:
Bild
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Beitrag von Hattifnatte » 18.03.2018, 05:07

ja absolut! die pilzartigen Gewächse und besonders die Szene im Bild gefielen mir auch sehr gut, nur war keine Linie im Stil zu sehen - auch die stark an "Alien" erinnernde Höhle hat mir gefallen aber sie passte einfach nicht zum Rest. am schlimmsten fand ich das oft mittelmäßige und im Übermaß verwendete CGI .

der Film hätte Potential, aber mal abgesehen von den monströsen Logiklöchern war das Drehbuch meiner Meinung nach nicht gut durchdacht, die Charaktere stereotyp, flach und unsympathisch, die Metaphern fand ich sehr plump und generell hätte ich mir mehr Tiefe erwartet. vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen und vieles (vor allem die Zuckerwatte-Optik) ist einfach Geschmackssache. ;)

Mit Alex Garlands Filmen werde ich aber irgendwie nicht richtig warm, sie sind mir alle zu glatt und seine Figuren (vor allem die weiblichen) sagen mir meist nicht zu.

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