Lovecraft das Werk - The New Annotated H.P. Lovecraft

Das Grauen auf Papier | Wiki
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derTräumer
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#31 Re: Lovecraft das Werk - The New Annotated H.P. Lovecraft

Beitrag von derTräumer » 20.10.2017, 14:34

In dem Fall ist es ja weniger eine Klinger-Joshi-Diskussion, als viel mehr die, wie gut Klingers Buch recherchiert/geschrieben ist....
Dazu kann ich zZt aber auch nicht viel sagen.

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Nils
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Beitrag von Nils » 23.10.2017, 12:46

Ich habe den kritisierten Teil mal gelesen, als das Buch auf Englisch erschien, kann mich aber nicht erinnern, dass mir da Verkürzungen "zu Gunsten Lovecrafts" (wie creepycreaturesreviews es ausdrückt) aufgefallen wären. Ich wollte nochmal reinschauen, wenn Zeit ist. Vielleicht kann man solche Stellen auch in die angepeilte Leserunde einbeziehen.

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jayjay
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Beitrag von jayjay » 06.11.2017, 11:16

Nils hat geschrieben:
08.10.2017, 12:45
Danke! Sehr interessant. Die Titel sind teils wirklich sinniger übersetzt, bspw. klingt "An den Bergen des Wahnsinns" deutlich epischer als das schlichte "Berge des Wahnsinns".
Das wird aber durch "Das tönerne Grauen" auch gleich wieder wettgemacht. Auch finde ich "Randolph Carters Aussage"im Vergleich zum gewohnten "Die Aussage des Randolph Carter" nicht innovativ, sondern eher relativ unspektakulär, gerade zu langweilig. Das war das erste was mir bzgl. der Übersetzung negativ auffiel, ich habe den Band aber noch nicht. Bisher bin ich noch skeptisch. Die Bebilderung und Kommentare mögen sicherlich einen Mehrwert darstellen. Allerdings hätte ich mir bei dem Preis auch noch eine anständige Bindung gewünscht. Wäre schade wenn die Klebebindung bei häufigerem Gebrauch ggf. nachgibt - ist ja doch ein etwas größerer Wälzer. Der Preis ist daher mMn etwas überzogen und ich werde mir wenn dann auch die englische Ausgabe holen - da auch berfürchte, dass ich mit der Übersetzung nicht zurechtkommen werde.
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blackpath
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Beitrag von blackpath » 06.11.2017, 23:57

Ich hab mir jetzt auch mal beide Ausgaben (deutsch und englisch) angeschaut. Nur mal kurz, was mir aufgefallen ist.

1) Das Papier der deutschen Ausgabe ist deutlich dünner und weniger rau. Schade. Vor allem weil die deutsche Fassung ja im Vergleich teurer ist.
2) In der deutschen Übersetzung sind durchweg weniger Kommentare als im US-Original. Manches erklärt sich wohl dadurch, dass zum Teil Wörter benutzt werden, die man auf deutsch nicht erklären muss, auf amerikanisch aber anscheinend schon. Wie auch immer. Es gibt Kommentare die fehlen und es fehlt aber auch mindestens ein Bild. Kann sein, dass das Layoutgründe hat, blöd ist es trotzdem.
3) Die Auswahl der Geschichten ist okay. Aber auf sowas wie "Herbert West" hätte ich persönlich zu Gunsten von "Die Ratten im Gemäuer" oder "Erich Zann" gerne verzichtet. Arkham-Story hin oder her ...
4) Die neue Übersetzung erscheint mir im Vergleich zu der von Suhrkamp deutlich treuer dem Original verpflichtet, die ältere ist aber irgendwie ... "fließender"? Ist nur ein Gefühl. Mal gucken, wie sich das auf Dauer anfühlt.
Mal ein Beispiel aus "Dunwich", das den Unterschied meines Erachtens ganz gut aufzeigt:
Aus "Those figures are so silent and furtive that one feels somehow confronted by forbidden things, with which it would be better to have nothing to do with"
las sich bei Suhrkamp so:
"Die Leute hier haben etwas so verschlossenes, ja verstohlenes, dass man sich unbewusst verbotenen Dingen gegenüber fühlt, mit denen man lieber nichts zu tun hat."
Die neue Übersetzung lautet:
"So still und verstohlen wirken diese Gestalten, dass man irgendwie das Gefühl hat, man befinde sich in Gegenwart verbotener Dinge, von denen man sich besser fernhält."
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Beitrag von jayjay » 07.11.2017, 09:56

Danke dir für die Info. Dann bin jetzt umso mehr froh, dass ich mir gestern den englischen Band bestellt habe...der wird jetzt dann abgeholt. :)
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Beitrag von Kain » 14.11.2017, 11:39

derTräumer hat geschrieben:
20.10.2017, 14:34
In dem Fall ist es ja weniger eine Klinger-Joshi-Diskussion, als viel mehr die, wie gut Klingers Buch recherchiert/geschrieben ist....
Dazu kann ich zZt aber auch nicht viel sagen.
Ich finde es bisher völlig in Ordnung. Einige wirken etwas albern bzw. so, als solle man sie mit einem Augenzwinkern sehen (z. B. wenn er darauf eingeht, dass es Anton und Berthold Meier gab, von Dietmar Meier aber keine Spur zu finden war, weshalb er vermutlich bei einem der anderen gelebt hat und solcher Quatsch). Da gibt es aber Schlimmeres. Ich war schon zu weit im Buch, als ich die Rezi von CreepyCreatures gesehen habe. Mir kam die Einleitung nicht sonderlich schlimm vor. Es ist ja keine Biographie und nicht gänzlich falsch, dass HPL Unterstützung von seiner Mutter erhalten hat (trotz finanzieller Unsicherheit wurde er scheinbar nie wirklich dazu gedrängt, sich einen Job zu suchen, hat allerlei Utensilien für seine Amateurtätigkeit bekommen, ein arabisches Zimmer als er ein Kind war etc.). Zweifellos fehlt dadurch was aber da hier doch irgendwo die Geschichten im Vordergrund stehen, finde ich es durchaus in Ordnung, sich auf diese Aspekte zu beschränken. Wie gesagt, das ist keine Biographie.

Die Übersetzung finde ich alles in allem in Ordnung. Ich habe kurz davor "The Complete Fiction of H. P. Lovecraft gelesen", die originalen Texte sind mir also noch ziemlich präsent. Man bewegt sich hier sehr stark an Lovecrafts Diktion. Ob das zwangsläufig nötig ist sei dahin. Zum Teil hatte ich auch das Gefühl, dass es dem Flow der Geschichten eher im Weg ist. Aber auch nicht durchgehend. Wenn man von einigen Tippfehlern absieht, wurde viel Wert auf ein korrektes Deutsch gelegt. Diese Unart "ein/kein/mein" zu verwenden, wenn es "einen/keinen/meinen" heißen müsste, gibt es hier z. B. nicht. Das ist mir beim direkten Vergleich mit einer anderen Übersetzung aufgefallen.

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Beitrag von Kain » 21.11.2017, 23:27

Ich weiß nun nicht, ob tatsächlich Anmerkungen fehlen bzw. wie viele das im Vergleich zur US-Ausgabe sind. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es im Verlauf des Buches immer weniger Anmerkungen pro Geschichte werden. Im Verhältnis zu den Seiten. Natürlich hat eine längere Story wie "Der Schatten aus der Zeit" mehr Fußnoten als "Die Aussage des Randolph Carter". Die Anmerkungsdichte scheint nachzulassen. Ist aber nur Gefühlssache. Ich habe das nicht wirklich berechnet.

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Beitrag von Nils » 22.11.2017, 09:00

Vielleicht kann man mal im Rahmen der Leserunde direkte Vergleiche an zufällig ausgewählten Stellen vornehmen. Einige hier werden ja die englische Fassung nutzen, mich eingeschlossen.

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Beitrag von DrGonzo » 23.11.2017, 19:22

Jupp ebenso die englische Version.
“It is good to be a cynic — it is better to be a contented cat — and it is best not to exist at all.” :kohleziege:

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Beitrag von jayjay » 24.11.2017, 08:24

Auch die englische.
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